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Testbericht Nokia N80

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  • Testbericht Nokia N80

    Als 5.500 Posting nun der Nokia N80 Testbericht. Bilder und Co folgen später, die erweiterte Version gibt es auf meiner Webseite zu sehen.

    Revision 1.00 vom 25.04.2006

    Einleitung

    Nun ist es auch in Deutschland endlich in homöopathischen Mengen verfügbar: Nokias neustes Meisterstück, das N80.

    Es verfügt über WLAN, EDGE/UMTS sowie über eine 3 MP Kamera ohne Autofocus. Es ist das dritte Symbian 9.1, Series 60 3rd Edition Mobile. Der Schritt Nokias, neue Sicherheitsfunktionen und neuen Features umsetzen zu wollen, wird leider auch hier mit der totalen Inkompatibilität zu der bestehenden Series 60 Software erkauft. Keines der S60 Programme läuft auf dem N80. Dies hat natürlich auch Vorteile: Abstürze sind so im Moment fast unmöglich. Um dieses gerät wurde in der Vergangheit bereits ein sehr starke Hype entwickelt. Es wird sich zeigen, ob dieser Hype und die damit verbundenen hohen Erwartungen auch erfüllt werden.

    Auch diesmal geht mein Dank an Hern Schoeps von der Firma AMS Telekom (Nokia Shop) in Münster.


    Design

    Nokia verwendet bei seinem N80 Modell eine Mischung aus Metall und hochwertigen Kunstoff. Die Displayumrandung des N80 besteht hierbei aus Metall. Mit seinen Maßen von 95,4 mm x 50 mm x 26 mm und einem Gewicht von 134 g ist es als klein und handlich zu bezeichnen. Nicht zuletzt aufgrund der Tatsache, als dass es sich beim N80 um ein Slidermodell handelt. Womit wird auch schon beim Thema wären. der Slider des N80 ist weder automatisch noch wirklich halbautomatisch - wie beim Samsung D600. Es braucht schon einen dauerhaften Anschub, um die Tastatur ans Tageslicht zu bringen.


    Technik

    Nokia N80
    V 3.0614.0.1
    31-03-06
    RM-92

    32 MB freier Hauptspeicher, eine 128 MB miniSD und die damit verbundene (fast unbegrenzte) Speichererweiterungsmöglichkeit, gepaart mit einem Aktivmatrix-Farbdisplay mit 262.144 Farben bei einer Auflösung von 352 x 416 Pixeln sind die hervorstechenden Merkmale des N80. WLAN und eine Vielzahl von anderen Kontaktaufnahmemöglichkeiten mit der Aussenwelt sind ja schon fast nichts neues mehr.


    Lieferumfang

    Das N80 wird nokiatypisch in einem schlichten Karton mit

    * Nokia N80 Smooth stainless
    * Nokia Ladegerät AC-4E
    * Nokia Ladegerät-Adapter CA-44
    * Nokia Standard-Akku BL-5B
    * Nokia Stereo-Headset HS-23
    * Nokia Datenkabel CA-53
    * Trageriemen für das Handgelenk
    * miniSD-Speicherkarte mit 128 MByte Speicherkapazität
    * Nokia Audio Adapter AD-15

    ausgeliefert. Die Größe der mitgelieferten miniSD kann bei den Providerversionen abweichen. Macht aber nix, ist für eine sinnvolle Nutzung des MP3 Players eh zu klein.


    Verarbeitung/Haptik

    Das Nokia N80 ist zwar ein funktionell durchdachtes Mobile, dessen Stärken ganz klar im Konnektivitätsbereich liegen, biete aber auch erstmalig überzeugende Multimediaeigeschaften. Gleichwohl es kameratechnisch - trotz einer 3 MP Auflösung - nicht an die Qualität aus eigenem Hause , sprich N90, heran kommt.

    Es ist grundsolide gefertigt, glänzt in Punkto Verarbeitung mit keinerlei Schwächen. Der Navikey ist präzise und leichtgängig. Die Softkeys - wenn auch ziemlich klein geraten - reagieren prompt und mit einem spürbaren Druckpunkt. Die Softkeys unterhalb des Navikeys sind aber sehr klein geraten, eine Fehlbedienung wird daher am Anfang kaum auszuschliessen sein.

    Die Verarbeitung des Slider hat sich - wenn man die Prototypen als Vergleich heranzieht - deutlich gebessert und übertrifft das 6270 in jedem Fall. Er liegt mithin auf 6280 Niveau, hat in der Seitenbewegung aber noch leicht Spiel. Mag sein, dass dieser Umstand in Zukunft geändert wird. Der Schiebemechanismus verfügt über keinerlei Automatik, keine Feder oder ähnliches (wie noch beim 6270) und muß manuell vollständig auf- und zugeschoben werden. Dies läßt sich bei normal großen Händen mit einer Hand bewerkstelligen, verlangt aber einen ordentlichen Schubser. Ein Knarzen, quietschen oder ähnliches ist dem N80 nicht zu entlocken.

