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Wiko Wax: Preisleistungstipp für LTE + Rechenpower, aber insgesamt nur ein 3/4-Wiko

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  • Wiko Wax: Preisleistungstipp für LTE + Rechenpower, aber insgesamt nur ein 3/4-Wiko

    Einleitung:

    Dank Wiko, die uns dieses Test-Sample zur Verfügung stellten, durfte ich die letzten Wochen das Wiko Wax ausprobieren. Und nachdem ich ja schon so einige Wikos testen durfte oder auch mein Eigen nenne durfte, ist das Wiko Wax in dem Sinne etwas ganz Besonderes, weil es mit anderen Stärken daher kommt als seine Brüder (z.B. eine kraftvolle Quadcore-CPU von Nvidia, Speichererweiterung, wechselbarer Akku und vor allen Dingen LTE) dafür auf der anderen Seite aber auch andere Vorteile nicht an Bord hat (z.B. Dual-SIM-Funktionen, Gestensteuerung, automatisches Ein- und Ausschalten, Profile), die "ein Wiko" bisher (fast ausnahmslos) auszeichneten.
    Diese Punkte möchte ich im Laufe des Testberichts natürlich genauer beleuchten. Immerhin, so viel sei bereits verraten: Das Preisleistungsverhältnis, das Wiko bisher immer auszeichnete, ist auch beim Wiko Wax ein sehr gutes!




    Wie immer beginnen wir aber natürlich mit den wichtigsten Fakten im Überblick:

    - NVIDIA® Tegra® 4i Quad-Core Prozessor mit 1,7 GHz je Kern
    - 1GB RAM
    - IPS-Screen mit Corning Gorilla Glas 2 mit HD-Auflösung (1280 x 720) = 315pp
    - Android 4.3
    - keine Dual-SIM-Fähigkeit!
    - 8MP Back-Cam, 5MP Front-Cam, außerdem noch Full HD-Videoaufnahme
    - Datenverbindung: 4G: Band 3/7/20 DD800/1800/2600 - Das sind im Download theoretische 100Mbit/s und im Upload 50 Mbit/s
    HSPA+ mit 21MBit/s/3G+/3G WCDMA 900/1900/2100 MHz, 2G GSM/GPRS/ EDGE 850/900/1800/1900 MHz
    - Gewicht: 119g, nur 8,8mm dünn
    - Wechselbarer Akku mit 2000mAh
    - 4GB interner Speicher, erweiterbar mit micro SD bis zu 32GB, außerdem USB-OTG-fähig, also die Möglichkeit, allerlei USB-Zubehör, wie Tastatur und natürlich vor allem USB-Speichersticks anzuschließen)
    - 3,5mm Klinken-Anschluss und Benachrichtungs-LED mit zwei Farben (rot und grün)
    - erhältliche Gerätefarben: mittlerweile neben weiß und schwarz auch türkis und koralle (rot)
    - UVP: 199 Euro

    Lieferumfang: Das Wiko Wax, ein In-Ear-Headset mit verschiedenen Ohrstöpsel-Größen, ein Micro-USB-Kabel, das als Datenkabel und zusammen mit dem Netzteil ein Aufladegerät wird. Außerdem eine Kurzanleitung und ein SIM-Karten-Adapter für Nano- auf Micro-SIM, aber auch ein größerer, um seine Micro-SIM notfalls in einem Gerät mit "normaler" SIM-Kartengröße (Mini-SIM) nutzen zu können.


    Allgemeines:

    Einige Wochen lang war das Wiko Wax mein treuer Begleiter. Und in diesen ganzen Tagen kristallisierte sich recht fix heraus, was mir sehr gut gefällt, was in Ordnung ist und was mir weniger gefällt. Getestet habe ich die Wiko Wax Version 8, das ist die zu diesem Zeitpunkt (Ende August 2014) aktuellste Version, die erst vor wenigen Tagen upgedatet wurde. Hiermit wurden kleinere Bugs behoben und/oder z.B. das Entsperren des Bildschirms verbessert. Wie auch bei anderen Geräten arbeitet Wiko kontinuierlich an der Verbesserung seiner Geräte und bringt in verschiedenen Abstände kleinere und größere Updates. Klasse!





