Debitel verkauft erstes deutsches Microsoft-Handy

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    Der Mobilfunkdienstleister Debitel wird das erste Handy in Deutschland mit einer Version der Betriebssoftware für Personal Computer, Windows, anbieten. Ab Oktober soll das MPX200 genannte Modell über die Swisscom-Tochter vertrieben werden.



    Das Handy wird vom US-Hersteller Motorola gebaut. "Für uns stehen zunächst der Geschäftskundenmarkt, aber auch Privatkunden als Zielgruppe im Mittelpunkt", sagte Thomas Aufermann, der das deutsche Mobilfunkgeschäft des US-Softwarekonzerns Microsoft leitet. Ein erster Einstiegsversuch in Deutschland war Microsoft misslungen. Der potenzielle Partner T-Mobile wollte nicht das vor einem knappen Jahr gestartete SPV-Handy in den Vertrieb aufnehmen, das im Ausland über den französischen Mobilfunkanbieter Orange erhältlich ist.


    Weder Microsoft noch Debitel waren bereit, die Anzahl der für den Start in Deutschland bestellten Handys zu nennen oder zu Verkaufserwartungen auf dem deutschen Markt Stellung zu beziehen. Während sich Microsoft im Bereich der elektronischen Organizer (PDA) schon einen kleinen Marktanteil erarbeiten konnte, verläuft der Verkauf des seit vergangenen Herbst gemeinsam mit dem französischen Mobilfunker Orange angebotenen Windows-Handys SPV nach Brancheninformationen sehr schleppend. Für dieses erste Windows-Handy hatte Microsoft einen Noname-Hersteller mit der Fertigung beauftragt. Dass nun der Markenhersteller Motorola das neue Handy baut, gilt als aussichtsreicher Schachzug der Amerikaner.




    Noch kein dominierender Standard



    Mit den Windows-Betriebssystemen für Tischcomputer und Laptops dominiert Microsoft den Weltmarkt. Nun versucht man auch in den Handymarkt einzudringen, auf dem sich bislang noch kein wirklich dominierender Standard bei Betriebssoftware herausgebildet hat.



    Die führenden Handyhersteller wie Nokia, Sony Ericsson, Siemens und Samsung haben sich zwar in der Softwareallianz Symbian zusammengeschlossen, die nach eigenen Angaben einen Marktanteil von 50 Prozent erreicht. Der zweitgrößte Handyhersteller, Motorola, hatte jedoch seinen Symbian-Anteil kürzlich verkauft und angekündigt, unter anderem mit Microsoft zusammenzuarbeiten.


    Quelle: ftd

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