    Die Oberfläche um das Display herum ist materialbedingt (matter Edelstahl) kratzempfindlich auch Fingerabdrücke sieht man sofort. Die Tastatur ist durch den Slider verdeckt und bauartbedingt klein geraten. Die Tasten lassen sich dennoch gut erreichen (auch die unterste Reihe). Für "Viel-SMS'er" ist das N80 vielleicht nicht die richtige Wahl. Die Tasten sind leicht blau beleuchtet.

    Insgesamt vermittelt das N80 - trotz der geringen Abmessungen - eine gute Haptik. Ob des höheren Gewichts liegt es gut in der Hand. Gleichwohl wirkt es auf das Auge des Betrachters am Anfang ziemlich "dicklich". Der Eindruck täuscht aber, den es ist kaum dicker als ein Noikia 6230i.


    Display

    Das Display mit 2,1-Zoll-Aktivmatrix-Display (262.144 Farben) bei einer unglaublichen Auflösung von 352 x 416 Pixeln dürfte dem geneigten Leser in ähnlicher Form schon vom Nokia N90 her bekannt sein. Die Qualität ist beim N80 aber nochmals verbessert worden und imho wirklich überragend. So eine hohe Auflösung auf 2,1 Zoll macht sich wirklich richtig gut. Ich habe bisher kaum ein besseres Display gesehen (ausgenommen vielleicht die der aktuellen Samsungmodelle). Die Icons sind wirklich hoch auflösend. NAtürlich macht Nokia auch hier kein Designlehrstück. Die Icons sidn grafisch eher schlicht, dafür aber extrem gut zu erkennen.

    Leider sind aber - neben der neuen Software - auch neuen Themen notwendig. Die alten S60 Themen lassen sich nicht mehr installieren, neue Themen werden - sofern nicht für die hohe Auflösung entwickelt- softwaremässig hoch gerechnet. Das kann ziemlich unschön aussehen.


    Inbetriebnahme

    Nach Einschalten und einer längeren - S60 typischen - Gedenkzeit ist das N80 einsatzbereit. Einstellungswizards sowie eine kurze Einführung zu jedem wichtigen Punkt (mittels des neue Flash Player lite erstellt, leicht schelppend) erleichtern dem Einsteiger den Umgang mit dem neuen Gerät.


    Menü/Funktionen

    Nachdem man die kleine Menütaste des N80 gefunden hat zeigt die 3rd Edition der Series 60 auf der Hauptebene 14 Menüpunkten. Insgesamt sind die Funktionen der 3rd Edition leicht aufgebohrt worden. Alle Nokia bekannten PIM Anwendungen (Organizer) sind vorhanden. Sie entsprechen denen bisheriger S60 Mobiles ala N70/3250. In den Kontakten lassen sich Daten für Vornamen, Nachnamen, Firma, Position, Telefon. Mobiltelefon, Videoanruf, Internet-Telefon, PTT, Pager, Fax, E-Mail hinterlegen. Kontakte lassen sich nach Nachname, Vorname oder Vorname, Nachname anzeigen. Zusätzliche Informationen, wie Namenszusatz, Titel, Aliasnamen, Position, Webadresse Notizen und Geburtstag sind ebenfalls möglich.

    Videos können nicht als Anruferklingelton dienen, Fotos aber als Hintergrund oder Anruferbild. Profile (Allgemein, Lautlos, Besprechung, Musik, Draußen, Pager, Offline) können zwar angepaßt, aber S60 typisch nicht Zeit gesteuert werden.

    Auch der Aktive Standby ist wieder mit dabei.


    Unterhaltung/Spiele/Anwendungen

    MP3 Player

    Der eingebaute MP3 Player mit seinen Klangprofilen (auch eigene möglich) in Verbindung mit einem Koss Porta Pro schlägt sich sehr gut, komtm aber naturgemäß nicht an die Qualität des N91 ran. Der mitgelieferten Adapter ermöglicht den problemlosen Anschluss eigenen 3.5mm Kopfhörer.

    Der MP3 Player ist natürlich multitaskingfähig, reagiert schnell und ist in Verbindung mit der Steuerung über den aktiven Standby gut umgesetzt, unterstützt Abspiellisten sowie einen Equalizer und hat einen Stereo-Expander, Loudness, Balanceregler sowie eine Bass-Anhebung.