    ___________________________________________________________________


    Kurzübersicht:


    - WENIGER GUT:
    Ich will das Pferd in diesem Fall mal von hinten aufzäumen und mit den Dingen anfangen, die - mir ganz persönlich - weniger gut gefallen haben. Vieles davon ist sicher - wie oft im Leben - auch Geschmacks- oder Gewöhnungssache:

    - Von meinem Wiko Darkside und auch von vielen anderen Modellen von Wiko bin ich 'Audio-Profile' gewöhnt und habe diese gern genutzt. Diese konnten unter "Einstellungen" konfiguriert und über das Drop-Down-Menü schnell ausgewählt werden. Dies gibt es beim Wiko Wax nicht mehr. Klar kann man den Ton relativ schnell über die Lautstärke-Wippe ausschalten (indem man ihn bis auf Vibrieren oder Null herunterfährt), aber so richtig flott geht das nicht mehr. Klar ist aber auch, dass man das durch Widgets immerhin ganz gut beheben kann.
    Allerdings ist diese Funktion eben nicht mehr von Haus aus mitgeliefert.

    - Auch fehlt mir ein "LTE only"-Modus in den Netzeinstellungen, der mir erlaubt, das Smartphone trotz relativ schlechtem Empfang im LTE-Modus verharren zu lassen statt das deutlich langsamere, aber eben empfangsstärkere EDGE nutzen zu müssen. Ein Blick ins Netz zeigt aber, dass das wohl bisher noch nicht bei vielen Geräten funktioniert und oft auch nur mit root. Somit kann man das wohl nicht Wiko anlasten.
    Dabei kann man dem Wiko Wax durchaus attestieren, dass es lange versucht, das LTE-Netz zu halten und nicht sofort wechselt, aber es gab eben so einige Fälle in der Testzeit, in denen ich lieber selbst gewählt hätte, ob ich dauerhaft LTE nutzen will oder eben nicht.

    - Mir fehlt die DUAL-SIM-Fähigkeit an allen Ecken und Enden. Hat man sich einmal an die Möglichkeit, mehrere Netze dabei zu haben, gewöhnt und nutzt dieses Feature aktiv (z.B. dadurch, dass eben Leute mit o2-Flat auf SIM 2 [der o2-SIM] anrufen, während man selbst Gespräche über die Allnetflat in Schacht 1 führt), dann möchte man es eigentlich nicht mehr missen. Das mag vielleicht unfair sein, weil der Standard eben bisher weiterhin "Ein Gerät, eine SIM" ist, aber bei Wiko hat sich nun einmal ein anderer Standard entwickelt, der daher auch in die Bewertung mit einfließen muss.


    o DURCHSCHNITT
    Kommen wir zu den Dingen, die vielleicht nicht optimal gelöst sind und/oder je nach Geschmack die Wertung nach oben oder unten hin ausschlagen lassen:

    o Der Lautsprecher auf der Rückseite ist völlig in Ordnung in dieser Preisklasse. Er hat eine gute, durchschnittliche Lautstärke und einen ordentlichen Klang. Allerdings wird er, wenn man das Handy mit dem Rücken auf den Tisch legt, recht leise, weil er leider auf der Rückseite angebracht und auch kein kleiner "Nippel" wie bei einigen anderen Wikos vorgesehen ist, der dafür sorgen würde, dass der Sound entweichen kann. Hier hat Wiko bei anderen Geräten schon gezeigt, dass sie es besser können (z.B. beim Highway).

    o Intern sind nur 4GB Speicher verbaut, von denen etwas weniger als 2,5GB nutzbar sind. Das reicht für den Anfang aus. Eine Speicherkarte ist aber definitiv Pflicht, wenn man etwas mehr nutzen will, als nur Telefonie und SMS/messenger.

    o Die bekannten Gestensteuerung fehlt ebenso wie NFC. Letztes war bisher noch in keinem Wiko-Gerät verbaut, Erstgenanntes allerdings nahezu Standard. Mit Hilfe der Gestensteuerung konnte man Screenshots erstellen, das Handy berührungslos entsperren, Kontakte, die auf dem Display angezeigt werden anrufen, indem man das Gerät einfach ans Ohr hält, das Handy stummschalten durch umdrehen usw. usf.! Einige der Funktionen habe ich gern genutzt, wobei ich zugeben muss, dass ich das am Anfang mehr getan habe als am Ende.

