Ankündigung

Einklappen
Keine Ankündigung bisher.

Reichweite GSM1800 / LTE800

Einklappen
X
 
  • Filter
  • Zeit
  • Anzeigen
Alles löschen
neue Beiträge

  • Reichweite GSM1800 / LTE800

    Hallo

    Ich habe mal eine Frage, die ich mit meinem Mobilfunkwissen mir nicht erklären kann. Seit kurzem hat hier O2 einen neuen Sender mit LTE800 aufgebaut. (GSM1800 20m weiter entfernt an einem anderen Gebäude) Meine Hoffnung war, zuhause besseren Empfang zu haben, da dieser in niedrigeren Frequenzen arbeitet. Das ist aber nicht ganz so. Kann mir jemand erklären warum LTE800 was hier teilweise über 3km reicht auf mal keine 900m schafft?
    Ich dachte immer das LTE800 auch unter widrigen Umständen gute Reichweite hat.

    Meine Vermutungen: O2 nutzt nicht die gesamte Leistung, Niedrige Frequenz = mehr Durchdringung ist falsch, die Höhenausrichtung der Anlage ist falsch (Kann diese elektronisch verändert werden ?)


    Hier die Rahmenbedingungen :

    Sender 23m ü G. + Turm (40m lt STOB) =63m
    32m ü G. Wohnung
    Höchster Punkt dazwischen 37m + Bäume und wenige Häuser

    Wohnung ca. 50-70 Grad in 870m Entfernung
    Antennenausrichtung lt. STOB (LTE und GSM 180,300,60 Grad)

    Im der Wohnung (schlechtester Platz)
    LTE800 -114 bis -106 dBm
    GSM1800 -95 bis -120 dBm (von Vollauschlag bis nichts geht, alles dabei an einem Platz)

    Draußen in Richtung Sender
    LTE800 um die -98 dBm
    GSM1800 um die 91 dBm

    LTE800 in ca 100m vom Turm in Sichtweite entfernt -68dBm
    Empfang in eine andere Richtung ohne Hindernisse zwischen den Sektoren knapp 1km
    Ich hoffe auf Antworten von denen, die sich da gut auskennen.
    Vielen Dank


  • #2
    Die Frequenz ist oft garnicht so relevant.

    Das UMTS/LTE einen schlechteren Pegel als GSM hat kommt häufiger vor, einerseits weil sich bei UMTS/LTE die Leistung auf 5-20 MHz verteilt aber bei GSM nur auf 200 kHz, aber auch weil bei UMTS/LTE alle Standorte im gleichen Band die gleiche Frequenz nutzen und deshalb das Interferenzlevel höher ist. Bei GSM hat jeder Standort seine eigenen Kanäle.

    Allerdings ist UMTS/LTE durch die modernere Modulation und Codierung robuster, -114 dBm bis -98 dBm sollten schon noch reichen.

    Bei nur 870m Entfernung haette ich aber auch einen besseresn Pegel erwartet. Hast du mit dem Handy denn anderswo besseren Empfang. Nicht das vielleicht dein Handy einen Antennenschaden hat und generell so schlecht empfängt.

    Kommentar


    • #3
      Zitat von Netzsuchender Beitrag anzeigen
      Hallo

      Ich habe mal eine Frage, die ich mit meinem Mobilfunkwissen mir nicht erklären kann. Seit kurzem hat hier O2 einen neuen Sender mit LTE800 aufgebaut. (GSM1800 20m weiter entfernt an einem anderen Gebäude) Meine Hoffnung war, zuhause besseren Empfang zu haben, da dieser in niedrigeren Frequenzen arbeitet. Das ist aber nicht ganz so. Kann mir jemand erklären warum LTE800 was hier teilweise über 3km reicht auf mal keine 900m schafft?
      Ich dachte immer das LTE800 auch unter widrigen Umständen gute Reichweite hat.

