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Übersicht Prepaid-Registrierung (ab Juli 2017)

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  • Übersicht Prepaid-Registrierung (ab Juli 2017)

    Nach der Neuregelung der Prepaid-Registrierung gab es viel Chaos und Probleme. 6 Wochen sind ins Land gezogen und manches hat sich gelöst. Dennoch gibt es z.Zt. noch einige Schwierigkeiten:
    - einige Marken sind nur auf bestimmten Wegen registrierbar und nicht immer und für alle
    - der deutsche Personalausweis geht immer, mit anderen deutschen Ausweisen aber nur auf bestimmten Wegen
    - Ausländer, die hier zu Besuch sind oder für länger hier leben, haben wesentlich eingeschränktere Auswahl

    Ich habe jetzt alle 3 großen Registrierungs-Systeme mal für mich und andere durchprobiert und bin mit den gleichen Papieren und Angaben abgelehnt und angenommen worden. Hier meine Übersicht:

    Telekom und Reseller
    Telekom ist der mit Abstand restriktivste Registrierer. Das liegt daran, dass oft eine (Melde-)Adresse verlangt wird, aber viele Ausweise (wie fast alle Pässe) gar keine haben. Sie machen auch auf der Website falsche Angaben: Es reicht eben meist nicht nur der (deutsche) Reisepass, sondern sie wollen dazu noch eine Meldebescheinigung sehen. Die Angaben, wonach das nur für "Nicht-EU-Bürger" gilt, stimmen so nach meiner Erfahrung nicht. Telekom Magenta oder Start kann in den T-Punkt-Länden und per Video registriert werden, ebenso die dort verkauften Congstar. Die Regelauslegung ist in etwa gleich, jedoch vielfach vom Einzelfall abhängig. Manche bekommen die Aktivierung mit einer Hoteladresse oder mit irgendetwas hin, wo Namen und Adresse zusammen draufstehen und das offiziell aussieht, andere werden aber sogar mit dem Personalausweis abgelehnt, da der z.B. der belgische Personalausweis keine Adresse drauf hat, sondern die nur elektronisch darin abgespeichert ist.

    Die Telekom begründet diese Anforderungen mit dem neuen Gesetz, das ihre Mitbewerber und die BNetzA jedoch anders auslegen. Das hilft aber dem Abgelehnten nicht weiter, denn natürlich kann ein Anbieter im Rahmen seiner Vertragsfreiheit sich seine Kunden "aussuchen". Deshalb ist weiter äußerste Vorsicht bei der Telekom geboten, wenn man nicht ins Schema passt. Das Telekom Video Ident-Verfahren ist intern gelöst und nicht wie bei den anderen Anbietern ausgesourct. Viele Smartphone Browser gehen da schon mal nicht: Man braucht Google Chrome oder Mozilla Firefox. Telekom Video-Ident hat auch die eingeschränktesten Öffnungszeiten: werktags nach 21h und Sonntags ganztags läuft da überhaupt nichts.

    Lebara mobil und Congstar bieten da vielleicht einen Ausweg: Lebara registriert praktisch alle Nationen an ihren "Registrierungspunkten" also am POS und bietet zudem das gleiche WebID-Verfahren wie Vodafone an (s.u.). Für Congstar und die Sub-Marken PennyMobil und ja!mobil wird WebID (s. Vodafone) und PostIdent in den Filialen (s. O2) angeboten, was offener ist und vielleicht sieht es der Elektronikhandel wie Euronics und EP auch nicht so eng.

    Vodafone und Reseller
    Vodafone ist da schon deutlich liberaler als die Telekom. Man kann die Eigenmarke, also CallYa, in ihren Shops oder per Video registrieren. Die Shops, die zumeist Franchise sind, nehmen aber oft kreative Zusatzgebühren. In Berlin wurden mir für eine CallYa 10€ Registrierungsgebühr zusätzlich und 45€ Mindestaufladung genannt. Das scheint aber von Shop zu Shop unterschiedlich zu sein. Vodafone nimmt in der Regel die Adresse, die im Ausweis steht oder, wenn nicht die, die man sagt. Daneben registrieren auch einige Elektronikmärkte Vodafone am POS.

