Beiträge von wrywindfall

Falls diese Seite oder der Server nicht mehr erreichbar sein sollte, geht es einige Tage später (hoffentlich) hier weiter: https://www.tel-treff.de
    Zitat

    Original geschrieben von elfentraum
    Ohje, wenn das so ankam, dann bitte ich den Thread-Ersteller um Entschuldigung.
    Abwerten wollte ich bestimmt niemanden mit meinem Post. :)
    elfe


    Das war auch nicht unbedingt auf dich bezogen, kommt aber oft genug vor, dass die "gesunden" Menschen außenrum soetwas nicht verstehen können und die Phobiker, na sagen wir mal, für "nicht alle Klötze am Beutel habend" halten (und das ist eher noch harmlos!) ;)


    Klar könnte man das so sehen, denn Spinnen machen mir auch nix (und meine Höhenangst bin ich, während ich andere Leute therapiert habe, auch losgeworden :D). Aber rational läßt sich schon erstmal nix machen. Phobien sind nun mal entgleiste eigentlich normale Angstreaktionen, die man, siehe den Beitrag von User/in Majon, nicht unterschätzen oder einfach abtun sollte!


    Das Problem ist ja das daraufhin einsetzende Vermeidungsverhalten (um den Phobie auslösenden Reizen nicht mehr zu begegnen, was bei Agoraphobikern, den Leuten die tatsächlich Angst vor öffentlichen Plätzen haben (Klaustrophobiker sind Menschen, die vor engen Räumen Angst haben), zu erstaunlichen Umwegen führen kann!) und die sich entwickelnde "Angst vor der Angst", die immer mehr am Selbstbewußtsein nagt. Also bitte nicht einfach abwerten!

    Zitat

    Original geschrieben von DUSA-2772
    Ne, wenn Du schon fast panikartige Anfälle hast, geb ich mal an den Kollesch hier ab - das iss sein Fachgebiet :cool:


    Alles klar, Herr Kolleesch... ;)


    Also 7-8 Stunden à 50 Tacken (Sonderpreis) und wir bekommen das in den Griff.:D
    Das ganze hier in einem kurzen Posting zu beschreiben, würde eh nix bringen, also geh lieber zum Fachmann!

    Zitat

    Original geschrieben von marlborolights
    Ich persönlich würde dir zu einer Therapie raten. Man bekämpft seine Ängste, in dem man sich ihnen aussetzt.


    Eben drum :D
    Aber das wichtige ist nicht das Aussetzen, sondern das Erleben, dass man auch während der Angssituation handlungsfähig sein kann.
    Die Therapie würde dann aus Infos, eine Angsthierarchie aufstellen und praktischen Übungen bestehen, wobei das Augenmerk auf die Spinne samt Umgebung und eben nicht auf die Körperlichen Reaktionen gerichtet wird.

    Zitat

    Original geschrieben von Spindrifter
    Essen war nicht so super, zumal mein Gesicht auch auf anderthalbfache Größe angeschwollen war (und ich bin von haus aus schon eher der rundliche Typ...) aber dafür gabs die ultimative Rettung, die schon einige meiner Vorredner erwähnten:


    D O L O M O !!!


    Die Dinger sind Gold wert - betäuben echt jeden Schmerz, in den Nachttabletten ist ein ganz ein feiner Tranquilizer drin und die Tagesration pusht Dich zum quietschfidelen Gummiball - bei Bedarf. Im Nachhinein wudere ich mich echt, warum ich von denen nicht nachhaltig abhängig geworden bin, hab so um die 3 Packungen vernichtet in 2 Wochen!


    Wenn du weißt, dass in den Tabletten eine Kombination aus Paracetamol und Acetylsalicylsäure (ASS) drin ist, bei den Tagtabletten kombiniert mit Coffein und in den Nachttabletten mit Codein, dann wundert mich das, dass du nicht abhängig geworden bist. Von so einem Zeug sollte man nämlich die Finger lassen! Richtig wäre ein Schmerzmittel und bitte keine Kombination mit süchtig machenden Drogen! Coffein dazu schon gar nicht (tagsüber aufputschen, nachts dämpfen, klasse). Kann man auch abends Baldrian oder sowas nehmen, wirkt ähnlich, macht aber nicht süchtig.


    Wer mal in der Klinik beim Drogenentzug gearbeitet hat, weiß, was ich meine. :rolleyes:

    Eine Spritze habe ich zur Sicherheit trotzdem bekommen, soll wohl aber auch ohne gehen.


    Da jeder individuell ängstlich ist, kann es manchmal auch erst nach 3-5 Sutzungen ohne Zahnbehandlung so weit sein, bis es "ernst" wird. Aber die Angst davor ist oft größer, als das, was dann nachher tatsächlich passiert, nämlich nix schlimmes.