      Meine Vermutungen: O2 nutzt nicht die gesamte Leistung, Niedrige Frequenz = mehr Durchdringung ist falsch, die Höhenausrichtung der Anlage ist falsch (Kann diese elektronisch verändert werden ?)
      Die Sendeleistung von GSM ist deutlich höher als bei LTE. Zumindest wenn man betrachtet, womit Dein Handy senden darf: Bei GSM sind es bis zu 2 Watt und bei LTE maximal 0,2 Watt. Das ist schon mal ein Unterschied vom Faktor 10. Die exakte Ausrichtung der Antenne (Fachsprache Tilt) ist von außen nicht sichtbar. Diese kann aus der Ferne konfiguriert werden (nicht bei jedem Standort), was aber nicht für eine Kundebschwerde gemacht wird. Es besteht hierbei das Problem, dass die Ausrichtung der Antennen auf die Standorte drumherum abgestimmt ist und deshalb eher nicht veränderbar ist.

      Zu Deinem Zuhause: Bestehen Deine Wände eventuell aus Stahlbeton? Wenn ja, dann kann O2 da eher nichts machen, weil diese den Mobilfunkempfang deutlich vermindern.

      Kommentar


      • #4
        vielleicht auch mal bei der Bundesnetzagentur in die Standortbescheinigungs-Datenbank sehen und die Sektorausrichtung prüfen - möglicherweise ist GSM anders ausgerichtet als LTE. Zwischen zwei Sektoren ist der Empfang auch mies..
        Gruß wirelessfriend

        Kommentar


        • #5
          Wow, so viele Antworten, Danke.
          Ich möchte mal alle von euch gestellten Fragen beantworten, und das Problem vielleicht noch besser einkreisen zu können:
          Bei nur 870m Entfernung haette ich aber auch einen besseresn Pegel erwartet. Hast du mit dem Handy denn anderswo besseren Empfang. Nicht das vielleicht dein Handy einen Antennenschaden hat und generell so schlecht empfängt.“
          Ich habe nun erneut getestet, mit 2 Handys. Mein normales, und eines was einen schlechten LTE Empfang hat. Die Differenz liegt bei um die 4dBm, was beim „Schlechten“ weniger angezeigt wird. Also defekte Antenne bei meinem Smartphone ist es nicht.
          Allerdings ist UMTS/LTE durch die modernere Modulation und Codierung robuster, -114 dBm bis -98 dBm sollten schon noch reichen.“
          Ja, auch wenn teilweise nur ein Balken zu sehen ist, bleibt die Verbindung stabil. Stellt sich die Frage wie das ist wenn die ganzen Bäume mal wieder Blätter haben. Besser wird es dann bestimmt nicht.
          Zu Deinem Zuhause: Bestehen Deine Wände eventuell aus Stahlbeton? Wenn ja, dann kann O2 da eher nichts machen, weil diese den Mobilfunkempfang deutlich vermindern.“
          Stahlbeton ist es nicht, aber doppelter Kalksandstein. Aber draußen bei -98dBm ist bei 870m auch schon mau. Ich habe an einer anderen Stelle im Ort getestet, da bringt der Sender der um die 3km entfernt ist, um die 100dBm. Allerdings ist da nur Wald dazwischen, kein Höhenunterschied dazwischen wie hier.
          vielleicht auch mal bei der Bundesnetzagentur in die Standortbescheinigungs-Datenbank sehen und die Sektorausrichtung prüfen - möglicherweise ist GSM anders ausgerichtet als LTE. Zwischen zwei Sektoren ist der Empfang auch mies..“
          GSM Sender 60,180,300 Grad, neuer LTE Sender 60,180,300 Grad, also Richtung ist gleich.
          Wenn ich mir die Reichweite auf Cellmapper anschauen, ist das der erste Sender mit LTE800 der bei maximal 1km liegt, also hier auf dem Lande. Lt STOB ist noch was angedacht, tippe mal auf LTE2100, aber was würde das bringen wenn dessen Reichweite bestimmt nicht weiter ist ?
          Was ich noch getestet habe, ob der Höhenunterschied dazwischen was aus macht, nein. Egal ob draußen auf dem Boden, oder oben in der Wohnung (ca 5m) höher, beides bei um die -98dBm.
          Die Wände scheinen wirklich um die 8-10dBm auszumachen, aber das erklärt mir noch nicht warum draußen bei 870m nur -98dBm ankommen. Selbst die Ausrichtung des Sektors müsste mir entgegenkommen.
          VG Netzsuchender

