Beiträge von broadcast

    Antennen im >2GHz Bereich sind relativ leicht. So eine einfache 2-Port Highband Antenne (z.B. Kathrein 80020711, Bereich 1710–2690) wiegt nur 1,5kg

    Die Netzbetreiber nutzen solche kleinen/leichten Antennen für Inhouse-Versorgungen, aber nicht im normalen Rollout, weil der Antennengewinn dieses Modells extrem klein ist.


    "Normale" Antennen sind meistens zwischen 15-~40 kg schwer und ~2m groß, und die braucht es auch für eine gescheite Funkversorgung.


    Das mit der Statik darf man nicht unterschätzen, nicht selten darf deswegen ein NB nicht mit auf einen Mast oder gar umbauen, bspw. auf eine neue Multiband-Antenne (die vergleichsw. sehr schwer siind) + neue RRH's .

    ...und wie wird dann GSM realisiert/signalisiert?

    Indem einzelne LTE900-Träger (Ressource Blocks) abgeschaltet werden. Im Endeffekt sind es ~6 MHz für LTE (um theoretisch mehr als 50 Mbit/s per Sektor zu erreichen), der Rest muss für GSM TRX'e reserviert sein, anders lässt sich sonst kein reibungsloser Betrieb zwischen GSM und LTE gewährleisten.

    Kann sein dass ich gerade zu doof bin um das zu erkennen, aber die beiden Fotos sind doch gleich und zeigen LTE Monitor in VF eingebucht, oder?

    Sorry, mein Fehler. Irgendwas ist beim Copy & Paste schiefgelaufen. Also hier nochmal:


    https://s12.directupload.net/images/210119/c8t92kts.jpg


    https://s12.directupload.net/images/210119/ogysedew.jpg


    MCC/MNC ist 262-01 (Telekom SIM), bucht sich aber wunderbar in die VF eNodeB ein. MOCN läuft nur auf 2 von 3 Sektoren, soweit ich das beobachten konnte. In den 1. Sektor konnte ich mich jeden Falls nie einbuchen.


    Die Station ist zwar seit Juli 2019 im Telekom Layer gemappt, allerdings sind in der Gegend viele falsche Aufzeichnungen in CM erschienen. Seit kurzem ist das jetzt kein falscher Map mehr. :)


    Im CM sind falsche Daten drin, ich lösche die Station einmal vollständig und lade das gleich nochmal neu hoch, hoffenltich dann mit richtigen Daten und richtigem EARFCN.


    EARFCN ist 6300 (DL von VF) , wie man auch im Samsung Monitor sieht. Bandbreite weiterhin bei 10 MHz. PCI ist auch identisch zur VF eNB.

    Also mein besagter Standort sendet schon seit Jahren so.

    Ich denke es ist schon Absicht um Interferenzen mit anderen Standorten zu vermeiden.

    Das ist einerseits sinnvoll da auch die Datenraten besser sind wenn sich Standorte nicht gegenseitig stören, aber in Gebäuden dann schlecht weil die Sendeleistung nicht ausreicht um stark genug rein zukommen.

    Die Konkurrenz ist da schmerzfreier bzw. muss mehr Leistung fahren weil die Standort-Dichte geringer ist.

    Mir persönlich ist es wichtiger auch in Gebäuden LTE zu haben und dafür draußen keine 100 Mbit/s ;)

    Nicht umsonst gibt es diese geniale Erfindung namens "RET", um genau dieses Problem anzugehen. Außerdem gibt es Referenzsignale und die PCI, die dieses Interferenzproblem minimieren, um eine Kommunikation trotz Fremdsignalen möglich zu machen (was bei GSM z.B. nicht geht). Bei UMTS ist es der PSC und der CPICH, die dieses Interferenzproblem minimieren.


    An Zellrändern kommt es sowieso immer zu Interferenzen, und das macht sich am niedrigen SINR bemerkbar. Es kann aber wirklich nicht sein, dass man in der Nähe einer Station eine x-km entfernte Site fast genausogut empfängt.


    Es ist meiner Meinung nach völliger Unsinn, die Sendeleistung aus Angst vor Interferenzen so stark runterzuschrauben, weil man sich ja nur neue Probleme reinholt (=klagende Kunden).


    Wenn der RSRP -115 dBm (500 Meter Entfernung) beträgt, und eine andere Site (x-km Entfernung) mit -117..-119 dBm reinstrahlt, dann bringt das genau gar nichts. SINR wäre in dem Fall komplett im Keller (-115/-117 dBm = 2 dB um genau zu sein). Das kann ja wohl kaum gewollt sein.


    Außerdem gibt es ein Noise-Level (termisches Rauschen), das ungefähr auch bei -120... dBm liegt. Ist immer da, kann man nicht umgehen. Dann hätte man bestenfalls einen SINR von 5 dB, was immer noch viel zu schlecht wäre. Würde man die Sendeleistung wieder hochschrauben, würde auch der SINR in einen guten Bereich zwischen 10-25 oder gar 30+dB gehen.


    4 Meter Sicherheitsabstand sind OK, daran liegt es nicht. Bei so einer niedrigen Sendeleistung müsste schon ein Abstand von 0,xy Metern drinstehen, denn mit so wenig Watt ist die 61V/m-Grenze (BImSchV) schnell erreicht.


    Ich tippe darauf, dass man vergessen hat das umzustellen. Oder es handelt sich um Aufbaufehler, das wären dann aber ganz schön viele. :)

    Oder Testbetrieb. Oder oder oder... Weiß nur die Telekom selbst. ^^

    Also irgendwas scheint bei solchen Standorten grob falsch zu laufen, entweder hat man vergessen die Sendeleistung anzupassen (weil nach einem Aufbau die Sendeleistung auf ein Minimum gedreht wird, um einen Testbetrieb zu ermöglichen und um die Anlage generell zu überprüfen) oder die Telekom stellt einen extrem hohen Downtilt ein.... Weiß leider nur die Telekom selbst.


    Bei 10-20dBm weniger Sendeleistung (kann man aus den RSRP-Unterschieden ungefähr abschätzen) würde es teilweise nicht mal mehr eine StoB benötigen.


    Oder das ist sogar so gewollt, aber ein Regelbetrieb kann das wohl nicht sein, wohl eher ein Testbetrieb.#


    Vielleiht kann @Telekom_hilft mal nachhaken, warum die Performance teilweise so schlecht ist in solchen Fällen.

    Warum so breite Antennen?



    Weil dieses Kathrein Modell über zwei separate Lowband-Antennenarrays verfügt, welche separat GSM900 und LTE800 aussenden (insgesamt 4 Ports, zwei pro Array). Bei den sonst üblichen Modellen wird in der Antenne LTE800 und GSM900 "intern" miteinander combined und über ein gemeinsames Antennenarray ausgesendet, obwohl die Antenne an sich auch über 4 Ports fürs Lowband verfügt.


    Einfacher gesagt: es sind quasi zwei Antennen, aber physikalisch ist es eigentlich nur eine.