    Zweiter Registrierungsweg ist VideoIdent, das bei denen WebID heißt und von der gleichnamigen Firma erledigt wird. Dies ist auch häufig der einzige Weg für die Zweitmarken wie otelo, Fyve, Lidl Connect, usw. Nur Lycamobile scheint wie Lebara auch in den Shops zu registrieren zu sein. Das WebID hat auch Ausschlusslisten. So gehen vorläufige deutsche Ausweise/Pässe nicht und auch die Länderliste umfasst bisher nur ca. 50 Staaten. Die ist ziemlich identisch bei Vodafone und Lebara auf der Website zu finden, bei anderen Anbietern fehlt sie ganz. Man muss sich erst online vor-registrieren, das Videogespräch geht dann sehr schnell. Beim (deutschen) Reisepass interessiert dem Agent überhaupt keine Adresse mehr. Er nimmt ungeprüft die vorregistrierte. Geöffnet ist täglich 7-23h, auch sonntags.

    O2 und Reseller
    Telefónica ist am leichtesten und nimmt fast jeden. O2 ist in den Shops am POS registrierbar und auch bei einigen Resellern wie MediaMarkt/Saturn. Sie nehmen auch Ausweise, die andere nicht wollen: vorläufiger Perso/Pass, Kinderreisepass, Diplomatenpass, Visum, Aufenthaltserlaubnis, Ankunftsnachweis, sogar "Fiktionsbescheinigung" (gibts wirklich) und alle gültigen intern. Pässe und Ausweise mit Lichtbild.

    Fast alle deren Zweitmarken (Aldi Talk, Ortel, AyYildiz, Blau, Netzclub, WhatsappSIM, Fonic, Kaufland Mobil, Netto, Norma....) sind über die Post zu aktivieren. Entweder per PostID (als VideoIdent) oder das klassische PostIdent vor Ort in der Postfiliale. Nur Tchibo und Aldi Talk (nur Aldi Süd) gehen auch in der Verkaufsstelle. Das PostID als Video oder klassisch hat auch die meisten Länder anzubieten mit Pässen aus fast 100 Ländern. Leider wird wieder bei O2 diese Liste erst im Registrierungsverlauf gezeigt und die unterscheidet sich auch noch nach Video und in der Postfiliale. Ortel mobil hat sie komplett auf seiner Website genannt. Bei den anderen Marken Fehlanzeige - ist aber der gleiche Weg, darum sicher identisch.

    Das PostID als Video läuft etwas anders ab als das WebID von Vodafone. Sie erkennen auch vorläufige deutsche Ausweise/Pässe an und sogar den elektr. Aufenthaltstitel. Ferner hat man die Auswahl aus 5 Sprachen und das ganze soll "rund um die Uhr" gehen. Dort wird zwar auch ein Foto gemacht von mir, dem Ausweis und einer "Rückseite". Mit dem Pass wird eine praktisch leere Seite gescannt. Auf die Frage warum, wird auf die Vorschrift verwiesen. Die Adresse wird zwar genommen, aber nicht überprüft. Telefónica spricht auch nur von einer deutschen "Kontaktadresse". Man füllt zusammen mit dem Agent praktisch einen virtuellen PostIdent-Schein aus und sieht alle seine Angaben zur Kontrolle nochmal auf dem Bildschirm. D.h. wenn man 7 Vornamen hat, müssen die da auch alle drauf. Die Freischaltung bei O2 kam nur ca. 30 Minuten später.


    Also es gibt bei der Prepaid-Registrierung mal eine umgekehrte Servicewelt: Ich verleihe Telefónica die beste Bewertung vor Vodafone, während Telekom (mit Ausnahme der Reseller) da nochmal überlegen sollte, ob sie wirklich keine Amis und Chinesen mehr wollen. Und wenn halt nicht, dann sollten sie es klar sagen. Nun noch viel Spass beim Registrieren :-) Und im Anschluss nicht wieder über das Gesetz streiten. Es ist nun mal da und hier geht es darum, wie und wo man seine Registrierung bzw. Aktivierung bekommt oder auch nicht.
    Zuletzt geändert von wolfbln; 12.08.2017, 19:09.

