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Testbericht Motorola SLVR L7

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    Revision: 1.00 vom 11.01.2006

    Einleitung

    Ahhhh, endlich ist das unter seinem "Decknamen" Royal Blade bekannte Motorola SLVR L7 Candybar auch in der freien ungebrandeten Variante erhältlich. Motorola hat die Software für das Quad Band (GSM 850/900/1800/1900) L7 am 29.12.2005 frei gegeben, die Geräte am 02.01.2006. Leider nicht mehr rechtzeitig zum Weihnachtsgeschäft 2005. Wenn man sich die Features des L7 ansieht fragt man sich allerdings, warum von der erstmaligen Vorstellung im Februar 2005 bis zum Release im Januar 2006 ein ganzes Jahr verstreichen mußte. VGA Kamera, V3 Menü, wertige Verarbeitung, edles Design: Ja. Aber Innovation? Technische Gimmicks, noch nie dagewesene Features, die eine Entwicklung von einem Jahr begründen? Wir werden sehen.

    Besten Dank an Herrn Schoeps vom Nokia Shop Münster für die super schnelle Lieferung des Finalgerätes.

    Bilder

    Bildershow


    Design

    Design? Jemand hat nach Motorola gerufen! Seit dem Razr V3 bin ich dieser Art von Mobiles hoffnungslos verfangen. Motorola kenne ich seit dem CD 920 Tagen. Noch nie war Moto für eine logische oder einfache Menüführung bekannt. Seit dem Razr V3 hat sich dies halbwegs geändert. Auch im Fall des L7 gilt, die schwarze Varinate sieht - im Vergleich zum silbernen L6 - deutlich edler aus. Es beliebt also imho nur eine Entscheidung: der Kauf des schwarzen L7. Zur Recht behauptet Motorola von seinem L7: king of thin - Schlanke Linie.

    Das ultraflaches Design (HxBxT: 113 x 49 x 11,9 mm) definiert "Dicke" völlig neu. Musik- und Videodownload, integrierte Digitalkamera, Speicherkartenslot, Mp3 Player, alles in einem super schlanken Gerät bei Gewicht von ca. 96 gr.


    Technik

    Motorola SLVR (L7)
    Flex: SE4639AB1F110C
    SW-Version: R4513_G_08.B7.DAR_RB


    Etwa 5 MB Hauptspeicher, microSD Kartenslot samt Mp3 Player und damit eine fast unendliche Erweiterbarkeit des Speichers spiegeln - neben einem Display mit einer 176x220 Pixel fassenden Auflösung - die Hauptmerkmale des Gerätes wieder. Motorola setzt leider immer noch das als Transflash bekannte und neuerdings microSD benannte Speicherkartenformat ein. Imho keine gute Entscheidung im Hinblick auf Kompatibilität mit anderen Speichergeräten (Handys, Digicams). Der Markt braucht nicht derartig viele unterschiedliche Formate. MiniSD hätte auch gepaßt.


    Lieferumfang

    Das L7 wird einem schlichten (eisblauen) Karton mit

    * Motorola SLVR L7 Mobiltelefon
    * Standard-Akku BC 60 3.7V Li-Ion
    * Reise-Ladegerät
    * Bedienungsanleitungen

    ausgeliefert. Eine Speicherkarte, Software oder ein Headset (irgend eines) sucht man (unverständlicherweise) vergeblich. An dieser Stelle ein "Pfui" an Motorola.
    Noch mit dem V3 wurde dem Kunden gezeigt, WIE vollständig ein Lieferumfang sein kann. Im Hinblick auf den Kampfpreis von etwa 220 € scheint dies allerdings nicht mehr möglich.


    Verarbeitung/Haptik

    Ich mache es kurz und sage schlicht "über jeden Zweifel erhaben".

    Es klappert , rüttelt, rappelt absolut nix. Keine auffallenden Spaltmaße. Das Design, die silbrig schimmernde Tastatur, deren Beleuchtung sich - je nach Umgebungslicht anpaßt, die Farbkombination "dark brown" (ähnlich des Nokia 6270): Es paßt einfach alles stimmig zusammen. Die Taststaur ist allerdings - im Vergleich zum Razr V3 deutlich kleiner geworden.


