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Telefon-Treff > Offtopic > Geplauder > Apotheke verweigert Arzneimittelrücknahme - rechtens? Wer weiß darüber bescheid?
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Styler ist offline Alter Beitrag 19.12.2008 01:45
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Styler

Junior Guru

Registriert seit: 10/2002
Beiträge: 2187
Threadersteller

Apotheke verweigert Arzneimittelrücknahme - rechtens? Wer weiß darüber bescheid?

Hallo,

vorweg, wer nur die Hauptfrage lesen möchte, bitte nach unten scrollen und den letzten Absatz (mit zwei ## Markiert) lesen.


Ich habe mir vorgestern, auf Empfehlung einer Apothekerin, das Medikament "Prospan Hustensaft" für meinen 3Jährigen Sohn gekauft, da er nach einer Bindehautentzündung mit anschließender Erkältung einen Reizhusten hatte und ich ihm einfach ein wenig helfen wollte beim abhusten.

Da unser Kinderarzt sonst von Hustensäften oder sonstigen abrät, weil es nicht wirklich bei den kleinen hilft, habe ich mir zu Hause ersteinmal in Ruhe die Packungsbeilage durchgelesen. Das erste was mir auffällt ist (sinngemäß) folgender Satz zum Thema Nebenwirkungen:

"Bei Kinder und Jugendlichen unter 10Jahren sind die Nebenwirkungen nicht bekannt. Eine Einnahme erfolgt auf eigene Gefahr."

Daraufhin habe ich die Packungsbeilage zurück gepackt und das Medikament abgeschrieben. Es wurde Gottseidank eh nicht gebraucht, das sich der Husten in der Nacht gelöst hatte und am nächsten Morgen fast ganz verschwunden war.

Was noch wichtig ist, das Medikament erfordert keine besondere Lagerung. Es steht bei Zimmertemperatur im Regal hinter den Kassen in der Apotheke.

Ich bin also gestern mit dem unbenutzten (Sicherheitsverschluss) Hustensaft zurück in die Apotheke und wollte es zurückgeben.

Die selbe Apothekerin, die mir den Hustensaft verkauft hat, wollte den unbenutzten Saft nicht zurücknehmen und Beruf sich die ganze Zeit auf das Arzneimittelgesetz (kurz AMG) und warf mir vor, das Arzneimittel falsch lagern zu können!?

Da ich das AMG natürlich nicht auswendig könnte, habe ich mich für die Aufklärung freundlichst bedankt und bin unverichteter Dinge wieder gegangen.

Eben zu Hause angekommen, habe ich rein Interessehalber, mir mal das AMG (hier nachzuschlagen) überfliegenderweise durchgelesen und siehe da, es gibt keinen § der die Rücknahme eines verkauften aber unbenutzten Medikamentes regelt. Ich habe dann noch weiter gesucht und festgestellt, das die Apotheken die Rücknahme über Ihre AGB regeln. Die von mir aufgesuchte Apotheke besitzt keine eigenen AGB. Also wieder nichts. Nachdem ich dann noch 2 Stunden weiter gesucht habe fiel mir immer der Verwendung der folgendem Satzes in manchen AGB auf: "Alle Arzneimittel sind aufgrund der Vorschriften zur Arzneimittelsicherheit von der Rücknahme oder einem Umtausch ausgeschlossen.". zB hier, letzter Satz.

Sucht man jetzt nach Vorschriften zur Arzneimittelsicherheit findet man so gut wie alle Apotheken, die diesen Satz in Ihren AGB verankert haben aber nur folgende Erklärung: Der Begriff „Arzneimittelsicherheit“ ist gesetzlich nicht definiert. Hier nachzulesen.

Also beziehen sich alle auf ein nicht definiertes Gesetz. => lol

Weiter habe ich ein relativ aktuelles Urteil gefunden, das Apotheken zur Rücknahme, nicht verwendeter Medikamente verpflichtet sind. Leider bezieht sich das nur auf eine Versandapotheke, die in Ihren AGB den § 312d Abs. 4 Nr. 1 BGB sehr schwammig übernommen hat. Hier nachzulesen. Und wenn ich mich nicht Irre, ist von folgender Versandapotheke die Rede: Versandapo. ISt jetzt die frage ob man das auch "offline" anwenden kann.

Naja, selbst im Apothekengesetz (kurz ApoG) Hier als pdf zu html von google nachzulesen. ist von einer Rücknahme keine Rede.

