Kamera:

Hier hat Nokia einen Carl-Zeiss Kamerasensor mit 12,0 Megapixeln, Autofocus und digitalem Zoom verbaut. Aktuell stellt diese Megapixelzahl Nokias Maximalauflösung im oberen Gerätesegment dar. Für die meisten Benutzer wird die Kamera sicherlich mehr als nur ausreichend sein, sie liefert je nach Umgebung sehr gute Bildresultate.
Die Kamera macht Bilder in einer maximalen Auflösung von 4000 x 3000 Pixel. Dies reicht locker für ordentliche Bilder, Schnappschüsse und Videos (maximal bis der Speicher im Telefon oder auf der Speicherkarte voll ist). Im Auslieferungszustand passen einige tausend Bilder in höchster Qualitätsstufe auf das Nokia N8, dies sollte für viele viele Fotos und Videos genügen.
Die Bilder werden übrigens sehr farbgetreu auf dem Display dargestellt, hierbei dient fast das komplette Display als Sucher. Die Ergebnisse von Umgebungsaufnahmen sind recht gut, so sind die Bilder bei Tageslicht wirklich gut. Gut ist des Weiteren das Nokia ein echtes Xenon Blitzlicht integriert, so ist es möglich das bei schlechten Lichtverhältnissen oder im Dunkeln noch Bilder gelingen. Bei weiter entfernten Objekten im dunkeln stößt das Gerät bzw. der Blitz aber schnell an seine Grenzen, die Bilder haben dann ein relativ starkes und deutliches Rauschen aufzuweisen.Die Ausleuchtung ist definitiv viel besser als bei Geräten wo nur ein oder zwei Foto-LEDs verbaut wurden.
Es stehen folgende Auflösungen zur Auswahl:
Fotomodus:
- 4000 x 3000 Pixel - Abzug 12M - Groß
- 4000 x 2248 Pixel - Abzug 9M - Groß
- 2048 x 1536 Pixel - Abzug 3M - Mittel
- 1280 x 960 Pixel - Abzug 1.3M - Klein
- 640x480 Pixel - MMS 0,3M - Klein
Bei den Bildern hat man folgende Einstellungsmöglichkeiten:
- Szenenmodus (Automatik, Benutzerdefiniert, Nahaufnahmen, Porträt, Landschaft,
Sport, Nacht, Porträt bei Nacht)
- Gesichtserkennung (Ein, Aus)
- Raster zeigen (Ein, Aus)
- Blitz (Automatisch, Ein, Augenkorrektur, Aus)
- Selbstauslöser (Aus, 2 Sekunden, 10 Sekunden, 20 Sekunden)
- Farbton (Normal, Sepia, Schwarzweiß, Kräft)
- Weißabgleich (Automatisch, Sonnig, Wolkig, Warmes Licht, Neonlicht)
- Belichtungsausgleich (-2.0 bis +2.0)
- Lichtempfindlichkeit (Automatisch, Niedrig, Mittel, Hoch)
- Kontrast (hoch bis niedrig)
- Schärfe (Hart, Normal, Niedrig)
- Zu Fotos wechseln
- Zu Videomodus wechseln
- Bildqualität (12MP, 9MP, 3MP, 1,3MP, 0,3 MP)
- Auslöserton (Kamera1, Kamera2, Kamera3, Kamera4)
- Standortinfo speichern (Ja, Nein)
- Aufgenommene Bilder zeigen (Ja, Nein)
- Standardname für Fotos (Datem, Text)
- Fotos autom. drehen (Ja, Nein)
Die Bildqualität des Suchers ist gut und auch die Bildwiedergabe ist angenehm flüssig. In der Galerie werden die Bilder wahlweise als Ausschnitt oder im Vollbild angezeigt, so dass hier das volle Display ausgeschöpft wird. In der Galerie steht natürlich wie immer eine Zoomfunktion zur Verfügung, so kann man ggf. noch in Bilddetails hineinzoomen. Die Geschwindigkeit leidet beim Zoomen nicht, so kann man dank "Pinch and Zoom" per Fingerstreich flüssig in ein Bild rein oder rauszoomen. Das Gerät braucht dabei mancmhmal einen Moment um das Bild scharf darzustellen.
