Sony Ericsson C905 - Testbericht des neuen Cyber-shot Sliders (mit vielen Bildern)

  • Vorwort:


    "A new star is born!" - so in etwa könnte man es nennen, denn die Sony Ericsson Cyber-shot Reihe bekommt ein neues Flaggschiff. Die Rede ist natürlich vom neuen Megapixel-Riesen C905. Erstmals kommt das neue Cyber-shot Topmodell in Form eines Slider-Telefones und nicht in Barren-Bauart daher. Das Gerät verbindet eine integrierte 8,1 Megapixel Kamera mit einem auf Kamera-Optik getrimmten Gehäuse. Aber keine Angst, auch von den eigentlichen Telefonfunktionen braucht es sich nicht zu verstecken; es bietet wie mittlerweile fast üblich HSPDA, UMTS und EDGE sowie erstmals WLAN und einen Tv-Ausgang. Das Display mit seinen recht großzügig dimensionierten 2.4 Zoll Diagonale stellt des Weiteren eine Augenweide dar und der integrierte GPS-Empfänger ist eine sinnvolle Erweiterung. Doch das sollen nicht alles sein was das Gerät beherrscht. Was dieses schicke und äußerst ansprechend designte Gerät so alles auf dem Kasten hat wird der nun folgende Testbericht zeigen.


    Dateien:


    - Gerätebilder: Galerie mit 81 Bildern
    - Displaybilder: Galerie mit 59 Bildern
    - Kamerabilder: Galerie mit 24 Bildern*
    - Kamerabilder Originalgröße: Bild1 (Nacht mit Blitz) - Bild2 (Nacht ohne Blitz) - Bild3 (Tag ohne Blitz)


    * Bilder aus Trafficgründen auf eine Auflösung von 1024 x 768 Pixel verkleinert
    ** Weitere Kamerabilder folgen sobald das Wetter mal etwas besser ist und es nicht andauern regnet. *g*


    Lieferumfang:


    Hier eine kurze Auflistung des Lieferumfangs:


    - Mobiltelefon - Sony Ericsson C905 (Night Black)
    - Li-Polymer Akku
    - Standard Ladegerät
    - 2GB Memory Stick Micro M2
    - USB-Datenkabel
    - USB-Kartenleser (Memory Stick Micro M2)
    - portable Stereo-Freisprecheinrichtung HPM-62
    - Trageschlaufe
    - PC-Synchronisierungsprogramm
    - Bedienungsanleitung




    Gehäuse und Verarbeitung:


    Das Sony Ericsson C905 kommt wie üblich im Sony Ericsson-typischen, verschachtelten Karton daher. Das Telefon selbst ist sehr dezent und ansprechend gestaltet, schlichte aber trotzdem ansprechende Farbkombinationen stehen zur Auswahl. Das C905 ist aktuell in drei verschiedenen Farben erhältlich: Night Black, Ice Silver und Copper Gold. Für meinen Test habe ich mich für die Variante in Night Black entschieden, da es dank seiner Kombination aus schwarzem Kunststoffen und Chromakzente sehr edel und dezent daher kommt. Das Gerät misst 104 x 49 x 18 mm bei einem Gewicht von nicht mehr ganz so handlich und leichten 136 Gramm. Das Gewicht sorgt aber auch dafür das dass C905 satt in der Hand liegt und so automatisch eine gewisse Wertigkeit vermittelt wird. Das Telefon ist mit seinen 18 mm auch eine Spur dicker als andere Sony Ericsson Slider, wie z.B. das W760, dafür kann das C905 aber mit einem einer wesentlich besseren Kamera, größerem Display und einigen weiteren Features auswarten.


    Doch zurück zum Gehäuse: Fangen wir ganz oben an der Gehäusefront an. Hier befindet sich neben der Lautsprecheröffnung der Lichtsensor wieder sowie zwei kleine Zusatztasten für die Kamerafunktion (ähnlich wie sie früher schon das K800i hatte). Direkt darunter befindet sich das große 2.4 Zoll messende Farbdisplay welches mit einem Mineralglasdisplay gegen Kratzer geschützt ist. Wiederum unter dem Display befindet sicher der zentrale 5-Wege Navikey sowie 6 recht schmale und leicht zugängliche Softkeys. Die obersten zwei Tasten links und rechts sind für die Gerätesteuerung zuständig, direkt darunter sind die beiden Tasten für die Rufannahme und das Gesprächsende zu finden. Abschließened darunter findet man dann die C-Taste zum löschen sowie die Aktivitätsmenü-Taste.


    Sehr hübsch ist als optisches Detail die metallische Sliderabdeckung auf der Gehäuserückseite anzusehen. Am Gehäuserand ist eine silberne Chromumrandung wiederzufinden, die dem Gerät eine wirklich hochwertige Optik verleiht. Der untere Teil der Geräterückseite macht auch einen guten Eindruck, so ist diese mit einer weichen Softtouch-Oberfläche versehen. Das beste an der Geräterückseite ist allerdings die Kamerabdeckung, diese silbrige Metallabdeckung ist wie bei einer richtigen Cyber-shot Digitalkamera zu bedienen und lässt das Gerät von diesem Blickwinkel wie eine richtige Kamera aussehen.



    Kommen wir jetzt zum Slidermechanismus, dieser ist um Welten besser verwirklicht als bei einigen ähnlich aufgebauten Sony Ericsson Slidern. Der Slider ist angenehm fest, aber trotzdem sehr leichtgängig - so kommt es hierbei zu keinerlei Wacklern. Den beiden Sliderteilen ist nur bei mutwilligem verwinden der Gehäuseteile ein bisschen Spiel zu entlocken.


    Eine kleine unschöne Sache bringt dieser Slider aber auch mich sich, so kann man im aufgeschobenen Zustand ziemlich weit in die "Technik" des Sliders hineinsehen, das hätte nicht sein müssen - stört mich persönlich aber nicht wirklich. Insgesamt gesehen bleibt einzig abzuwarten wie sich der Slider nach längerer Nutzungsdauer verhält und ob er dann weiterhin so straff sitzt.


    Der komplette Rest des Gehäuses ist aus hochwertigem und stabilem Kunststoff. Das Gehäuse ist insgesamt gesehen sehr gut verarbeitet; Sony Ericsson leistet sich keine großen Schwächen und liefert ein wirklich solides Gerät ab.


    Display:


    Das Display ist in seiner Qualität und Größe vergleichbar mit dem Display des Sony Ericsson W910i. Es werden 240 x 320 Pixel bei 262.144 Farben dargestellt, die aktive Fläche liegt bei sehr angenehmen 2.4 Zoll (diagonal) was für Sony Ericsson Verhältnisse wirklich eine gute Größe darstellt (andere Hersteller sind hier schon bei 2.6 bis 2.8 Zoll). Schön zumindest das dass Display mit einem Mineralglas geschützt ist, so ist es laut Sony Erissson Angaben kratzfest.


