Glasfaserausbau - Warten auf den St. Nimmerleinstag - Privater Anbieter oder besser Telekom?

  • Nebendran, ich würde sehr gerne 50 Euro für Gigabit-Glasfaser zahlen, Bietet hier auch eine lokale Firma an, sogar 10 GBit/s für 60 Euro – leider nur im Neubaugebiet am Stadtrand, die vorher halt gar nix hatten (naja langsames DSL), und das ist 2km weit weg. Da das zu >90% aus Einzel- und Reihenhäusern für Eigentümer besteht, ist das natürlich lukrativ und hat eine hohe Annahmequote.


    Das Viertel hier hat dagegen die Glasfaser Nordwest „gewonnen“, so dass ich demnächst™ zwischen mehreren gleich teuren Anbietern wählen könnte – falls mein Vermieter sich überhaupt dafür interessiert.

    Software-Entwickler und Wanzenjäger – Samsung A40 – früher hier mal Seniorprofi gewesen

  • nicht tragbar

    Na dann eben Funk. Kapiert ihr erst, wenn es zu spät ist.

    Für mich hört sich das allerdings an, als

    Die machen das seit über zehn Jahren, und erklären es überall vorher, aber trotzdem geht jedes mal neu die Welt unter, wenn die Straße nicht schnell genug wieder wie neu ist, dass man übersehen könnte, dass überhaupt was gemacht wurde. Funk. Ihr habt nichts besseres verdient.

    Das Viertel hier hat dagegen die Glasfaser Nordwest „gewonnen“, so dass ich demnächst™ zwischen mehreren gleich teuren Anbietern wählen könnte – falls mein Vermieter sich überhaupt dafür interessiert.

    Glasfaser Nordwest ist die Telekom zusammen mit der EWE. Manchen kann man es echt nicht recht machen. Und dein Vermieter hat dazu fast nichts mehr zu sagen. Wenn der Netzbauer anfragt, hat er zwei Monate, um zu entscheiden, ob er selbst sein Haus von jemand anderem verkabeln lässt, und wenn nicht macht es der Netzbauer und der Vermieter zahlt, was der Netzbauer berechnet. Dein Vermieter legt es auf dich um, und du stotterst es über neun Jahre ab. Er wird gefragt, du nicht. Der Wind hat sich gedreht, Leute. Ihr seid nicht König Kunde, um den sich die Anbieter reißen.

    Einmal editiert, zuletzt von Berndson ()

  • Die bauen jetzt seit über einem Jahrzehnt, aber über den Quatsch werden noch hunderte Zeitungsartikel und zigtausende Internetkommentare geschrieben werden. Für den deutschen Veränderungshasser müsste natürlich für jedes Loch einzeln ein Eimer Asphalt angerührt werden.

    Nein braucht nicht, es reicht, einfach die Löchern offen zu lassen, Absperrbaken drum und wenn der Strassenzug ( oder mehrere ) fertig sind, kommt der Strassenbauen alle 2 Wochen und macht die Löchern direkt ordentlich zu - aber der Zustand geht schon seit Monaten so, ganze Strassenzüge sehen so aus und teilweise sind die "Provisorien" abgesackt.
    Ich hab schon zwei Mängelmeldungen deswegen an die Stadt geschickt, teilweise sehen die Bürgersteige nicht besser aus. Ich hoffe die Stadt holt sich das Geld beim Verursacher wieder.


    Für mich hört sich das allerdings an, als wären die Tiefbauarbeiten abgeschlossen, es liegen aber Pflastersteine, und das ist nunmal teurer und nerviger als wenn man es gleich richtig gemacht hätte.

    So sieht es aus, Glasfaser - oder besser die Leerrorhe mit Hauseinführungen liegen, Löcher mit Sand und Plastersteinen zugemacht, und vom der Firma keiner mehr zu sehen - nach mir die Sinnflut.


