Sony Ericsson P1i Review


  • Das Sony Ericsson P1i ist eine Mischung aus dem M600 und dem P990i. Von beiden hat es einige Sachen wie die QWERTZ Tastatur, Touchscreen und einige Features geerbt. Doch was bietet das P1i noch? Was sind die stärken und was sind die Schwächen des P1i? Dieser Test klärt auf:


    Pro:
    3.2 Megapixel- Kamera mit Autofocus
    W-Lan (802.11b)
    UIQ Betriebssystem
    QWERTZ Tatstatur
    2.6’’ großer Touchscreen


    Contra:
    Teilweise schwere Bedienung
    Anfällig für Fettflecken und Fingerabdrücke


    Lieferumfang:



    Das Sony Ericsson P1i kommt in einer silbern Farbenden Verpackung daher. Bereits das edle Aussehen der Verpackung lässt erahnen, dass auch der Inhalt, das P1i, ein edles Smartphone ist. Sobald man die Verpackung aufmacht, sieht man das schwarz – silberne P1i. Außer dem zeitlosem P1i findet man noch folgendes Zubehör in der Verpackung:


    Tasche
    Ersatzstift
    Akku (BST-40)
    Headset (HPM-62)
    512MB Memory Stick
    Ladegerät (CST-70)
    Schreibtischständer (CDS-65)
    USB-Kabel (DCU-65)
    Benutzerdokumentation
    CD mit Sony Ericsson PC Suite


    Dieser Lieferumfang ist sehr großzügig von Sony Ericsson ausgefallen. Bei anderen Modellen oder bei anderen Herstellern findet man nur selten einen Schreibtischständer und eine Tasche. Die Kabel und das Headset wirken stabil, sind meiner Meinung nach aber etwas zu klobig. So sitzen die großen Kopfhörer nicht gut im Ohr und verderben einem beim Musikhören oder Telefonieren die Laune.


    Qualität:
    Das P1i ist hauptsächlich aus Plastik bzw. Kunststoff gefertigt, doch nichtsdestotrotz fühlt es sich sehr hochwertig an. Die stählerne Front wirkt im Zusammenspiel mit den Tasten und dem großen Display äußerst edel. Leider ist das Display, sowie der Rand und der kleine Abschnitt über der Tastatur, auf der ,,P1i’’ steht, sehr anfällig für Fettflecke und Fingerabdrücke. Auch die griffige Rückseite ist vor Abdrücken nicht gewappnet. Der Akkudeckel bietet hingegen keinen Spielraum und sitzt bombenfest. Jegliche Spaltmassen sind sehr klein gehalten und gut verbaut wurden.


    Tasten:



    20 von insgesamt 25 ( Scrollrad einbezogen) findet man unter dem großen 2.6’’ großen Touchscreen. Jede der 20 Tasten funktioniert wie eine Wippe, da diese in je zwei Richtungen bewegbar sind. Diese Wipptasten haben einen guten Druckpunkt und sind für mich mit meinen dünnen Finger gut zu bedienen und gut zu erreichen. Die meisten, ausgenommen ALT und ) der 20 Tasten haben mehrere Funktionen. Meist liegen 2 Buchstaben und 2 Zeichen auf einer Taste, die wie am Computer mit einer speziellen Taste aktiviert werden. Außerdem hat das P1i noch fünf weitere Tasten.



    Auf der linken Seite des Gerätes befindet sich die ,,Zurück’’ Taste sowie das Scrollrad. Mit diesen beiden Tasten, ,,Joy Dial`` genannt, kann man fast das ganze Gerät bedienen.



    Auf der Oberseite des Gerätes befindet sich die Ein- /Aus-Taste, welche ein bisschen zu tief liegt.



    Auf der rechten Seite des P1i befinden sich die freibelegbare Taste für Verknüpfungen sowie die Kamerataste. Allem in Allem sind alle Tasten gut erreichbar und verfügen über einen guten Druckpunk. Jedoch ist das P1i nicht nur über Tasten zu bedienen, sondern auch über den Touchscreen.
    Wer die QWERTZ Hardwaretastatur nicht gut bedienen kann, hat zur Testeingabe noch zwei andere Eingabemöglichkeiten. Neben der Texteingabe auf dem Display, welche eher nicht zu gut zu bedienen ist, kann man auch die Virtuelle-Tastatur benutzen. Diese Tastatur ist sehr gut und schnell zu bedienen und meiner Meinung nach besser als die Hardwaretastatur. Der Touchscreen im Allgemeinem ist mit dem Stift gut zu bedienen, da der Stift sehr dünn ist. Leider ist das ganzen Menü auf die Bedienung mit dem Stift, bzw. Joy Dial ausgerichtet. Deshalb kann man nur an einigen Stellen mit den Fingern agieren.


