Beiträge von the6thday

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    Original geschrieben von phonefux
    Völlig richtig, allerdings ist die Klage der Telefónica wegen der Zweckbindung der Frequenzerlöse ja noch anhängig. Die Telekom tut daher gut daran, nicht durch allzu offensichtliches Hochtreiben der Preise weitere Argumente dafür zu liefern, dass sie der große Profiteur der Veranstaltung ist.


    Nun als nicht Jurist kann ich dazu nur sagen: Ist doch nicht das Problem der Telekom dass sie der einzige Anbieter in Deutschland ist der RICHTIG viel Geld für den Festnetz Ausbau in die Hand nimmt, es hindert keiner die Telefonica daran auch auszubauen, wobei das ganze eh lächerlich ist, da Telefonica ja sogar im Festnetz zurück baut und inzukunft über Bitstream Produkte bei der Telekom einkaufen möchte... (Das die Geschäftspraktiken dabei nicht immer die feine Art sind ist natürlich auch klar z.b. Doppelausbauten sobald ein Reginaler anbieter anfängt auszubauen o.ä.)


    Das kommt zwar oft anders rüber und betrifft vorallem kleinere Orte wo der Ausbau natürlich unrentabel ist und dann der Ausbau über einen regionalen Anbieter natürlich ein großer Erfolg ist, aber im Ganzen betrachtet ist es immernoch die Telekom die den bei weitem größten Betrag in den Ausbau investiert. Gerade in den Städten, wo die Telekom von den Marketing Angeboten der Kabelanbieter momentan massiv unter Druck gerät werden keine Kosten und Mühen gescheut den VDSL Vectoring und LTE ausbau vorran zu bringen, allein die Kosten hierfür dürften höher sein als der Gesamtbetrag den alle anderen zusammen investiert haben...


    Hier in Mainz wurden z.B. alle DSLAMs der Stadt mit Vectoring fähigen Baugruppen ausgestattet oder gleich komplett umgebaut. Außerdem hat man hier mitten ins Wohngebiet auch noch einen neuen reinen LTE Sender gestellt, wohl gerade auch für Hybrid.


    Die zusätzlichen 8 Downstream Kanäle haben dann aber meistens auch nurnoch 64QAM macht dann also zusammen mit den anderen 8 auch nur isg. ~600 Mbit fürs Segment mit 200-300 Kunden.
    Wenn man sich dann vor augen hält, dass ein Outdoor DSLAM der Telekom für seine (bei guter auslastung) ~96 VDSL Kunden mindestens 1Gbit Uplink hat, sieht das bei der Telekom wesentlich besser aus... (Gut dafür knausert die Telekom bei Peerings mit einigen Anbietern z.B. Youtube was dort dann wieder zu Überlastungen führt aber das ist eine andere Baustelle).


    Auf jeden fall ist hier also die Hybrid Technik zusammen mit dem weiteren VDSL Vectoring Ausbau ein gangbarer weg um mehr Bandbreite zum Endkunden zu bekommen und sich nicht mit den Hauseigentümern und Grundstücksbesitzern rumärgern zu müssen.


    Und um mal wieder zum Thema zurück zu kommen: Je mehr Frequenzen sich die Telekom sichern kann desto besser, gerade das 1,5GHz Band für SDL Anwendung eignet sich hervorragend für Hybrid als Ergänzung zu den 1,8GHz Netzen in den Städten da die Gebäude durchdringung von 2,6 GHz ja eher bescheiden ist...


    Mich wundert ehrlichgesagt das doch sehr zurückhaltende Bieterverhalten der Telekom, gerade da das Geld ja sowiso in den Breitbandausbau zurück fließen soll bekommt sie ja sowiso das meiste wieder zurück, also könnte man beinahe sagen Geld spielt keine Rolle und Telefonica könnte da sowiso nicht mithalten wenn Telekom und Vodafone anfangen richtig Geld auf den Tisch zu legen. Zumal Telekom und Vodafone wenn sie Telefonica nichts mehr übrig lassen würden nebei auch noch die nun nach der Fusion doch massiv gestärkte Konkurrenz stark in ihren Möglichkeiten einschränken würden.

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    Original geschrieben von Stromae
    Kabel ist nicht unterlegen, sondern der Frequenzbereich für den Uplink wird von den Kabel Betreibern möglichst klein gehalten um mehr Platz für den Downlink zu haben. Laut DOCSIS 3 Spezifikation wären pro Kunde 108 Mbit/s Upstream möglich. Mit einem Update der Modems und der CMTS auf DOCSIS 3.1 auch 1 Gbit/s Upstream durch Orthogonaler Frequenz Divisions Multiplex Kodierung.


    Also im Endeffekt kann jeder Betreiber selbst festlegen welchen Upload er als geeignet hällt, es sind bei KD bereits Anschlüsse mit 20 MBits Upload buchbar werden aber nicht an Privatkunden vermarktet.