    Um bei diesem großen und hellen Display Akkuleistung zu sparen hat Sony Ericsson in der oberen Lautsprecherecke einen Lichtsensor verbaut (es ist der kleine, helle Punkt auf den Livebildern). Der Lichtsensor lässt sich nicht per Menü beeinflussen sondern findet automatisch seine Anwendung. Dies ist zwar schade, stört aber in der Nutzung keinesfalls. Die Helligkeit wird immer im richtigen Maß reguliert.


    Der Kontrast des Displays ist vorbildlich, und auch die Schriftgröße ist durch das recht üppige Display angenehm groß (jedoch nicht in ihrer Größe einstellbar). Somit passen beim C905 trotz des 2.4 Zoll Displays nicht mehr Textzeilen auf das Display als z.B. beim vergleichsweise kleinen 2.0 Zoll Display des C902. Hier wurden also die Vorteile der zur Verfügung stehenden Displayfläche nicht in mehr Textzeilen umgesetzt.


    Kommen wir wieder zurück zur Ablesbarkeit des Displays. Gerade bei direktem Sonnen- und Lichteinfall spielt das Display seine Vorteile gegenüber einigen der alten Displays aus. So ist das Display selbst unter direkter Sonneneinstrahlung noch bestens abzulesen und auch die Farben werden recht gut wiedergegeben.


    Schön, dass man auch die Displayhelligkeit einstellen kann (zwischen 50% - 100% Helligkeit) - so kann man bei guten Lichtverhältnissen Akkuleistung sparen. In den Untermenüs werden in der Regel rund 6 Menüpunkte bzw. Zeilen gleichzeitig angezeigt. Hinzu kommen hierbei wie immer noch die Überschrift für den jeweiligen Menüpunkt sowie die Schrift für die drei Softkeys. Auch gut, dass man die Optik des Menüs immer noch nahezu komplett mit eigenen Themes personalisieren kann. Dank der aktuellen A200 Gerätesoftware gehören auch wieder Flash-Themes mit zur Grundausstattung des C905.


    Abschließend noch eine negative Sache zum Displayverhalten im Standby-Betrieb. Das Display beherrscht leider keine permanente "Energiesparuhr", so wird weder der Uhrzeit noch verpasste Anrufe oder SMS dauerhaft angezeigt. Das ist insofern schade weil man immer eine Taste drücken muss um die Beleuchtung zu aktivieren und zu schauen ob ein Anruf in Abwesenheit oder ähnliches stattgefunden hat.


    Tastatur:


    Dank des Slidermechanismus und der daraus resultierenden, zur Verfügung stehenden Fläche ist ausreichend Platz für große, gut bedienbare Tasten vorhanden. So sind die Softkeys, die Menütaste und die Anruftasten ausreichend groß dimensioniert und haben einen guten Einzelabstand. Die Zifferntasten im unteren Sliderteil sind auch großzügig dimensioniert, besteht dieser Bereich doch nur aus einem Teil der durch kleine silberne Stege getrennt ist. Die Tasten sind miteinander verbunden, da dies über 4 zusammenhängene Zeilen mit je 3 Tasten realisiert sind. Das heißt es gibt fast keinen fühlbaren Unterschied je Zeile und man muss die Tasten anhand ihrer gewohnten Tastenposition treffen.


    Der Druckpunkt ist als ziemlich fest zu bezeichnen und somit anfangs sicherlich für den ein oder anderen Nutzer mit etwas Eingewöhnungszeit verbunden. Es dauert aber nicht lange um sich daran zu gewöhnen, nach maximal 2-3 Tagen hat man den Dreh raus und bedient das Telefon blind.


    Dank der großen, zentralen Steuertaste macht die Handhabung des Menüs viel Spaß und es kommt sogut wie nie zu Fehleingaben. Sämtliche Taste sind fest und stabil in das Gehäuse eingelassen. Das Steuerkreuz macht auf mich einen besseren Eindruck als das Steuerkreuz des Sony Ericsson W760. Die Taste ist etwas besser fühlbar und dadurch leichter zu bedienen.


    Seitlich am Gehäuse befinden sich weitere Tasten. Ganz oben an der (rechten) Gehäuseseite findet sich die Laut-/Leite-Taste wieder. Diese dient bei aktivierter Kamera dann zur Nutzung des digitalen Zooms. Weiter unten auf der selben Gehäuseseite findet sich die Kameraansicht- / Kameramodus-Taste für die Wahl zwischen Foto- und Videofunktion wieder sowie die Taste für das auslösen der Kamera wieder.


    Auf der linken Gehäuseseite findet sich einerseits der Fast-Port Anschluss wieder genauso wie der Speicherkarteneinschub. Der Einschub ist mit einer einfachen Abdeckung versehen, das öffnen erfordert wie immer ein bißchen Fingerspitzengefühl.


    Zur Tastenbeleuchtung kann ich sagen, dass diese ausreichend hell geworden ist. Die weiße Beleuchtung ist zwar leider nicht 100%ig gleichmäßig was die Ausleuchtung der Tasten angeht, reicht aber um alle Tasten lesbar auszuleuchten. Im Cyber-shot Kameramodus kommt eine blaue Tastenbeleuchtung zur Anwendung. Hierdurch werden die Sonderfunktionen hervorgehoben, d.h. am Steuerkreuz sieht man dann die Tastenbelegung für Blitz, Makromodus, Selbstauslöser und Helligkeit. Auch die Kamerataste an der Geräteseite wird nach dem aufschieben des Kamerasliders blau umrandet beleuchtet.


    Die konventionelle, weiße Tastenbeleuchtung bildet dank der dunklen Tastengrundfarbe sowohl bei Tag als auch bei Nacht einen guten Kontrast zu der Gehäusefärbung. Das Steuerkreuz wird vom Rand auch leicht beleuchtet, so ergibt sich ein weißlicher Schimmer um die Steuerkreuz-Mitte.


    Grundsätzlich sei trotz der Bedenken die oft im Bezug auf die Tastatur des C905 zu lesen sind gesagt, dass jeder mit dieser Tastatur zurechtkommen sollte, auch SMS-Vieltipper sollten damit nach kurzer Eingewöhnungsphase sehr gut klarkommen.


