Glasfaserausbau - Warten auf den St. Nimmerleinstag - Privater Anbieter oder besser Telekom?

  • In der Schweiz wurden die passiven Netze oft von Stadtwerke durch bestehende Schachtanlagen gebaut. Das ist nicht vergleichbar mit einem kompletten Neubau durch private Unternehmen in Deutschland.

  • Bekannter in der Schweiz zahlt umgerechnet kanpp 100€/Monat für 10GB/s synchron als Privatkunde und der wohnt ausserhalb der Stadt, bei uns zahlst 70€ für 1/0,5GB/s, und 2/1GB/s bekommst nur in einigen Regionen für knapp 140€/Monat

    Bekannter in der Schweiz zahlt 70€ im Monat für 25(!) GBit/s down/up.


    Freunde die in Bremen 2km von mir weg wohnen, könnten 10 GBit/s für 60€ bekommen. (1 GBit für 50€) Frisch verlegt von einem lokalen Bremer Glasfaseranbieter.

    Software-Entwickler und Wanzenjäger – Samsung A40 – früher hier mal Seniorprofi gewesen

  • Viel mehr als 50€ werde ich in Zukunft bei Vodafone für den 1 GBits Anschluss auch nicht zahlen. Ich bin eher mal gespannt wie die Preise bei Bahnhof sein werden.

  • 300 bis 500€ pro Wohnung

    Passt. Das kann der erste Netzbetreiber, der die Inhausverkabelung macht, dem Eigentümer nach der Änderung des TKG in Rechnung stellen. Dafür müssen genau gar keine Kunden irgendwas nutzen. Der Eigentümer kann es den Mietern über 9 Jahre verteilt in die Nebenkosten setzen, ob die das nutzen oder nicht. Aber du kannst natürlich "schau mal da drüben, was ist das?" mit der Schweiz spielen.

  • Je länger wir herumtrödeln, desto teurer wird es. Das sollte allen klar sein. Meine Forderung nach flächendeckendem Aus- und Umbau (und danach auch Umschaltung) habe ich ja schon mehrfach geäussert, findet aber wenig Begeisterung.


    Auf dem Land ist die Chance Glasfaser in die Wohnung (FTTH) zu bekommen derzeit höher als in der Stadt.


    In der Stadt hat man es mit Hauseigentümern zu tun, denen alles zu lästig, zu teuer oder zu umständlich ist oder die in irgendwelchen Murmelverträgen mit unbekannten Netzebene-4 Anbietern stecken. Diese Kosten haben die Mieter bisher nie "gesehen", aber sie sind da.


    Wird nun das Haus nun komplett auf Glas umgerüstet, ist der NE-4 Anbieter komplett weg oder er müsste sofort selbst ausbauen. Vielleicht sind das kleine Radio-Fernseh-Elektro-Läden, die das mal irgendwann installiert haben und heute gar nicht mehr existieren oder kein Personal dafür mehr haben oder oder oder...


    Eine Lösung, die der Branche gar nicht schmeckt ist die möglichst reibungslose (geregelte) Zusammenarbeit *aller* Anbieter (inklusive Telekom). Sie wird kommen, aber das wird noch Schmerzen bereiten.

  • Auf dem Land ist die Chance Glasfaser in die Wohnung (FTTH) zu bekommen derzeit höher als in der Stadt.

    Stimmt, bei uns ist das komplette Gewerbegebiet ausserhalb der schon seit Jahren ans Glasfasernetz angebunden, im ganzen Umland sind sämtlichen landwirtschaftlichen Betrieben ans Glasfasernetz angeschlossen, so die den wollten.


    Wird nun das Haus nun komplett auf Glas umgerüstet, ist der NE-4 Anbieter komplett weg oder er müsste sofort selbst ausbauen.

    In Privathäsusern ändert sich ja nichts, der Anschluss kommt in den Keller und von dort muss du dich selber drum kümmern.


    Bei Mehrfamilienhäuser wird der Glasfaseranschluss bis in die Wohnung gelegt - lt. Telekom bis 3m ( ins Ausnahmen bis 6m ) hinter die Wohnungstüre, wo eine Steckdose ist. Dort steckt der Normal-Kunde dann eben seine Fritzbox an, wenn er die wo anders haben will, muss er sich selber drum kümmern, ändert sich also auch hier nichts.
    Das ein Inhouse-Koaxkabelnetz - wie bei uns - Sache des Netzbetreibers ist - ist eher die Ausnahmen, bei den meisten MF-Häuser wird das von der Hausverwaltung selber aufgebaut und betreut.

  • Gilt aber nur in reinen Mietshäusern mit einem einzigen Eigentümer. Im Fall eines Mehrfamilienhauses mit einer WEG sieht es häufig ganz anders aus, falls sie nicht so neu (saniert) sind, dass sie über eine strukturierte Verkabelung verfügen.

  • Gilt aber nur in reinen Mietshäusern mit einem einzigen Eigentümer. Im Fall eines Mehrfamilienhauses mit einer WEG sieht es häufig ganz anders aus, falls sie nicht so neu (saniert) sind, dass sie über eine strukturierte Verkabelung verfügen.

    Bei uns gibt es 28 verschiedene Eigentümer, der Ausbau wurde auf der Eigentümerversammlung im zweiten Anlauf beschlossen - wir haben zwar eine Hausverwaltung, die das ganze koordinieren wird und auch der Ansprechpartner der Telekom ist, aber ohne Beschluss der Eigentümerversammlung hätten die keinen Meter Glasfaser verlegt, schon garnicht im Bereich des Allgemeineigentums.

  • auf der Eigentümerversammlung im zweiten Anlauf beschlossen

    Jeder einzelne hätte den Ausbau erzwingen können. Es braucht einen Beschluss, aber der darf nicht verweigert werden. In Zukunft hat die Eigentümergemeinschaft von der Anfrage des Netzbetreibers bis zur Entscheidung zwei Monate Zeit. Ohne Eigenausbau darf der Netzbetreiber dann loslegen und bekommt das von den Eigentümern bezahlt. Die Eigentümer haben dem Ausbau lange genug im Weg gestanden und werden jetzt vom Gesetzgeber zur Seite "gebeten". Nur das Schlupfloch, es selbst machen zu lassen, hat der Gesetzgeber ihnen noch gelassen, aber mit Fristsetzung.

  • Ohne Eigenausbau darf der Netzbetreiber dann loslegen und bekommt das von den Eigentümern bezahlt.

    Am Ende ist nur einer der Dumme - nämlich der Mieter, der das ganz zahlen muss, aber nicht haben will.

    Ich bin der einzige bei uns im Haus von 14 Wohnungen, der Glasfaser beantragt hat - nicht wiel ich GBit-Leitung haben will, die hab ich heute schon mit Kabel - sondern weil ich mi Vodafone unzufrieden bin und den ständigen Ausfällen in letzter Zeit.

    Mal sehen, wer jetzt schneller ist, die Telekom, das die das Haus anschliessen - was ja für einen Zeitraum der nächsten 18 Monat vorgesehen ist ( Baustart war schon 2 Monate verzögert, also eher 24 Monate ) oder wir, das wir bis dahin ne andere Wohnung haben.

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