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Testbericht V.3688

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    Klein aber naja...


    Das Äußere:

    Das Klappen-Handy ist – auch für heutige Verhältnisse – ziemlich klein (83 x 44 x 25 mm) und außerordentlich leicht (83 g), wirkt aber trotzdem irgendwie ziemlich „knubbelig“, da es für seine Größe nicht gerade dünn ist; aufgeklappt verdoppelt es seine Länge beinahe.
    Im Deckel des Geräts befindet sich das Display (im Gegensatz zu den Vorgängermodellen der StarTac-Reihe, bei denen das Display im unteren Gehäuseteil über der Tastatur untergebracht war) und der Lautsprecher (logischerweise), während sich die Tastatur und das Mikrofon im „Hauptgehäuse“ (eigentlich ein blöder Ausdruck, mir fällt aber leider nichts besseres ein – sorry! ;-) ) befinden.

    Erhältlich ist das Gerät in drei Farben: In schwarz, dunkelblau-metallic und sandfarben-metallic – wobei ich die beiden letzteren Farbvarianten deutlich ansprechender finde, da sie (im Gegensatz zum schwarzen Modell) durch eine chromfarbene Zierleiste, die die Oberseite des Deckels umrundet, wesentlich edler wirken.


    Das Display:

    Was Monochrom-Displays ohne mehrere Graustufen betrifft, sind die Displays von Motorola einfach unerreicht – das V.3688 ist hier keine Ausnahme.
    Das Display ist zwar nicht gerade groß, löst jedoch extrem fein auf und man muss schon wesentlich deutlicher als bei anderen Herstellern hinsehen, um die einzelnen Pixel erkennen zu können; im Normalbetrieb werden der Netzbetreiber, der Ladezustand (dreistufig) und die Feldstärke des Netzes (fünfstufig) dargestellt. Die Zeichen werden sehr scharf abgebildet und heben sich deutlich vom Hintergrund des Displays, der unter gewissen Lichtverhältnissen richtig schön grasgrün schillert, ab.
    Eingegebene Nummern werden angenehm groß auf dem Display wiedergegeben; lediglich im SMS-Betrieb schrumpft die Größe der Buchstaben / Zahlen ziemlich stark – was jedoch durch die Schärfe der Zeichen eigentlich kein Problem darstellen sollte; dafür hat man hier fünf Zeilen zur Verfügung.

    Die grüne Beleuchtung ist ausreichend hell, jedoch wirkt sie bei meinem Gerät etwas fleckig; ich habe jedoch das Gefühl, dass das weniger mit der Beleuchtung als mit dem Display selbst zu tun hat, da hier unter gewissen klimatischen Bedingungen (scheint etwas mit der Luftfeuchtigkeit zu tun zu haben) ein leichter, länglicher Schatten im rechten unterem Bereich erscheint. Ist zwar nicht störend (und wahrscheinlich ohnehin ein Einzelfall), wollte ich aber mal erwähnt haben.


    Die Tastatur:

    Die Tasten liegen zwar ziemlich eng nebeneinander, lassen sich aber dennoch eigentlich gut bedienen, ohne zu oft „daneben zu langen“. Sie lassen sich nur sehr wenig eindrücken, haben einen deutlich fühlbaren Druckpunkt und einen angenehmen Druckwiderstand; allerdings reagiert das Gerät teilweise nicht oder nur bei stärkerem Druck auf eine Eingabe (auch, wenn man den Druckpunkt schon erreicht hat), daher empfehle ich auch hier wieder die Verwendung des Tastenklicks, damit man beim SMS-Schreiben nicht ständig zurückgehen muss, um fehlende Buchstaben zu ergänzen, die das Gerät nicht angenommen hat.