Wie für ein Touchscreen-Telefon üblich blättert man in der Galerie per Finger durch die einzelnen Bilder. Es genügt den Finger über das Display zu ziehen um durch die Bilder zu blättern.
In der Galerie hat man folgende Möglichkeiten:
- Öffnen
- Senden
- Diashow anzeigen
- Bearbeiten
- Bild verwenden
- In Album einfügen
- Stichwort hinzufügen
- Zoomen
- Löschen
- Umbenennen
- Drucken
- Details anzeigen
- Benutzerhandbuch (Hilfe)
Somit sollte also auch für den Bilderfreak genug zum Rumspielen gegeben sein.
Neben dem Fotomodus bietet das N8 auch die Möglichkeit Videos im MP4/ 3GP Format aufzunehmen. Ein weiteres Merkmal ist die Videoauflösung in HD Auflösung, was 1280 x 720 Pixeln bei 25 Bildern/Sekunde entspricht.
Es stehen folgende Auflösungen zur Auswahl:
Videomodus:
- 1280 x 720 Pixel mit 25 Frames/s (Hohe Auflösung)
- 640 x 480 Pixel mit 25 Frames/s (TV-Qualität)
- 176 x 144 Pixel mit 25 Frames/s (MMS-Qualität)
Bei den Videos hat man folgende Einstellungsmöglichkeiten:
- Szenenmodi (Automatisch, Schwaches Licht, Nacht)
- Zu Bildmodus wechseln
- Weißabgleich (Automatisch, Sonnig, Wolkig, Warmes Licht, Neonlicht)
- Farbton (Normal, Sepia, Schwarzweiß, Kräftig)
- Videoauflösung
- Audioaufnahme (Ein, Aus)
Je nach Speicherplatz und gewählter Auflösung können somit Videos von mehr als einer Stunde Länge inkl. Ton aufgenommen werden. Bilder und Videos werden im Videoordner gespeichert und können dort bearbeitet und betrachtet werden.
Bedienung:

Was die Bedienung angeht kommen wir jetzt zur wohl spannendsten Frage: Hat Nokia es geschafft sein Symbian Betriebssystem besser auf die Bedinung per Finger abzustimmen? Die Antwort lautet ganz klar "Ja". Es macht wirklich viel mehr Spaß das Nokia N8 zu bedienen, als es noch auf den "alten" Symbian^1 (S60 5th Edition) Geräten der Fall war.
Die Menüstruktur hat sich zu bisherigen Symbian Telefonen kaum verändert und es wurde in erster Linie darauf geachtet das komplette Menü etwas intuitiver bedienbar zu machen. Auch der ganze Menüaufbau ist jetzt merklich flüssiger und baut sich mit weniger Verzögerung auf. Das Menü selbst ist genauso intuitiv zu bedienen wie es bei anderen Symbian Geräten schon der Fall war. Zwar wurden hier und da ein paar Kleinigkeiten bei der Touchscreen Bedienung verändert, doch insgesamt fühlt man sich gleich auf Anhieb sehr heimisch was die Handhabung angeht, egal ob man bereits ein S60 3rd Edition oder 5th Edition Gerät bedient hat.
Die Geschwindigkeit und die Stabilität der Software macht einen guten Eindruck. Das Telefon reagiert ziemlich zügig auf die Eingaben des Nutzers und es kommt nur selten zu kleineren Hängern im Menü. Richtige Ladezeiten merkt man nur bei umfangreicheren Softwarekomponenten wie zum Bespiel Adobe PDF oder Quick Office. Die Erkennung der User-Eingabe per Finger funktioniert in den meisten Fällen fehlerfrei. In seltenen Fällen kann es mal vorkommen dass der Tastendruck nicht präzise genug war und das Gerät diesen somit nicht als solchen erkennt.
Wer sich noch einmal die wichtigsten Funktionen nachschlagen will der kann das udem Gerät installiere Handbuch zu Rate ziehen. Hier sind so ziemlich alle wichtigen Themen behandelt.