          Kommentar


          • #6
            Zitat von Netzsuchender Beitrag anzeigen
            Wow, so viele Antworten, Danke.
            Ich möchte mal alle von euch gestellten Fragen beantworten, und das Problem vielleicht noch besser einkreisen zu können:
            Bei nur 870m Entfernung haette ich aber auch einen besseresn Pegel erwartet. Hast du mit dem Handy denn anderswo besseren Empfang. Nicht das vielleicht dein Handy einen Antennenschaden hat und generell so schlecht empfängt.“
            Ich habe nun erneut getestet, mit 2 Handys. Mein normales, und eines was einen schlechten LTE Empfang hat. Die Differenz liegt bei um die 4dBm, was beim „Schlechten“ weniger angezeigt wird. Also defekte Antenne bei meinem Smartphone ist es nicht.
            Allerdings ist UMTS/LTE durch die modernere Modulation und Codierung robuster, -114 dBm bis -98 dBm sollten schon noch reichen.“
            Ja, auch wenn teilweise nur ein Balken zu sehen ist, bleibt die Verbindung stabil. Stellt sich die Frage wie das ist wenn die ganzen Bäume mal wieder Blätter haben. Besser wird es dann bestimmt nicht.
            Zu Deinem Zuhause: Bestehen Deine Wände eventuell aus Stahlbeton? Wenn ja, dann kann O2 da eher nichts machen, weil diese den Mobilfunkempfang deutlich vermindern.“
            Stahlbeton ist es nicht, aber doppelter Kalksandstein. Aber draußen bei -98dBm ist bei 870m auch schon mau. Ich habe an einer anderen Stelle im Ort getestet, da bringt der Sender der um die 3km entfernt ist, um die 100dBm. Allerdings ist da nur Wald dazwischen, kein Höhenunterschied dazwischen wie hier.
            vielleicht auch mal bei der Bundesnetzagentur in die Standortbescheinigungs-Datenbank sehen und die Sektorausrichtung prüfen - möglicherweise ist GSM anders ausgerichtet als LTE. Zwischen zwei Sektoren ist der Empfang auch mies..“
            GSM Sender 60,180,300 Grad, neuer LTE Sender 60,180,300 Grad, also Richtung ist gleich.
            Wenn ich mir die Reichweite auf Cellmapper anschauen, ist das der erste Sender mit LTE800 der bei maximal 1km liegt, also hier auf dem Lande. Lt STOB ist noch was angedacht, tippe mal auf LTE2100, aber was würde das bringen wenn dessen Reichweite bestimmt nicht weiter ist ?
            Was ich noch getestet habe, ob der Höhenunterschied dazwischen was aus macht, nein. Egal ob draußen auf dem Boden, oder oben in der Wohnung (ca 5m) höher, beides bei um die -98dBm.
            Die Wände scheinen wirklich um die 8-10dBm auszumachen, aber das erklärt mir noch nicht warum draußen bei 870m nur -98dBm ankommen. Selbst die Ausrichtung des Sektors müsste mir entgegenkommen.
            VG Netzsuchender
            Die Balken auf den Handys sind effektiv wertlos, weil nicht standarddisiert ist, bei welchem dBm-Wert was angezeigt werden soll.
            Also wenn das Mauerwerk Deiner Wohnung aus doppeltem Kalksandstein besteht, dann kann es sein, dass da einfach nichts mehr durchkommt. Ist das Gebäude energetisch isoliert? (Wenn ja, dann hast Du den eindeutigsten Grund für schlechten Empfang).

            Mal so gefragt: Liegt Dir die Stob auch wirklich vor, oder vermutest Du nur, dass das ein TEF-Standort ist. Die Sektorisierung klingt eher nach der DT (HSR 60,180,360 Grad).