##
Jetzt habe ich soviel geschrieben und wollte eigentlich nur fragen, ob jemand davon Ahnung hat und mir sagen kann, ob unbenutzte Medikamente (mit Rechnung) nun zurückgegeben werden können oder nicht? Da es sich hier nur um einen Betrag von unter 10Eur handelt, ist es natürlich nur noch interessehalber, da ich keine Lust habe, mich deswegen mit der Mitarbeiterin oder dem Geschäftsführer der Apotheke anzulegen. Vielleicht kann ich es ja mal innerhalb des Haltbarkeitsdatum gebrauchen.

besten dank für eventuelle Antworten.
Mit freundlichen Grüßen

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Martin Reicher ist offline Alter Beitrag 19.12.2008 01:52
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Martin Reicher

Lebenslänglich

Registriert seit: 05/2002
Beiträge: 10149

Ich würde das so sehen, dass das Arzneimittel eben nicht mehr für den Wiederverkauf geeignet ist.
Zurücknehmen und wegschmeißen darf die Apotheke das sicherlich. In deinem Fall handelt es sich ja auch um eine Falschberatung der Apothekerin, sowas sollte wirklich nicht vorkommen!

__________________
Viele Grüße
Martin

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BigBlue007 ist offline Alter Beitrag 19.12.2008 01:54
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BigBlue007

User ist gesperrt

Registriert seit: 05/2002
Beiträge: 14624

Schon allein aufgrund der potentiellen Gefahr, dass irgend jemand mit den Medikamenten irgendwas Übles anstellt, bevor er sie zurückgibt, wird das vermutlich nicht gehen. Im Prinzip hast Du das ja auch selbst schon rausgefunden.

Mir erschließt sich auch nicht, warum Du denkst, dass es ausgerechnet für Medikamente ein Rückgaberecht geben sollte - für jedes andere Produkt, welches im stationären Handel gekauft wird, gibt es ein solches ja ebenfalls nicht. Warum also ausgerechnet für Medikamente?

__________________
Ist das eine von den Kirchen, wo man so kleine Cracker kriegt? Ich habe Hunger!

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flashhawk ist offline Alter Beitrag 19.12.2008 06:34
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flashhawk

Inventar

Registriert seit: 06/2003
Beiträge: 9490

Re: Apotheke verweigert Arzneimittelrücknahme - rechtens? Wer weiß darüber bescheid?

Zitat:
Original geschrieben von Styler
Was noch wichtig ist, das Medikament erfordert keine besondere Lagerung. Es steht bei Zimmertemperatur im Regal hinter den Kassen in der Apotheke.


Könnte ja aber sein, dass du es zwischendurch im Wasserbad gekocht hast. Ich finde es absolut richtig, dass Medikamente nicht zurückgenommen werden und schließe mich vor allem meinem Vorredner an: Warum sollte gerade bei Medikamenten ein Rückgaberecht bestehen, wenn es sonst auch keins gibt?

__________________
"Behinderte Delfine kommen zu mir, um mit mir zu schwimmen!" - Bernd Stromberg

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Superlug ist offline Alter Beitrag 19.12.2008 07:42
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Superlug

Profi

Registriert seit: 03/2003
Beiträge: 676

Kurz und knapp: Arzneimittel DÜRFEN von NICHT von der Apotheke zurückgenommen werden. Ist gesetzlich so festgelegt. (Meine Vorredner haben ja schon sehr schlüssig argumentiert!) Falls ich mal Zeit finde schreib ich Dir, wo das Gesetz zu finden ist. (Gibt sehr viele versch. Gesetze im Apothekenwesen, nicht nur das AMG) Natürlich könnte die Apotheke das Medikament zurücknehmen und entsorgen. Aber würdest Du das an deren Stelle machen. Thema Versandhandel: Meine zu wissen, dass das Rückgaberecht im VErsand nicht für Arzneimittel gilt. Wenn doch, kann man nur hoffe, dass die Versender diese dann vernichten. GErade im Hochsommer oder auch im kalten Winter unterliegen die AM und somit deren Wirkstoffe beim Transport im Hermesauto und Co ja teilweise heftigen Temeperaturschwankungen... Nicht bei jedem FAM schlimm, aber bei manchen eben schon.

Zum Thema Hustensaft: Meiner Meinung nach ist Prospan ein altbewährter auch für kleine Kinder sehr gut verträglicher Hustensaft, der auf Efeu-Basis schleimlösend und auch etwas reizmildernd wirkt. :-)

MfG

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Superlug ist offline Alter Beitrag 19.12.2008 07:44
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Superlug

Profi

Registriert seit: 03/2003
Beiträge: 676

Zitat:
Original geschrieben von Martin Reicher
In deinem Fall handelt es sich ja auch um eine Falschberatung der Apothekerin, sowas sollte wirklich nicht vorkommen!


Wie meinst Du das?

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rajenske ist offline Alter Beitrag 19.12.2008 08:03
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rajenske

Lebenslänglich

Registriert seit: 06/2002
Beiträge: 13370

Re: Apotheke verweigert Arzneimittelrücknahme - rechtens? Wer weiß darüber bescheid?