    Größe:



    Mit seinen 124 Gram landet das P1i im Mittelfeld der Smartphones. So ist es schwerer als Nokias N82, doch leichter als das N81 8GB. In Sachen Größe landet das P1i wieder im Mittelfeld. 106 x 55 x 17 mm, das sind die Maße der Schreibmaschine. Im Vergleich zum N95 ist es etwas breiter, doch dafür deutlich kleiner und auch dünner. So macht sich das P1i in der Tasche schon bemerkbar, stört aber kaum.


    Multimedia:
    Das P1i hält dem User 160 MB Speicherplatz bereit. Außerdem legt Sony Ericcson dem P1i eine 512MB Speicherkarte bei, welche für Videos, Fotos und Musik jedoch zu klein ist.
    256K Farben und 240 mal 320 Pixel stellt das 2.6’’ große Touchscreen dar. Die Helligkeit kann manuell eingestellt werden, womit man viel Akkulaufzeit einsparen kann. Das Display ist hell, sehr gut lesbar und auch im Gegenlicht bedienbar.
    Das P1i hat bereits zwei vorinstallierte Spiele - Vijay Singh Pro Golf 3D und Quadra Pro. Pro Golf ist, wie der Name bereits sagt, ein sehr gelungenes Golfspiel. Quadra Pop ist eine Mischung aus Tetris und Vier gewinnt.


    Kamera:



    Das Smartphone hat eine 3.2 Megapixel-Kamera und eine VGA Kamera (640x480) für Videotelefonate eingebaut. Des Weiteren verfügt die Hauptkamera über einen Autofocus und eine LED für Bilder im Dunklen. Um ein Foto zu schießen, muss man nur auf die Fototaste an der Seite drücken und schon öffnet sich die Kamerafunktion. Nun stehen dem User einige Einstellungen zur Verfügung. So kann man Objekte, die sich ca. 10-60cm vor der Linse befinden, auch im Makromodus einfangen um so mehr Details zu fotografieren. Man kann auch zwischen verschiedenen Weißabgleichmodies (Bewölkt, Kunstlich usw.) und Effekten ( Sepia, Schwarzweiß usw.) wählen.
    Nachdem man die Kameraeinstellungen nach seinen Belieben eingestellt hat, muss man nur den Auslöser (Fototaste) erneut drücken.
    Da das P1i kein K1i ist, ist der Fokus für das P1i nicht auf die Kamera gelegt. Doch nichtsdestotrotz sind die Fotos scharf, doch leider oft etwas zu dunkel. Objekte die maximal 2Meter entfernt sind, können von der hellen LED beleuchtet und somit leicht aufgehellt werden. Für weiter entfernte Objekte kann man den Nachtmodus wählen, der bei ein wenig Restlicht das Foto aufhellt. Hier einige Beispielfotos die ich mit dem P1i geschossen habe.


    Videos kann das P1i natürlich auch aufnehmen. Diese nimmt es mit 240 mal 320, sprich QVGA, auf. Die Videos sind zwar nicht so gut, dass man diese auf dem Fernseher angucken könnte, doch gut genug um sie auf dem Handy anzugucken oder zu YouTube hochzuladen. Auch der Videomodus bietet einige Einstellungen, so kann man die Auflösung ändern, den Weißabgleich, Mikrofon, Effekte, Qualität, Nachtmodus, Speicherort, Auslöseton und Selbstauslöser.