Die Themen sind:
- Erste Schritte
- Standardfunktionen
- Personalisierung
- Telefon
- Kontakte
- Mitteilungen
- E-Mail
- Internet
- Soziale Netzwerke
- Kamera
- Bilder und Videos
- Videos und TV
- Musik und Audio
- Karten und Standort
- Ovi Internetdienste
- Zeitmanagement
- Office
- Geräteverwaltung
- Verbindungen
- Hilfe suchen
- Fehlersuche
- Produkt- und Sicherheitsinformationen
Hier wird optisch ansprechend angezeigt was das Nokia N8 eigentlich so alles kann und wie man mit dem Gerät umgeht.
Sprachqualität und Akku:

Bei der Sprachqualität ist das Nokia N8 in die obere Liga einzusortieren, Gesprächsteilnehmer kommen klar, laut und deutlich rüber. Ein Rauschen oder Verzerren konte ich in meiner mehrwöchigen Testphase nicht ausmachen, auch von meinem jeweiligen Gegenüber gab es nie einen Grund zur Klage. Des Weiteren ist der Lautsprecher ausreichend groß dimensioniertm so dass auch im Freisprechmodus eine relativ klare und laute Wiedergabe gegeben ist.
Für die Akkulaufzeit im Alltagsbetrieb ergibt sich durch den 1200 mAh starken Akku eine recht akzeptable Ausdauer. In der Praxis sind bei durchschnittlicher Nutzung um die 1,5 bis maximal 2 Tage Laufzeit realistisch. Es kommt natürlich immer darauf an ob man permanent telefoniert, simst, GPS, WLAN oder Bluetooth einsetzt. Hierdurch geht die Standby natürlich umso schneller in die Knie. Ein Vielnutzer sollte mit dem N8 gut über die Runden kommen und einen Tag locker ohne Strom aus der Steckdose klarkommen.
Angegeben ist es übrigens vom Hersteller mit bis zu 12 Std. Gesprächszeit (GSM) und 400 Stunden Standby (GSM). In der Praxis orientiert es sich meiner Meinung nach trotz des großen Touchscreen an anderen Geräten der Serie 60.
Hauptfunktionen:

Hier hat Nokia symbiantypisch viele Funktionen und Programme integriert. Hier noch mal die wichtigsten Features und echten Neuerungen:
- EGSM 850/900/1800/1900 MHz (Quadband GSM)
- WCDMA 850/900/1700/1900/2100 MHz (Pentaband UMTS)
- Komm. Schnittstellen: HSDPA, UMTS, EGDE, GPRS, HSCSD, CSD, WLAN, BT 3.0
- HSDPA 10.2 Mbps und 2.0 Mbps HSUPA
- 3,5 Zoll AMOLED Display mit 360x640 Pixeln bei 16,7 Millionen Farben
- umfangreiches, erweitertes Telefonbuch (mit nahezu unbegrenztem Platz für Kontakte)
- vollständige Menüführung per Touchscreen
- integrierter A-GPS Empfänger
- 12,0 Megapixel-Kamera mit Autofocus und digitalem Zoom
- HD Video-Aufnahme und Wiedergabe bis zu 720p
- MP3-/Musik- und Video-Player (DivX und Xvid Unterstützung)
- TV-Ausgang per beiliegendem HDMI Kabel
- Neigungssenor - dreht automatisch ins Querformat
- Näherungssenor - schaltet das Display ab sobald das Telefon am Ohr ist
- micro-SD Slot (bis 32GB)
- 16 GB interner Speicher
- microUSB Anschluss (Wechseldatenträger oder PC Suite Modus)
- Symbian^3 Touch UI Menüoberfläche inkl. Themesupport
MP3-Player:

Der MP3- bzw. Musik-Player - bekannt von unzähligen Symbian-Geräten - hat natürlich auch wieder seinen Weg ins Gerät gefunden. Das Wichtigste für den Musikfan zuerst; das N8 bietet an der Geräteoberseite einen 3.5 mm Klinke AV-Anschluss und bietet dem Nutzer somit die Möglichkeit jeden x-beliebigen, handelsüblichen Kopfhörer anzuschließen.
