Home Office - Arbeitswelten, Büroimmobilien und Coworking Spaces in Zeiten des Rightsizing

  • Home Office. Für einige war Home Office schon alltäglich oder zumindest für ein, zwei Tage in der Woche normal. Für andere ein tatsächliches 'Neuland'.


    Durch die Covid-19-Lockdown-Maßnahmen gab und gibt es in Deutschland in vielen Branchen einen deutlichen Home Office Schub.

    Selbst viele Zweifler stellten in den meisten Fällen fest, dass Home Office bemerkenswert gut funktioniert.


    Nach Covid-19 werden einige Home Office Lösungen wohl wieder auf den Vor-Covid-19-Stand zurückgeführt werden.

    Aber das Covid-19 Momentum wird die Art & Weise, wie wir arbeiten, nachhaltig verändern. Und Home Office zu einem starken Wachstum verholfen haben.


    Dazu kommt, dass viele Unternehmen bestrebt sind, im Kontext Covid-19 'Rightsizing' Maßnahmen durch- und umzusetzen.


    Was aber bedeutet dies für die verschiedenen Perspektiven?


    Welche Auswirkungen hat die Entwicklung auf den Büroimmobilienmarkt, wenn die Arbeitnehmer zwei bis drei Tage in der Woche gar nicht im Büro sind?

    Was bedeutet das für das Segment der Büroimmobilien, wenn Unternehmen dadurch weniger Bedarf an Einheiten haben?
    Welche Auswirkungen hat das auf die Innenstädte?


    Was bedeutet das für den Arbeitnehmer, der zunehmend von zu Hause aus arbeitet?

    Wie arbeiten Arbeitnehmer überhaupt von zu Hause?

    Bekommen Sie Endgeräte gestellt oder nutzen sie private Endgeräte für den Zugang zu Firmenanwendungen?

    Wird sich der Aspekt der steuerliche Absetzbarkeit für Aufwendungen im Home Office verändern (Arbeitszimmer, Arbeitsmittel, pauschale Kosten für Strom, etc.), gerade wenn eine gewisse Kostenverlagerung von Seiten der Unternehmen stattfindet?


    Oder profitieren sogenannte Coworking Spaces in zentralen oder dezentralen Strukturen (zum Beispiel in der Nähe der Wohnorte, des Speckgürtels einer Stadt)?

    Coworking Spaces können zum Home Office eine Alternative oder eine Ergänzung darstellen.


    Was ist ein Coworking Space? Es sind flexibel nutzbare Arbeitsplötze, Besprechungszimmer, die man teilweise auch nur für eine Stunde buchen kann.
    Hier mal ein Beispiel aus meiner Region: https://coworking-nuernberg.de Es soll auch keine Werbung darstellen. Ich kenne das Unternehmen bzw. den Dientsleister nicht nich, sondern habe es über eine Googlesuche zu Coworking Spaces zufällig gefunden. Hier hat man aber einen guten Einblick, um was es geht. Auch hier gibt es Information dazu: https://www.sharednc.com/de/ma…-ist-coworking-eigentlich


    Einerseits sollen sie ein flexibles Arbeiten ermöglichen, aber insbesondere auch das, was einen im Vergleich zum Arbeitsplatz durch Home Office abhanden kommt. Die soziale Komponente. Der halbinformelle Talk am Kaffeeautomaten, der Flurfunk, das Miteinander, das gemeinsam-in-die-Pause-gehen. Das kann auch inspirierend sein. Neue Ideen, eine andere Sichtweise zu Fragestellungen und Arbeitsweisen, Fragen im Sinne eines Querdenkers (wieso macht Ihr das so und nicht so?), die sich zur Reflexion eignen, bis hin zu geschäftlichen Kontakten und entstehenden Kooperation. Natürlich im Spannungsfeld des Berufs- bzw. Geschäftsgeheimnisses. Coworking Spaces bieten Ihren Nutzern sogar aktiv gewisse Social Leistungen an, sei es gemeinsam Abende, Veranstaltungen oder Unternehmungen.