  • #2
    Danke für Deine Mühen und Auflistung:

    Ein paar Infos meinerseits:

    Du schreibst, dass alle Pässe keine Adresse haben. Das mag auf eine Vielzahl stimmen, aber es gibt auch Pässe mitsamt Meldeadresse drin. In meinem Pass steht meine Meldeadresse in meiner Zweitheimat.

    Die Frage ist hier jedoch, inwiefern sowas akzeptiert werden würde. Es ist eine offizielle Adresse, welche im Pass drin steht, aber eben keine deutsche Adresse. Wäre sicherlich mal ein Versuch wert. Pass mit eingetragner ausländischer Adresse sollte ja problemlos möglich sein, oder?

    Fiktionsbescheinigung: Dies bekommen Leute, solange ihr Antrag auf einen Aufenthaltstitel noch in Bearbeitung ist. Ganz üblich und nichts ungewönliches.
    Zuletzt geändert von Filderstädter; 12.08.2017, 19:54.
    MfG

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    • #3
      Die Frage ist hier jedoch, inwiefern sowas akzeptiert werden würde. Es ist eine offizielle Adresse, welche im Pass drin steht, aber eben keine deutsche Adresse. Wäre sicherlich mal ein Versuch wert. Pass mit eingetragner ausländischer Adresse sollte ja problemlos möglich sein, oder?
      Es gibt zusätzlich eine Liste der erlaubten Länder. Die führt (stand hier im Forum) nur ca 40 Länder auf, obwohl es über 200 gibt.
      Wir brauchen alle Wachstum, sagte der Luftballon - und platzte.

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      • #4
        Re: Übersicht Prepaid-Registrierung (ab Juli 2017)

        Original geschrieben von wolfbln

        Telekom und Reseller
        […]
        Das Telekom Video Ident -Verfahren ist intern gelöst und nicht wie bei den anderen Anbietern ausgesourct. Viele Smartphone Browser gehen da schon mal nicht: Man braucht Google Chrome oder Mozilla Firefox. Telekom Video Ident hat auch die eingeschränktesten Öffnungszeiten: werktags nach 21h und Sonntags ganztags läuft da überhaupt nichts. Für die Congstar Sub-Marken PennyMobil und ja!mobil ist das auch der einzige Weg zur Aktivierung.
        Ich habe gerade eine frische Congstar Prepaid-SIM hier und Congstar nutzt wahlweise VideoIdent von WebID oder POSTIDENT. Bei letzterem hat man die Wahl zwischen VideoIdent online oder PostIdent in einer Postfiliale mit einen Coupon den man vorher herunterladen muss.

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        • #5
          Danke für Eure Antworten.
          Ich habe den Text in diesen Punkten geändert bzw. ergänzt.

          Die restriktive Auslegung betrifft offenbar nur Telekom und Congstar. Letztere nur, wenn man sie im T-Punkt registrieren will. Da ist nicht anzunehmen, dass der T-Punkt aufgrund der Gesetzeslage zwei Politiken fährt. Congstar und Ja/Penny sind tatsächlich von WebID online und PostIdent online und in den Filialen machbar. Das hatte ich nicht durchprobiert. Ich gehe jetzt mal davon aus, dass WebID und die Post damit identische Vorgaben folgen zu den anderen Betreibern. Ich bin nur mehrmals von Telekom abgelehnt worden mit deutschen Pass vor Ort und online und die Dame im Laden gab mir auch zu verstehen, dass ich keine Chance mit Congstar hätte, das sie ja da auch verkaufen. Sonst kommen auch die meisten Ablehnungen von der Telekom nach Forenangaben. Damit können wir bei Congstar/Penny/ja! etwas entwarnen, wenn die WebID/PostID nehmen.