    Heute schöne Post bekommen, dass Deutsche Glasfaser das Projekt bei uns nun beerdigt hat, weil ein anderer Anbieter ausbauen will. Da bin ich echt nun gespannt, ob der rosa Riese wie vereinbart ausbaut.

    Hier im Kreis Nähe der Grenze genau das selbe, DG hat den Ausbau trotz guter Nachfragebündelung für den Stadtteil bis mind. Ende 2027 gestoppt und für die Zeit danach gibt es derzeit keine Planung - soweit es derzeit aussieht, baut da aber auch kein anderer aus.
    Stand auch kürzlich noch in der Zeitung, das die DG derzeitige Ausbauprojekte beenden will aber alle noch nicht gestarteten Ausbauen erst mal auf Eis gelegt werden.


    Die GlasfaserPlus baut bei uns im Innenstadtbereich ohne Nachfragebündelung aus, wer einen Anschluss will, muss den vorher beantragen und bekommt den dann kostenlos ins Haus, später kosten der 1000€.
    Die haben sich auch bereit erklärt, rund 20% der Wohnungen in Mehrfamilienhäuser mit anzuschliessen, welche die DG aus ihrem Ausbauprogramm gestrichen hat, genau die Strassenzüge, welche an den GlasfaserPlus-Ausbaubereich direkt angrenzen.

  • Ich vermute, dass wir den Tag erleben, wo die DG (Deutsche Glasfaser) mitteilt, dass sie ihre Aktivitäten komplett einstellt. Lachender Gewinner werden Big T und vielleicht noch einige wenige private seriöse Anbieter sein. Davon gibts leider nur sehr sehr wenige und die haben Aufträge bis zum Abwinken.

  • Warum sollte die DG Ihre Aktivitäten einstellen?

    Die DG ist eine Wertanlage, man muss investieren und hofft auf Wertsteigerung, aber warum sollte man seine Wertanlage einfach wegwerfen?

    Im schlimmsten Fall würden die Investoren DG einfach verkaufen und DG wird von einer anderen Marke übernommen.


    Aber in den nächsten Jahren sehe ich nichts davon, es wurde noch mal ordentlich investiert.

    Man wird jeden geplanten Ausbau noch mal durchrechnen und dabei werden wohl sicherlich einige Projekte abgebrochen, aber man wird weiter ausbauen und der Netzbetrieb wird weiter laufen.

  • Glasfaser Nordwest ist die Telekom zusammen mit der EWE. Manchen kann man es echt nicht recht machen.

    Das weiß ich, das ist Open Access. Außerdem flattern hier seit bald drei Jahren die Werbeblätter rein von Telekom, swb und 1&1. Aber fertig soll das „voraussichtlich“ erst bis Oktober 2027 sein …

    Was meinst du in dem Zusammenhang mit rechtmachen?


    Und dein Vermieter hat dazu fast nichts mehr zu sagen.

    Schade, dass das im Kabelbereich genau andersrum ist. Mein Vermieter verpachtet (also nicht wirklich, aber ich weiß nicht, wie das Konstrukt heißt) den Kabelanschluss seiner Gebäude an eine kleine Klitsche, die dann die letzte Netzebene übernehmen. So kann ich keinen Vertrag zu günstigen Vodafone-Preisen als Direktkunde machen. Das betrifft ausschließlich diese drei Gebäude in der Straße, die dafür eben gesperrt sind. Hier hat der Wald&Wiesen-Anbieter nun ein von meinem Vermieter garantiertes Monopol – oder ich nehme halt DSL.


    Bei Vodafone hätte ich schon lange Gigabit über Kabelanschluss für 40 oder 45 Euro abgeschlossen und genutzt. Der andere Anbieter hatte jahrelang nur 300 MBit/s und wollte mit Routermiete und Telefonflat über 65€ dafür sehen.

