Fax über Mobilfunk - gibt es was Neues? Per UMTS oder LTE möglich? CSD-Abschaltung...

  • Da muss ich dann wirklich noch mal nachforschen. Gäbe es das, wäre es genau das, was ich suche. Über Google habe ich lediglich die Info gefunden, dass auch Dus.net ein T.38-Fax nur "blind" durchreicht. Aber wie ich schon angedeutet hatte: Infos aus dem Internet ist immer mit einer gewissen Skepsis zu begegnen.

    WIEDERERÖFFNUNG: Frankies SAFTLÄDEN!
    - Saftladen 2015 und folgende: Fa. SEAGATE (Speichermedien zur Datenvernichtung) - inzwischen 4 HDDs!

    - Saftladen des Jahres 2021 (reicht wahrscheinlich für die nächsten zehn Jahre): Die POSTBANK und ihre Anverwandten...

    "Wenn es heißt 'Alle müssen den Gürtel enger schnallen' fummelt jeder immer nur am Gürtel des Nachbarn herum" (N.Blüm)

  • Da muss ich dann wirklich noch mal nachforschen. Gäbe es das, wäre es genau das, was ich suche. Über Google habe ich lediglich die Info gefunden, dass auch Dus.net ein T.38-Fax nur "blind" durchreicht. Aber wie ich schon angedeutet hatte: Infos aus dem Internet ist immer mit einer gewissen Skepsis zu begegnen.


    Die Info ist vom Betreiber selbst: https://www.dus.net/de/t-38-fax-over-ip


    Und entspricht auch dem, was ich erhalte: Nämlich keine Faxübertragung im Audio-Kanal bei korrekter Konfiguration unabhängig von der Gegenstelle.

  • Ich studiere gerade. ;)


    Die von mir gwünschte mobile Lösung würde sich bei einem FoIP-Anbieter möglicherweise dadurch realisieren, dass mein kompletter Internetverkehr ohnehin via LTE erfolgt. Mein noch bestehender lokaler Analoganschluss dient allein dem stationären Faxverkehr, wärend ich den mobilen bisher über die (inzwischen weggefallene) GSM/CSD-Lösung abgewickelt hatte.


    Wenn ich das richtig sehe, kann man einen dus.net-Anschluss zunächst auch (weitgehend) grundgebührenfrei einrichten - abgesehen von einem akzeptablen Entgelt für eine vorübergehende Festnetznummer. Bevor ich endgültig umziehe, müsste ich schon sicher sein, dass die Verbindung verlässlich ist und nicht per se zwischen 23.00 und 24.00 Uhr zusammenbricht (alles schon erlebt).


    Zeigt sich in diesem Konstrukt wirklich die "eierlegende Wollmilchsau", die geeignet ist, die weggefallene Möglichkeit von Faxverbindungen via GSM/CSD zu ersetzen? Mal sehen... zunächst hatte ich ja gehofft, für Faxsendungen einen (alternativen) originären Mobilfunkdienst nutzen zu können.

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  • Zeigt sich in diesem Konstrukt wirklich die "eierlegende Wollmilchsau", die geeignet ist, die weggefallene Möglichkeit von Faxverbindungen via GSM/CSD zu ersetzen? Mal sehen... zunächst hatte ich ja gehofft, für Faxsendungen einen (alternativen) originären Mobilfunkdienst nutzen zu können.


    Ob das funktionieren kann, hängt von der Qualität deiner LTE-Anbindung ab - und die ist naturgemäß Schwankungen unterworfen. Achte darauf, daß bei deiner Mobilfunklösung natives IPv6 verfügbar ist, um die Dienstgüte-Probleme mit CGNAT zu umgehen und du den richtigen Registrar (proxy3.dus.net) einstellst.

  • Hallo zusammen,


    Der Kampf um das Fax jenseits eines analogen Telefonanschlusses ist in der nächsten Runde:


    Am 31.12.2020 hat mit VF auch der letzte Anbieter, der einen Fax-/Datenversand via GSM/CSD unterstützte, diesen Dienst komplett eingestellt. In allen denkbaren Kostellationen werden beim Faxversand mit analogen (physischen) Faxgeräten über Mobilfunk nur noch reine Audiosignale übertragen. Das geht bei mir mächtig in die Hose. Kein eiziges Fax konnte ich mehr versenden. [...]


    Kennt hier jemand einen Weg, der den bisherigen Versand via GSM/CSD zuverlässig ersetzen kann? Wobei Internet-Faxdienste keine Alternative sind. Erforderlich ist ein direkter Versand zwischen zwei physischen Faxgeräten.


    Dieses Thema wird in der Öffentlichkeit leider kaum thematisiert.


    Bei dem hier im Thread genannten Vodafone-Link ist zwar von CSD die Rede, aber nicht von Fax an sich. Das waren ja - wenn ich mich recht erinnere - technisch gesehen auch zwei etwas unterschiedliche Dinge (nicht nur von den Nutzdaten her, sondern auch von der technischen Realisierung)?


