Wenn mein Namensvetter (oder auch nicht
) dr zuzelbach schon nicht provozieren wollte, dann übernehm ich das mal:
Glaubt ihr wirklich, dass Jan Ullrich aus reinem Sportsgeist auf Lance Armstrong nach dessen Sturz gewartet hat? Kann es nicht vielmehr sein, dass der Radsport und diese Tour nur dann in den Köpfen der Zuschauer bleibt und die Menschen vor die Fernseher lockt, wenn es eben spannend bleibt? Und das erreicht man, wenn man gegenseitig aufeinander wartet, alles offen hält. So fallen mehr Werbemillionen, jeder behält sein gutes Image, ich befürchte sogar abgekartete Zieleinläufe (wie bei der Formel 1 ja geschehen). Es muss ja so nicht zutreffen, aber da könnte durchaus was dran sein.
Alternativ: Jan Ullrich wusste, dass er beim Ausnutzen von Lance's Sturz seinen Ruf als fairer Sportler verlieren könnte/würde. Und der scheint ihm wichtiger zu sein als ein sicherer (kurzfristiger) Sieg. Da sieht man, wie Ruhm, Image und Geld doch untrennbar miteinander verbunden sind.
Ich habe höchsten Respekt vor den sportlichen Leistungen der Fahrer, deren Vermarktung und die Medienwirksamkeit so mancher Aktionen sowie die sensationsgeladene Berichterstattung machen mich jedoch müde.
Gruß vom Schwob ![]()