    Wenn der Netzbauer anfragt, hat er zwei Monate, um zu entscheiden, ob er selbst sein Haus von jemand anderem verkabeln lässt, und wenn nicht macht es der Netzbauer und der Vermieter zahlt, was der Netzbauer berechnet. Dein Vermieter legt es auf dich um, und du stotterst es über neun Jahre ab. Er wird gefragt, du nicht.

    Das ist neu, oder?

    Jedenfalls, selbst wenn das hier mit Verlegearbeiten 5000 Euro kosten sollte, wären das bei 8 Mietparteien ungefähr 6€ im Monat. Das ist der Betrag, der seit 2024 eh wegfiel (Kabelfernsehen-Nebenkosten). Meinetwegen.

    Software-Entwickler und Wanzenjäger – Samsung A40 – früher hier mal Seniorprofi gewesen

  • Die DG ist eine Wertanlage, man muss investieren und hofft auf Wertsteigerung, aber warum sollte man seine Wertanlage einfach wegwerfen?

    Im schlimmsten Fall würden die Investoren DG einfach verkaufen und DG wird von einer anderen Marke übernommen.

    Mangelnde Nachfrage bringt nicht mal die Investionskosten rein.


    Hab ja schon geschrieben, die DG hat bei uns den Ausbau aller Mehrfamilienhäuser gestrichen, weil denen die Kosten über Kopf wachen.

    Wenn die gross anpreisen, das komplette Haus per Glasfaser zu erschliessen und von 50 WE nur 2 einen Anschluss nehmen, dann haben 48 Wohnung für umsonst erschlossen und bleiben auf den Kosten sitzen.

    Da helfen dann die 2 Anschlüsse über die nächstem 10 Jahre auch nicht.


    Und Investoren sind nicht dumm, die lesen auch die Wirtschaftpresse und Geschäftsberichte

  • 48 Wohnung für umsonst erschlossen und bleiben auf den Kosten sitzen

    Die neue Version des TKG, die bereits auf dem Weg ist, wird dafür sorgen, dass der Netzbetreiber (nur der erste!) für diese Erschließung bezahlt wird, ob die Anschlüsse genutzt werden oder nicht.

  • Die neue Version des TKG, die bereits auf dem Weg ist, wird dafür sorgen, dass der Netzbetreiber (nur der erste!) für diese Erschließung bezahlt wird, ob die Anschlüsse genutzt werden oder nicht.

    Wird ja bereits lange so gemacht.


    Ist der Grund warum die DG sicherlich auch den Stecker gezogen hat - Begründung lt. Presse "aufgrund der wirtschaftlichen Lage des Unternehmens".


    Bei uns sind es 28 Wohnungen, lt. Schätzung auf guter Quelle Kosten von 300 bis 500€ pro Wohnung für die Inhouseverkabelung, Rechnen wir grosszügig, das soll ja im Treppenhaus naher ordentlich und nicht dahin gerotzt aussehen rund 14.000€
    Würde heissen, es müssten ca. 8 Leute aus dem Haus einen GF-Anschluss mit höhstem Tarif für 24 Monate nehmen - ich weiss bei uns auf der Seite nur von einem ( ich ) und einer der noch überlegt, die anderen "kein Interesse", nutztn Kabel oder DSL und sind happy.
    Und ob ich die max. Bandbreite nach dem Testzeitraum weiterhin nutzt oder deutlich reduzieren, weiss ich heute noch nicht.

    Da sind noch keine laufende Betriebskosten einkalkuliert und erst recht nicht die Kosten für die Hauszuführung, Verteiler im Keller, Tiefbau, usw.


    FTTH ist absolut kein gewinnbringdes Geschäfts derzeit, obwohl wir hier schon hohe Tarife haben.

    Bekannter in der Schweiz zahlt umgerechnet kanpp 100€/Monat für 10GB/s synchron als Privatkunde und der wohnt ausserhalb der Stadt, bei uns zahlst 70€ für 1/0,5GB/s, und 2/1GB/s bekommst nur in einigen Regionen für knapp 140€/Monat

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