Personalisierbarkeit und Widgets:

Wie auch bei anderen Serie60 Geräten kann man beim Nokia N97 das Menü nach eigenem Belieben anpassen. Die Menüansicht ist wie üblich wahlweise als Liste oder Gitter möglich. Selbstverständlich kann man die Icons im Menü auch ordnen, so wie man es persönlich am liebsten mag. Beim N97 zieht man das jeweilige Icon dann einfach an die Stelle an der man es haben möchte. Genauso kann man eigene Ordner anlegen und das Hauptmenü so nach persönlichem Geschmack anordnen.
Der Standby-Bildschirm beim Nokia N97 bietet gegenüber dem 5800 XpressMusic erstmals eine Oberfläche die mit diversen Widgets bestückt werden kann. Im Einzelnen stehen ab Werk folgende Widgets zur Verfügung:
- Accuweather
- Amazon
- AP News
- Bevorzugte Kontakte
- Bevorzugte Kontakte II
- Bloomberg
- E-Mail Widget
- Facebook
- Hi5
- Kalender
- Online-Freigabe
- Player
- Schnellzugriff
- Schnellzugriff II
- Slideshow
- UKW-Sender
Bei Bedarf lassen sich noch weitere Widgets nachinstallieren. Hierzu steht eine stetig wachsende Anzahl von Widgets über den Ovi-Store zur Verfügung. Übrigens lassen sich maximal 5 Widgets gleichzeitig nutzen, diese lassen sich nach Belieben hin- und herschieben, so wie man die Reihenfolge gerne hätte. Wer mag kann über das Optionsmenü die Widgets auch offline schalten, so werden z.B. das Wetter-Widget oder das E-Mail Widgets nicht mehr automatisch per Internet-Aktualisierung auf den neuesten Stand gebracht. Hierzu reicht es um genau zu sein im Menü den Punkt "Startansicht offline" auszuwählen, bei Bedarf lässt sich dies natürlich problemlos wieder umstellen.

Abseits der Widgets zeigt der Desktop oben links eine große Uhr inkl. Datum und dem aktuell eingestellten Profil. Obligatorisch sind natürlich die in den oberen beiden Displayecken der Empfangspegel sowie die Akkufüllstandsanzeige.
Zum Anpassen an die jeweiligen Menügrafiken und -farben kann man sogar die Schriftfarbe per Nokia Theme Studio (Carbide.ui Version 3.4) in eine beliebige Farbe ändern, so dass die Beschriftung bei Verwendung eines z.B. eines dunklen Hintergrunds immer gut lesbar bleibt. Hier mal einige Beispiele was man alles per Theme ändern kann:
- Menühintergrund
- Titel- und Statusleiste
- Analog- und Digitaluhr
- Akku- und Empfangsbalkens
- Menüicons
- Klingelton
- Bildschirmschoner
- Schriftfarben
- Schriftart
- und vieles mehr
Wem die Auswahl an Widgets übrigens noch nicht reicht, der kann unter anderem weitere, fertige Widgets installieren oder selber aktiv werden und Widgets erstellen. Unter http://store.ovi.com/search?q=widget oder http://www.onlineasithappens.com/ wird man fündig.
Tasten und Texteingabe:

Das Nokia N97 bietet durch den großen Touchscreen bedingt sehr wenige echte Hardware-Tasten auf der Außenseite. So finden sich auf der Front (wie weiter vorne im Text schon erwähnt) gerade einmal drei Tasten. Diese drei Tasten unterhalb des Displays sind für Rufannahme, Anrufende und Menüzugriff zuständig. Seitlich am Gehäuse findet sich oben die Lautstärkenregelung wieder, ein Stück darunter findet sich der Schieberegler für die Tastensperre wieder. Ein kurzes nach- obenschieben der Taste reicht und die Tastensperre wird entweder gesetzt oder gelöst. Wiederum unterhalb von dieser Taste findet man dann den
Kameraauslöser wieder. Dieser ist wie bei Geräten mit Autofocus üblich zweistufig bedienbar, d.h. ein leichter Druck reicht um das Motiv zu fokussieren ein weiteres Durchdrücken der Taste löst dann das Fotografieren aus.
All diese Tasten sind natürlich nebensächlich für die eigentliche Bedienung und Texteingabe des Gerätes. Kommen wir also zum wichtigsten Teil der Bedienung; der Bedienung per Touchscreen oder wahlweise per ausziehbarer QWERTZ-Tastatur.