Zitat:
Original geschrieben von Styler
(..), habe ich mir zu Hause ersteinmal in Ruhe die Packungsbeilage durchgelesen. Das erste was mir auffällt ist (sinngemäß) folgender Satz zum Thema Nebenwirkungen:

"Bei Kinder und Jugendlichen unter 10Jahren sind die Nebenwirkungen nicht bekannt. Eine Einnahme erfolgt auf eigene Gefahr."

Dies hier ist die Packungsbeilage zum "Prospan Hustensaft":
http://www.prospan.de/media/prospan_saft.pdf

Ich kann deinen Satz - auch sinngemäß - nicht darin finden.

Was meinst du also?

__________________
Mit Grüßen ...

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Gunn ist offline Alter Beitrag 19.12.2008 08:03
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Gunn

Inventar

Registriert seit: 05/2002
Beiträge: 5652

Zitat:
Original geschrieben von Superlug
Wie meinst Du das?


Das bezieht sich auf

Zitat:

"Bei Kinder und Jugendlichen unter 10Jahren sind die Nebenwirkungen nicht bekannt.
Eine Einnahme erfolgt auf eigene Gefahr."



Wenn du so freundlich wärst und die entsprechenden Gesetze hier auflistet ist doch alles gut.

Schließlich hat sich der TE sehr viel Mühe bereitet und recherchiert, aber keine gestzliche Grundlage für die Nicht Rücknahem gefunden.

Dass die das dann nicht wiederverkaufen dürfen, sondern entsorgen müssten, sollte jedem klar sein.

Gruß Gunn

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rajenske ist offline Alter Beitrag 19.12.2008 08:05
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rajenske

Lebenslänglich

Registriert seit: 06/2002
Beiträge: 13370

Sorry, ich sehe immer noch nicht, wo dieser Satz überhaupt steht.

__________________
Mit Grüßen ...

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stanglwirt ist offline Alter Beitrag 19.12.2008 08:28
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stanglwirt

Senior Guru

Registriert seit: 06/2008
Beiträge: 4072

Zitat:
Original geschrieben von Gunn
Das bezieht sich auf



Wenn du so freundlich wärst und die entsprechenden Gesetze hier auflistet ist doch alles gut.

Schließlich hat sich der TE sehr viel Mühe bereitet und recherchiert, aber keine gestzliche Grundlage für die Nicht Rücknahem gefunden.

Dass die das dann nicht wiederverkaufen dürfen, sondern entsorgen müssten, sollte jedem klar sein.

Gruß Gunn


in dem fall sollte eher der TE den § bringen, in dem steht, daß er ein Rückgaberecht hat.
denn wie schon x-mal geschrieben wurde, gibt es kein generelles rückgaberecht, welches dann irgendwo speziell für arzneimittel ausgeschlossen wird. also muss er schon einen § anbringen, der besagt, daß er ein rückgaberecht bei arzneimittel hat oder zumindest ein generelles rückgaberecht...
dieses rückgaberecht gibt es nicht, daher erübrigt sich jede weitere diskussion.

Geändert von stanglwirt am 19.12.2008 um 08:31

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Styler ist offline Alter Beitrag 19.12.2008 08:54
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Styler

Junior Guru

Registriert seit: 10/2002
Beiträge: 2187
Threadersteller

Re: Re: Apotheke verweigert Arzneimittelrücknahme - rechtens? Wer weiß darüber bescheid?

Zitat:
Original geschrieben von rajenske
Dies hier ist die Packungsbeilage zum "Prospan Hustensaft":
http://www.prospan.de/media/prospan_saft.pdf

Ich kann deinen Satz - auch sinngemäß - nicht darin finden.

Was meinst du also?


hallo,

da hast du natürlich recht. Mein Beipackzettel ist von 05/07 und die pdf ist von 05/08

da hört sich der Satz total anders an:

Zitat:
Kinder
ZUr Anwendung des Arzneimittels bei Kindern unter 10 Jahren liegen keine Ausreichenden Untersuchungen zur Art und Häufigkeit von Nebenwirkungen vor. Es sollte daher nur unter sorgfältiger Beobachtung eingenommen werden. Beachten Sie bitte auch den Hinweis unter Nebenwirkungen. Prospan HUstensaft soll bei Kindern unter 1 Jahr nur nach Rücksprache mit dem Arzt eingenommen werden. Bei Überdosierung können Magenbeschwerden, ÜBelkeit und Erbrechen auftreten.



Entweder gibt es nun ausreichende Untersuchungen, oder der Satz war nicht nur bei mir, Grund zur Beunruhigung verschiedener Eltern.

