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- T-Mobile International trotz veränderter Marktbedingungen auch im dritten Quartal mit zweistelligem Wachstum bei Kundenzahl und EBITDA
- Hauptwachstumstreiber: T-Mobile USA, jetzt mit über 16 Millionen Kunden
- Aufwärtstrend bei T-Mobile Deutschland - Fokussierung auf werthaltige Kunden zeigt Wirkung: EBITDA-Marge deutlich verbessert
- Wachstums- und Effizienzprogramm als Reaktion auf sich verändernde Märkte in Europa
- Obermann: "Sparen für Wachstum ist Leitmotiv für kommende Quartale."
T-Mobile International hat auch im dritten Quartal 2004 seine Ergebnisse erneut deutlich steigern können. Das Unternehmen konnte beim Umsatzwachstum rund 9 Prozent zulegen. Stärkster Wachstumstreiber war mit 26 Prozent wiederum T-Mobile USA.
Mit mittlerweile 67,2 Millionen lag die Kundenzahl rund 16,6 Prozent über dem Vorjahreswert und war um rund 1,6 Millionen höher als im zweiten Quartal. Damit verlangsamte sich das Wachstum etwas, was vor allem mit einer gezielteren Kundenakquise in Europa zu erklären ist. T-Mobile hatte in der jüngsten Vergangenheit mehrfach erklärt, deutlich stärker auf so genanntes "werthaltiges" Wachstum zu setzen und aus diesem Grund auch seine Subventionspolitik für Mobiltelefone geändert. Das Ergebnis der gewöhnlichen Geschäftstätigkeit betrug rund 1,3 Milliarden, bereinigt 651 Millionen Euro, und war damit mehr als doppelt so hoch wie im entsprechenden Quartal des Vorjahres. Dies ist vor allem auf unterdurchschnittliche Herstellungskosten sowie Skaleneffekte und Effizienzsteigerungen zurückzuführen.
T-Mobile erwirtschaftete im dritten Quartal ein EBITDA von rund 2,8 Milliarden Euro, um Sondereinflüsse bereinigt rund 2,2 Milliarden Euro. Zu diesen Sondereinflüssen zählten: Zuschreibungen auf US-Mobilfunklizenzen aufgrund geänderter Marktbewertungen von 641 Millionen Euro sowie Aufwendungen von rund 5 Millionen Euro bei T-Mobile Deutschland für die Personalserviceagentur der Deutsche Telekom "Vivento". Die bereinigte EBITDA-Marge lag um fast 4 Prozentpunkte über dem Wert des Vorjahresquartals bei 33,4 Prozent.
Positiv auf diese Zahlen wirkte sich die Trendwende bei T-Mobile Deutschland aus: Sie hat sich jüngst einen deutlichen Spar- und Effizienzkurs verordnet. Im dritten Quartal lag der durchschnittliche Umsatz pro Kunde bei 24 Euro, die bereinigte EBITDA-Marge bei 41,2 Prozent und somit deutlich über der des ersten und zweiten Quartals 2004
René Obermann, CEO von T-Mobile International, freute sich über die sehr guten Ergebnisse, wies aber noch einmal auf eine erwartete Wettbewerbsverschärfung in Europa hin: "Wir erleben derzeit eine Veränderung der Marktmodelle in der Mobilfunkindustrie, deshalb ist 'Sparen für Wachstum' das Leitmotiv für die kommenden Quartale." T-Mobile sei auf einem guten Weg, weg vom quantitativen hin zum qualitativen Kundenwachstum.