Die QWERTZ-Tastatur kommt im unteren Gehäuseteil zum Vorschein wenn man das Display im Querformat nach oben schiebt. Die Tastatur bietet eine vollständige QWERTZ-Belegung inklusive Umlaute. Links neben der Tastatur ist das 5-Wege Steuerkreuz wiederzufinden, welches sich problemlos per Daumen bedienen lässt.
Das Telefon an sich lässt sich insgesamt über drei verschiedene Arten steuern:
- per Finger
- per Stift
- per Hardware QWERTZ-Tastatur inkl. Navi-Pad
In der Regel kommt man locker ohne den Stift als Hilfsmittel zurecht. Die Benutzeroberfläche wurde seitens Nokia so umgestaltet, dass man in jedem Menü ohne Mühe mit dem Finger zurechtkommt.
Das Nokia N97 bietet zwei Möglichkeiten zur Bildschirm-Texteingabe:
- Handschrifterkennung
- Alphanummerische Tastatur
Den Stift würde ich nur dann empfehlen wenn man wirklich die Handschrifterkennung nutzen möchte. Die Alphanumerische Bildschirmtastatur kann man hingegen problemlos mit dem Finger bedienen, da einzelne Tasten groß genug auf dem Display dargestellt werden. Als schnelle Eingabemöglichkeit zwischendurch eignet sih somit die Alphanumerische Display-Tastatur perfekt.
Die Alternative zur Eingabe über den Touchscreen ist die Nutzung der Hardware-Tastatur:
Wer längere Texte schreiben möchte, wird sicherlich mit Freude die große QWERTZ-Tastatur (im aufgeschobenen Gerätezustand) zur Kenntnis nehmen. Die einzelnen Tasten sind sehr leicht zu erreichen und haben einen knackigen Druckpunkt. Die Tasten des N97 sind in weiß beleuchtet und sind somit zumindest in vollkommener Dunkelheit gut abzulesen. Bei hellen Lichtverhältnissen kann es sich hingegen etwas schwierig gestalten die Tasten abzulesen. Im direkten Vergleich empfiehlt sich zumindest für diese Problematik die schwarze Variante des N97, hier sind die Tasten besser ablesbar. Nach kurzer Eingewöhnung kann man mit der Tastatur in beiden Farbvarianten wunderbar schnell und ohne große Anstrengungen längere Eingaben vollziehen.
Das wohl Beste an Nokias Touchscreen-Eingabe ist das "taktile" bzw. haptische Feedback. Während der Eingabe quittiert das Gerät dies durch leichte Vibration. Die Vibrationsstärke kann dreistufig in Ihrer Intensität angepasst werden. Wem das nicht reicht der kann zusätzlich auch noch Touchscreen-Töne einstellen, diese sind dann auch in drei Lautstärkenstufen verfügbar. Mit dieser vibrationsunterstützten Eingabe sorgt Nokia für ein ähnliches Eingabeerlebnis wie man es sonst nur von einer echten Handytastatur kennt.
Das Bestätigen von Eingaben oder das Auswählen einer Funktion ist übrigens denkbar einfach. Einfach auf das Icons oder den Menüpunkt klicken und schon öffnet sich das Programm bzw. das Gerät für den Befehl aus.
Das Menü ist schon von diversen Nokia Serie60 Geräten bekannt und so kann es komplett nach eigenen Wünschen angepasst werden. Dank des 360x640 Pixel Displays kann das Menüanzeige somit problemlos in 3x4 Icon Ansicht erfolgen, im Querformat (dank Lagesensor) dann selbstverständlich im umgekehrten 4x3 Icon Format.
Beim N97 gibt es folgende Hauptmenüpunkte:
- Kalender
- Kontakte
- Ovi-Store
- Internet
- Mitteilungen
- Fotos
- Video & Tv
- Spiele
- Musik
- Karten
- Einstellungen
- Programme
Geöffnete Programme werden übrigens mit einem kleinen Kreis neben dem Icons dargestellt. So kann man also schnell erkennen welche Programme gerade geöffnet sind. Den Taskmanager erreicht man wie gehabt über einen langen Druck auf die Menü-Taste.
Wie auch schon gewohnt kann man zwischen einer Listen- und Gitteranordnung wechseln, wobei mir persönlich die Gitteranordnung besser gefällt. Die Standard Symbole des Nokia N97 sehen insgesamt sehr fein gezeichnet und bunt aus. Wer die Icons nicht mag kann aber dank eigener Themen mit anderen Icons hier für etwas Abwechslung sorgen.