          Dan bleibt nur das Problem bei Telekom's Eigenmarken Magenta Mobil/Data Start. Was die Adresse in Reisepässen angeht, betrifft das nur sehr wenige Länder. Selbst in Deutschland steht sie nicht drin. Ich wusste gar nicht, dass es sie überhaupt gibt - genauso bis vor kurzem, dass es Länder gibt, wie Belgien, wo sie nicht im Personalausweis steht. Ich gehe davon aus, dass das Problem so extrem nur bei der Telekom existiert und du mit einer Adresse und Pass da dennoch gute Chancen hast, wenn sie z.B. Pass + Führerschein aus England nehmen - aber immer vom Einzelfall abhängig, ob die "Adresse" zwangsläufig als deutsche Meldeadresse oder auch als Wohnsitz des Anmelders ggf. im Ausland verstanden wird. Von der "Kontaktadresse" im Verständnis von Telefónica ist die Telekom weit weg. Das hat nur wahrscheinlich noch keiner probiert, da der Fall einer Adresse im Pass eher selten ist.

          Ein Problem, worauf man nochmals hinweisen sollte, ist, dass - neben der Telekom - viele Vodafone Reseller nur ca. 50 Länder registrieren. Dort gibt es dann auch nicht den Ausweg von PostIdent oder Filialbesuch. Hier hat man keine Chance, wenn man aus einem der über 150 restlichen Staaten kommt, was (bis auf Lebara) keiner so deutlich sagt. Lebara bietet wenigstens noch die vor-Ort-Registrierung. Ortel schreibt schon vielsagend: "reißen Sie ihren Starterpack nicht auf, wenn Sie nicht aus diesen Ländern kommen" -> allerdings fehlt da: weil wir ihn dann nicht mehr zurücknehmen und sie keine Chance haben, momentan bei uns registriert zu werden.
          Zuletzt geändert von wolfbln; 12.08.2017, 19:13.

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          • #6
            Was ich mich gerade bei Vodafone frage:

            Laut deren Liste für das Web-ID, benötigt man für Länder wie Belgien oder UK einen Reisepass. Ein Registrierung wäre ja somit mit einem Perso nicht möglich. Gut, bei UK macht das Sinn, bei Belgien weniger.

            Interssant auch, dass ein Afghane oder Syrer einen "Reisepass / Personalausweis und deutscher elektronischer Aufenthaltstitel" benötigt, hingegen benötigt jemand aus Pakistan nur einen Reisepass.
            Was ist mit den Leuten, die hier z.b. noch den alten (nicht)-elektronischen Aufenthaltstitel haben? Die elektronischen Aufenthaltstitel im Scheckkartenformat gibt es erst seit dem 1.9.2012, viele vor dem 1.9.2012 ausgestellten Aufenthaltstitel sind noch als Kleber im Pass vorhanden. Das würde ja heißen, dass jemand mit einem afghanischen Pass und einem Aufenthaltstitel vor dem 1.9.2012 somit seine Karte nicht registrieren kann?

            Das ganze System wirkt irgendwie nicht durchdacht und total unstrukturiert.

            Hier hat der Gesetzgeber (mal wieder) nur von 5 vor 12 bis 12 gedacht und keinen Schritt weiter. Dadurch sind die Provider teilweise sehr empfindlich (siehe Telekom), andere hingegen juckt es nicht. Da müsste es endlich mal eine klare Linie geben.
            MfG

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            • #7
              Na ja, dem Gesetzgeber ist es nicht anzukreiden, denn die Novellierung des §111 TKG ist da eigentlich klar;
              Gesetzestext $111 TKG
              Und dann gibts minutiös (vielleicht schon überreglementiert) die Verfügung der BNetzA, auf deren Grundlage die Betreiber ihre Ident-Verfahren gestrickt haben:
              Verfügung über die Überprüfung der Richtigkeit von Anschlussinhaberdaten