    o Die Akkuleistung ist schwer zu beschreiben. Das liegt daran, dass Wiko einen Stromsparmodus eingebaut hat, der wirklich gut funktioniert, aber eben auch großen Einfluss auf die Bedienung des Gerätes hat. Heißt in Kurzform: Will man lange Laufzeit, geht das (ein wenig) zu Lasten der Performance, will man Power, hält der Akku (bei "Normalnutzung"*) maximal einen Tag. Ich gehe in einem Extra-Punkt noch genauer auf das Thema "Akkulaufzeit/Standby/Performance" ein.

    o Leider ist die sonst von Haus aus mitgelieferte Möglichkeit weggefallen, das Gerät zu einem festgelegten Startpunkt automatisch aus- und später wieder einschalten zu lassen. Schade!

    o Durch die Verwendung von Kunststoff ist das Gerät sehr leicht. Es ist zwar gut verarbeitet, mutet aber nicht so hochwertig an, wie andere Wiko-Geräte (Highway, Stairway, Darkside, Getaway). Das ist allerdings eine Kritik auf hohem Niveau, weil die Verarbeitung gut ist. Kein Knarzen, gute Spaltmaße. Dazu mehr unter "Verarbeitung/Haptik".

    *Normalnutzung: Kürzere Anrufe, etwas Surfen, etwas Lesen, einige Nachrichten, Emailabruf in größeren Intervallen, Musikhören, kürzere Videos schauen.


    + ERFREULICH
    Und nicht zuletzt in dieser Kurzübersicht nun die Punkte, die mir gut bis sehr gut gefallen haben:

    + Das verbaute GPS ist klasse. Es wird blitzschnell gefunden und ist sehr genau. Das macht richtig Spaß!

    + Der NVIDIA® Tegra® 4i Quad-Core Prozessor mit 1.7 GHz je Kern, den Wiko als erste Firma in einem Smartphone verbaut hat, hat richtig viel Power. (Mehr dazu unter "Leistung") Alle gängigen 3D-Spiele waren damit problemlos und flüssig spielbar. Auch im Alltagsbetrieb sind keinerlei Ruckler festzustellen. Zusammen mit dem schlanken Android-Betriebssystem (quasi ohne Bloatware) ist das eine prima Kombination.

    + Die Gesprächsqualität ist gut, nach dem neuerlichen Update umso mehr. Man versteht sein Gegenüber klar und deutlich und wird ebenso verstanden. Die Hörer-Lautstärke ist ebenfalls gut.

    + Der Bildschirm gehört mit seinen 315ppi, also einer Auflösung von 1280 x 720 auf 4,7 Zoll definitiv zu einem der Highlights in dieser Preisklasse. Natürlich kommt er von der Farbwiedergabe nicht an Geräte, die das Dreifache kosten, heran, aber man kann ihn tatsächlich als "gut" bezeichnen. Der Blickwinkel ist sehr gut, er ist im Sonnenlicht noch ordentlich ablesbar und die HD-Auflösung ist völlig ausreichend. Einzelne Pixel sind natürlich keine zu erkennen. Geschützt wird er außerdem nicht mit Kunstoff, sondern mit Gorilla Glas 2. Wunderbar!



    + Eine Benachrichtigungs-LED ist verbaut. Diese befindet sich in der Lautsprecher-Aussparung, was zuerst etwas ungewöhnlich ist, aber durchaus Sinn ergibt, da sie so auch bei geschlossenem FlipCover ablesbar ist. Gut mitgedacht!

    + Ich bin ja ein Riesen-Fan der Ein- und Ausschaltanimation (hier beim Wiko Highway zu sehen und genauso beim Wax umgesetzt: https://www.youtube.com/watch?v=5DagB7M9Q-c). Klar, eine Kleinigkeit, aber hat was. ;-)

    + Der Akku ist austauschbar und somit ist man, wenn es Ersatz-Akkus zu kaufen gibt, unterwegs nie ohne Strom.

    + Der interne Speicher ist durch micro-SDs erweiterbar. Bis zu 32GB kann man dazu packen, in einigen Fällen sollen auch 64GB anstandslos funktioniert haben. Ich kann allerdings aus eigener Erfahrung nicht sagen, von welcher Marke diese waren.