    Menüoberfläche:


    Das Menü hat sich bei Sony Ericsson von der Struktur her langsam bewährt. Es gibt folgende Oberpunkte:


    PlayNow -------------------------- Internet ----------------------- Unterhaltung
    Cyber-shot------------------------ Nachrichtenfunktion ----------- Medien
    Ortsbezogene Dienste ------------- Kontakte ---------------------- Radio
    Anrufe ---------------------------- Organizer ---------------------- Einstellungen


    Auch hier wieder der obligatorische Vergleich - so werden wie gewohnt die Symbole sehr fein und nett animiert dargestellt (sobald man mit dem Steuerkreuz über den jeweiligen Menüpunkt fährt), wobei natürlich die einzelnen Symbole dank der recht hohen Displayauflösung sehr fein gezeichnet wirken. Ein nettes Detail ist wie gehabt im Hauptmenü auch die permanente Anzeige der aktuellen Uhrzeit in der Statusleiste ganz oben im Menü.


    Die neuesten Punkte "Medien" und "Ortsbezogene Dienste" im Hauptmenü werden Sony Ericsson Stammkunden nicht wirklich neu vorkommen. Einerseits wurde der überflüssige Punkt Radio ins Untermenü verfrachtet und andererseits der Datei-Manager durch den Punkt Medien ersetzt. Dies sind rein optisch erstmal die wichtigsten Unterschiede im Hauptmenü. Im Untermenü Medien kommt dann die zweite optische Neuerung, so ist hier ein Medienmenü wie bei Sonys PSP oder Playstation 3 zu finden. Mehr dazu aber später im Test.



    Die Menügeschwindigkeit hat sich gegenüber anderen Sony Ericsson Geräten nicht verändert - so kann es sich problemlos mit der Konkurrenz aus dem Hause Nokia messen. Es gibt definitiv keine echten Hänger oder Hakler im Menü.


    Eine nette optische Spielerei sind die beiden neuen Menüansichten. So kann man das Menü einerseits als Matrix darstellen, alternativ als Rondell oder aber als Einzelsymbol. Gerade die Rondellansicht ist nett anzuschauen, da hier von links nach rechts durch das Hauptmenü rotiert wird.


    Kamera:


    Hier hat Sony Ericsson erstmals einen 8.1 Megapixel Bildsensor verbaut und stellt somit gemeinsam mit dem Samsung i8510 (INNOV8) und dem LG KC910 (Renoir) die Spitze der aktuellen Megapixel Wettrüstens dar. Natürlich hat sich Sony Ericsson nicht lumpen lassen und auch einen Autofocus sowie einen echten Xenon-Blitz integriert. Die Kamera macht Bilder in einer maximalen Auflösung von 3264 x 2448 Pixeln. Die Fotoqualität überragt in seiner Qualität alle bisher dagewesenen Sony Ericsson Cyber-shot Geräte, doch Megapixel alleine sind natürlich bekanntlich nicht alles was zählt.


    Im Auslieferungszustand passen noch weit über 300 Bilder auf das Gerät, sicherlich mehr als ausreichend bei einem freien Speicherplatz von knapp 2 GB auf der mitgelieferten Speicherkarte. Die Bilder werden dank des integrierten Xenon Blitzes auch bei schlechten Lichtverhältnissen erstaunlich gut. Auf 3 bis 5 Meter ist die Helligkeit noch mehr als ausreichend, erst ab einer höheren Entfernung stößt das Gerät und somit der Xenon Blitz an seine seine Grenzen. Die Bilder werden im Schnitt ca. 2 MB groß wenn man die maximale Auflösung von 8 Megapixeln ausgewählt hat.


    An Auflösungen stehen folgende zur Auswahl:


    - 8 MP (3264x2448 Pixel)
    - 5 MP (2592x1944 Pixel)
    - 3 MP (2048x1536 Pixel)
    - VGA (640x480 Pixel)


    Für die Befriedigung des Spieltriebs sorgen unzählige Einstellmöglichkeiten und diverse Aufnahmemodi. Der Suchermodus der Kamera ist sehr gut gelöst, die Menüführung hierbei ist schon von diversen Sony Ericsson Geräten bekannt und denkbar einfach. Die Kameraabdeckung des Gerätes wird hierfür einfach aufgeschoben (um die Kameralinse und das Blitzlicht zum Vorschein zu bringen) und man bewegt sich per Steuerkreuz seitlich durchs Menü (Sony Ericsson Cyber-shot-Menüoberfläche), ausgelöst wird dann über die oben angeordnete Auslösetaste. Man kommt sehr leicht damit zurecht und kann unzählige Einstellungen vornehmen. Auch die Bilddarstellung des Suchers ist sehr flüssig und wird im Vollbild dargestellt.


    Wer sich ein Bild von der Kamerahabung machen möchte sollte das interaktive Kamera-Tutorial von Sony Ericsson anschauen -> Link zum Photo Mate!


    Im Kameramenü eine kleine Neuerung - dank des GPS Empfängers hat man die Möglichkeit seine Bilder mit GPS Koordinaten zu versehen. Das sogenannte geo-tagging bzw. die sogenannte Geokodierung sorgt dafür das man immer weiß so ein geschossenes Motiv entstanden ist. Hier kann man dann mit entsprechendem Programm oder z.B. Google Maps direkt sehen wo man das Motiv geschossen hat. Der Kontakt zu den Satelliten dauert nur einen kleinen Moment da der "Sat-Fix" wahlweise durch A-GPS unterstüzt werden kann.


    Bei der Foto-Kamerafunktion hat man folgende Einstellungsmöglichkeiten:


    - Aufnahmemodus: Normal, Kontrastoptimiert, Bestpic, Panorama, Rahmen
    - Szenen: Automatisch, Nachtszene, Nachtportrait, Landschaft,
    - Porträt, Strand/Schnee, Sport, Dokument
    - Bildgröße: 8 MP, 5 MP, 3 MP, VGA
    - Autofocus: Automatisch, Gesichtserkennung, Makro, Unendlich
    - Blitz: Automatisch, Rote Augen red., Aus
    - Selbstauslöser: Ein, Aus
    - Belichtungsmodus: Normal, Spot
    - Weißabgleich: Autom., Tageslicht, Newölkt, Neonlicht, Glühlampe
    - Effekte: Schwarzweiß, Negativ, Sepia, Solarisieren


    - Fotoqualität: Normal / Fein
    - AF Leute: Auto / Aus
    - Bestpic: Schnell / langsam
    - Stabilisator: Ein / Aus
    - Position hinzu: Ein / Aus
    - Speicherziel:Tel / Karte
    - Auto dreh: Ein / Aus
    - Verschlusston: 1 bis 4 / aus


    Wer die Features und unzähligen Einstellmöglichkeiten schneller erreichen möchte der kann die einzelnen Shortcuts per Ziffer 0 anzeigen lassen und aufrufen.