    Sind Coworking Spaces auch für andere Branchen geeignet, als für jene, für die sie einst vordergründig gedacht waren?


    Damit wären wir wieder beim Marktsegment der Büroimmobilien, der sich verändern wird.

    Wie auch die Parkhäuser in den Innenstädten, in denen vielfach Pendler einen Dauerparkplatz gemietet haben.

    n-tv zu möglichen Folgen des Home Office vom 15.09.2020 - Hunderttausende Jobs in Gefahr - Homeoffice verursacht Milliardenschäden


    Erlebt Ihr bezogen auf die Ausstattung Eures Arbeitsplatzes bereits Rightsizing bzw. wurde es bereits avisiert?
    Wie sieht Eurer Home Office aus? Was gefällt Euch, was nicht?

    Wie läuft Euer Home Office mit den Kollegen ab? Wie stimmt Ihr Euch ab?

    Und wie verändert sich die Bürolandschaft aus Eurer Sicht?

    3 Mal editiert, zuletzt von derAL ()

  • Als Selbstständiger ist mir auf der Suche nach Lagerfläche bereits in den letzten 3 Jahren aufgefallen das immer versucht wird einem Bürofläche mit zu vermieten = ich habe den Eindruck das Bürofläche auch in der Vergangenheit im Überfluss vorhanden war (kam zumindest mir der ich nie danach suchte immer so vor)

    Dieser Eintrag wurde 624 mal editiert, zum letzten mal um 11:24 Uhr

  • Also für mich der schon vorher HomeOffice gemacht hat ändern sich um Umgang nicht wirklich viel, es ist nur mehr von daheim und macht sich definitiv im Strom bemerkbar das sollte mein AG ausgleichen wenn er meint er muss mich mit allem möglichen Ausstatten dann auch mit dem Strom, im Büro ist keiner das macht null Sinn dahin zu fahren und es macht den Eindruck als will man uns da nicht mehr haben um ein paar Pachtflächen kündigen zu können und die Klima und jetzt Heizung auslassen zu können.


    Meine Kollegen finden es toll - ich gehe auf dem Zahnfleisch, man lebt zuhause alleine, introvertiert und kommt gar nicht mehr raus. Nur noch Stress und das Arbeitszeug immer in Reichweite null Trennung mehr...

  • .. schon vorher HomeOffice .. es ist nur mehr von daheim und macht sich definitiv im Strom bemerkbar das sollte mein AG ausgleichen wenn er meint er muss mich mit allem möglichen Ausstatten dann auch mit dem Strom, im Büro ist keiner das macht null Sinn dahin zu fahren und es macht den Eindruck als will man uns da nicht mehr haben um ein paar Pachtflächen kündigen zu können und die Klima und jetzt Heizung auslassen zu können.


    Meine Kollegen finden es toll - ich gehe auf dem Zahnfleisch, man lebt zuhause alleine, introvertiert und kommt gar nicht mehr raus. Nur noch Stress und das Arbeitszeug immer in Reichweite null Trennung mehr...

    Danke für Deinen Beitrag.


    Home Office wird von vielen Unternehmen auch ganz unterschiedlich behandelt. Die einen bekommen Geräte gestellt, die anderen nicht. Und das Thema mit dem Strom, hier als Sammelbegriff der 'Home Office Betriebskosten' genutzt, sieht nur auf den ersten Blick nach Pillepalle aus; auf den zweiten dann schon nicht mehr. In vielen Büros stehen nur noch kleine und energieeffiziente Clients da. Im Home Office kommt häufig das private Gerät zum Einsatz. Und da sind die Geräte oftmals nicht so energieeffizient, weil es der hochgetunte Spiele-PC oder das leistungsstarke Mediengerät sind, die für das Home Office herhalten müssen. Und dazu kommen ggf. höhere Heizungskosten usw. hinzu.