Nach dem Start des Musik-Players landet man erstmal in einer Vorauswahl der Musikbilbliothek. Hier hat man die Auswahl nach:
- Aktueller Song
- Songs
- Wiedergabelisten (Meistgehört, Zuletzt gehörte, Zuletz hinzugefügte)
- Genres
- Podcasts
- Interpret und Alben
Dank der integrierten 16 GB Speicher ist diese Vorauswahlmöglichkeit auch zwingend nötig, so kann man nach belieben sortieren oder auch Titellisten erstellen. Die Handhabung des Players ist sehr gut auf die Touchscreen Bedienung ausgelegt, die Bedienelemente sind angenehm groß und leicht zu erreichen. Der Player ist sowohl im Hoch- als auch im Querformat nutzbar. Neben der Spielzeit des Titels und den Interpreten / Titelinfos wir auch ein schön großes Albumcover angezeigt.
Kommen wir zur Klangqualität des Players, diese ist im Lautsprecher- wie im Kopfhörerbetrieb sehr gut. Die Lautstärke über den internen Lautsprecher ist klar und ist selbst bei niedriger Lautstärke ohne großes Hintergrundrauschen. Trotz der rückseitigen Anordnung gibt es bei dem Klang nicht viel Grund zur Beanstandung, die Wiedergabe des Gerätes ist laut und sauber. Auch die Lautstärke im Kopfhörerbetrieb (über entsprechende Stereo-Kopfhörer) lässt keine Wünsche offen. Die beiliegenden Kopfhörer WH-701 werden für die meisten Nutzer sicherlich ausreichen, liefern sie doch einen ordentlichen Klang. Wer allerdings auf richtig druckvolle Bässe Wert legt sollte sich allerdings nach einem besseren Headset umschauen. Ich für meinen Teil habe mich vor einiger Zeit für das Nokia WH-600 entschieden, dieses liefert in Verbindung mit dem N8 eineguten und auch druckvolle Musikwiedergabe.
Das Gerät verfügt über einen mit einigen Presets versehenen Equalizer. Mit den richtigen Einstellungen kann man dem N8 einen richtig guten und kräftigen Klang entlocken. die vorgegeben Frequenzeinstellungen sind: Standard, Bass-Booster, Klassik, Jazz, Pop, Rock. Leider hat Nokia beim N8 auf einen personalisierbaren Equalizer verzichtet, so gibt es nur die vorgegebenen Presets.
Natürlich gibt es auch eine Zufallswiedergabe / Wiederholfunktion und eigene Titellisten. Das Gerät kann übrigens mit micro-SD Karte erweitert werden, die maximale Größe liegt laut Nokia bei 32 GB großen Karten.
Die unterstützten Audio-Formate sind:
- AAC
- AC-3
- AMR-NB
- AMR-WB
- E-AC-3
- eAAC
- eAAC+
- EFR
- FR
- MP3
- WMA
Eine gute Sache ist die direkte Verknüpfung des Gerätes mit dem Nokia Music Store. Im Ordner Programme findet sich ein Menüpunkt "Ovi Musik" welcher direkt in den entsprechenden Nokia Musik-Shop. Nach Nokia Angaben findet man dort mehr als 5 Millionen Musiktitel zum Download. Die einzelnen Bedienbuttons im Music Store wurden auch der Nutzung per Touchscreen mit dem N8 angepasst, so kann man den Music-Store auch problemlos mit einem Fingerdruck bedienen.
Wer mag kann mit dem N8 natürlich auch per UKW-Radio Musik hören. Hierzu muss wie üblich das Headset als Antenne eingesteckt sein um die Sender empfangen zu können. Das Telefon bietet einen autom. Sendersuchlauf, RDS zur Übertragung der Sendernamen, Speicherplatz für 20 Sender und ein automatisches Wechseln auf alternative Frequenzen. Eine optisch nette Spielerei ist hierbei dass die Sendernamen während der Wiedergabe im Hintergrund in verschiedenen Schriftgrößen durch das Bild fliegen.