    Eine weitere Neuerung ist die automatische Gesichtserkennung bei den Autofokus-Einstellungen, damit sorgt das C905 automatisch dafür Gesichter im selektierten Motiv scharfzustellen. Neu ist auch noch die Kontrastoptimierung bei den Aufnahmemodi, hiermit werden die Bilder am Handy optimiert was den Kontrast angeht, so muss man die Bilder in dieser Beziehung nicht unbedingt am heimischen Computer nachbearbeiten.


    Bei der Präsentation über den Bilderordner hat man dank des großen Displays die Möglichkeit wahlweise 3x3 oder 5x5 Vorschaubilder anzuzeigen. Eine weitere Variante hierbei ist die Anzeige der Bilder über das neue Menü "Medien". Hier werden die Bilder nach ihrer Erstellungszeit bzw. dem Erstellungsmonat in einer Übersicht aufbereitet. Alles in allem sind somit also für den Bilderfreak und Hobbyfotographen genug Möglichkeiten zum Rumspielen gegeben sein.


    Auf die Frontkamera zur Videotelefonie hat Sony Ericsson beim C905 verzichtet, sicherlich nicht weiter tragisch, da Videotelefonie in Deutschland zumeist selten verwendet wird.


    Die Videofunktion ist zwar nicht unbedingt der Rede wert, doch immerhin hat man die Möglichkeit Videos in QVGA Qualität (bei 30 Bildern / Sek.) aufzunehmen, was einer Auflösung von 240x320 Pixeln entspricht. Warum Sony Ericsson hier immer noch nicht nachlegt, gerade bei seinem neuen Top-Telefon, für mich nicht nachzuvollziehen.


    Bei der Video-Kamerafunktion hat man folgende Einstellungsmöglichkeiten:


    - Videolänge (MMS, Normal)
    - Nachtmodus (An, Aus)
    - Selbstauslöser (An, Aus)
    - Effekte: Schwarzweiß, Negativ, Sepia, Solarisieren
    - Weißabgleich: Autom., Tageslicht, Newölkt, Neonlicht, Glühlampe
    - Mikrofon (An, Aus)
    - Überprüfung
    - Speicherziel
    - Dateinr. rücksetzen
    - Einstell. rücksetzen


    Die aufgenommen Videos in 240 x 320 Pixel Auflösung werden meines Erachtens nach relativ flüssig wiedergegeben und es gibt wenig Kästchenbildung. Zwar ist die maximale QVGA Videoauflösung beim C905 immer noch nicht das gelbe vom Ei, doch für gelegenliche Videos ist es schon wesentlich brauchbarer als die alte QCIF Auflösung. Die Videos werden übrigens dank des Dual-Mikrofons in Stereo aufgenommen, auch wenn das sicherlich eh kaum jemand bei der Wiedergabe merken wird.

  • Teil 2


    Bedienung:


    Von der Bedienung her kommt man sehr leicht zurecht. Wie eigentlich bei jedem der letzten Sony Ericsson Geräte braucht man keine Bedienungsanleitung gelesen zu haben, um sich im Menü zurechtzufinden.


    Für die Unbeholfenen unter uns hat Sony Ericsson wie üblich eine Kurzerklärung im Menü integriert. Diese führt dazu dass man über den linken Softkey „Info“ eine kurze Erklärung zum jeweiligen Menüpunkt erhält. Das heißt es gibt eigentlich so gut wie keinen Oberpunkt der nicht erklärt wird, so kann man wirklich getrost die Bedienungsanleitung beiseite liegen lassen.


    Des Weiteren gibt es bekanntlich mittlerweile drei Menü-Softkeys. Der linke Softkey ist mit dem Medienmenü, der rechte Softkey mit den Kontakten belegt und der zentrale Softkey (Mitte des Steuerkreuzes) ist mit dem Hauptmenü belegt.


    Direkt unterhalb der beiden äußeren Softkeys finden man zwei weitere Tasten wieder. Einerseits eine "Annahmetaste" genauso wie eine "Auflegentaste"; wie mittlerweile hinlänglich bekannt geht Sony Ericsson den Weg wie Nokia und bietet einzelne Tasten zur Anrufabwicklung. Für Handyleihen sicherlich ein Bedienvorteil, für Sony Ericsson bzw. Handy-Kenner kein echter Vorteil.


    Im linken Tastenbereich, direkt unterhalb der Rufannahmetaste befindet sich die Taste für das Aktivitätenmenü. Die Taste vereint die Features der früheren "Mehr"-Taste“, d.h. hier werden Verknüpfungen wie Bluetooth, Kamera, Kalender, etc. gesammelt. Insgesamt ist das immer noch ein super Feature, da dieses sog. "Aktivitäten-Menü" durch einen einfachen Druck auf diese Taste aus jedem Menüpunkt heraus direkt angesprochen werden kann und sogar eigene Shortcuts erstellt werden können.


    Eine nettes Feature auch hier, so können auch eigene Java Applikationen direkt verknüpft werden. Wer also beliebte Programme wie Opera mini oder Jimm (ICQ Client) regelmäßig nutzt wird dieses Feature zukünftig zu schätzen wissen.


    Ein netter Nebeneffekt der Tastenumstrukturierung ist der Wegfall der separaten Browser Taste, was für die meisten User sicherlich ein Segen sein wird da keine versehentliche Internet-Einwahl passieren kann. Die separate "Zurück-Taste" wurde auch gleich mit abgeschafft und auf den rechten Softkey verlegt, was die Handhabung somit nicht wirklich verändert.


    Akku und Empfang:


    Trotz des etwas größer gewordenen Gehäuses würde ich beim Empfang keine allzu großen Unterschiede zwischen dem C905 und Geräten wie dem kürzlich getesteten C902 sehen. Wenn ich von einem C902 ausgehe, so würde ich den Empfang beim C905 eine ganze Spur besser ansehen und irgendwo um die Schulnote "2-" einstufen.


    Das Gerät beherrscht GSM Quadband und auch UMTS Triband mit den Datenturbos HSDPA und EDGE. Im Empfangstest hat sowohl der GSM als auch der UMTS Empfang bisher stabil funktioniert. Zu Abbrüchen oder Problemen beim Handover ist es bisher nicht gekommen. Die Netzwahl ist übrigens wahlweise „GSM und UMTS“ oder „nur GSM“, so kann man also bei Bedarf das Gerät auf den reinen GSM Modus zwingen.


    Bei der Sprachqualität würde ich dem C905 recht gute Werte zusprechen. Sicherlich ist dies immer rein subjektiver Natur, aber ich bin damit sehr zufrieden beim C905. Ich habe es hier im Vergleich zum C902 getestet und finde kaum einen hörbaren Unterschied. Einzig die Lautstärke des C905 würde ich eine Ecke lauter als das C902 ansehen. Man muss gerade einmal die halbe Lautstärke auswählen um den Gesprächspartner gut hören zu können.