    Die Kostenverlagerung, die bei vielen doch zu einem gewissen Grad entsteht - ja, wie wird damit in den Unternehmen umgegangen? Wird argumentiert, dass man sich ja schließlich als Ausgleich den Arbeitsweg sparen würde oder an Flexibilität gewinnt oder in ähnliche weitere Richtungen argumentiert? Wie ist das bei Euch? Beginnt hier bereits das Rightsizing?


    Was auch interessant ist: Die einen finden es toll, von zu Hause aus zu arbeiten, während die anderen gerne wieder mit ihren Kollegen vor Ort zusammen wären, weil es eben daheim ziemlich ruhig und einsam werden kann. Oder müssen wir das 'wie mache ich Home Office' oder einen neuen Weg des 'work-life balance' vor dem Hintergrund des steigenden Anteils an Home Office Zeiten erst erlernen? Viele Selbstständige und Freiberufler arbeiten ja auch oft alleine für sich. Und mit den Kollegen kann man ja den Flurtalk auch mal auf das Telefon oder auf die Videoschalte legen. Oder sollten Arbeitgeber perspektivisch darauf hinarbeiten, Mitarbeitern optional auch das Arbeiten in zentralen oder dezentralen Coworking Spaces Standorten zu ermöglichen?

    5 Mal editiert, zuletzt von derAL ()

  • Wir haben Notebooks auf der Arbeit von beginn an, schon wegen den Bereitschaftsdiensten, Außeneinsätzen oder aber schon bisherigen HomeOffice Tätigkeiten. Das sind aber mal 2-3 Stunden oder maximal mal ein Tag in der Woche da war es auch mein Vorteil, da nehme ich das mit dem Strom in kauf und ja der Akku war ja abends voll :D. Jetzt sind es 13 oder 14 / 15 tagen die ich zuhause arbeiten soll, mit zusätzlichen Bildschirmen, Dockingstation und ggf. Videosystem - das zieht gewaltig am Strom und ich bin nicht bereit das zu zahlen zudem steht das Zeug bei mir rum und vermießt mir die Freizeit wenn ich so ständig an die Arbeit erinnert werde.


    Was der Betriebsrat da verhandelt k. A. Aber das dauert schon ewig, Arbeitsweg wegfallen, das ist meine Sache ich werde ja erst bezahlt wenn ich das Gebäude betrete wenn die wollen das ich nicht mehr komme kann man das nicht werten, inkl. Dessen das ich ja Benzin spare - da ich recht nah wohne ist das kein Argument vielleicht für die die alles toll finden weil sie auch 80 km einfach pendeln... Flexibler bin ich wo? Du bist doch eh zuhause und kannst nicht weg wegen Corona - mach mal um 18 Uhr noch das - aber am nächsten Tag um 8 Uhr doch bitte früher einloggen da ist ne Telko - nein danke! Ich gehe daran kurzfristig kaputt.


    HomeOffice ist immer Individuell anders, wenn man ne stabile Beziehung hat ist es bestimmt toll oder mit kleinen Kunden usw. das sei jedem gegönnt - aber das ich jetzt der völlige Einzelkämpfer bin. Du rufst halt nicht Kollegen an um 30 Minuten über die neue Xbox, Fussball, ect. Zu reden, du machst Telko, Mail, Arbeitsauftrag wie im Accord das mach fertig.


    Von mir aus, auch Abteilungstrennung aufheben - dann sitze ich halt bei anderen Kollegen - aber bitte nicht mehr alleine. Und klar mit Abstand.

  • Ob sich der Wohnungsmarkt ändert? Wenn ich jetzt nur noch alle zwei Wochen einmal pendeln muss kann ich bequemer aufs Land ziehen wenn es dort Glasfaser gibt oder SVvdsl.

  • Man muss halt in ein Neubaugebiet mit erstbezug ziehen da kann es sehr gut sein. Das wäre etwas für mich.

  • Official Microsoft Blog vom 09.10.2020: Embracing a flexible workplace

    Ist die Tendenz in Eurer Firma bzw. an Eurem Arbeitsplatz ähnlich? Natürlich ohne den Namen zu nennen ...

    2 Mal editiert, zuletzt von derAL ()

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