Zum leichteren Umgang mit oft verwendeten Funktionen kann man die oben schon erwähnte, Widgetleiste mit den Schnellzugriffen verwenden. Um Zugang auf die Schnellzugriffe zu erreichen muss man in der Startansicht nur mit dem Finger auf die entsprechende Verknüpfung drücken.
Wem das Menü auf den ersten Blick zu überladen wirkt (durch die umfangreichen Untermenüpunkte) dem sei gesagt, dass man die Programme Serie60-üblich in entsprechende Unterordner verfrachten kann. Zu den folgenden Umgebungsprofilen gibt es noch die Möglichkeit das Gerät in den Flugzeug Modus umzuschalten. Hierbei werden alle Funkverbindungen inkl. Bluetooth und WLAN deaktiviert, das restliche Menü und z.B. Funktionen wie die Kamera oder der Music-Player können weitergenutzt werden.
Das Menü zur Profilauswahl (wird durch einmaliges drücken der Ein-Aus Taste oder über einen Druck auf den Profilnamen im Standby erreicht) sieht übrigens wie folgt aus:
- Abschalten
- Bildsch. u. Tasten sperren
- Allgemein
- Lautlos
- Besprechung
- Draußen
- Pager
- Offline
- Telefon sperren
Die Profile lassen sich natürlich nach eigenen Wünschen umbenennen, anpassen, etc. Auch eine automatische Zeitsteuerung der verschiedenen Profile hat Nokia ab Werk integriert. So kann man zu einer vordefinierten Zeit z.B. vom "Lautlos" auf das "Allgemein" Profil wechseln.
Kamera:

Hier hat Nokia den schon bekannten Carl-Zeiss Teslar Kamerasensor mit 5,0 Megapixeln, Autofocus und digitalem Zoom verbaut. Aktuell stellt diese 5,0 Megapixel Auflösung Nokias Standardauflösung im mittleren und oberen Gerätesegment dar. Ein 8.0 Megapixel Bildsensor hätte dem Gerät als Flaggschiff sicher gut gestanden, diese Lücke füllt das brandneue N86 8MP auf. Für die meisten Benutzer wird die Kamera sicherlich nichts desto trotz mehr als ausreichend sein, sie liefert bei gutem Licht wirklich gute Bildresultate.
Die Kamera macht Bilder in einer maximalen Auflösung von 2.592 x 1.944 Pixeln. Dies reicht locker für diverse Schnappschüsse und Videos (maximal bis der Speicher im Telefon oder auf der Speicherkarte voll ist). Im Auslieferungszustand passen einige zehntausend Bilder in höchster Qualitätsstufe auf das Nokia N97 (der interne Gerätspeicher misst 32 GB, die einsetzbare Speicherkarte bietet max. 16 GB Nutzerspeicher), dies sollte für viele, viele Fotos und Videos genügen.

Die Bilder werden übrigens sehr farbgetreu auf dem Display dargestellt, hierbei dient nahezu das komplette Display als Sucher. Die Ergebnisse von Umgebungsaufnahmen sind recht gut, so sind die Bilder bei Tageslicht noch durchaus brauchbar. Bei schlechterem Licht stößt das Gerät aber leider schnell an seine Grenzen, die Bilder haben dann ein relativ starkes und deutliches Rauschen aufzuweisen. Schade ist des Weiteren das Nokia es versäumt hat ein echtes Blitzlicht zu integrieren, so ist statt einem Xenon-Blitz nur eine Doppel-LED integriert worden. Die LED Leuchte hat zumindest auch etwas positives, so ist diese bei Videoaufnahmen als Zusatzlicht zu gebrauchen.