    Der Klang des MP3 Player ist ausgewogen, dafür aber bassarm. Koss Porta Pro können dieses Manko aber leicht ausgleichen.

    Insgesamt ist der Klang des N80 mit dem des Nokia 6270 zu vergleichen.

    Spiele sind keine vorinstalliert. Dafür aber ein paar nützliche Anwendungen

    # Umrechner
    # Rechner
    # Datei-Manager
    # Nokia Lifeblog
    # Realplayer
    # Flashplayer

    Das Multimedia-Tagebuch Lifeblog dient der Erstellung eines Online-Tagbuchs mit Fotos, Videos, SMS- und MMS-Mitteilungen aus dem Mobiltelefon. Die Inhalte im Lifeblog Tagebuch lassen sich sowohl über das Mobiltelefon als auch über den PC durchsuchen, bearbeiten und speichern.

    Das N80 verfügt - neben einem normalen Radio - noch über die Visual Radio getaufte Funktion (bei der Infos zu aktuell laufenden Songs aufs Handy übertragen werden.

    Ebenfalls mit dabei ist die Push-to-talk-Funktion über das Mobilfunknetz ohne spezielle PTT-Taste. Der PoC-Dienst (Push to talk over Cellular) ermöglicht — ähnlich wie bei einem Walkie-talkie — direkte Sprechverbindungen mit Einzelpersonen oder Gruppen. Dabei wird die Person oder die Gruppe ausgewählt und zum Aktivieren der Verbindung die PTT-Funktion ausgelöst.

    Insgesamt hat sich durch den Einsatz von Symbian 9.1 an der Oberfläche - für den Endnutzer sichtbar - kaum etwas getan.


    Klang

    Der Klang des Gerätes ist gut. Das 3250 bzw 6270 sind aber ebenfalls sehr gut in dieser Disziplin. Obwohl das N80 nur über einen einzigen Lautsprecher verfügt, ist der Klang mehr als ausreichend um am Arbeitsplatz (sofern dieser nicht auf einer Baustelle liegt) als MP3 Player Ersatz zu fungieren. Es wird eine Unterstützung für Raumklang angeboten.

    Klanglich versteht man den Gegenüber deutlich und klar, aber leicht dumpf. Die entsprechende Gegenseite empfindet das genauso. Die eingebauten und vorinstallierten Klingeltöne sind erstklassig und klingen ebenfalls hervorragend, wenn auch sehr höhenbetont.


    Konnectivität

    Das Quadband-Mobiltelefon (GSM 850/900/1800/1900)/UMTS/EGPRS/EDGE hat gute Empfangs- und Sendeleistungen in beiden Netzen. Dualmode UMTS wird aber nicht angeboten, es wird zwei verschiedene Modelle geben. BT 1.2 Verbindungen funktionieren einwandfrei und schnell. Mittels des beigefügten Datenkabels kann das N80 als Wechselspeicher am PC betrieben werden, und wird auch als solcher erkannt. Dank USB 2.0 geht das kopieren von Daten sehr schnell. A2DP wird nicht unterstützt. Das N80 hat wieder IR an board.

    Das N80 verfügt wieder über den Nokia eigenen Pop-Port an der Unterseite Nach dem einstöpseln eines Datenkabel bietet es die Optionen Media Player, PC Suite und Datentransfer. Im Datentransfer/Media Player Modus geht das N80 allerdings Offline und man kann telefonisch nicht weiter erreicht werden. Über das Datenkabel kann das N80 nicht geladen werden. Eine eigene Dockingstation hat das N80 nicht.

    Das eingebaute WLAN 802.11b/g unterstützt WEP und WPA/WPA2 im Infrastructure sowie Adhoc Modus. Das WLAN läßt sich nicht komplett abetsellen, lediglich der Abstand, indem das N80 nach anderen Netzen sucht, läßt sich verringern. Das WLAN bleibt also immer im Standbymodus.

    Da in der Vergangenheit oft von der Möglichkeit des VoIP gesprochen wurde: Das N80 untestützt ab Werk lediglich SIP. Die Einstellungen sind zwar möglich, werden aber von Diensten, wie z.B. Voicebuster offensichtlich nicht wirklich erkannt. Zumindestens war mir eine Anmeldung bei diesem Dienst mit dem N80 nicht möglich. Skype soll bekanntlich für die Series60 umgesetzt werden, wann dies aber geschehen wird, steht noch in den Sternen. Im Moment ist VoIP somit nicht möglich.

    Erstmalig unterstützt das N80 UPnP (abspielen von Musik auf jedem kompatiblen Gerät über Funk). Amgelds entsprechender Geräte konnte ich diese Funktion allerdimgs noch nicht testen.