Da es ja zur Nacht gegeben werden sollte, hieße es, das ich die ganze Nacht aufbleiben solle, um zu beobachten, was passiert. Das kann ich nun mal nicht mitten in der Woche einfach mal so machen.

allen anderen, danke ich habs verstanden. Rücknahme ist bleibt halt eine freiwillige Leistung, die in der Medizin halt ganz ausgeschlossen ist.

mfg

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ChickenHawk ist offline Alter Beitrag 19.12.2008 08:57
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ChickenHawk

Inventar

Registriert seit: 05/2002
Beiträge: 7839

Zitat:
Original geschrieben von stanglwirt
dieses rückgaberecht gibt es nicht, daher erübrigt sich jede weitere diskussion.


Zum einen das, zum anderen hat der TE sich seine Frage eigentlich schon selbst beantwortet, scheinbar nur die entsprechenden Artikel nicht komplett gelesen.

In der hier verlinkten Seite mit dem Urteil steht im weiteren Verlauf einiges zu dem Thema:

http://www.shopbetreiber-blog.de/20...ht-ausgenommen/

(Und auch hier wird ausschließlich darüber diskutiert, ob ein Widerrufsrecht bei einer Online-Apotheke besteht. Das beim offline Kauf vor Ort nie ein wie auch immer geartetes "Rückgaberecht" besteht ist unstrittig.)

Zum Thema "erneutes Inverkehrbringen" u.a.:
http://www.gesetze-im-internet.de/a...betrv/__7b.html
Als Privatperson kann man analog keine "Unbedenklichkeitsbescheinigung" ausstellen, sodass der Apotheker die Ware eben auch nicht weiterverkaufen dürfte und auf dem Kram sitzen bleibt.

Von daher um die Frage aus Titel des Beitrags zu beantworten:
Ja ist rechtens.

__________________
# 30 der Zippo-Gilde

Geändert von ChickenHawk am 19.12.2008 um 09:00

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xabbu ist offline Alter Beitrag 19.12.2008 09:19
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xabbu

Senior Mitglied

Registriert seit: 06/2002
Beiträge: 159

Kinderarzt sagt: nutzt nichts

Apotheker sagt: kaufen

Kunde kauft und sagt: da stehen ja keine Nebenwirkungen und ich soll auf eigene Gefahr entscheiden - niemals, ich brauche doch einen Verantwortlichen...

Es gibt im Beipack sogar eine DOSIERANLEITUNG für Kinder unter 1 Jahr, 1 - 5 Jahre, usw.

und all die Infos sind frei im Netz verfügbar:

Prospan Dosierung

und beim Fernabsatzgesetz ist die Rückgabe von Medikamenten auch klar geregelt ( der Ausschluss von Medikamenten ist völlig rechtens) siehe:

Gemäß § 312d BGB hat der Verbraucher bei einem Fernabsatzvertrag ein Widerrufs und Rückgaberecht. Dieses Widerrufsrecht gilt gemäß § 312d IV BGB NICHT bei Lieferung von Waren, die nach Kundenspezifikationen angefertigt werden.

...

- Waren, die schnell verderben können oder deren Verfallsdatum überschritten würde.

Hier drunter fallen beispielsweise Schnittpflanzen oder leicht verderbliche Lebensmittel und Medikamente oder Drogerieartikel.

Bei einer Apotheke vor Ort, persönlich bekanntem Käufer (junge Eltern sind ja Dauerkunden in der Apotheke...;-), ein Tag zwischen Kauf und Zurückbringen, ungebrochenen Siegeln sollte der Apotheker einen Ermessensspielraum haben, dem Käufer die paar Euro auch zurückgeben zu können... er kann die Flasche Prospan ja als Deko ins Schaufenster stellen...

Chris

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thedarkside2005 ist offline Alter Beitrag 19.12.2008 10:56
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thedarkside2005

Senior Guru

Registriert seit: 01/2005
Beiträge: 4619

für mich wär die Sache ganz einfach: da offenkundig eine Falschberatung vorliegt (die du aber nicht beweisen kannst/auch nicht mußt) würd ich nochmal dort hingehen, mich für den tollen Service und die Falschberatung bedanken und in Zukunft meine Medikamente woanders kaufen (und das denen auch so sagen). Denn es kann nicht sein, daß dir gegen einen Husten ein Medikament empfohlen wird, bei dem die Nebenwirkungen so schwammig formuliert/unklar sind. Und das für einen Dreijährigen. Dort könnte ich vermutlich nichts mehr kaufen ohne schlechtes Gefühl, daher mußt du deine Medikamente in Zukunft ohnehin woanders kaufen.
Vielleicht bringt deine Beschwerde etwas, und die Apothekerin ist in Zukunft etwas vorsichtiger mit ihren Tips.

__________________
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pflaumeberlin ist offline Alter Beitrag 19.12.2008 11:00
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pflaumeberlin

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Registriert seit: 12/2007
Beiträge: 546

Zitat:
Original geschrieben von thedarkside2005
für mich wär die Sache ganz einfach: da offenkundig eine Falschberatung vorliegt ...


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