              Was dabei auffällt, wenn man sich durch Gesetz und Verfügung kämpft:
              Rufnummer, Name und auch die Adresse stehen durchaus als aufzunehmende Speicherdaten im Gesetz Abs. (1). Im Abs. (2) stehen die ganzen Ausweispapiere, die mit der langen Liste von Telefónica etwa einhergehen. Damit ist Telefonica auf der sicheren Seite, wenn sie das alles wie beschrieben anerkennen. Dagegen steht ein Satz am Schluss, der den Fehler der Telekom beweist: dort wird die Überprüfungspflicht eingeschränkt "soweit die Daten in den vorgelegten Dokumenten oder eingesehenen Registern oder Verzeichnissen enthalten sind." Daraus lässt sich schließen, dass nur die Daten überprüft werden sollen, die konkret im Dokument stehen.

              Womit man wohl jetzt nicht gerechnet hat, ist, dass dies Tausende von Dokumenten verschiedenster Art sind, aus 200+ Ländern, die man wirklich nicht alle auf dem Schirm haben kann. Darum gehen die Video-Registrierer auf Nummer sicher und schließen aus und konzentrieren sich auf die wichtigsten Länder. Dieser Satz steht in der Verfügung: "Es ist eine regelmäßig aktualisierte Ausweisdatenbank zu nutzen, die Prüfmerkmale für ausländische Identitätsdokumente enthält und vom Dritten [= dem Video-Ident-Anbieter] bei Vorlage eines ausländischen Identitätsdokuments für den Abgleich heranzuziehen ist." Damit hat man wohl beim Gesetzgeber und der BNetzA nicht gerechnet, dass damit einige Bewerber einfach unter den Tisch fallen. Was die nicht in ihrer Datenbank haben, können die nicht prüfen. Das hätte man sich aber denken können.

              Das ist aber ein freiwilliger Verzicht der Provider, die Personen dann (zumindest auf diesem Weg) nicht zu registrieren, denn es besteht ja keine Registrierpflicht von Seiten des Anbieters ggü. dem Kunden, auch wenn das konkrete Ausweispapier das vor dem Gesetz schon hergäbe. Diese Datenbank wird am POS natürlich nicht gefordert. Darum ist die Bandbreite dort höher. Besonders auffällig wird es nur jetzt, weil die Anbieter dies Gesetz unterschiedlich auslegen und jeweils je nach Weg und Anbieter mehr oder weniger Personen offenbar ziemlich beliebig ausschließen: Einen belgischer Personalausweis will WebID nicht sehen, das fast identische PostID schon. Die Antwort der BNetzA war ja, dass sie dies alles unter "Vertragsfreiheit" sieht und wohl dagegen vorerst nicht einschreiten wird. Zu Bemängeln ist auch, dass die Listen nur von wenigen Anbietern wirklich kommuniziert werden.
              Zuletzt geändert von wolfbln; 13.08.2017, 09:09.

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              • #8
                Original geschrieben von Filderstädter
                Interssant auch, dass ein Afghane oder Syrer einen "Reisepass / Personalausweis und deutscher elektronischer Aufenthaltstitel" benötigt, hingegen benötigt jemand aus Pakistan nur einen Reisepass.
                Damit sind afghanische bzw. syrische Touristen, Geschäftsreisende und Diplomaten außen vor.

                Was ist mit den Leuten, die hier z.b. noch den alten (nicht)-elektronischen Aufenthaltstitel haben? Die elektronischen Aufenthaltstitel im Scheckkartenformat gibt es erst seit dem 1.9.2012
                Seit dem 01.09.2011.

                Hier hat der Gesetzgeber (mal wieder) nur von 5 vor 12 bis 12 gedacht und keinen Schritt weiter.
                Auf den Gesetzgeber zu schimpfen mag einfach sein, aber wie wolfbln ausgeführt hat, liegt es nicht an diesem. Das Thema Ausweisprüfung ist jedoch keineswegs trivial, daher ist es nur zu verständlich, dass sich insbesondere die VideoIdent-Anbieter auf bestimmte Ausweise "spezialisieren", eine typische 80/20 Lösung. Schließlich hängt da einiges dran: Prüfung gültiger Dokumente über Video, interne Dokumentation, Mitarbeiterschulung, etc. - und eine solche Prüfung soll ja in wenigen Minuten abgeschlossen sein und kein ad hoc Studium erfordern, schließlich soll es auch für den Anbieter kostendeckend bleiben.