    Über den Akku des C905 kann man im reinen Telefonbetrieb nur gutes sagen, so hält er dann ca. 3-4 Tage durch. Nutzt man aber die Features die das Gerät bietet halbwegs aus kann man das Gerät auch schon innerhalb von einem Tag in die Knie zwingen. Angegeben ist es vom Hersteller mit maximal 9 Std. Gesprächszeit und 400 Std. Standby (im GSM Betrieb).


    Hauptfunktionen:


    Hier hat Sony Ericsson endlich mal wieder etwas getan und einige Neuerungen integriert. Ein Blick in die Featureliste genügt wenn man das Gerät mit anderen Sony Ericsson Geräten vergleicht. So befinden sich beim C905 folgende wesentlichen Funktionen:


    - Netze: UMTS Triband, GSM Quadband
    - großes 2.4 Zoll Display mit 240x320 Pixeln bei 262.144 Farben
    - vollwertiges Telefonbuch mit 1000 Kontakten und 7000 Rufnummern
    - Aktivitäten-Menü (Multitasking Feature)
    - USB Wechseldatenträger (Treiber sind nicht nötig)
    - 8.1 Megapixel Kamera (mit Autofocus und Xenon Blitz)
    - UMTS, HSPDA, GPRS und EDGE
    - Neigungssensor
    - TV-Ausgang in VGA Auflösung (über separat erhältliches Kabel möglich)
    - neues Medienmenü
    - integrierter GPS Empfänger
    - MP3 Player "Walkman Lite" und Media-Player (inklusive Vollbild-Modus)
    - integrierter Lautsprecher
    - WLAN mit WEP und WPA Verschlüsselung
    - Speicherkarten-Slot (Hot-Swap), aktuell bis 8 GB
    - interner Speicher 160 MB
    - Radio mit RDS
    - Fastport Schnittstelle
    - TrackID ( mit Interpret Info und Titel Vorschlägen)
    - Browser mit Smart-Fit und Vollbildmodus
    - RSS Feed Reader
    - A2DP (Stereo-Bluetooth)
    - Flugzeug Modus (Offline Modus)
    - OTA Software Update



    Ein etabliertes Feature ist die erweiterte Multitasking-Funktion der aktuellen Sony Ericsson Geräte. So kann man problemlos mehrere Java Applikationen (getestet mit 3 Programmen parallel; das Maximum liegt bei 8 Applikationen) gleichzeitig laufen lassen und parallel noch Musik hören oder zwischendurch eine SMS lesen / verfassen. Dies ist zum Beispiel dann praktisch wenn man einerseits im Web per Opera Mini surft und andererseits im ICQ per Jimm online ist. Diese Funktion zeichnet die Sony Ericsson Geräte aktuell noch gegenüber den meisten Konkurrenzprodukten aus dem Hause Nokia (Serie40) oder Samsung aus.


    Eine weitere sinnvolle Funktion ist der Flugzeug Modus, so kann man das Gerät problemlos in den Offline Modus versetzen. Im Gegensatz zu älteren Sony Ericsson Geräten bleibt in diesem Fall selbstverständlich aber das komplette Menü nutzbar und nicht nur der Musik Player. Die WLAN und Bluetooth Schnittstelle kann übrigens in diesem Zustand auf Wunsch wieder aktiviert werden.


    Die Profile werden wie schon bekannt mit verschiedenen kleinen Symbolen am oberen Displayrand angezeigt, ein kleiner Baum symbolisiert z.B. „Draußen“, ein kleines Auto ist das „KFZ Profil“, usw. So erkennt man prima auf den ersten Blick in welchem Profil sich das Gerät gerade befindet. Eine weitere Feinheit im Menü ist auch die permanente Anzeige der Uhrzeit in der Statusleiste. So sieht man problemlos aus jedem Untermenü heraus neben der Akkukapazität die aktuelle Uhrzeit.


    MP3- und Media-Player:


    Kommen wir zu den Musikqualitäten des von Sony Ericsson C905, hier findet ein minimal abgespeckter Walkman Player seinen Einsatz, also angelehnt an die aktuellste Walkman Version des Musik Players . Die Qualität des Players ist gut, so ist die Klangqualität wirklich sauber, egal ob über ein gutes Stereo-Headset oder den internen Lautsprecher. Leider legt Sony Ericsson beim Lieferumfang nur das schon bekannte HPM-62 Headset bei, was für eine ziemlich durchschnittliche Wiedergabequalität sorgt. Die Bässe kommen leider bei weitem nicht so druckvoll und kräftig wie bei den bekannten Walkman Kopfhörern rüber.


    Wer einen ausgewogenen Klang sucht wird mit den beiliegenden Kopfhörern also nicht bedient. Alternativen gibt es zu genüge - Shure, Sennheiser oder aber auch direkt aus dem Hause Sony - um nur ein paar Marken für gute Kopfhörer zu nennen. Wer sich unschlüssig ist über Alternativen, der wird über die Suchfunktion sicherlich Hilfe finden.


    Aber zurück zu den MP3 Qualitäten des C905. Das Gerät unterstützt eine Vielzahl an Dateiformaten, die im folgenden nochmal aufgezählt werden,


    Die unterstützten Media-Formate sind:


    - 3GPP
    - AMR
    - AAC
    - AAC+
    - eAAC+
    - MP3
    - MP4
    - M4A
    - MIDI
    - iMelody
    - eMelody
    - Real Video 8
    - Real Audio 8
    - RHZ
    - RTSP (Streaming)
    - WAV
    - WMA
    - WMV
    - XMF


    An Einstellmöglichkeiten bietet der Musik Player einige Möglichkeiten, da die Funktionen der Walkman Reihe entliehen wurden. Es gibt selbstverständlich die Möglichkeit Titel zu wiederholen oder willkürlich abzuspielen. Bei der willkürlichen Wiedergabe kommt natürlich auch die Standard-Shuffle-Funktion zum Einsatz, dazu aber gleich mehr.


    Kommen wir zur Wiedergabe der Musik über den integrierten Lautsprecher zurück, so ist diese relativ gut. Trotz der geringen Bauform und des einzelnen Lautsprechers auf der Rückseite kommt eine beachtliche Lautstärke zustande. Klar könnte die Qualität noch eine Spur besser und sauberer sein, doch für die meisten User sollte die Qualität bei weitem reichen.


