Beiträge von handytim

    Ohne Nachweis einer Überlastung, den o2 nach wie vor nicht erbracht hat, muss man davon ausgehen, dass dies ein lediglich vorgeschobenes Argument ist. Ich erinnere mich noch an die Argumentation von o2 beim Genion S eine Bereitstellungsgebühr wegen einer Anordnung der BNetzA erheben zu müssen. War genauso an den Haaren herbeigezogen...


    Dass Chat-Lines eben kein Premium-Dienst sind hat die BNetzA genau in dieser Sache glasklar bestätigt. Wobei es den meisten wohl eher um Callthrough als um Chatlines gehen dürfte.

    Du kennst den Unterschied zwischen Callback und Callthrough? Kann nicht wirklich sein, sonst würdest Du das nicht vorschlagen... Übrigens, da Du erst seit etwas mehr als 5 Stunden weißt, was Callthrough ist, würde ich mit einer abschließenden Bewertung dieser Nutzungsart noch etwas warten.


    Außerdem, wo bescheißt man denn den Anbieter, wenn man Callthrough nutzt? Ist nichts anderes als Call-by-call im Festnetz.

    Zitat

    Original geschrieben von Hamburger Jung
    Ich denke nicht, dass das zum Ausdruck kommen sollte. Nur bedankt Euch doch einfach mal bei denen, die die Möglichkeiten übertrieben ausgenutzt haben. Ist doch klar, dass O2 irgendwann dicht macht.


    Hier geht es um die Erreichbarkeit von normalen deutschen Festnetznummern! Wenn Kunde A dort 20 Stunden am Tag anruft dürfen sie die Nummer gerne für ihn limitieren oder sperren. Aber nicht für mich, der vielleicht 5 Minuten dort anruft...


    Stell Dir einfach folgendes Szenario vor: o2 sagt plötzlich "Festnetznummern in Hamburg braucht man als o2-Kunde nicht, denn o2 kommt aus München. Außerdem ist das Hamburger Ortsnetz gerade auch etwas überlastet und wir bräuchten in München eigentlich ein zusätzliches MSC. Also sperren wir Hamburg komplett und nutzen die Hardware lieber im Süden."


    Eine Woche später bei Eplus das gleiche: "Ach, in München bräuchten wir eine Erweiterung, ist aber zu teuer. Dann lassen wir doch München ganz weg und sparen Strom."


    Zwei Monate später steht Deutschland in der TK-Steinzeit, weil man mit Anbieter A nicht nach 040 und mit B nicht nach 089 telefonieren kann. Das blöde ist nur, dass man als Verbraucher dann überall Kunde sein muss, denn eine Liste der nicht erreichbaren Nummern(bereiche) gibt es nicht...


    Ok, etwas übertrieben, aber wenn sowas erstmal anfängt, wird es gerne auch kopiert (siehe Sperrungen bei E-Plus/Base).

    Zitat

    Original geschrieben von Hamburger Jung
    Mit Deiner Antwort ist doch der Betrugvorwurf schon niedergeschmettert. Wenn die Bundesnetzargentur das als limit empfindet, dann sehe ich keinen Betrug seitens O2. Die Scheinüberlastung kannst Du ja in keinster Weise widerlegen.


    Die BNetzA sieht es nicht als Limit.


    o2 hat der BNetzA mitgeteilt, dass bestimmte Nummern "limitiert" werden, um so große Überlastungen im eigenen Netz zeitweilig zu umgehen. Dabei liest man in der Antwort der BNetzA sehr eindeutig heraus , dass es um zeitweilige Überlastungen geht, bis o2 die eigene Infrastruktur angepasst hat.


    Der Bundesnetzagentur ist mit Sicherheit nicht bewusst, dass es dabei um dauerhafte Limitierungen geht, die mit 1/100 erfolgreichen Anrufen derart heftig sind, dass man bereits von einer Sperre reden kann. Zudem werden nur Nummern gesperrt, bei denen o2 tatsächliches Geld verliert (Callthrough) oder aber überdurchschnittlich lange Gespräche stattfinden (vermute ich einfach mal bei den Chat-Lines).


    Dass o2 dann diese Überlastungen nicht beweisen kann (bzw. will!) und man mit anderen Anbietern nicht nur den Hauch einer Überlastung spüren kann (z.B. durch schlechte Leitungen, Besetztzeichen oder anderen TK-typischen Erscheinungen) und auch o2 im selben Ortsnetzbereich keinerlei Probleme hat, beweist eigentlich nur, dass dies ein vorgeschobenes Argument ist.


    Zitat

    Manchmal ist das Leben eben kein Ponyhof und es läuft nicht alles so wie man es sich vorstellt.


    Und manchmal müssen Verträge auch eingehalten werden. Gerade o2 hat in der Vergangenheit oft genug gezeigt, dass Vertragsbestimmungen nur für den Kunden gelten, man selbst diese aber relativ flexibel auslegt.


    Nun bitte zeige mir doch den Teil der Leistungsbeschreibung oder AGB bei o2, der o2 dazu berechtigt, die Erreichbarkeit bestimmter Rufnummern dauerhaft derartig einzuschränken. Wenn es dort stehen würde und o2 eine Liste der nicht erreichbaren Nummern auf die Homepage setzen würde, gäbe es ja gar nichts zu diskutieren...

    Zitat

    Original geschrieben von Hamburger Jung
    Wenn die "Behörden" das noch in der Prüfung haben warten die nicht auf etwas zivilrechtliches. Nach dem Verwaltungsverfahrensgesetz hat man Anspruch auf fehlerfreie Prüfung des Sachverhaltes und diesem Recht wird Rechnung getragen.


    Na dann dürfte die BNetzA ja nie eine falsche Entscheidung getroffen haben. Folglich gibt es auch keinerlei Klagen gegen Beschlüsse und Entscheidungen der BNetzA...


    Die Bundesnetzagentur sagt, dass o2 die Nummern limitiert, da o2 auf Überlastungen hinweist. Andere Nummern im gleichen Ortsnetz sind nicht überlastet, ebenso funktionieren Ersatznummern der gleichen Dienste in dem gleichen Ortsnetz auch einwandfrei. Auch sind die "limitierten" Nummern aus anderen Netzen problemlos durchgehend erreichbar. Zudem weist o2 die Überlastungen auch nicht durch Protokolle o.ä. nach. Leider hat die BNetzA offenbar keinerlei Interesse dem Vorwurf der "Scheinüberlastung" nachzugehen.


    Da es Dich nicht juckt, wundert es mich aber schon, wieso Du dann mitdiskutierst.