Die Portierungen werden primär zwischen den Diensteanbietern ausgehandelt; diese Kosten gehn extra. Danach beauftragen die ihre Netzbetreiber mit den Schaltungen. Das sollte an sich vollautomatisch gehn, aber wenn die beiden Vorankündigungen oder Quittierungen inkompatibel sind, muss wer eingreifen. Die Netzbetreiber verlangen dafür von den Diensteanbietern Gebühren. Die Bundesnetzagentur hat die 2019 auf 3.58 € netto gedeckelt. Ich seh nichts Aktuelleres, obwohl sie seit 2021 gesetzlich zur Überwachung verpflichtet ist, dass nicht mehr als die Grenzkosten berechnet werden, die nicht so hoch sein sollten (nachdem ich der Google-KI erklär, warum die Antwort wahrscheinlich falsch ist, behauptet sie, dass heute in der Regel auf Gegenseitigkeit garnichts mehr verlangt wird). Die eigentliche Masterdatenbank wird von einer GbR betrieben, hinter der wohl die Netzbetreiber stehn.
Bei Fällen wie Sipgate mit eigener Portierungskennung kann noch relevant sein, dass die einen Teil selber machen. Vorallem Sipgate routet das ja mindestens teilweise nicht direkt über die Mobilfunknetze, sondern im Internet, ohne dass ein Netzbetreiber was davon wissen muss.
Die hohen Anreize für Neukunden liegen halt daran, dass sie trotz fehlender längerer vertraglichen Bindung im Schnitt auf eine Amortisierung hoffen. Scheint sich schon noch zu rentieren. Leute wie wir können dabei zumindest noch als Multiplikatoren nützlich sein, wenn wir hier drüber schreiben oder sonstwie lukrativere Kundschaft anlocken. Immerhin ist beruhigend, dass offenbar keine Kartellbildung derartige Praktiken verhindert.