    Doch zurück zu den Player-Funktionen des C905. Bei der Sortierung der Musik hat man dank des Medien-Menüs eine Menge an Möglichkeiten: Interpret, Album, Titel, Kompilation, Hörbücher, Podcasts, Wiedergabelisten, Aut. Wdg.liste. Wem der Standard Klang des Gerätes so nicht passt der kann dies per Equalizer anpassen. Hier stehen folgende EQ Modi zur Auswahl:


    - Normal
    - Bass
    - Megabass
    - Sprache
    - Höhen
    - Eigene Einstellungen


    Natürlich hat Sony Ericsson auch an die Möglichkeit der eigenen Playlist-Erstellung gedacht, sodass man seine Lieblingssongs einfach zusammenstellen kann. Wo wir schon beim Bereich Audio sind; das C905 beherrscht auch Bluetooth Stereo Streaming per A2DP, so kann man mit dem passenden Zubehör also auch drahtlos Stereo-Musik hören.


    Der integrierte Videoplayer kann natürlich auch Videos im Vollbild abspielen. Die Symbole und Softkeybeschriftungen verschwinden übrigens wenigen Sekunden nach dem Start der Wiedergabe automatisch und stören somit nicht mehr den Blick auf das ausgewählte Video.


    Abschließend beschreibe ich das schon bekannte Musikerkennungsfeature - die Rede ist vom TrackID Tool. Es hat sich bei Sony Ericssons Handys etabliert und funktioniert sehr zuverlässig. Mit Hilfe dieses Menüpunktes lassen sich zu unbekannte Musiktiteln, der entsprechenden Musiktitel, der Interpret und das dazu passende Album anzeigen. Das Feature funktioniert erstaunlich gut und es wird eine ziemlich hohe Trefferquote erzielt. Möchte man also zu einem Lied aus dem Radio oder auf einer Party den passenden Interpreten und den Titel wissen, geht dies kostenlos und schnell (einzig für die Datenübertragung entstehen kosten).


    Ortsbezogene Dienste:


    Unter dem Menüpunkt "Ortsbezogene Dienste" verbergen sich die GPS- / Ortungsfunktionen die vor allem dank des integrierten GPS Empfängers vollen und ganz ihren Funktionsumfang entfalten. In dem Verzeichnis findet man unter anderem die "Google Maps" Anwendung, welche in Verbindung mit dem Internet eine Positionsbestimmung und Routenplanung ermöglicht - mehr dazu gleich.


    Eine richtige Navigation mit Turn-by-turn ist mit Offboard Navigationslösungen von "Wayfinder" des Weiteren auch vorinstalliert. Die kostenfreie Lizenz ist auf 3 Monate befristet, danach muss eine neue kostenpflichtige Lizenz erworben werden. Eine solche Lizenz schlägt wahlweise wiefolgt zubuche:


    - 1 Monat kostet 6,99 €
    - 12 Monate kosten 39,00 €
    - 36 Monate kosten 49,00 €


    Wie bei Offboard Navis üblich entstehen pro Route Kosten für die Berechnung der Route und der Fahrmanöver. Dank gesunkener Datenpreise halten sich aber die Kosten hierfür mittlerweile in Grenzen - so kostet eine komplette Routenberechnung mittlerweile nur noch wenige Cent.


    Eine weitere Applikation die sich unter dem Menüpunkt "Ortsbezogene Dienste" verbirgt ist wie schon erwähnt das Google Maps Programm. Dieses Programm ist sicherlich dem ein oder anderen Leser schon bekannt. Es lassen sich sämtliche Straßenkarten anzeigen, wahlweise in Karten- oder Satellitenansicht. Die aktuelle Position ist dank GPS schnell ermittelt und so hat man ein wirklich nützliches Tools. Wie schon zuvor bei der Wayfinder Lösung kommt auch hier das Kartenmaterial über das Mobilfunknetz.


    Ansonsten kann im Menü noch seine Favoriten speichern, sein Logbuch abfragen, Status des GPS überprüfen und die AGPS Funktion deaktivieren. Insgesamt macht die GPS Funktion wirklich Spaß. Es fehlt nur noch ein Onboard Navigationssystem mit vorinstallierten Karten und wirklich jeder wäre glücklich.


    Verbindungsmöglichkeiten:


    Hier kann man wie eigentlich schon immer zuletzt Kontakte, Töne, Themes, Videos und Bilder per Bluetooth oder USB-Datenkabel übertragen. Gut ist wie üblich die Tatsache, dass das C905 als Wechseldatenträger ohne externe Treiber angesprochen werden kann. Schön dass sowohl der Telefonspeicher als auch die Speicherkarte auf Wunsch als eigenes Laufwerk angezeigt werden. Dies ist ein echter Vorteil, da man somit zum reinen Datenaustausch nicht mehr zwingend die PC Suite benötigt.


    Auch hier wieder eine kleine Neuerung der aktuellen Serie, so beherrscht das C905 das Media Transfer Protokol. Dieses ermöglicht allgemein ausgedrückt die Übertragung von Daten zwischen Endgeräten und Computern. Wird das C905 also per USB an den Computer angeschlossen, so kann direkt über den Windows Media Player eine Medienwiedergabe bzw. ein Datenaustausch erfolgen.


    Ansonsten steht die übliche Verbindungs- und Syncmöglichkeit mit der Sony Ericsson Software zur Verfügung (per beiliegendem USB-Datenkabel oder Bluetooth).


    Die wichtigsten, unterstützten Bluetooth Profile:


    - DUN (Dial-up Network)
    - OPP (Object Push Profile)
    - SPP (Serial Port Profile)
    - HFP (HandsFree Profile)
    - HS (Headset Profile)
    - BIP (Basic Imaging Profile)
    - BPP (Basic Printing)
    - FT (File Transfer)
    - PAN (Personal Area Network Profile)
    - GAP (Generic Access Profile)
    - GOEP (Generic Object Exchange Profile )
    - HID (Human Interface Devices)
    - A2DP (Advanced Audio Distribution)
    - AVRCP (AV Remote Control)
    - SDAP (Service Discovery Application Profile)
    - Sync (Sync Profile)


    An Synchronisationsmöglichkeiten mit dem heimischen PC bietet der Sync Manager Kontaktmöglichkeiten zu folgenden PIM-Anwendungen:


    - Windows Adressbuch
    - Outlook 2000
    - Outlook 2002
    - Outlook 2003
    - Lotus Notes 5
    - Lotus Notes 6
    - Lotus Notes 6.5


    Für die schnellere Übertragung von vielen Dateien empfehle ich, wie bei anderen Geräten mit Speicherkarte den mitgelieferten USB-Speicherkartenleser, da die Speicherkarte ja problemlos im laufenden Betrieb gewechselt werden kann. Gut ist die Tatsache dass das entnehmen der Speicherkarte beim C905 wenig aufwendig ist, da der Speicherkartenschacht unter einer eigene, leicht zu entfernenden Abdeckung an der Geräteseite zu finden ist.