Es stehen folgende Auflösungen zur Auswahl:
Fotomodus:
- 2592x1944 Pixel - Abzug 5M - Groß
- 1600x1200 Pixel - Abzug 2M - Mittel
- 640x480 Pixel - MMS 0,3M - Klein
Bei den Bildern hat man folgende Einstellungsmöglichkeiten:
- Szenenmodi (Automatik, Benutzerdefiniert, Nahaufnahmen, Porträt, Landschaft,
Sport, Nacht, Porträt bei Nacht)
- Blitz (Automatisch, Ein, Rote Augen Reduktion, Aus)
- Raster zeigen (Ein, Aus)
- Selbstauslöser (Aus, 2 Sekunden, 10 Sekunden, 20 Sekunden)
- Zu Videomodus wechseln
- Farbton (Normal, Sepia, Schwarzweiß, Kräftig, Negativ)
- Weißabgleich (Automatisch, Sonnig, Weißlicht, Neonlicht)
- Belichtungsausgleich (-2.0 bis +2.0)
- Lichtempfindlichkeit (Automatisch, Niedrig, Mittel, Hoch)
- Kontrast und Schärfe
- Bildqualität (5MP, 2MP, VGA)
- Auslöserton (Kamera1, Kamera2, Kamera3, Kamera4)
- GPS Info anzeigen (Ein, Aus)
- Steuerelemente autom. drehen
- Aufgenommene Bilder zeigen
- Standardname für Fotos
- Verwendeter Speicher (Telefon, Speicherkarte)

Die Bildqualität des Suchers ist gut und auch die Bildwiedergabe ist angenehm flüssig. In der Galerie werden die Bilder wahlweise als Ausschnitt oder im Vollbild angezeigt, so dass hier das volle Display ausgeschöpft wird. In der Galerie steht natürlich wie immer eine Zoomfunktion zur Verfügung, so kann man ggf. noch in Bilddetails hineinzoomen. Die Geschwindigkeit leidet beim Zoomen minimal, so benötigt das Gerät mit einem 5,0 Megapixel Bild pro Zoomstufe ca. 0,5 - 1 Sekunden Ladezeit.
Wie für ein Touchscreen-Telefon üblich blättert man in der Galerie per Finger durch die einzelnen Bilder. Es genügt den Finger über das Display zu ziehen um durch die Bilder zu blättern.
In der Galerie hat man folgende Möglichkeiten:
- Öffnen
- Senden
- Präsentation anzeigen
- Bearbeiten
- Bild verwenden
- Zoomen
- Drehen
- Vergrößern
- Löschen
- Umbenennen
- Drucken
- Details anzeigen
- Hilfe
Somit sollte also auch für den Fotoliebhaber genug zum Rumspielen gegeben sein. Neben dem Fotomodus bietet das N97 auch die Möglichkeit Videos im MP4/ 3GP Format aufzunehmen. Ein weiteres Merkmal ist die Videoauflösung in VGA Auflösung, was 640 x 480 Pixeln bei 30 Bildern/Sekunde entspricht. Zum Vergleich bieten andere Hersteller hier schon zum Teil eine HD-Auflösung von 1280x720 Pixeln.
Hier wäre also mehr drin gewesen, schließlich hat vor mehr als 2 Jahren das Nokia N95 schon VGA Auflösung geboten.
Es stehen folgende Auflösungen zur Auswahl:
Videomodus:
- 640 x 480 Pixel mit bis zu 30 Frames/s (TV-Qualität)
- 640 x 352 Pixel mit bis zu 30 Frames/s (Breitbild-Qualit ät)
- 320 x 240 Pixel mit bis zu 30/15 Frames/s (E-Mail-Qualität in 2 Stufen: Hoch/Normal)
- 176 x 144 Pixel mit bis zu 15 Frames/s (Upload-Qualität)
Bei den Videos hat man folgende Einstellungsmöglichkeiten:
- Motivprogramm (Auto, Nacht)
- Zu Bildmodus wechseln
- Weißabgleich (Automatisch, Sonnig, Wolkig, Weißlicht, Neonlicht)
- Farbton (Normal, Sepia, Schwarzweiß, Kräftig, Negativ)
- Videoauflösung
- Audioaufnahme (Ein, Aus)
- Verwend. Speicher (Telefon, Speicherkarte)
Je nach Größe der Speicherkarte und gewählter Auflösung können somit Videos von mehr als einer Stunde Länge inkl. Ton aufgenommen werden. Bilder und Videos werden im Galerieordner gespeichert und können dort bearbeitet und betrachtet werden.
Bedienung:

Was die Bedienung angeht hat Nokia es geschafft sein Symbian Betriebssystem auf eine Touchscreen-Bedienung per Finger auszulegen. Es macht wirklich einen großen Spaß das Nokia N97 zu bedienen.
Die Menüstruktur hat sich zu bisherigen Symbian Telefonen kaum verändert und es wurde in erster Linie darauf geachtet das komplette Menü per Finger bedienbar zu machen. Wie schon weiter vorne im Testbericht beschrieben braucht man den Stift so gut wie nie. Das Menü selbst ist genauso intuitiv zu bedienen wie es bei anderen Symbian Geräten schon der Fall war. Zwar wurden hier und da ein paar Kleinigkeiten zugunsten der Touchscreen Bedienung verändert, doch insgesamt fühlt man sich gleich auf Anhieb sehr heimisch was die Handhabung angeht.