    Man ist auch nicht völlig aus dem "hier und jetzt" weg, sondern die Aufmerksamkeit ist größenteils woanders und man merkt, dass das alles gar nicht so schlimm ist. Also ich kann es empfehlen! :top:

    Zitat

    Original geschrieben von andi2511
    Ich bin mir übrigens ziemlich sicher, daß es bei mir durch meinen ersten Zahnarzt "versaut" wurde, der beim Bohren immer sagte, er zähle bis drei, das dann auch gemacht hat und danach genüßlich weitergebohrt hat. Bei einem Kind ist dieser Kontrollverlust und Vertrauensbruch sicher nicht förderlich für die weitere Karriere als Patient. ;)


    Mein damaliger war ähnlich, weshalb ich ja eine kleinere Zahnarztpause eingelegt hatte. Ich gehe jetzt auch nicht unbedingt gerne hin, aber es nervt nicht mehr so (bis ich dann die Rechnung in Händen halte, aber das ist ein anderes Thema! :rolleyes: )

    Andi: Also zuallererst muss man wissen, dass 10% der Menschen nicht hypnotisierbar sind. Klingt komisch, ist aber so...


    Also ich kenne mich damit rein berufsbedingt ja ein bißchen aus und hab das eher als Strohhalm gegriffen, denn nach so langer Zeit mußte mal was an den Zähnen gemacht werden. Ich war schon neugierig, hatte mir aber vorgenommen, besonders genau aufzupassen und stark aufgeregt war ich ja sowieso, da ich beim Zahnarzt war, den ich vorher viele Jahre gemieden habe.


    Trotzdem hat es funktioniert, was wahrscheinlich demnächst einen Ausbildungsladen für Hypnose reicher machen wird, wenn ich da eine Ausbildung mache! (dann kann ich das mit dir für einen Sonderpreis auch üben! ;))

    Also zuallererst: die Hypnose wird nicht von der Kasse bezahlt. :rolleyes: Auch meine Privatkasse hat nur einen Teil übernommen. Die erste Sitzung hat damals 150 DM gekostet, jede weitere dann 120... Vielleicht ist das ja individuell...


    Inhaltlich geht es, wie in der Hypnotherapie allgemein (sorry for psychoonkeling), dass ein für dich ruhiger und sicherer Ort "entwickelt" wird. Einfacher gesagt, du gehst beispielsweise am Strand spazieren. Der Behandler muss dafür von dir möglichst genaue Angaben bekommen, was du da so siehst und was da besonders ruhig für dich ist. Du setzt dich also hin, dann mußt du nach oben auf ein Lämpchen schauen (Wahrnehmungseinengung), wobei du dadurch schon etwas müde wirst und dann führt dich der Behandler ducrh Erzählung an und über deinen Strand (z.B.: "Sie hören die Brandung und fühlen den Sand unter den Füßen, es weht ein leichter Wind, sie sehen ein paar Möwen über sich fliegen..." etc.). Beim Zahnarzt nun wird dir langsam der Mund geöffnet und dann kann die Behandlung beginnen. Für mich war es dann so, dass ich an meinem Lieblingsort war (Hubertussee in Frohnau) und nebenbei bemerkt habe, dass mir jemand im Mund rumgefummelt hat. Das war ein gefühl wie nebenbei, also gar nicht unangenehm... Wichtig ist übrigens auch, ein Zeichen zu vereinbaren, wenn es unangenehm wird und der Zahnarzt aufhören soll, bei mir war es das Anheben der linken Hand. Das ist wichtig, damit du das Gefühl der Kontrolle hast. In der Zeit konnte der Zahnarzt mir dann im Zahn rumbohren oder einen Weisheitszahn ziehen etc. und ich war entspannt.


    Die Hypnose hab ich nur zweimal gebraucht, danach war die Phobie weg. Es ist nun so, dass ich im Wartezimmer zwar immer noch etwas angespannt bin, aber sehr viel ruhiger als früher. Und auf dem Stuhl dann ist mein Körper wie von selbst entspannt, wahrscheinlich wegen dieser Erinnerung, wie locker es doch mit der Hypnose war.


    Kann ich also empfehlen, wichtig ist aber, dass man mit der/m Zahnarzt/ärztin kann, sonst wird das nix. Ruhig erstmal die Leutchen anschauen und mit denen sprechen, denn billig ist das nicht. Und ich war 18 Jahre nicht beim Zahnarzt, das war also echt schon schlimm mit der Phobie, aber jetzt seit 3,5 Jahren keine Probleme :top:


    [small]Schisshase ist nicht schlimm, kenne ich auch. Aber das andere klingt besser, obwohl niemand Angst vor Zähnen sondern dem Zahnarzt hat![/small]

    Ich weiß, ich bin schon spät dran, aber trotzdem...


    Ich kann bei Zahnarztphobie Hypnose empfehlen. Zweimal angewandt und ich bin seitdem auf dem Zahnarztstuhl derart entspannt, hätte ich nie für möglich gehalten. :top: Und beim zweiten mal wurde ein Weisheitszahn gezogen, während ich hypnotisch um einen See wandelte ;)


    Hinterher habe ich dann auch 2 Tage weniger essen können, weil es doch noch ein bißchen geblutet hat. Aber als Diät ist das dann doch ganz gut!