    Internet

    Die neue S60 Browser basiert auf Safari's WebCore und wird auch auf dem N80 genutzt. Die 'minimap' getaufte Funktion erlaubt es, eine volle Seite auf einen Blick zu sehen und mittels Zomm in einzelne Bereiche einzutauchen. Unterstützung für RSS wird ebenfalls angeboten ist aber noch ausbaufähig.

    Im Gebrauch zeigt sich, dass der neue Browser viel schneller ist als Nokias vorhergehende Bemühungen, kommt somit viel näher an die Browser von Opera und Netfront heran.

    PIM

    Das N80 hat Quickoffice (Word, Excel, und Powerpoint Viewer) vorinstalliert. Hiermit lassen sich die genannten Dokumente allerdings nur ansehen, editieren ist nur mit der Vollversion möglich.


    Kamera/Video

    Das N80 verfügt über eine Integrierte 3-Megapixel Kamera mit bis zu 20-fachem Digitalzoom und Nahaufnahme-Modus sowie einem LED Blitz. Bittet zudem einen manuell zu bedienenden Makromodus.

    Die Kamera unterstützt Aufnahmen mit Auflösungen von 2.048 x 1.536, 1.600 x 1.200, 1.280 x 960, 800 x 600 und 640 x 480 Pixel. Videos lassen sich mit 352x288 sowie 176 x 144 bei 15 Frames/Sekunde aufnehmen. Ein kleiner Vorteil also zum 3250. Videos lassen sich natürlich Fullscreen abspielen.

    Leider hat das N80 keinen Autofocus. Die Qualität der Bilder ist bei optimalen Lichtverhältnissen überraschend gut. Leider läßt sie stark nach, sobald man in dunkleren Räumen fotografiert. Auch beim N80 ist das verbaute Objektiv nicht von Carl Zeiss. Die Qualität von Aufnahmen, die mit einem N90 möglich sind, werden vom N80 imho nicht erreicht. Ansonsten bietet das N80 eine Vielzahl von manuelen Einstellungmöglichkeiten sowie Automatikprogrammen im Kamerabereich. Der geneigte Hobbyfotograf wird hier sicher optimale Einstellungsmöglichkeiten finden.

    Die auf der Vorderseite angebrachte Kamera mit VGA-Auflösung bietet einen 2-fachem Digitalzoom mit mäßiger, aber für Videotelefonie ausreichender Qualität.

    Wenn die Kamera eingeschaltet wird (der entsprechende Button befindet sich an der Seite) schaltet das N80 in den Landscapemode und wird wie eine traditionelle Kamera gehalten. Das N80 verhält sich dann ähnlich, wie z.B. ein Sony Ericsson W800i.


    Themen

    Das N80 verfügt über ein paar themenbezogene Motive für die Benutzeroberfläche. Neue Themen gibt es im Moment afaik nicht. Es lassenm sich allerdings die Themen des N91 bzw 3250 aufspielen.


    Akkulaufzeit

    Die Akkulaufzeit ist für ein Series60 relativ normal. Bei intensiver Nutzung des MP3 Player und der Telefonfunktion schafft man gerade mal einen Tag. Nutzt man nur den MP3 Player, kommt man auf eine respektable Nutzungszeit von etwa 14 Stunden. Bei moderater Nutzung verschafft man sich 2-3 Tage Ruhe vor der Steckdose und im Standby bei guter Netzabdeckung geht es auch mal 4 Tage (UMTS abgeschaltet). Der Einsatz des WLAN reduziert die Einsatzdauer allerdings ziemlich.


    Fazit

    Was soll man zu einem aktuell etwa 690 € teuren Mobile sagen? Der Kosten- Leistungsfaktor ist bei diesem Preis kaum noch gegeben. Eigentlich kann nur der Bauch einen solchen Kauf rechtfertigen.

    Die MP3 Player Funktionen des N80 sind gut. Klanglich liegt das N80 mit vorne, kann sich aber nicht vom 6270 oder 3250 absetzen. Die Verarbeitung sowie Haptik stimmt, einzig der hohe Einstandspreis schockt im Moment.

    Im Bereich Formfaktor - Leistung liegt das N80 im Moment deutlich vorne. WLAN/UMTS/EDGE/UPnP/3MP kombiniert in einem noch kleinem Gerät findet man woanders kaum wieder.

    Das N80 ist alltagstauglich, wenn gleich auch leicht kratzempfindlich. Hosentaschenkompatibel ist es zudem auch noch. Mein Rat: Zuschlagen, wer nicht auf den Cent schauen muss.
    Dieses Konto wurde deaktiviert (für immer)

  • #2
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