Salut,
weshalb bewegen sich einige nur in der Dauer-Argumentationskette der "Tarife" bzw. "Produkte"?
"O2 soll den Bach herunter gehen, weil die Produkte schlecht sind bzw. der Service hinkt".
Ist doch ein Quatsch, o2 mit einem Low Budget Provider zu vergleichen, der überhaupt keinen Kundenservice hat.
Auch wird die kurzfristige Unternehmensstrategie mit der langfristigen vermischt.
Im Mobilfunkmarkt tobt eine Preisspirale, die weiter gehen wird.
Die entscheidende Frage ist doch, wie lange und wie viele da dauerhaft dabei bleiben können und wie sich die Konsolidierung in der Branche gestalten wird.
Manchmal kann es unternehmerisch auch sinnvoll sein, nicht zu investieren bzw. kurzfristig zu akzeptieren, für eine bestimmte Zeit geringer zu wachsen bzw. Marktanteile zu verlieren.
Frage ist doch immer, zu welchem Preis man die Zuwächse finanzieren muß.
Und wenn der Preis hierfür unternehmerich zu teuer ist, dann macht man es eben nicht.
Sollen sich doch die anderen Provider übernehmen.
Wenn die fertig sind, kann man sich die Umsätze über Akquisitionen zurückerobern.
Und, was die 700 Mitarbeiter anbelangt, ist meiner Meinung nach ein falscher Schritt:
1. Hätte man hier den Servicebereich und damit die Kundenzufriedenheit stärken können.
2. Ist es doch so, dass Freisetzungen zwar kurzfristig Kosten abbauen, aber die Kosten überproportional steigen, wenn man diese Stellen bei entsprechender Marktentwicklung wieder besetzen muss. Man verpulvert also langfristig mehr Kosten, als man kurzfristig sparen kann.
Das hat mit Marktwirtschaft so gesehen nichts zu tun. Sondern eher mit purem Aktionismus.
Und mit einer organischen Wachstumsstrategie hat das ebenso nichts zu tun.
Dieser Aktionismus wird einzig und allein von den Finanzinvestoren gefordert, die schnell Kasse machen wollen und denen dabei die langfristige Strategie völlig egal ist.
Gruß,
derAL