    Als zweite Übertragungsart bietet sich natürlich das USB-Datenkabel an, da auch hier die Geschwindigkeit noch als gut zu bezeichnen ist. Allerdings ist diese Variante meines Erachtens nicht ganz so schnell (was die Datenrate angeht) wie ein USB 2.0 Kartenleser.


    Für die mobile Datenübertragung stehen erstmals sowohl UMTS als auch HSPDA, EDGE und neuerdings auch WLAN zur Verfügung. Hier hat Sony Ericsson also nichts anbrennen lassen und steht mit dem C905 auf Augenhöhe mit den Geräten der direkten Konkurrenz.


    Büro- und Business-Funktion:


    Hier bietet das Sony Ericsson C905 einige Funktionen. In der Regel sollte der nachfolgende Funktionsumfang für die meisten Nutzer mehr als nur ausreichen.


    - Kontakte speichern mit mehreren Rufnummern, Privat-Anschrift, Firmen-Anschrift, Emailadresse, URL, Anruferbild (schön groß), etc.
    - Alarme (bis zu 5 Alarme können getrennt voneinander definiert werden)
    - Notizfunktion
    - Aufgabenliste
    - Codememo
    - Netfront Browser (WAP 2.0 / HTML & JAVA Script / SSL Support, SmartFit Funktion)
    - E-Mail Client
    - SyncML und Exchange Server Sync
    - RSS-News-Reader (jetzt auch mit Tickerfunktion im Standbyscreen)
    - Sprachwahl und Sprachsteuerung
    - intelligente Kontaktsuche im Standby
    - und natürlich ein Kalender mit Erinnerungsfunktion (Geburtstage, Termine etc.).


    Das Adressbuch ist gegenüber seinen Vorgängern nahezu identisch geblieben und bietet wie gehabt die Möglickeit mehrere Handynummern pro Person speichern zu können; so sind mehrere Mobilnummer möglich, es sind: Mobil / Mobil (privat) / Mobil (Arbeit).


    Ansonsten ist es auch beim Speicherplatz des Telefonbuchs nochmals aufgebohrt worden, so kann man 1000 Kontakte mit nun insgesamt 7000 Rufnummern speichern. Hiermit sollte man also nun genügend Speicherplatz für eine Vielzahl von Rufnummern haben. Des Weiteren muss man um eine Adresse anzuzeigen den entsprechenden Kontakt nicht mehr „Bearbeiten“, sondern kann über „Anzeigen“ alle Details ansehen.


    Die einzelnen Felder des Telefonbuchs sind:


    - Name
    - Mobil
    - Mobil (privat)
    - Mobil (Arbeit)
    - Privat
    - Geschäft
    - Fax
    - Andere
    - E-Mail Adresse
    - Webadresse
    - Bild
    - Rufton
    - Sprachbefehl
    - Titel
    - Firma
    - Straße (Firma)
    - Ort (Firma)
    - Bundesland (Firma)
    - PLZ (Firma)
    - Land (Firma)
    - Straße (Privat)
    - Ort (Privat)
    - Bundesland (Privat)
    - PLZ (Privat)
    - Land (Privat)
    - Info
    - Geburtstag


    Ob das Telefonbuch nach Vor- oder Nachnamen sortieren soll, ist übrigens jedem selbst überlassen, dies lässt sich nämlich problemlos über die Telefonbuch-Optionen einstellen.


    Bei der Suche der Kontakte gibt es auch eine praktische Funktion, die Rede ist von der "intelligenten Suchfunktion". Diese erlaubt im Standbymodus nach Eingabe der Anfangsstellen eines Namens oder einer Rufnummer die "Anzeige der in Frage kommenden Kontakte".


    Neben den gerade genannten Funktionen gibt es eine weitere, sinnvolle Funktion. Im Telefonbuch gibt es die Möglichkeit alle Kontakte in einem Rutsch auf einem Memory Stick Micro M2 zu sichern und ggf. wiederherzustellen.


    Apropos Memory Stick und Speicherung von eigenen Daten. Auch hier gibt es eine vorteilhafte Funktion. So kann man die Speicherkarte als Speicherort für Mitteilungen einstellen und somit scheint sind der Speicherung von Kurznachrichten kaum noch Grenzen gesetzt. Um hier nicht den Überblick zu verlieren hat man auch mitgedacht, hier kann man seine Mitteilungen nach Kategorien einteilen.


    Eigene Kategorien lassen sich nach eigenem Belieben auch hinzufügen und verändern. Eine weitere richtig gute Möglichkeit den Überblick über seinen Nachrichten zu behalten ist die Änderung der Anzeige nach "Kontakten". D.h. hier wird eine Liste von Ordnern angezeigt mit allen Absendern von denen man je eine SMS bekommen hat. Man kann nun im jeweiligen Kontakt-Ordner alle Nachrichten des jeweiligen Versenders lesen und muss sich nicht durch alle Nachrichten blättern.


    Der Kalender bietet eine Tages-, Wochen- und Monatsansicht. Bei der Tagesansicht gibt es eine Liste der jeweils anstehenden Einträge, bei der Wochenansicht eine Balkenansicht mit Start- und Endzeit der einzelnen Termine. Des Weiteren gibt es auch die Möglichkeit Termine beliebig zu wiederholen, egal ob: täglich, wöchentlich, monatlich, jährlich.


    Ein Termin kann folgende Felder beinhalten:


    Allgemein:


    - Thema
    - Anfangszeit
    - Dauer (0.5 Stunden, 1 Stunde, 1,5 Stunden, 2 Stunden, etc.)
    - Erinnerung
    - Anfangsdatum


    Details:


    - Ort
    - Beschreibung
    - Ganztags
    - Wiederholung


    Sollte man mal einen Eintrag suchen ist dies auch nicht weiter tragisch, so bietet der Kalender eine Suchfunktion mit der man nach ganzen Einträgen, oder Teilen des jeweiligen Eintrags suchen kann.


    Außerdem gibt es eine Sprachaufzeichnung für Voice Memos oder Gesprächsmitschnitte. Des Weiteren gibt es natürlich auch eine Sprachwahl um die Anrufer per Namensnennung automatisch anzuwählen, dies funktioniert allerdings nur in ruhiger Umgebung zuverlässig. Bei lauter Umgebung wird der Anrufername zumeist nicht korrekt erkannt.

