Früher Bosch>Siemens>BenqSiemens und nun zuküntig Motorola
Motorola hat BenQ Mobile ein Entwicklungszentrum in Dänemark abgekauft. Damit verschlankt die ehemlige Siemens-Mobilfunksparte ihre Entwicklungsstrukturen. Rund 250 Mitarbeiter werden von Motorola übernommen.
Das Transaktionsvolumen umfasst neben den Baulichkeiten in Aalborg die zugehörige Entwicklungs- und Test-Ausstattung sowie ein Team von Produktentwicklungsingenieuren. Der Standort in Aalborg und das Team sollen als Produktentwicklungszentrum in Motorolas Mobilfunkgeschäft integriert werden. Der amerikanische Handy-Hersteller will damit Produkt- und Dienstleistungsfachwissen schaffen, das eigene und Partnertechnologien vereint. Details der Vereinbarung wurden nicht veröffentlicht. Der Abschluss der Transaktion ist für Anfang Juni geplant.
Im dänischen "Silicon Valley" gelegen, verfügt der Standort Aalborg über Messeinrichtungen wie Antennenkammern, Akustikmessräume, HF-Testräume, Umweltlabore und Messgeräte für die Mechanik-Entwicklung. Das Firmengebäude gehört derzeit einem dänischen Pensionsfonds, von dem Siemens Real Estate die Anlage least und diese wiederum an BenQ Mobile weiter verleast. Motorola wird voraussichtlich direkt von Siemens leasen.
Im Zuge der Vereinbarung wird Motorola etwa 250 Mitarbeiter, die meisten von ihnen Ingenieure, übernehmen.
"Die Vereinbarung bringt Motorola einen weiteren High-Tech-Standort mit ausgewiesener Erfolgsgeschichte in der Produktentwicklung und mit hoch qualifiziertem Personal, ein weiterer Beleg für Motorolas anhaltendes Interesse an und Engagement in Europa", erläuterte Ron Garriques, Vorstandsvorsitzender von Motorola Mobile Devices.
In der Anlage will Motorola laut Garriques innovative neue Geräte entwickeln. Dabei will das Unternehmen durch Kooperation mit externen Partnern erworbenes Know-how einfließen lassen. Die Geräte sollen sich durch Eigenschaften wie die Unterstützung von Social Networking, Internet-Sofortzugriff und gemeinsame Nutzung von Multimediainhalten auszeichnen. Kooperationspartner sind unter anderem Kodak, Google und Yahoo.