                Wer sich ein Bild von der Vielfalt machen will, klicke hier: PRADO - Öffentliches Online-Register echter Identitäts- und Reisedokumente
                Und manchmal denk ich mir so: Das ist aber ganz schön viel Meinung für so wenig Ahnung!

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                • #9
                  Webident dauert zu lange

                  Ich verstehe nicht warum der Kunde nicht korrekt aufgeklärt wird, wie er sich schnell registrieren lassen kann. Die Werbung verspricht einfache Nutzung "im schnellsten Prepaidtarif aller Zeiten". "Einfach Simkarte einlegen, aufladen und los geht's." Nur noch 4 kleine Schritte und es könnte losgehen....

                  Webident war eine Qual. Neustes Tablet von Samsung und neue Callyakarte geht natürlich nicht, da der Samsungbrowser kein Videoplugin hat und man natürlich mit der neuen Karte nicht einen anderen Browser downloaden kann. Selbst nach Download von Chrome öffnet sich der Videolink nicht, sondern die Vodafone-Seite hängt sich ständig auf. Glücklicherweise hat man noch ein anderes Tablet mit anderer Simkarte, wo man sich die Webident-App installieren kann, aber selbst mit dieser bricht die Verbindung im LTE- und HSPDA+-Netz (im Gegensatz zu allen anderen Youtube-Filmen etc.) stellenweise häufig ab. Nachdem alles mit Ach und Krach geklappt hat und man nach Kippen und Schwenken des Ausweises und dem Fotoshoot alles durchgemacht und abgeglichen hat wird natürlich trotz vorregistrierter Daten und deren Bestätigung die Simkarte nicht wie vom Webident-Mitarbeiter versprochen in einer oder zwei Stunden freigeschaltet, sondern erst in drei Tagen oder noch länger.

                  Muss ja echt lange dauern, so eine Datenautobahn
                  Zuletzt geändert von qwqw; 19.08.2017, 23:03.
                  offiziell von der TT-Administration bestätigter Troll

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                  • #10
                    Das das Web-Identverfahren bei fast allen Anbietern zu einer Privatfirma"ausgelagert" wird, ist man von deren Wohlwollen (Personalausstattung) abhängig. Viele Nutzer egal welcher Prepaidanbieter berichten immer wieder von mehrtägiger Wartezeit.
                    Wir brauchen alle Wachstum, sagte der Luftballon - und platzte.

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                    • #11
                      Das scheint bisher so zu sein. Nur die Telekom verwendet offenbar eigene Ressourcen. Aber schon Congstar eine Fremdfirma. Es sind aber insgesamt nur 2 online Anbieter: WebID und PostID (nicht zu verwechseln mit dem PostIdent in einer Postfiliale).

                      Gerade weil es nur 2 Anbieter sind und Vodafone einschl. Reseller einheitlich WebID nehmen, Telefónica und Zweitmarken nur PostID ist es ärgerlich, dass diese beiden Unternehmen dann nicht ihre Ausweispolitik klar online posten.

                      Nach meinen Erfahrungen mit beiden Unternehmen gibt es inzwischen mehr technische Schwierigkeiten eine stabile Verbindung zu ihnen aufzubauen, als die konkrete Freischaltung (wenn man den richtigen Ausweis und das Gesicht dazu hat) zu bekommen. Selbst mit DSL (!) bricht die Verbindung ab, viele Smartphone-Browser gehen gar nicht usw......

                      Dagegen habe ich die Erfahrung gemacht, dass die Freischaltung nach der Prüfung jetzt doch in der Regel sehr zügig erfolgt. Sowohl Vodafone's CallYa als auch eine O2 Freikarte wurden mir nur Minuten nach erfolgter ID freigeschaltet. Wieso einige Freischaltungen dann so lange dauern, vermag ich nicht zu sagen. Eigentlich sollte diese Verifikation im Vorgang immer gleich sein.
                      Zuletzt geändert von wolfbln; 20.08.2017, 16:27.