    Die Telekom hat auch eine Infoseite zu diesem Thema, spricht dort aber explizit von Fax und CSD. Demnach soll die Abschaltung dort offenbar zu unterschiedlichen Zeitpunkten erfolgen, je nach Vertrag / Tarif des Nutzers. Bei hier vorliegenden Xtra-Prepaid-Karten tauchen im Kundencenter noch die gebuchten Optionen "T-Mobile FaxService" und "DatenService 9600 bit/s" auf, ob diese Dienste hier noch funktionieren würden, weiß ich aber nicht.


    Nach der Abschaltung von UMTS bleibt leitungsvermittelt ja nur noch die GSM-Telefonie übrig. Ohne eine netzseitige Unterstützung von Faxverbindungen dürfte da aber kein Faxversand möglich sein, schon weil vermutlich irgendein Netzelement versuchen wird, das vermeintlich komprimierte GSM-Telefonsignal in den normalen G.711-Codec "umzurechnen" o.ä. Wenn es hier Berichte gibt, daß die Faxübertragung mit Vodafone teilweise funktioniert und teilweise nicht, dann könnte das evtl. auch auf eine regional unterschiedliche Konfiguration des Netzes oder auf Unterschiede bei der eingesetzten Technik selbst zurückzuführen sein (daß also Fax / CSD dort noch nicht überall abgeschaltet wurde).


    Letztendlich bleibt vermutlich nur der Weg, eine breitbandige Internet-Verbindung über 4G bzw. 5G zu nutzen und darüber einen unabhängigen VoIP-Anbieter zu nutzen. Die Frage ist natürlich, wie "gut" hinsichtlich Jitter, Latenz und Paketverlustrate eine solche Verbindung dann ist. Aber eine Fritzbox kann einem in ihren Statistiken da ja durchaus Anhaltspunkte geben. Oder man analysiert eine paar Paketmitschnitte mit Wireshark.


    Die Verwendung von T.38 kann Fax-Probleme evtl. etwas entschärfen, kann aber im Gegenzug auch andere Probleme verursachen (Kompatibilität, Verhalten bei Re-Invites, etc.).


    Die Telekom unterstützt seit einiger Zeit T.38, leitet es aber nur (halbwegs) transparent durch und fungiert also nicht als Gateway zwischen T.30 und T.38. Eine End-zu-End-Übertragung von T.38 ist aber möglich.


    An einem Telekom IP-Anschluß habe ich schon diverse Faxverbindungen (ohne T.38!) erfolgreich hinbekommen, sogar V.90/V.92-Modemeinwahlen haben teilweise schon funktioniert (allerdings nicht immer und auch nicht zu allen Zielen). Es ist halt nicht hundertprozentig vergleichbar mit klassischem ISDN.


    Fax an einem MSAN-POTS-Anschluß müßte auch funktionieren, evtl. sogar etwas besser als einem IP-Anschluß, da bei MSAN-POTS die Übertragung im Netz zwar auch IP-basiert ist, aber der potentielle "Flaschenhals" DSL-Anschluß wegfällt und sich auf der TAL nicht VoIP und sonstiger Datenverkehr die Leitung teilen müssen.


    cu talk2chris

  • Die Telekom hat auch eine Infoseite zu diesem Thema, spricht dort aber explizit von Fax und CSD.


    Das ist alles Circuit Switched Data. In jedem Fall wird über den Telefondienst des Mobilfunk eine digitale Datenverbindung aufgebaut und von einem Netzelement am Übergang ins Festnetz dann nach V.110, V.32bis oder T.30 gewandelt, je nach angefordertem Dienst. Diese Netzelemente werden jetzt zusammen mit CSD-Dienst insgesamt außer Betrieb genommen.

  • Nix neues nicht?


    Ich denke, die Zeiten von Faxen via Mobilfunk (per Modem) sind nun endgültig vorbei. Wenn ich den Thread richtig resümiere, ist eine solche Datenübertragung in 4G/5G erst gar nicht implementiert. Eine Übertragung via T.30 über eine mobile Sprachverbindung dürfte schon vom Grundsatz her zum Scheitern verurteilt sein. Schön war die (nun wohl endgültig beendete) Zeit...



    Edit:

    Oder könnten sich über (unkomprimierte/HD-) VoLTE-Sprachverbindungen neue Möglichkeiten ergeben? Faxübertragungen sind (in angemessener Geschwindigkeit) eigentlich eine relativ sichere Angelegenheit, zumal die Fehlerkorrektur ECM kleinere Unregelmäßigkeiten ausbügeln kann.

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  • Oder könnten sich über (unkomprimierte/HD-) VoLTE-Sprachverbindungen neue Möglichkeiten ergeben?


    Es gibt keine unkomprimierten VoLTE-Sprachverbindungen. "HD-Telefonie" im Mobilfunk wird mit AMR-WB (G722.2) komprimiert und überträgt zusätzliches Spektrum bis 7 kHz. Davon profitiert T.30 nicht und Wandler auf POTS verstehen eh nur G711 mit 3 kHz.

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