    + Beide Kameras machen gute Bilder. Die 8MP auf der Rückseite sind richtig gut bei vernünftigem Licht und auf der Vorderseite warten immerhin 5MP auf Selfie-Freunde. ;-) Außerdem ist die Videoaufnahme in Full-HD möglich.
    Mehr zur Cam und Beispielfotos findet ihr unter "Kamera".

    + LTE: Was soll man sagen? Wenn man es erstmal genutzt hat, will man es nicht mehr missen. Diese Geschwindigkeit, diese Zugriffszeiten sind einfach klasse. Und wenn ich ein Video in wenigen Sekunden starten oder eine große App mal eben fix runterladen kann, hat das schon was. Hierauf gehe ich im Test unter "Datenverbindungen" mit Benchmarks noch weiter ein. Aber in Kürze: Mit dem Wiko Wax kann man tatsächlich mit Highspeed im Internet unterwegs sein.


    (Zwischen)-Fazit: Der Anwender bekommt für 199 Euro ein gut verarbeitetes, optisch hübsches, kraftvolles Telefon, das durch einen wechselbaren Akku, hinzufügbaren Speicher und perfektes GPS überzeugt und dank LTE und Nvidias 1,7 GHz-Quadcore-Prozessor pure Geschwindigkeit in allen Arbeitsbereichen und für alle Aktivitäten mitbringt.
    Verzichten muss der gemeine Wiko-Fan auf die Dual-SIM-Fähigkeit und auf liebgewonnene, kleinere Features, die Wiko anderen Geräten spendiert hat.
    Wer also ein "normales", sehr in allen Belangen sehr schnelles und vor allem günstiges Smartphone mit gutem Bildschirm und LTE sucht kann beim Wiko Wax bedenkenlos zuschlagen.



  • #2
    Wiko Wax: Preisleistungstipp für LTE + Rechenpower, aber insgesamt nur ein 3/4-Wiko

    Ein ausführlicher Blick auf ausgewählte Punkte:


    Verarbeitung/Design

    Wenn man vom eigenen Gerät 5,7 Zoll gewohnt ist und ansonsten alles in Richtung >5 Zoll geht, ist man beim Wiko Wax positiv überrascht, wie angenehm die 4,7 Zoll in der Hand oder der Hosentasche sein können. Unterstützt wird dieses Gefühl durch ein Gewicht von nur 119 Gramm. Schön leicht ist dieses Gerät, ein Gefühl, das aber andererseits auch dazu führt, dass es sich eben nicht ganz so hochwertig anfühlt, wie seine Kollegen (z.B. das Darknight), die auf Aluelemente oder Glas setzen.
    Insgesamt macht das aber gar nichts, da das Gerät trotz Kunststoffmaterialen gut verarbeitet ist und auch mit Wechsel-Akku-Deckel nicht knarzt oder durch große Spaltmaße auffällt. Nein, wir haben hier ein kompaktes, leichtes Stück Smartphone in der Hand.
    Die Einschalttaste ist auf der rechten Seite in gut erreichbarer Höhe angebracht, die Lautstärke-Wippe findet man ebenfalls rechts, knapp darüber. Alle relevanten Anschlüsse liegen auf der Oberseite.



    Optisch ist das Wiko Wax deutlich an das HTC One angelehnt mit seinem unten abgesetzten, farblich zur Hauptfarbe des Geräts passenden Teil und dem silbernen Rand. Die Rückseite, also der Akkudeckel, ist in der gleichen Farbe gehalten, wie das eben genannte Unterteil, also weiß/silber, schwarz, rot oder türkis, gehalten.



    Lautsprecher auf Vorder- und Rückseite sind ins Gerät eingelassen, nur die hinten-oben-mittig angebrachte Kamera-Linse steht ein winziges Stück hervor, so dass das Gerät nicht ganz eben auf dem Tisch aufliegt.
    Zwei "WIKO"-Schriftzüge zieren das Gerät, einer auf der Vorderseite oben, einer auf dem Akkudeckel in der Mitte.
    Mir gefällt das Gerät optisch richtig gut, es könnte nur für mein Gefühl ein wenig schwerer sein.