    Display

    Das sehr helle Display (in 5 Stufen verstellbar) verfügt über eine Auflösung von 176x220 Pixel, dem Motorola Gardemaß halt. Es ist klar, gut ausgeleuchtet und brilliant. Im Vergleich zum Razr V3 ist es aber kleiner, aufgrund der gleich gebliebenen Auflösung erscheint es somit hochauflösender.


    Inbetriebnahme

    Nach dem mototypischen Einschalten mittels der roten Hörertaste (länger gedrückt halten) und einer sehr kurzen Gedenkzeit ist das L7 auch schon einsatzbereit. Einstellungswizards hat es dafür auch nicht, Zeit/Datum, etc. müssen manuell eingestellt werden. Die Providereinstellungen für MMS und Co. sind allerdings schon vor konfiguriert.


    Menü/Funktionen

    Das L7 Menü enstpricht vom Aufbau her dem Razr V3. Die Hauptebene besteht aus 3x3 Menüpunkten. Insgesamt sind die Funktionen - die Speicherkartenfunktion mal ausgenommen - nicht erweitert worden. Alle Motorola bekannten PIM Anwendungen (Kalender, Rechner, Wecker, WAP, Anrufdienste) sind vorhanden. Allerdings gibt es nun die Funktion eines Onlineupdates, ähnlich Siemens.

    Gif können als Bildschirmschoner dienen, Fotos als Hintergründe. "Profile" angepaßt aber nicht Zeit gesteuert werden.

    Im Telefonbuch ist Platz für etwa 500 Kontakte. Diesen können Felder für

    - Name
    - Nickname
    - EINE Nummer
    - Sprachkommando
    - Speicherplatz (SIM oder Telefon)
    - Kurzwahl
    - Kategorie (Business, Personal, General, VIPs)
    - Strasse 1, Strasse 2
    - Stadt
    - Staat/Bundesland
    - PLZ
    - Land
    - Geburtstag (wird nicht in den Kalender übernommen)
    - persönlicher Klingelton
    - Anruferbild (klein)
    - E-Mail

    zugewiesen werden.

    Des Weitern hat das L7 WAP 2.0 (WSP/HTTP 1.1, WTCP/IP, xHTML Mobile Profile, WCSS, Cookies, WTLS Class 2, TLS 1.0/SSL 3.0 sowie POP3, SMTP, IMAP2. MMS (Bilder / Fotos + Text und Sound) und einen Instant Messaging (IM) : Wireless Village (abhängig vom Netzbetreiber).

    Unterhaltung/Spiele/Anwendungen

    MP3 Player

    Der eingebaute MP3 Player (Digital Audio Player, DAP) ohne Klangprofile (auch keine eigenen möglich) in Verbindung mit einem Adapter (miniUSB-Klinke)



    und dem Koss Porta Pro erzeugt ein ordentliches - aber erwartungsgemäß bassarmes - Klangbild. Er erlaubt leider kein Multitasking, dafür dann aber Playlisten und Sortierfunktionen (Künstler, Genre, Titel, etc.). Der normale Multimediaplayer hingegen erlaubt das Abspielen von MP3 mit Bitraten bis 192 kbit sowie ungeschützten (iTUNES) AAC+ auch im Hintergrund, hat dafür nicht des Komfort des DAP bietet aber auch Playlisten. MP3 lassen sich - miittels Cardreader oder im USB Modus - direkt in das Audio Verzeichnis der Speicherkarte kopieren, hierbei werden auch Unterordner erkannt.


    Zwei JAVA Spiele sind vorinstalliert:

    * Crazy
    * Rebels

    sowie zwei nützliche Anwendungen

    * Digital Audio Player (MP3)
    * Safe (zur verwaltung persönlicher Daten, wie Kreditklatren, Kontakte)

    Das L7 verfügt über kein UKW-Stereo-Radio oder Push-to-talk. Die Implementation eines iTUNES Klienten wurde aus marketingtechnischen Gründe ebenfalls (wieder) falles gelassen.


    Klang

    Der Klang des Gerätes ist hervorragend, der rückseitig verbaute Lautsprecher ist erstklassig und SEHR laut. Des gleichen gilt für die allgemeine Klangqualität sowie -lautstärke des Gerätes an sich. Die eingebauten und vorinstallierten Klingeltöne im MIDI sowie MP3 Format sind ok und klingen ebenfalls hervorragend, wenn auch sehr trancelastig.


