Es ist immer eine Auslegungssache und die Frage, was ich persönlich damit mache. Ich hatte von einem Freund sein Ipad 16 GB 3G mal 2 Tage zum Testen und war begeistert. Ich habe lange gezögert. Auf der einen Seite schafft es Apple immer wieder dieses "Haben wollen" Gefühl in mir zu wecken. Weil ich dazu noch ein Verarbeitungsalufreak bin
, hatte ich sofort das Bedürfnis zu kaufen. Auf der anderen Seite habe ich mich gebremst und mir eingeredet, nur fürs Sofa Surfen brauchst du das Teil nicht. Für zwischendurch unterwegs hast du dein Iphone 4, tagsüber hast du überall Internetzugang und meist den Laptop dabei und mein neues 13 Zoll Subnotebook ist ideal für unterwegs zum Arbeiten. Wobei Arbeiten mit dem Ipad sowieso nicht geht. So dachte ich bis dato.
Heuer sieht es folgendermaßen aus: Das Ipad ersetzt für mich weder Iphone, noch Subnotebook noch Rechner. Es ist ein Nischenprodukt. Nur fürs Surfen ist es mir zu teuer. Als Hochschuldozent würde ich das Ding gerne zum Arbeiten "light" für unterwegs nutzen. Und es geht leidlich gut: Besagtes Leih Ipad eignete sich vortrefflich zum E-Mailen, Surfen unterwegs (Flughafen, Bahn etc), Durchführung von Präsentationen in der Hochschule, kleine Office Geschichten, Lesen von EBooks und EMagazines, Nutzung als Notizblock in Kombination mit Stylus und Handschrifterkennung. Schon hat es für mich persönlich den Nutzen, den ich bei 600 Euro plus X erwarte. Ich möchte unterwegs nicht mehr auf dem Mäusedisplay des Iphone 4 längere Zeit surfen. Mails beantworten ist mit dem Ipad ebenfalls angenehmer. Youtube und andere Videos schaue ich nie, Flash ist für mich sekundär. Zum Arbeiten "light" ersetzt es mein Subnotebook, für anspruchsvollere Arbeiten brauch ich einfach ein richtiges Gerät.
Somit ist es einfach eine Ansichtssache, was man wie macht. Ich werde mir wohl die 16 GB Variante 3G holen. Mein Iphone 4 für Termine, Telefonitis und unterwegs mal schnell was nachschauen. Das Subnotebook fürs professionelle Arbeiten unterwegs und im Moment noch zu Hause. Das Ipad fürs abendliche Surfen auf der Couch, als E-Book Reader, für Hochschulpräsentationen und in Meetings und gerne irgendwann mal wieder einen großen, stationären Imac fürs Arbeitszimmer (Zukunftsmusik). Es ist für mich ein ideales Nischenprodukt, wobei Apple es geschafft hat, mir diese Nische mit seinem Marketing aufzuzeigen
. Respekt :-).