    Leistung und Akku

    Mit seinem 1,7GHz-Quadcore-Prozessor von Nvidia meistert das Wax alle ihm gestellten Aufgaben spielend. Im AntutuX-Benchmark kommt es beispielsweise auf weit über 26.000 Punkte und liegt damit auf einem Niveau mit dem Galaxy S4. Im Quadrant Benchmark kommt es auf über 9000 Punkte. Wer weitere Werte aus Benchmarks braucht, sage gern Bescheid. Festzuhalten bleibt, dass die reale Performance, also die, die das Gerät wirklich in der täglichen Benutzung zeigt in der Einstellung "maximale Leistung" wirklich herausragend ist. Alle aufwendigen Spiele, die ich probiert habe, alle umfangreichen Apps meisterte das Gerät. Und auch die normale Menügeschwindigkeit, mit der selbst Top-Geräte, wie Samsung S4 oder LGs G3 Probleme haben, ist absolut flüssig. Es gibt keine Ruckler, keine Denkpausen.

    Spannend ist es aber, den neuen Modus "Stromsparen" genauer zu betrachten. Hier lässt Wiko dem User die Wahl, den Prozessor herunterzuregeln, d.h. weniger Kerne zu nutzen und/oder die maximale Frequenz zu deckeln, aber auch Apps auf maximal 30FPS zu begrenzen.





    Diese Einstellungen haben durchaus große Auswirkungen auf Leistung und Akkulaufzeit. Vergleicht man die Akkulaufzeit bei maximaler Leistung mit der bei der restrikivsten Stromsparmaßnahme, kann man feststellen, dass sie sich beinahe verdoppelt. Beispiel: Lässt man das Gerät auf voller Power laufen im Battery-Test, hält es etwas mehr als 2,5 Stunden durch. Bei aufwendigen Spielen wie Asphalt 8 ist das Spieleerlebnis also wohl nach 3 - 3,5 Stunden vorbei. Lässt man den gleichen Test allerdings im Modus "Batteriestrom sparen" laufen, kommt man auf beinahe 5 Stunden bis sich das Gerät abschaltet. Asphalt 8 wäre damit sicher rund 6 Stunden spielbar. Allerdings macht das Spiel selbst dann nicht mehr so viel Spaß, da es nicht mehr komplett flüssig läuft und auf 30FPS begrenzt ist. Einfachere Spiele machen aber weiterhin Freude.
    Was sich aber interessanterweise herauskristallisierte war, dass der Schieberegler in der Mitte, also auf "Ausgleich" recht gute Performancewerte in Spielen und Apps bringt und außerdem eine gute Laufzeit bei voller Belastung. Hier bringt der Test nämlich fast 4,5 Stunden bis zum Leerwerden des Akkus hervor.
    Benchmarks mit "Ausgleich" oder "Sparen" liegen bei AntutuX dann übrigens im Bereich von rund 14.000 bzw. 12.000 Punkten, also durchaus noch in Bereichen von Mittelklasse-Smartphones.

    Wer das Gerät also am effektivsten nutzen will, stellt es auf "sparen" oder besser noch "Ausgleich", profitiert vom guten bis anständigen Arbeitstempo bei Alltagsaufgaben und schraubt den Regler für aufwendige Spiele auf "Leistung maximieren" hoch im Bedarfsfall.





    Datenverkehr/Konnektivität

    WLAN b/g/n ist mit an Bord und funkt im guten Durchschnitt durch die Wohnung. Der Empfang ist so gut wie bei vergleichbaren anderen Geräten. An allen kritischen Stellen in der Wohnung hält das Wax seinen WLAN-Empfang und macht seinen Job gut.

    GPS ist - wie oben bereits beschrieben - unheimlich schnell gefunden, in wenigen Sekunden, teils schneller ;-) und arbeitet außerdem noch äußerst genau. Ich war sehr erfreut darüber. Somit lässt sich das Wiko Wax auch problemlos für Navigationszwecke, Geocaching oder sonstige Aufgaben einsetzen.

    Der größte, neueste und interessanteste Punkte ist natürlich das eingebaute LTE: Meine T-Mobile-Karte war leider bei 7,2Mbit/s gedrosselt, so dass das Wiko Wax nur lachte und den Zeiger im Speedtest bis zum Anschlag brachte, jedoch schaltete mir Vodafone netterweise auch LTE frei und so kann ich hier immerhin bis 42,2Mbit/s surfen. Und das macht das Wiko Wax auch problemlos. Am Rhein ergab ein Speedtest bei mäßigem Empfang immerhin die Werte DL 26,6Mb/s und UL 4,91Mb/s bei einer Zugriffszeit von 59ms.
    Mit all meinen Tests war ich vollends zufrieden.
    Nur Schade, dass es keine LTE-Only-Modus gibt, sondern man nur zwischen 2G, 3G, 2G/3G und GSM/WCDMA/LTE wählen kann.
    Ansonsten waren die Werte top und der Empfang des Wax' im oberen Durchschnitt.