    Connectivity

    BT sowie USB to go Funktionalität (wird also als Speichermedium erkannt). Das Gerät hat gute bis sehr gute Empfangs- und Sendeleistungen im D1 Netze. Da gibt es nichts zu meckern. BT Verbindungen funktionieren einwandfrei und schnell. Mittels eines noch zu beschaffenden USB Kabels schaltet das L7 in den Modus "Speicherstick". Ein Connect mit der Moto Suite (ebenfalls nicht im Lieferumfang) ist hier über BT und auch Datenkabel kein wirkliches Problem.


    Kamera/Video

    Das L7 verfügt über eine integrierte VGA Kamera mit 4x Digitalzoom. Ein Autofokus - wie ihn Motorola suggeriert - ist allerdings praktisch nicht feststellbar. Die Kamera ist nicht der rede wert, allerdings - und das ist neu - kann sie erstmalig Videos
    in 176x144 oder 128x96 als 3GP unbegrenzter Länge aufnehmen. Störend ist hier allerdings, das man nicht von der Kamera zur Videokamera umschalten kann. Beide werden als getrennte Anwednungen und Menüeinträge unter dem Punkt Multimedia aufgeführt. Diverse Einstellmöglichkeiten des Umgebungslichtes verfeinern die Multimediaeigenschaften. Alles in allem: ok, aer sicher keine Konkurrenz zu aktuellen Kamerahandys.

    Bilder Nahaufnahmen

    Bild 01 Bild 02 Bild 03


    Themen/Skins

    Das L7 verfügt über 3 vorinstallierte themenbezogene Motive für die Benutzeroberfläche. Icons wwerden allerdings hierbei nicht verändert. Neue Motive zum Download gibt es ausreichend, da diese des Razr V3 übernommen werden können. Hierbei sind dannauch neue Icons möglich, das Aufspielen erfordert aber (noch) illegale Software und einen Eingriff in die Firmware. Die Ergebnisse sind dann allerdings beeindruckend bis hin zu 3D animierten Icons ist alles möglich. Skins können allerdings NUR im internen Speicher - zur Erinnerung: 5 MB - abgelegt werden.


    Akkulaufzeit

    Die Akkulaufzeit des L7 ist Razr V3 mässig überzeugend. Sollten die Display off Funktioen nicht genutzt werden und daher das sehr helle, leuchtstarken Display in Verbindung mit dem MP3 Player häufig genutzt werden, so hält der der Akku etwa 2 Tage, bei moderater Nutzung 4-5 Tage. Die Nutzung der Energiesparfunktionen ist - wie gesagt - allerdings Pflicht.


    Weiterführende Links

    SLVR L7
    SLVR L7 Zubehör
    Kostenlose Java
    Netzbetreibereinstellungen
    SLVR L7 Showcase


    Bugs

    Der DAP des SLVR L7 kann - sofern das USB Kabel im Modus "Speicherkarte" angeschlossen ist - nicht genutzt werden, die Fehlermeldung suggeriert aber genau das Gegenteil.

    MP3 mit VBR über 192 Kbit werden nicht, nur teilweise oder aber auch fehlerfrei abgespielt. Sehr seltsam, könnte ggf. aber auch an den verwendeten ID3 Tags liegen (habe in einem Album 50% "Ausfälle" obwohl alle Titel gleich codiert sind).


    Fazit

    Das SLVR L7 von Motorola macht einen gelungenen Eindruck. Die Featureliste ist zwar nicht beeindruckend, die Verarbeitung udn das Design hingegen schon. Das L7 ist - materialbedingt (Metal) natürlich ziemlich fingerabdruck empfindlich. Ebenfalls sieht man auf dem Display den aktuellen PH-Wert der Gesichtshaut deutlich.

    Neben dem V3i und dem Razr V3 gibt es im Moment kein schöneres Handy. Das Motorola L6 ist zwar auch nett, kann dem L7 aber nicht das Wasser reichen.

    SLVR L7
    Zuletzt geändert von dragon-tmd; 27.01.2006, 06:00.
    Dieses Konto wurde deaktiviert (für immer)

  • #2
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