    Die Beleuchtung der Tastatur finde ich ziemlich enttäuschend. Sie wirkt (auch bei anderen Modellen der V.3688 / V.3690er Reihe, die ich gesehen habe) extrem fleckig und ist geprägt von wirklich massiven Helligkeitsunterschieden der einzelnen Tasten – manche Tasten sind sehr schön hell, während andere erst bei genauem Hinsehen zu erkennen sind. Das ist zwar kein Problem, da man ohnehin die Tastatur seines Handys irgendwann mehr oder weniger auswendig kennt, aber es sieht halt einfach nicht schön aus (besonders bei einem Gerät dieser Preisklasse).


    Das Menü:

    Das Menü weist keine großen Besonderheiten auf. Es sind keine wirklich gravierenden unlogischen Punkte enthalten, aber manchmal finde ich die Aufteilung trotzdem nicht sonderlich geglückt – oder kann mir jemand erklären, das der Punkt „Akkuanzeige“ im Bereich „Gesprächsoptionen“ soll?
    Ansonsten findet man eigentlich jeden gesuchten Menüpunkt irgendwann, aber um das Gerät bedienen zu können, ohne vorher die Anleitung mal in der Hand gehabt zu haben, sollte man schon wirklich einiges an Mobilfunk-Erfahrung haben, da das Menü leider nicht so intuitiv bedienbar ist wie bei den Siemens oder Nokia-Geräten der damaligen Zeit.

    Ein großer Vorteil des V.3688 liegt in der Tatsache, dass man bis zu neun häufig gebrauchte Menüfunktionen in einem Schnellzugriffsmenü ablegen kann, das sich mit einem einzigen Tastendruck (das ist die „Pfeil nach oben“-Taste rechts unten in der Ecke des Tastaturfeldes) aufrufen lässt – auf diese Weise muss man, um auf die Hauptfunktionen des Geräts zugreifen zu können, das normale Menü überhaupt nicht bemühen...


    Die Klangqualität:

    Hier liegt die wahre Stärke dieses Geräts – der Klang ist von einem Festnetztelefon praktisch nicht zu unterscheiden. Die Stimme des Gesprächspartners wird sehr natürlich und voll (also nicht irgendwie steril, quäkend oder sehr „höhenlastig“, wie bei vielen anderen Telefonen) wiedergegeben, was – wie mir von Freunden mitgeteilt wurde – auch am anderen Ende der Telefonleitung der Fall ist („Was? Du rufst vom Handy an?!? Hätte ich jetzt echt nicht gemerkt...“); dies scheint neben den hervorragenden Displays der zweite große Trumpf von Motorola zu sein.


    Die Empfangseigenschaften:

    Hier ist das Handy „nur“ Durchschnitt und fällt damit aber auch nicht negativ auf. (Ich denke jedoch, dass dieser Punkt von Gerät zu Gerät leicht variiert)


    Die Verarbeitung:

    Tja. Sagen wir’s mal so: Einen Treppensturz hat das Gerät, abgesehen davon, dass es den Akku und die dazugehörige Abdeckklappe weit von sich geworfen hat, vollkommen ohne Schaden überstanden, was für eine ziemlich ordentliche Grundstabilität spricht. Allerdings ist der generelle Eindruck, wenn man der Gerät in der Hand hat, ein anderer.
    Der Akkudeckel – ein ziemlich windiges Stück Plastik, aus dem die gesamte Gehäuserückseite besteht – hat ein deutlich fühlbares Spiel, wenn man das Handy in der Hand hat und die Tastatur betätigt, darüber hinaus knarzt er vernehmbar, wodurch das Gerät sich insgesamt relativ instabil und – man verzeihe mir diese Bezeichnung – sogar irgendwie ziemlich billig anfühlt; ich habe Handys, die gerade mal 1/5 des V.3688 gekostet haben und sich um Klassen hochwertiger anfühlen... Da hätte ich zu dem stolzen Preis wirklich mehr erwartet.