            Kommentar


            • #7
              „Die Balken auf den Handys sind effektiv wertlos, weil nicht standarddisiert ist, bei welchem dBm-Wert was angezeigt werden soll.“
              Darum nutze ich auch einen Netzmonitor, der zeigt mir die Werte im Klartext an.

              „Also wenn das Mauerwerk Deiner Wohnung aus doppeltem Kalksandstein besteht, dann kann es sein, dass da einfach nichts mehr durchkommt. Ist das Gebäude energetisch isoliert? (Wenn ja, dann hast Du den eindeutigsten Grund für schlechten Empfang).“
              Langsam glaube ich auch das diese Wohnung mich auch bei einem EMP vor Strahlen schützt ;-)
              Damit erklärt sich der schlechte Empfang in der Wohnung, aber noch nicht draußen.

              „Mal so gefragt: Liegt Dir die Stob auch wirklich vor, oder vermutest Du nur, dass das ein TEF-Standort ist. Die Sektorisierung klingt eher nach der DT (HSR 60,180,360 Grad).“
              Der Sender ist definitiv von O2, da keiner der anderen beiden Anbieter in der Nähe des Senders funktioniert. Weiter Bestätigungen sind das ich weis ich von mehreren Quellen, auch O2 intern, weis das es der von O2 ist. Und verwechseln kann man die STOB nicht, weil kein anderer an der Stelle ist.
              Ich glaube jetzt stellt sich nur noch die Frage, warum im Freien bei LTE800 nur -98 dBm ankommen. Wie kann das be einer so geringen Entfernung sein ? Ein paar Häuser, ein paar Bäume ohne Blätter kann doch nicht sein, oder ?

              Kommentar


              • #8
                Zitat von Netzsuchender Beitrag anzeigen
                „Die Balken auf den Handys sind effektiv wertlos, weil nicht standarddisiert ist, bei welchem dBm-Wert was angezeigt werden soll.“
                Darum nutze ich auch einen Netzmonitor, der zeigt mir die Werte im Klartext an.
                Ich meine zumindest bei GSM hat die Balkenanzeige das C1-Kriterium angezeigt. siehe https://www.rfwireless-world.com/cal...alculator.html

                Sicher bin ich mir aber nicht.


                Kommentar


                • #9
                  Zitat von Netzsuchender Beitrag anzeigen
                  „Die Balken auf den Handys sind effektiv wertlos, weil nicht standarddisiert ist, bei welchem dBm-Wert was angezeigt werden soll.“
                  Darum nutze ich auch einen Netzmonitor, der zeigt mir die Werte im Klartext an.

                  „Also wenn das Mauerwerk Deiner Wohnung aus doppeltem Kalksandstein besteht, dann kann es sein, dass da einfach nichts mehr durchkommt. Ist das Gebäude energetisch isoliert? (Wenn ja, dann hast Du den eindeutigsten Grund für schlechten Empfang).“
                  Langsam glaube ich auch das diese Wohnung mich auch bei einem EMP vor Strahlen schützt ;-)
                  Damit erklärt sich der schlechte Empfang in der Wohnung, aber noch nicht draußen.

                  „Mal so gefragt: Liegt Dir die Stob auch wirklich vor, oder vermutest Du nur, dass das ein TEF-Standort ist. Die Sektorisierung klingt eher nach der DT (HSR 60,180,360 Grad).“
                  Der Sender ist definitiv von O2, da keiner der anderen beiden Anbieter in der Nähe des Senders funktioniert. Weiter Bestätigungen sind das ich weis ich von mehreren Quellen, auch O2 intern, weis das es der von O2 ist. Und verwechseln kann man die STOB nicht, weil kein anderer an der Stelle ist.
                  Ich glaube jetzt stellt sich nur noch die Frage, warum im Freien bei LTE800 nur -98 dBm ankommen. Wie kann das be einer so geringen Entfernung sein ? Ein paar Häuser, ein paar Bäume ohne Blätter kann doch nicht sein, oder ?
                  Dann muss ich leider passen .

                  Kommentar

                  Skyscraper

                  Einklappen
                  Lädt...
                  X