Die Geschwindigkeit und die Stabilität der Software machen einen sehr guten Eindruck. Das Telefon reagiert zügig auf die Eingaben des Nutzers und es kommt zu keinen Hängern im Menü. Bisher läuft das Telefon sehr stabil und ohne Abstürze. Die Erkennung der User-Eingabe per Finger funktioniert in 99 Prozent aller Fälle fehlerfrei. In seltenen Fällen kann es mal vorkommen dass der Tastendruck nicht präzise genug war und das Gerät diesen somit nicht als solchen erkennt.
Wer sich noch einmal die wichtigsten Funktionen erklären lassen möchte, der kann sich die Hilfe im Gerät anschauen.
Hier ein kleiner Auszug aus den Themen:
- Adobe Reader
- Aktive Notizen
- Anrufbeantworter
- Aufnahme
- Austausch
- Begrüßung
- Bild-Editor
- Bilder drucken
- Bluetooth
- Boingo
- Dateimanager
- E-Mail
- Einstellungen
- Einstellungsassistent
- Element suchen
- Erste Schritte
- Flash-Player
- Fotos
- Glossar
- GPS-Daten
- Handschrifttraining
- Herunterladen
- Internet
- JoikuSpot
- Kalender
- Kamera
- Karten
- Kontakte
- Kurzwahl
- Lizenzen
- Menü
- Mitteilungen
- Multimedia-Mitteilungen
- Music Store
- Notizen
- Online-Freigaben
- Orientierungspunkte
- OTA-Sync
- Player
- Podcasting
- Präsentationen
- Präsentator
- Profile
- und viele Weitere!
Hier wird somit im Einzelnen angezeigt was das Nokia N97 eigentlich so alles kann und wie man mit dem Gerät umgeht.
Sprachqualität und Akku:

Bei der Sprachqualität würde ich das N97 sehr hoch ansiedeln, klar und deutlich ist der Gesprächspartner zu hören. Es gibt kein Rauschen oder Verzerren während des Telefonierens. Der Lautsprecher ist ausreichend groß dimensioniert so dass eine klare und laute Wiedergabe gegeben ist. Für die Akkulaufzeit im Alltagsbetrieb ergibt sich dank des 1500 mAh starken Akkus ein recht guter Eindruck. In der Praxis sind bei durchschnittlicher Nutzung dank des starken Akkus ca. 2 Tage Laufzeit realistisch. Es kommt natürlich immer darauf an, ob man permanent telefoniert, simst, GPS, WLAN oder Bluetooth einsetzt. Hierdurch geht die Standby natürlich umso schneller in die Knie. Aber selbst ein Vielnutzer sollte mit dem N97 einen ganzen Arbeitstag ohne Strom aus der Steckdose klarkommen.
Angegeben ist es übrigens vom Hersteller mit bis zu 9,5 Std. Gesprächszeit (GSM) und 432 Stunden Standby (UMTS). In der Praxis orientiert es sich meiner Meinung nach trotz des großen Touchscreen an anderen Geräten der Serie 60.
MP3-Player:

Der MP3- bzw. Musik-Player - bekannt von unzähligen Symbian-Geräten - hat natürlich auch wieder seinen Weg ins Gerät gefunden. Wie schon beim Nokia 5800 XpressMusic ist auch das Nokia N97 eng dem Nokia Music Store verknüpft, dazu aber später mehr. Das Wichtigste für den Musikfan zuerst; das Nokia N97 bietet an der Geräteoberseite einen 3.5 mm Klinke AV-Anschluss und bietet dem Nutzer somit die Möglichkeit jeden x-beliebigen, handelsüblichen Kopfhörer anzuschließen.
Nach dem Start des Musik-Players landet man erstmal in einer Vorauswahl der Musikbilbliothek. Hier hat man die Auswahl nach:
- Interpreten
- Alben
- Wiedergabelisten
- Alle Songs
- Podcasts
- Genres
- Komponisten
Dank des integrierten 32 GB Speichers ist diese Vorauswahlmöglichkeit auch zwingend nötig, so kann man nach Belieben sortieren oder auch Titellisten erstellen. Die Handhabung des Players ist sehr gut auf die Touchscreen Bedienung ausgelegt, die Bedienelemente sind angenehm groß und leicht zu erreichen.