    Das ein Coax Kabel von den Signaleingenschaften besser ist, ist natürlich unstrittig...
    Leider wird das Potenzial davon allerdings nicht genutzt denn ein Großteil der verfügbaren Bandbreite wird für TV Übertragungen genutzt und hier in DE leider auch noch extrem viel für Analog TV verschwendet.


    Ein typisches Kabelsegment hat selbst wenn es bereits segmentiert wurde um es zu verkleinern immernoch ~200-300 Anschlüsse, diese teilen sich im Normalfall 4 Upstream Kanäle mit 16QAM a ~25Mbit also stehen isg. für alle ~100Mbit zur Verfügung, was dabei raus kommt wenn dann alle gleichzeitig intensiv das Internet nutzen würden kann sich dann jeder selbst ausrechnen...(Das kommt natürlich nie vor, dennoch ist mehr als ~20 Mbit Upload pro Kunde hier eine reine Luftnummer...)


    Im Downstream gibt es im Normalfall 8 Kanäle mit 256QAM a ~50Mbit macht dann zusammen für alle ~400Mbit auch hier bleibt also bei intensiver Nutzung pro Kunde nicht viel übrig und zwei Kunden mit einem 200Mbit Tarif können alleine das gesammte Segment auslasten...


    Kabeldeutschland drosselt nicht ohne Grund alles in Grund und Boden nachdem der Kunde je nach Gegend 10GB oder 60GB Traffic am Tag erreicht hat... Ohne drossel wäre das Netz in Großstädten schon längst komplett unbenutzbar und das weiß KD auch...


    Nichts desto trotz ist hier auf Dauer sowohl bei der Telekom als auch bei den Kabelanbietern nur der massive Ausbau der Glasfasernetze eine Lösung, denn die Standard Kupfer Doppelader ist langsam aber sicher am Ende und LTE mit einem ähnlichen Überbuchungs Faktor wie die Kabelnetze ist hier auch keine dauerlösung... Wenn man sich allerdings anschaut wie groß das Gejammer von Haus und Grundstückseigentümern beim Ausbau von Glasfaseranschlüssen ist, werden wir alle einen Flächendeckenden Ausbau wohl nicht mehr erleben...

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    Original geschrieben von Stromae
    Bitte?
    Der Hybrid-Misst wird die Telekom nicht retten und schon gar nicht im vergleich zu DOCSIS wo jetzt schon 200 MBit/s und mehr pro Kunde möglich ist und nicht wie bei LTE pro Zelle.


    Du weist aber schon das DOCSIS zumindest momentan(aufgrund von viel zu großen Segmenten und zuwenig Kanälen) in Gebieten mit vielen Kunden in größeren Städten bei den großen Kabelanbietern abends öfter mal bei 1-10Mbit/s rumkrebst weil die segmente hoffnungslos überlastet und überbucht sind... Die 200 Mbit sind dort auch reines Marketing geblubber...


    Die Hybrid Technik ist auf dauer auch keine Lösung aber sicherlich ein gangbarer weg um in Kombination mit Vectoring und Super Vectoring auf konkurrenzfähige Bandbreiten >500Mbit zu kommen... Darüber dass diese Bandbreite nicht allen gleichzeitig dauerhaft zur Verfügung steht brauchen wir uns selbstverständlich nicht unterhalten... Das ist aber auch garnicht sinn und zweck von Hybrid, es geht dort darum Lastspitzen abzufangen...

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    Original geschrieben von sailing2capeside
    Ah okay, dann testet man wohl, ob die Telekom wirklich 6 1500er-Blöcke möchte.


    Die Telekom hat bei 1800G mal eben 10% draufgepackt...


    Für die Hybrid Technik der Telekom wären in Städten auch alle 8 Blöcke nicht verkehrt, gerade wenn man damit längerfristig den Kabelanbietern Paroli bieten möchte, das wären immerhin schonmal 300Mbit die man nur für den Downlink zur verfügung hätte. :top:

    Zitat

    Original geschrieben von john-vogel
    Das könnte mal jemand in Erfahrung bringen. ;)


    "
    Die Rücknahme des Gebotes führt für einen Bieter zu einer Zahlungsverpflichtung,
    wenn im weiteren Verlauf des ersten Auktionsabschnitts kein neues valides Gebot für
    den entsprechenden Frequenzblock erfolgt. In diesem Fall bleibt eine Zahlungsverpflichtung
    in Höhe seines zurückgenommenen Gebotes bestehen.
    Sofern der Frequenzblock in einem zweiten Auktionsabschnitt zugeschlagen wird, ist
    der dann erzielte Gebotspreis für den entsprechenden Frequenzblock dem Rücknehmer
    anzurechnen.
    "