    Kamera

    Die nackten Fakten klingen gut (Acht Megapixel auf der Rückseite) und sehr gut (Fünf Megapixel auf der Frontseite). Aber wie das mit Zahlen so ist, insbesondere bei Kameras, sagen ja die reinen Megapixel wenig über die Bildqualität aus. Deswegen lasse ich ein paar Bilder sprechen und berichte von meinen Erfahrungen:










    Alle Fotos wurden mit den Standardeinstellungen und mit dem Autofocus erstellt. Insbesondere bei guten und mittleren Lichtverhältnissen macht die Hauptkamera richtig gute Bilder für ein Smartphone. Bei schwachem Licht gibt es schnell das klassische Rauschen.

    Die Einstellungen der Kamera sind leicht erreichbar, es genügt ein längerer Druck auf das Display, wenn die Cam aktiviert ist. Eine feine Sache. Wenn auch am Anfang etwas gewöhnungsbedürftig, weil man recht schnell Dinge auswählt, die man erst einmal anschauen wollte.
    Natürlich gibt es verschiedene Aufnahmemodi, wie z.B. Gesichtserkennung, HDR, Panorama usw. … Über ein Icon kann man bei aktiver Kamera schnell den Blitz ein- und ausschalten bzw. auf Automatik stellen und zwischen den beiden Kameras und auch zwischen Video- oder Fotoaufnahme wechseln.






    (Lang)-Fazit

    Selten fiel es mir so schwer, dieses Gerät zu bewerten. Und zwar aus diesem Grund, dass so einige Quasi-Alleinstellungsmerkmale von Wiko wegfallen, die vorige Testgeräte schon von vornherein haben gut aussehen lassen. Da wäre natürlich vor allem die Dual-SIM-Fähigkeit, die exzellent umgesetzt war. Dieser Punkt fällt weg. Genauso fehlen andere liebgewonnene Features, wie z.B. die (mittlerweile [z.B. beim HIGHWAY]) konfigurierbare Tastenbeleuchtung unter dem Display, die Gestensteuerung, die sich bspw. zum schnellen Anrufen eignet, die einstellbaren und schnell übers Drop-Down-Menü auswählbaren Profile, automatisiertes Ein- und Ausschalten sowie andere nette, hilfreiche Kleinigkeiten.
    Letztlich hat man es also nüchtern betrachtet „nur“ mit einem „ganz normalen“ Handy/Smartphone zu tun. Trotzdem verdient dieses Beachtung und auch eine gute Bewertung, weil es eben mit (im Schnitt) unter 200 Euro sehr günstig ist und dabei einiges an Leistung(en) mit sich bringt.
    Da wären ein sehr tolles GPS: Schnell, Präzise. Da wäre LTE, das in dieser Preisklasse noch sehr selten ist. Das Surfen per LTE geht blitzschnell und flüssig von der Hand. Da wäre eine saubere Verarbeitung samt ansprechendem Design und gutem Display. Und da wäre ein neuer Nvidia Quadcore-Prozessor, der mit seinen 1,7GHz pro Kern richtig viel Power für Spiele und Anwendungen mitbringt.
    Außerdem gibt es andere kleine Features, die sich gelohnt haben, bspw. der neue Stromsparmodus, der einen großen Effekt hat – aber auch die Tatsache, dass ein Android-OS geliefert wird, das nicht zugepflastert ist mit Fremd-Apps. Zuletzt ist zu erwähnen, dass eine Speichererweiterung per microSD möglich ist und dass der Akku ebenfalls vom Anwender ausgetauscht werden kann.
    All dies macht das Wiko Wax definitiv zu einem guten Smartphone, das einen tollen Preisleistungswert bietet. - Einzig die Dual-SIM-Fähigkeit wird von mir schmerzhaft vermisst. Und deshalb ist es am Ende eben für mich nur ein 3/4-Wiko. ;-)


    Wie immer: Wenn Fragen sind, dann gern her damit! :-)

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    • #3
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