Insgesamt sind also auch die Multimedia Features des Nokia N8 sehr weit ausgeprägt. In meinen Augen ist die Musikfunktion auf jeden Fall eine der Paradedisziplin des Gerätes, hier hat Nokia alles richtig gemacht und das N8 offenbart so gut wie keine Schwächen.
Video-Player:

Neben der Musikwiedergabe ist das N8 selbstverständlich dank des 16:9 Displayformats für die Wiedergabe von Videos prädisteniert. Das Gerät gibt Videos im Vollbild problemlos und vollkommen ruckelfrei wieder. Hierbei eignet sich am besten das Displayformat von 640x360 Pixeln für die konvertierten Videos zu verwenden, da dies dann eine bildschirmfüllende Wiedergabe ergibt und am meisten Speicherplatz spart.
Natürlich eignet sich das Gerät auch als Wiedergabemedium per TV Ausgang, hier sind dann Videos bis zu 1280x720 Pixel flüssig abspielbar. Dank HDMI Kabel kann man so auch Videos in 720p Auflösung auf den heimischen Flachbildfernseher, Beamer oder ein anderes Wiedergabemedium übertragen.
Gut auch das Nokias N8 sowohl Xvid als auch das DivX Format ab Werk unterstützt, weitere Formate sind die nachfolgenden:
- 3GPP formats (H.263)
- Flash Video
- H.264/AVC
- MPEG-4
- RealVideo 10
- Sorenson Spark
- VC-1,
- VP6
- WMV 9
- DivX, Xvid
Videos im 4:3 Format lassen sich wahlweise Zoomen, Strecken oder im Originalformat wiedergeben. Die Steuerelemente des Videoplayers werden am rechten Bildrand eingeblendet, erfolgt keine Eingabe verschwinden diese nach wenigen Sekunden und geben den Blick auf das komplette Video frei.
Klingeltöne und Lautsprecher:

Das Gerät verfügt über mehrstimmige Klingeltöne (64-stimmig) im MIDI Format sowie einige Töne im AAC Format. Dank der kräftigen Lautsprecher sind sowohl die MIDI- also auch die AAC / MP3-Dateien sehr klar und laut in der Wiedergabe. Der interne Speicher ist mit 16 GB schon ausreichend groß bemessen, wem das noch nicht reicht der wie schon vorher erwähnt microSD Karten bis zu 32 GB hinzupacken.
Eigene Töne lassen sich natürlich über alle erdenklichen Wege, also per Bluetooth, WLAN oder Datenkabel aufs Handy schicken. Insgesamt sind einige schöne Klingeltöne dabei, viele klassische Nokia Sounds, sowie einige poppige Klänge. Wie bei Nokia üblich kann man eigene Töne für SMS, Anrufe, Gruppen, einzelne Teilnehmer etc. wählen.
Das Gerät verfügt, wie die meisten Geräte über eine integrierte Freisprechfunktion, die sich für Telefonate sowie zur Musik- oder Videowiedergabe einsetzen lässt. Von der Lautstärke her kann es sich trotz des einzelnen Lautsprechers durchaus sehen lassen. Selbst bei voller Lautstäke ist eine ziemlich brauchbare Wiedergabe möglich. Logischerweise fehlt es dem Gerät eindeutig im Tiefenbereich aber um hier und da mal etwas Internetradio oder MP3s zu hören reicht es locker. Einen kleinen Nachteil hat die recht schmale Lautsprecheröfffnung auf der Rückseite leider. Legt man das Gerät auf eine sehr glatte Oberfläche so wird der Lautsprecher recht stark abgedeckt, was die Gesamtlautstärke dann merklich senkt. In diesem Fall dreht man das Gerät dann auf die Displayseite, so erzielt man die beste Lautstärke.