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                      • #12
                        Hallo zusammen,

                        ich wollte gestern eine (neue) Telekom-Prepaid Karte aktivieren, aus dem Supermarkt. So naiv wie ich bin, dachte ich, rufst bei der 2202 an, und lässt die Karte zusätzlich zum bereits bestehendem Account hinzufügen. Sollte ja kein Problem sein, schließlich habe ich ja das ganze Prozedere einmal komplett durch gemacht und bin ja nun Kunde und meine Daten sind bekannt.

                        1. Anruf: Der MA meinte, kein Problem, sofern ich bisher die Video-Ident gemacht habe. Ich meinte, ja, habe ich, mit meiner ersten Prepaid-Karte. Er konnte das auch alles soweit sehen (ich rief mit der Nummer an, mit der ich bereits registriert bin) und bestätigte mir, dass in etwa 10 min alles funktionieren würde und die Karte meinem Account hinzugefügt wird. Ok, bedankte mich und wünschte frohes Fest.

                        Natürlich funktioniert die Karte bis heute nicht. Aber, nach dem es gestern nach 30 min immer noch nicht ging, rief ich nochmal an. Eine freundliche Dame teilte mir mit, dass es so nicht geht. Ich müsse grundsätzlich jede Karte neu registrieren, völlig unabhängig davon ob ich bereits Kunde bin und das Prozedere durchgemacht hätte. Ich fiel aus allen Wolken, wer überlegt sich denn bitte so einen Schwachsinn?

                        Warum zum Henker muss jede neue Prepaid-Karte KOMPLETT neu registriert werden? Einen neuen Handyvertrag kann ich zusätzlich abschließen, ohne mich neu legitimieren zu müssen, aber eine Prepaid Karte muss ausnahmslos jedes Mal aktiviert werden? Dabei ist das Risiko für den Anbieter bei einem Laufzeitvertrag höher.

                        Sorry, aber wer hat sich denn so einen Mist ausgedacht bzw. was für ein Kraut haben die so geraucht?
                        MfG

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                        • #13
                          Ist leider extrem nervig,aber leider nicht zu ändern.
                          Habe auch knapp 8 Telekom Karten,und musste jedesmal neu das ID Verfahren machen oder die Karte im Tshop registrieren lassen.
                          Ist bei allen anderen Anbietern leider auch so.

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                          • #14
                            Original geschrieben von Filderstädter
                            Warum zum Henker muss jede neue Prepaid-Karte KOMPLETT neu registriert werden? Einen neuen Handyvertrag kann ich zusätzlich abschließen, ohne mich neu legitimieren zu müssen, aber eine Prepaid Karte muss ausnahmslos jedes Mal aktiviert werden? Dabei ist das Risiko für den Anbieter bei einem Laufzeitvertrag höher.

                            Sorry, aber wer hat sich denn so einen Mist ausgedacht bzw. was für ein Kraut haben die so geraucht?
                            Es geht hier aber nicht um das Risiko für den Anbieter, sondern um gesetzliche Vorgaben. Anscheinend setzt die Telekom diese Vorgaben sehr genau um.

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                            • #15
                              klarmobil hat es geschafft, trotz korrekter Angabe von mir und Aufnahme über video ident, einen falschen Tag beim Geburtstag zu registrieren. Vielen Dank
                              Vor dem Fragen - bei https://www.prepaid-wiki.de nachschlagen!

                              Sofern mein Posteingang voll ist, bitte mein Kontaktformular nutzen.
                              Nutze SIMSme und Threema| GMX ProMail| netbank + Sparkasse| Fax: ventengo-cospace.de |(V)DSL25MBit/s |Mobilfunk: EDEKA mobil Smart M (SMS&Fon Flat zu VF. 300 Minuten/SMS und 1,5 Gigabyte ohne LTE) für 8,95€/28d.

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