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  • Musik:
    Das Busisness-Phone bietet auch einen MP3 Player welcher MP3 und auch WMA abspielt. Die Qualität über die mitgelieferten Kopfhörer hat mich ehrlich gesagt nicht überzeugt, doch für ein bisschen Musik zwischen den Besprechungen taugt es allemal. Leider liefert Sony Ericsson keinen Adapter für normale Kopfhörer mit, sodass man den Sound nicht großartig verbessern kann. Wahlweise kann die Musik auch über den Lautsprecher, der sich auf der Rückseite des P1i befindet, abgespielt werden. Dieser tönt laut doch einwenig zu blechig. Außerdem ist der Lautsprecher auf der Rückseite nicht gerade gut angebracht, so hört sich der Sound des P1i noch schlimmer an, wenn man es mit der Rückseite auf den Tisch legt - außer man legt es mit dem Display nach unten, doch wie möchte man dann den Player steuern?
    Der Audio-Player ist über das Scroll-Rad oder über den Touchscreen bedienbar. So lässt sich die Musik über das Scrollrad stoppen, die Lautstärke wechseln, oder der Titel ändern.
    Über den Touchgscreen kann man weiterhin den Shuffelmodus aktivieren bzw. deaktivieren und auch vor- bzw. zurückspulen. Wer den Sound nicht mag, der kann an dem Equalizer herum spielen und aus 11 Modies den passenden Modus auswählen. Genau wie am PC kann man auch hier seine eigene Playlist zusammenstellen und jederzeit abspielen. Dies geht ziemlich einfach und macht bei vielen Lieder auch Sinn. Da das P1i auf UIQ läuft, ist es natürlich möglich, den Audio-Player auch im Hintergrund laufen zulassen, und nebenbei zu Surfen, SMS zu schreiben oder anderen Dinge zu machen. Wer jedoch keine Musik hat, kann auch das FM Radio benutzen, welches mit der Antenne, welches sich im Headset befindet, funktioniert.




    Connectivity:
    Das P1i bietet neben W-Lan auch IrDA, Bluetooth, GPRS, UMTS, und Sony Ericssons Port, womit es an den PC verbunden werden kann.
    Im Test lief der Verbindungsaufbau via Bluetooth mit dem PC, N95 und N82 reibungslos ab. Neben SMS und MMS kann das P1i auch E-mails empfangen und senden. Nachdem man sich seine E-mailkonten eingerichtet hat, kann das E-mailen beginnen. E-mails werden fast wie vom Computer gewohnt mit Bilder und Grafiken dargestellt.



    Wenn man eine QWERTZ Tastatur, W-Lan und ein großes 2.6´´ Display zur Verfügung hat, bietet sich das Surfen im Word Wide Web förmlich an. Der Web Browser des P1i kann WAP und HTLM Seiten öffnen. Der Verbindungsaufbau mit W-Lan klappt problemlos und schnell.
    Um die Seiten besser lesen zu können, kann man in die Seiten rein- bzw. rauszoomen. Ferner kann die Seite an den Bildschirm anpassen oder wie auf dem heimischen Computer darstellen lassen. Dies ist aber nicht so hilfreich, da man so sehr viel zoomen und scrollen muss.
    Mein Tipp fürs surfen ist Opera Mini - das surfen macht so mehr spaß und ist auch viel einfacher.


    Mit Opera Mini:



    Ohne Opera Mini:



    Opera Mini gibt es hier zum gratis Download.


    Bedienung:



    Das Menü ist mit neun Hauptordnern rech übersichtlich. Als ein Neueinsteiger braucht man einige Stunden, um das Menu genau zu kennen doch dank den guten Icons und der Erklärung findet man sich bereits am Anfang gut zurecht. Im Standby-Schirm kann man 12 Icons belegen, die schnell abrufbar sind. Leider kann man das Menü nicht nach seinen Wünschen anpassen, doch man kann entscheiden, ob das Menü als Liste oder als Tabelle dargestellt wird.


    Organzier und Business Anwendungen:



    Das Smartphone ist ein klares Business-Phone, so ist es klar, dass es dem User besondere Business Anwendungen anbieten muss. So hat das P1i einen extra Office Ordner mit folgendem Inhalt:
    Quickoffice
    Pdf
    Notizen
    Aufgabe
    Kartenscanner


    Mit Quickoffice kann man Word, Exel und Powerpoint Dateien öffnen und sogar Word und Exel Anlagen bearbeiten und neu erstellen. Nicht im Office Ordner drinnen, aber trotzdem im P1i, ein Kalender welche Zahlreiche Funktionen bietet. Man kann beispielsweise zwischen Monats-,Wochen- und Tagesansicht wählen. Ferner kann man Termine, Erinnerungen, Ganztagesereignisse und Jahrestage im Kalender eintragen.


    Fazit:
    Sony Ericsson bringt mit dem P1i eine starkes Smartphone mit Multimedia Ambitionen auf den Markt. Dank UIQ 3 Betriebssystem lassen sich viele Programme im nachhinein installieren, wodurch das man das P1i nach seinen Bedürfnissen einrichten kann. Jedoch ist die Bedienung an einigen Stellen nicht so einfach und somit nicht für jeden User ansprechend. Ferner hat der eingebaute Internet-Browser einige Schwächen die das Internet – Erlebnis trüben. Wer jedoch Opera Mini installiert, kann nichts falsch machen.



    Original Review in Deutsch


    Original Review in Englisch


    - Review by Norman John/Symbianworld.de -

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