  • Teil 3


    WLAN:


    Erstmals hat Sony Ericsson auch in einem "Nicht-Smartphone" eine WLAN Schnittstelle (802.11 b/g) integriert. Das C905 ist also das erste Gerät auf konventioneller A200-Softwareplattform das mit dieser Verbindungsart daherkommt. Um erst einmal einen Überblick über dieses Menü und die Funktionen zu bekommen hier die einzelnen Menüpunkte:


    - WLAN: verbinden / trennen
    - Autoconnect: an / aus
    - Favoriten: hinzufügen / löschen
    - Strom sparen
    - eigene MAC
    - manuelle Einrichtung
    - Verbindugsstatus
    - über Namen suchen


    Sobald man per WLAN verbunden ist wird sämtlicher Traffic über diesen Zugangspunkt geführt; wenn keine WLAN Verbindung steht wird logischerweise automatisch die Alternative GPRS / UMTS genutzt.


    Das Gerät lässt sich problemlos und schnell mit einem Netzwerk verbinden, dabei spielt es keine Rolle ob das Netzwerk per WEP oder WPA verschlüsselt und gesichert ist. Die Verbindung ist innerhalb von wenigen Sekunden hergestellt. Was den Stromverbrauch angeht so macht es sich natürlich recht schnell bemerkbar wenn man regelmäßig per WLAN Daten überträgt. Nach 3 bis 3,5 Std. Dauernutzung ist der Akku nahezu leer.


    Neuerdings setzt Sony Ericsson übrigens auf den DLNA Standard, damit lässt sich das C905 in das heimische Netzwerk einbinden, sofern entsprechend kompatible Hardware vorhanden ist. So ist das C905 dann z.B. mit dem heimischen PC ansprechbar oder der Sony Playstation 3. Videos und Bilder die auf dem Telefon gespeichert sind stehen dann per DLNA ganz ohne Kabel auch von außen zur Verfügung.


    Browser und Web-Feed Reader:


    Schön auch das für das mobile Surfen der integrierte Netfront HTML Browser (Version 3.4) wieder seinen Weg in das Gerät gefunden hat. Dieser bietet unter anderem einen Vollbild Modus und eine Zoomfunktion (zwischen 50% - 200% Zoomfaktor). So lassen sich auch große Seiten brauchbar auf dem Display darstellen und wer Traffic sparen will kann auch das Laden von Bildern deaktivieren. Gut ist auch die Möglichkeit nach Bedarf im Querformat zu surfen, dies ist gerade bei etwas aufwändigeren Websites sehr praktisch. Dank Lagesensor braucht man nur das Handy drehen und schon ist es gedreht.


    Des Weiteren gibt es ein Smart-Fit Feature, d.h. Websites werden in einer Spalte dargestellt und somit muss nicht mehr seitlich gescrollt werden. Der Seitenaufbau geht dank WLAN, HSDPA oder auch EDGE relativ schnell und flüssig vonstatten


    Wer das Smart-Fit Feature deaktiviert, bekommt eine neue Anzeigemöglichkeit zu bieten. Per Anzeigeoption "Schwenk + Zoom" hat man die Möglichkeit ähnlich wie bei der Opera Mini 4 per Curor-Auswahl über die ganze Website zu Scrollen und in den gewünschten Ausschnitt hineinzuzoomen. Hier zeigt sich der Vorteil des großen Displays, so kann man große Websites sehr gut überblicken und lesen.


    Für längere Surfsessions empfehle ich selbstverständlich einen Blick in die Preisliste des Netzbetreibers zu werfen, da es schon extreme Unterschiede in den Kosten für eine Datenverbindung über das Mobilfunknetz gibt.


    Abschließend sei zum Browser noch erwähnt das dieser übrigens eine Web Feed Suchfunktion bietet, d.h. man kann die aktuelle Seite nach Feeds durchsuchen und diese zur eigenen Liste hinzufügen. Auch wenn z.B. auf einer Webseite RSS Feeds zu finden sind, dann bekommt man dies automatisch über ein kleines RSS Symbol am rechten unteren Bildrand signalisiert.


    Sind die News dann einmal im Reader verzeichnet kann man diese wahlweise einzeln manuell abrufen oder alle in einem Zug aktualisieren. Neu hierbei ist die Anzeige der jeweiligen Schlagzeilen / Übersichten im Standby. Ist also ein Feed erfolgreich aktualisiert kann man dies im Standbyscreen durchblättern und bei Bedarf in den Browser wechseln um die komplette Nachricht zu lesen.


    Der Web Feed Reader heißt jetzt übrigens absichtlich nicht mehr RRS Reader, da nicht mehr nur RSS Feeds genutzt werden können sondern auch Podcasts. Ich habe zum testen mal ein Tagesschau.de Podcast hinzugefügt und dieses abgerufen. Der Abruf und das Abspielen der Audio Datei lief in meinem Test einwandfrei, so ist dies also auch eine weitere kleine Neuheit.


    Fazit:


    Das Sony Ericsson C905 ist ein wirklich nahezu vollwertig ausgestattetes und gut verarbeitetes Telefon. Es ist aber in erster Linie für all diejenigen interessant die auf eine gute Handykamera Wert legen. Mit der umfangreichen Kamerasoftware und dem 8.1 Megapixel Sensor inklusive Xenon-Blitzlicht & Autofocus hat man hier wirklich viel zu entdecken und bekommt meist wirklich brauchbare Fotos geliefert. In diesen belangen ist das C905 schon fast mehr Kamera als das es ein Telefon ist.


    Was die restlichen Handyfunktionen angeht so ist das C905 in vielen Belangen vergleichbar mit seinen Vorgängern, weiß aber stellenweise auch funktionsmäßig nachzulegen. Das Telefon bietet ein umfangreiches Telefonbuch, Bluetooth, HSDPA, erstmals WLAN und TV-Out und viele weitere Features. Die Software (R1BA042) macht soweit einen stabilen Eindruck, es gibt kaum Hänger bei der Handhabung des Telefone, auch Abstürze des Telefones sind bisher keine zu verzeichnen.


    Was das Preis-/ Leistungsverhältnis angeht so wird sich in den nächsten Wochen sicherlich noch etwas tun beim C905. Aktuell ist das C905 für knapp über 400€ (Stand 11/2008) zu bekommen, was sicherlich in Ordnung geht wenn man den Lieferumfang und die Ausstattung zugrundelegt. Wenn man Slider-Handys mag und eine gute Handykamera sucht, so ist das C905 sicherlich eine sehr gute Wahl.


    Links:


    - Sony Ericsson C905 - Produktseite
    - Sony Ericsson C905 - Software Downloads
    - Sony Ericsson C905 - Bedienungsanleitung (PDF)
    - Sony Ericsson C905 - Try the phone
    - Sony Ericsson C905 - Kameratutorial
    - Sony Ericsson C905 - Support Seite
    - Sony Ericsson C905 - Kompatibles Zubehör


    Quelle: sonyericsson.com

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