Der Player ist sowohl im Hoch- als auch im Querformat nutzbar. Neben der Spielzeit des Titels und den Interpreten / Titelinfos wir auch ein schön großes Albumcover angezeigt.
Kommen wir zur Klangqualität des Players, diese ist im Lautsprecher- wie im Kopfhörerbetrieb sehr gut. Die Lautstärke über die internen Stereo-Lautsprecher
ist vorbildlich und sucht ihresgleichen, klar und selbst bei niedriger Lautstärke ohne erkennbares Hintergrundrauschen. Dank des seitlich angeordneten Lautsprechers gibt es bei dem Klang nicht den kleinsten Grund zur Beanstandung, die Wiedergabe des Gerätes ist relativ laut und sauber. Auch die Lautstärke im Kopfhörerbetrieb (über entsprechende Stereo-Kopfhörer) lässt keine Wünsche offen. Die beiliegenden Kopfhörer HS-45 werden für die meisten Nutzer sicherlich ausreichen, liefern sie doch einen ordentlichen Klang. Wer allerdings auf richtig druckvolle Bässe Wert legt sollte sich allerdings nach einem
besseren Kopfhörer umschauen. Ich für meinen Teil habe mich für das Nokia BH-504 entschieden, dieses liefert in Verbindung mit dem Nokia N97 eine erstklassige und auch druckvolle Musikwiedergabe.
Das Gerät verfügt über einen 8-Band-Equalizer der komplett einstellbar ist. Mit den richtigen Einstellungen kann man dem Nokia N97 einen richtig guten und kräftigen Klang entlocken. Wer sich nicht die Mühe machen möchte selbst den Equalizer einzustellen der kann auf die vordefinierten Frequenzeinstellungen:
Standard, Bass-Booster, Klassik, Jazz, Pop, Rock zurückgreifen. Natürlich gibt es auch eine Zufallswiedergabe / Wiederholfunktion und eigene Titellisten. Das Gerät kann übrigens mit microSD Karte erweitert werden, die maximale Größe liegt laut Nokia bei 16 GB großen Karten.
Die unterstützten Audio-Formate sind:
- AAC
- AAC+
- eAAC+
- MP3
- MP3 mit VBR (variabler Bitrate)
- MP4
- M4A
- Mobile XMF
- SP-MIDI
- AMR (NB-AMR)
- MIDI Tones (poly 64)
- RealAudio 7,8,10
- True tones (WB-AMR)
- WAV
- WMA
- WMA DRM
Die unterstützten Video-Formate sind:
- 3GPP formats (H.263) (H.264)
- MPEG-4
- RealVideo 7,8,9,10
Eine gute Sache ist die direkte Verknüpfung des Gerätes mit dem Nokia Music Store. Im Menü Musik findet sich ein Menüpunkt "Musik-Shop" welcher direkt in den entsprechenden Nokia Music Store im Browser führt. Nach Nokia-Angaben findet man dort 5 Millionen Musiktitel zum Download. Die einzelnen Bedienbuttons im Music Store wurden auch der Nutzung mit dem Nokia N97 angepasst, so kann man den Music-Store auch problemlos mit einem Fingerdruck bedienen und braucht den Stift nicht zur Handhabung.

Ein Musiktitel schlägt übrigens beim Einzelabruf mit einem Euro zubuche, Alben sind im Paket etwas vergünstig. Zum hineinschnuppern legt Nokia dem Nokia N97 einen Music-Store Gutschein für 25 Musiktitel bei. Wer mag kann die Musiktitel auch parallel auf dem heimischen PC herunterladen und dort abspielen.
Natürlich kann man mit dem Nokia N97 auch per UKW-Radio Musik hören. Hierzu muss selbstverständlich wie üblich das Headset als Antenne eingesteckt sein um die Sender empfangen zu können. Das Telefon bietet einen autom. Sendersuchlauf, RDS zur Übertragung der Sendernamen, Speicherplatz für 20 Sender und ein automatisches Wechseln auf alternative Frequenzen. Eine optisch nette Spielerei ist hierbei dass die Sendernamen während der Wiedergabe im Hintergrund in verschiedenen Schriftgrößen durch das Bild fliegen.
Insgesamt sind also auch die Multimedia Features des Nokia N97 sehr weit ausgeprägt. In meinen Augen ist die Musikfunktion auf jeden Fall eine Paradedisziplin des Gerätes, hier hat Nokia fast alles richtig gemacht und das N97 offenbart keine Schwächen.