So nett der Gedanke ja auch sein mag, beim Einkaufen / Preisvergleichen etc. viel sparen zu können: Man sollte auch mal den Aufwand gegenrechnen.
Wer bei einem Einkauf von 100 Euro viele Stunden im Netz recherchiert, könnte stattdessen auch zwei Überstunden im Büro machen und in den meisten Fällen so zumindest den Unterschied zwischen Durchschnittspreis und kleinstem erzielbaren Preis erarbeiten.
Zugegeben, wer einen nicht wirklich gut zahlenden Job - oder schlimmer: Gar keinen - hat, für den ist das keine Alternative.
Für den durchschnittlichen Bürogänger dürfte sich die lange Schnäppchensuche bei Ebay & Co nicht lohnen, da geht nämlich einiges an Freizeit drauf. Klar, das kann auch Spaß machen. Was mir persönlich aber so gar keinen Spaß macht ist der Lebensmitteleinkauf. Wer sich da hinsetzt, Coupons sammelt und Lockangebote vergleicht um im Anschluss 5 verschiedene Läden aufzusuchen, wirft meiner Meinung nach wertvolle Freizeit weg.
Ähnlich sieht die Argumentation bzgl. After-Sales Service aus. Was nutzen einem günstige Preise, wenn man bei einem Defekt dann mehrere Stunden kämpfen muss, bis der Hersteller oder Händler sich des Gerätes endlich annimmt, im schlimmsten Falle sogar erst nach weiteren Kosten in Form einer teuren Hotline?
Bestes Beispiel hierfür dürften wohl die ganzen Sparhandy und BmyPhone Verträge gewesen sein: Was manch einer da an Zeit, Einschreibekosten, Nerven und evtl. auch RA-Kosten investiert hat, rechtfertigt eher selten die vermeintlich ersparten Kosten.