Verbindungsmöglichkeiten:

Das Nokia N8 ist ein wahres Verbindungswunder. Egal ob 4 GSM Bänder, 5 UMTS-Bänder oder alle gängigen WLAN Standards, das N8 hält nahezu immer Kontakt zur Aussenwelt. Geht es dann um die Verbindung mit dem Computer, so steht hier die übliche Verbindungs- und Syncmöglichkeit mit der Ovi Suite zur Verfügung (per Datenkabel, Bluetooth). Im Detail sieht es mit den unterstützten Standards wie nachfolgend beschrieben aus:
Die unterstützten Bluetooth Profile sind die folgenden:
- Basic Imaging Profile (BIP)
- Dial-up Networking Profile (DUN)
- File Transfer Profile (FTP)
- Handsfree Profile (HFP)
- Headset Profile (HSP)
- Object Push Profile (OPP)
- Sim Access Profile (SAP)
- Phone Book Access Profile (PBAP)
- Service Discoversy Protocol (SDP)
- Serial Port Profile (SPP)
- Generic Access Profile (GAP)
- Generic Object Exchange Profile (GOEP)
- Audio/Video Remote Control Profile (AVRCP)
- Advanced Audio Distribution Profile (A2DP)
Wie man sieht sind auch hier eigentlich alle Wünsche in Erfüllung gegangen, so steht dank des Sim Access Profil (SAP) auch der Nutzung im KFZ nichts im Wege. Auch A2DP und AVRCP runden die Bluetooth Kommunikation ab.
Die Unterstützten WLAN Modi sind:
- WLAN 802.11b
- WLAN 802.11g
- WLAN 802.11n
- WEP Verschlüsselung
- WPA/WPA2 Verschlüsselung (AES/TKIP)
- Infrastruktur oder Adhoc-Modus
Mit diesen Eckdaten sind so maximale Anbindungsmöglichkeit gegeben. Wie schon zuvor bei einigen Symbian Geräten angewandt, beherrscht auch das N8 die gängigsten WLAN Verschlüsselungsarten. Einmal verbunden lässt sich über die WLAN Verbindung problemlos im Internet surfen oder aber auch per VoIP telefonieren.
Für die Übertragung von MP3s habe ich sowohl einen Kartenleser, sowie ein USB-Datenkabel verwendet. Die beiden Variante schenken sich in Sachen Geschwindigkeit nichts, dank USB 2.0 Hi-Speed ist das Handy per Datenkabel ähnlich schnell wie eine Speicherkarte im Kartenleser. Das Handy wird an einen micro-USB Stecker angeschlossen und wird problemlos als Datenträger unter Windows angezeigt. Man kann sofort auf die Speicherkarte zugreifen und Daten per Drag & Drop mit dem PC austauschen.
Ein tolles Feature ist USB On-the-Go (USB OTG). Hiermit kann man dank des beiliegenden Adapters z.B. einen USB Speicherstick anschließen oder ein anderes Handy per Datenkabel verbinden. So steht einem direkten Datenaustausch zwischen beiden Geräten nichts im Wege. Ansonsten gibt es weitere denkbare Anwendungen, wie z.B. eine USB Stableuchte, oder eine USB Maus. Die Möglichkeiten sind schier unbegrenzt, Einschränkungen gibt es jedoch in der Unterstützung der Geräte, nicht alles arbeitet mit dem N8 zusammen. Hier lautet die Devise "probieren geht über studieren".
Nach anstecken des USB Kabel kommen folgende Optionen zum Vorschein:
- Massenspeicher (eigenes Laufwerk)
- Nokia Ovi Suite (um das Gerät mit der PC Suite abzugleichen)
- Medienenübertragung (Zugriff per Windows Media Player & Nokia Ovi Player)
- PC mit Internet verbinden (Internetverbindung des Handys nutzen)
Für die mobile Datenübertragung steht sowohl WLAN als auch HSPDA, HSUPA, UMTS, EDGE , HSCSD, CSD und GPRS zur Verfügung. Somit sind also alle aktuellen Standards und Verbindungsmöglichkeiten geboten und man wird mit dem N8 Probleme bekommen mal keine passende Verbindungsmöglichkeit zur Außenwelt herstellen zu können.
GPS Navigation:

Wie bei Nokias Symbian Handys schon fast üblich kommt auch hier eine Onboard Navigation (Nokia MAPS 3.0 inkl. vorinstalliertem Kartenmaterial) mit integriertem GPS Empfänger zum Einsatz. Es gibt bei Nokia mittlerweile kaum noch Symbian Geräte bei den der A-GPS-Empfänger nicht im Gerät integriert wurde. So gehört es also auch beim N8 zum guten Ton einen integrierten GPS Empfänger mitzubringen.
