Ja es wird Auswirkungen haben, aber keine die der Kunde merkt. Mehr als 99% des Traffic läuft weiterhin über private Peers und ist nicht davon betroffen.
Der kleine Rest läuft in Zukunft über Inter.Link statt dem DE-CIX und auch das wird der Kunde nicht merken, ist gibt auch keine rationale Erklärung für das Gegenteil.
Es ist zwar der falsche Thread um über Peering und die Politik dahinter zu diskutieren. Aber vom DE-CIX auf inter.link umstellen ist sehr pauschal und nicht unbedingt akkurat.
Vodafone änder für das AS3209 die Peering Politik. Man zieht sich nicht nur vom DE-CIX als einen der Großen Austausch Punkten zurück. Auch von kleineren wie dem BCIX oder dem Peering Ökosystem vom Megaport trennt man sich. Private Interconnects mit kleineren und mittleren Internetprovidern, Firmen und Universitären werden zurück gebaut. Diese sollen in Zukunft die durch Inter.link bereitgestellte Plattform nutzen. Ein einfaches Peering mit inter.link reicht hier nicht.
Im Gegensatz zu den bestehenden privaten Interconnects bei denen Provider sich meist gegenseitig die Kosten tragen, muss man bei inter.link extra Geld pro Datenvolumen einwerfen für einen direkten Zugang zu AS3209.
Die Preise dafür liegen nicht auf Telekom Niveau, sind aber deutlich größer als bei fast allen Transit Providern.
Apropos Transit. Aktuell ist Vodafone aufgrund der damaligen Unitymedia Übernahme noch bis Ende 2026 verpflichtet mindestens 3 nicht ausgelastete Transit Provider zu haben. Mal sehen was Ende 2026 passiert. 😉
Ja die Top Player wie CDNs und einige Cloud Provider, werden weiterhin direkt angebunden sein. Und sicher 60-70% des Traffic ausmachen.
Am Ende Profitiert davon nur Vodafone durch zusätzliche Monetarisierung auf beiden Ende der Internetleitung. Als Endverbraucher hat man grade dann das nachsehen wenn man Dienste nutzen will, oder muss die nicht bei den großen Anbieten gehostet sind. Die sind in Zukunft nur schnell wenn extra Geld eingeworfen wird.
Insbesondere 1&1 Versatel mit AS8881 hier das krasse Gegenteil. Man ist an vielen öffentlichen Peering Orten, DE-CIX, BCIX. Neue Sessions sind schnell eingerichtet. Und man ist bemüht Laufzeiten kurz zu halten und Traffic Lokal zu übergeben. Auch Transits gibt es zahlreiche, die nicht überlastet sind. Und man hat einige Content Caches im Netz.
Auf O2 hat noch eine recht offene Policy. Und z.B. grade erst in Stuttgart sich an den Örtlichen Internet Exchange neu präsent geworden.
Im Zweifel kann man die Unterschiede gut in der Peering DB vergleichen. Auch wenn dort private Interconnects nicht erfasst sind.
Oder bgp.tools liefert auch eine gute Übersicht wer sich wie mit wem verbindet.