    Ansonsten gibt’s aber nichts zu meckern – der Deckel des Handys (hier meine ich jetzt natürlich nicht den Akku-Deckel) ist noch immer nicht einmal ansatzweise locker und macht auch sonst einen recht hochwertigen und robusten Eindruck, wobei „Klappenhandys“ natürlich dennoch einer etwas sanfteren Behandlung bedürfen, als „normale“ Geräte ohne bewegliche Teile.
    Eines ist aber wirklich wichtig: Bitte den Deckel nicht zuschnappen lassen, sondern beim Schließen immer festhalten – ansonsten kann es im Lauf der Zeit zu Schäden am Lautsprecher kommen, die von Motorola nur sehr widerwillig (oder auch gar nicht) auf Kulanz repariert werden. Ich selbst hatte dieses Problem zwar bisher nicht, habe aber öfters von diesen Fällen gelesen...


    Die Ausstattung:

    Dieser Punkt ist der Hauptgrund, wieso das Handy nur drei von fünf Sternen von mir bekommt: Es kann nämlich – um es mal bösartig zu sagen – so gut wie nichts, was normalerweise kein Problem ist; bei diesem Gerät führt das aber zu einem extrem ungünstigen Preis-Leistungs-Verhältnis.
    OK, man kann hervorragend damit telefonieren und es hat den kräftigsten Vibrationsalarm, der mir bei einem Handy jemals begegnet ist (man schreit schon mal auf, wenn das Ding loslegt - und das, obwohl ich das Gerät nie in der Hosentasche, sondern immer am Gürtel getragen habe *g*), aber wesentlich mehr auch nicht. Das V.3688 ist zwar ein Dualband-Gerät, hat aber kein T9 (SMS-Worterkennungssoftware), keinen Wap-Browser, keine Infrarot-Schnittstelle, die Klingeltöne sind größtenteils ein echter Alptraum (besonders das ewig lange und nicht änderbare SMS-Benachrichtigungssignal wäre geeignet, um Tote aufzuwecken – wenn man die Ruftöne relativ laut gestellt hat), und auch sonstige „Gimmicks“ wie Taschenrechner oder Spiele (was ich zwar nicht brauche, wollte es aber mal erwähnen) fehlen.

    Das einzige, was außergewöhnlich ist, ist die Tatsache, dass serienmäßig ein kleines Headset mitgeliefert wird, bestehend aus einem einzelnen „Hörknopf“ und einem in das Verbindungskabel zwischen Kopfhörer und Handy integrierten Mikrofon – allerdings habe dieses Headset noch nie benutzt (bin für so etwas nicht wichtig genug *gg*) und kann daher auch leider nichts darüber sagen.

    Die Standby-Zeit liegt bei ca. 100 Stunden, die Ladezeit des Akkus beträgt etwas unter zwei Stunden.


    Der Preis:

    Ich habe damals im Rahmen der Verlängerung meines Mobilfunk-Vertrags 500 DM dafür gezahlt (der reine Preis ohne Vertrag lag, wenn ich mich recht erinnere, irgendwo zwischen 1200 und 1400 DM; aber bitte nagelt mich darauf nicht fest, das ist echt lange her ;-) )
    Momentan dürfte der Preis für gut erhaltene Geräte irgendwo über 100 Euro liegen.


    Fazit:

    Wenn das Handy nicht so verdammt teuer wäre, wäre es wirklich ein tolles Gerät – es ist klein, leicht, bietet eine hervorragende Sprachqualität und hat ein hervorragendes Display. Da es aber sonst nichts kann und sich auch nicht unbedingt dem hohen Preis entsprechend anfühlt, schafft es bei mir leider nur drei von fünf Sternen.


    Krähe / The..Crow (Ciao) / The.Crow (Dooyoo)


    PS: Der Anfang dieses Berichts ist hier gekürzt, bei Ciao / Dooyoo ist er etwas länger
    Sic gorgiamus allos subjectatos nunc.

  • #2
    Der Link zum Thread
    “Das Leben ist wie ein Fahrrad. Man muß sich vorwärts bewegen, um das Gleichgewicht nicht zu verlieren.” Albert Einstein

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