Vorweg sei gesagt das man sich für den allererste Einsatz etwas mehr Zeit nehmen sollte da der allererste Satelliten-Fix einige Minuten dauern kann. Am besten das Gerät einige Zeit in Ruhe auf der Fensterbank oder dem Balkon liegen lassen (aber bitte nicht in der prallen Sonne) und den Satelliten-Fix abwarten. Gewöhnlich ist das Gerät im Alltagseinsatz nach ungefähr 30 Sekunden einsatzbereit und hat Kontakt zu einer ausreichend Anzahl an Satelliten.
Sobald das Gerät einmal richtig kalibriert ist kann es eigentlich auch schon fast losgehen. Das Nokia N8 kommt mit dem nötigen Kartenmaterial für Deutschland sowie einer weltweiten kostenfreien Navigationslizenz (Fahren & Gehen) daher.
Die Route selbst ist schnell eingegeben und berechnet, schon kann es losgehen. Die Navigation geschieht wahlweise in 3D-Kartenmodus oder im 2D-Kartenmodus mit zusätzlichen Pfeilgrafiken.
Neben der eigentlichen Navigation lassen sich auch per Online-Dienst weitere Zusatzdienste installieren. Diese dienen dann wie eine Art Fremdenführer und beinhalten einige POIs wie Sehenswürdigkeiten, Restaurants, Bahnhöfe, Flughäfen, oder aber auch Hotels. Die Dienste im einzelnen sind:
- Wetter
- Events
- Lonely Planet
- Michelin
- HRS Hotels
- Qype
- TripAdvisor
- Polyglott
- Map Reporter
- Bookatable
- Gault Millau
Insgesamt eine echte Mehrwertdienste die Ovi Maps nochmals etwas aufwerten. So kann man neben dem aktuellen Wetter, auch Events, Hotels, etc. im Umkreis suchen und bei Bedarf sogar dierkt buchen.
Browser:

Der Internet-Browser arbeitet recht flott, dank HSDA / UMTS und wahlweise auch WLAN Verbindung sind die Daten sehr schnell geladen. Eine handyoptimierte-Seite ist dann in ca. 2 Sekunden komplett aufgebaut. Auch umfangreichere HTML-Seiten lassen sich problemlos in dem Browser anzeigen, die Benutzung per Touchscreen macht auch hierbei richtig Spaß. Man scrollt per Finger über die Seite oder vergrößert diese per Doppelklick auf maximale Größe um z.B. Links besser anklicken zu können. Alternativ zum Doppelklick kann man endlich per "Pinch und Zoom", also per fingerspreizen, stufenlos in Webinhalte hinein- und hinauszoomen.
Außerdem wurden wie üblich die Symbole im Browser auf die Touchscreen-Bedienung ausgelegt. So kann man das Optionsmenü für Lesezeichen, Startseite, Wortsuche, Einstellungen, etc. wunderbar bedienen.
Des Weiteren hat man im Browser einige Einstellmöglichkeiten die die Ablesbarkeit verbessern sollen, so kann man die Schriftgröße verändern, eine Seitenübersicht anzeigen lassen, in verschiedenen Stufen zoomen oder aber per Finger über die Seite navigieren.
Besonders interessant ist die vielleicht für einige bekannte MiniMap Funktion, was eine halbtransparente "Mini-"Übersichtskarte ist. Diese Übersicht lässt sich per Menü einblenden, und die Navigation auf den gewünschten Ausschnitt passiert dann per Finger. Drückt man die Zurück-Taste kann man in einer 3D-Ansicht von MiniMaps die zuvor besuchten Internetseiten betrachten.
Insgesamt macht der Browser dank der verbesserten Zoomfunktion per Finger eine bessere Figur als noch bei Geräten wie beispielsweise dem N97 oder 5800 XpressMusic. Wer den Browser trotz der Verbesserungen nicht mag, kann immer noch auf den Opera Mini oder Opera Mobile Browser zurückgreifen.