Frage: Warum schreibt o2 Mahn-SMSs an seine User?
Antwort: Weil es ums Geld geht, aus keinem anderen Grund! Daß die der eigentliche GPRS-Traffic nicht sooo viel Geld kostet, daß sie Miese einfahren würden, ist hier mittlerweile auch (fast) Konsens.
Also, die Kardinalfrage:
Wo könnte o2 sonst Geld verlieren?
Antwort: Sehr viele User der Flatrate sind potentielle UMTS-User (in deren Augen!)! Wenn die nachrechnen und sich vorspinnen, daß min. 50% der Flatrate-Poweruser auf nen UMTS-Dienst wechseln würden, dann fangen sehen die ihre Felle bzw. ihr Geld davon schwimmen! Daß es real vielleicht 0,3% sind, die WIRKLICH die UMTS-Kosten zahlen würden, das verstehen die nicht. Das Beispiel mit der Musikindustrie ist bei dieser Milchmädchenrechnung (was haben eigentlich alle gegen dieses Milchmädchen
) gar nicht so verkehrt!
Mein Vorschlag: Sollen sie doch für 10-20€ eine portfreie GPRS-Flatrate einführen. Von mir aus auch noch Homezone gebunden (wäre nicht so toll, würden die meisten aber tollerieren) und nur mit halber Geschwindigkeit. Wer mehr möchte steigt auf die 40-50€ teure UMTS-Flatrate um.
Wenn die normalen GPRS-/UMTS-Kosten bleiben, wie sie sind (o2-Flat ausgenommen), dann interessiert sich kein Hans Wurst dafür! Wozu auch, wenn ich mittlerweile in verdammt vielen Cafés WLAN haben kann? Das Beispiel von China ist zwar sehr unpräzise (Lohnkosten, Infrastrukturkosten, usw...), aber im Kern nicht falsch!
Aber ernsthaft: Würdet ihr eine Leistung "für nen Appel und nen Ei" verkaufen, für die ihr ~ 20*10^9 DM bezahlt habt? Da fängt doch die ganze Chefetage an zu weinen!
Wenn die verstanden haben, daß man den Leuten für mobile Datenkommunikation nicht so viel Geld aus der Tasche ziehen kann, DANN gehts los mit drahtlosem Internetserven über Handynetze. Vorher nicht!