Das Unternehmen habe mit einer Reihe von Maßnahmen in den vergangenen Monaten auf die erwarteten Veränderungen reagiert. So soll ein breit angelegtes Wachstums- und Effizienzprogramm für die fünf Mehrheitsgesellschaften in Europa (AT, CZ, UK, NL, DE) helfen, sich noch besser auf die veränderten Rahmenbedingungen einzustellen. Obermann: "Ziel ist es, dass wir uns noch stärker auf Serviceangebote fokussieren, die einen nachhaltigen Wert für Kunden und das Unternehmen schaffen." Das ist neben mobilen Datendiensten auch eine intelligente Weiterentwicklung der Sprachtarife. "Der Erfolg unserer Relaxtarifinitiative mit mittlerweile über 1,1 Millionen Kunden allein in Deutschland hat das deutlich unter Beweis gestellt", so Obermann.
Thomas G. Winkler, Finanzvorstand von T-Mobile International, wies noch einmal darauf hin, dass die Zeiten ungebremsten Teilnehmerwachstums in Europa vorüber seien: "Das erfordert neue Ideen und Herangehensweisen."
T-Mobile USA
T-Mobile USA konnte im abgelaufenen Quartal erstmals einen Kundenstamm von mehr als 16 Millionen verzeichnen. Der Zuwachs lag bei 901.000 Kunden. Damit verzeichnet T-Mobile USA zum vierten Mal in Folge den zweitstärksten Kundenzuwachs absolut unter den sechs nationalen Mobilfunkanbieter in den USA. Der Umsatz stieg im Jahresvergleich um über 25 Prozent auf rund 2,5 Milliarden Euro. Das bereinigte EBITDA lag bei 657 Millionen Euro im Vergleich zu 589 im zweiten Quartal. Die EBITDA Marge im dritten Quartal lag bei 26,5 Prozent. Der durchschnittliche Monatsumsatz pro Kunde (ARPU) lag verglichen zum zweiten Quartal unverändert bei 52 Dollar bzw. sank auf Euro-Niveau leicht von 43 auf 42 Euro.
T-Mobile Deutschland
T-Mobile Deutschland konnte im abgelaufenen Quartal einen Aufwärtstrend verzeichnen: So konnte die Marge deutlich gesteigert werden (auf bereinigter Basis 41,2 Prozent); auch die durchschnittliche monatliche Nutzung pro Kunde entwickelte sich positiv und stieg verglichen zum zweiten Quartal um einen Euro auf 24 (bei den Vertragskunden von 38 auf 40 Euro). Mit 2,2 Milliarden Euro Umsatz war T-Mobile Deutschland im Vergleich zum Vorjahresquartal um 1,4 Prozent besser. 300.000 Neukunden bedeuten mittlerweile deutlich über 27 Millionen Kunden (27,4). Im Fokus der Geschäftstätigkeiten stand im abgelaufenen Quartal das so genannte "werthaltige Wachstum". Dabei setzt das Unternehmen nicht mehr auf Kundenwachstum um jeden Preis, sondern zielt darauf ab, möglichst Kunden zu gewinnen, die einen hohen Umsatz versprechen. Ein Blick auf die Struktur der Neuzugänge verdeutlicht das: Während im Vertragsgeschäft 328.000 Kunden hinzugewonnen werden konnten, war bei den Prepay-Kunden ein Rückgang von 29.000 Kunden zu verzeichnen. Damit konnte die T-Mobile Deutschland ca. 100.000 mehr Vertragskunden gewinnen als im Vorjahresquartal. Gleichzeitig konnte die so genannte Churn-rate, die Wechslerrate, von 1,4 Prozent im dritten Quartal 2003 auf 1,1 Prozent gesenkt werden. Erfreulich auch die Entwicklung der so genannten "Cash-Contribution", die im dritten Quartal bei 840 Millionen Euro lag.
T-Mobile UK
T-Mobile UK konnte im abgelaufenen Quartal erstmals mehr als 15 Millionen Kunden erzielen (15,2), was einem Zuwachs im Quartal von 308.000 entspricht. Die Teilnehmerzahl in UK beinhaltet die Kunden von Virgin. Der Umsatz lag bei 1,1 Milliarden Euro. Das EBITDA stieg im dritten Quartal und erreichte 384 Millionen Euro. Der durchschnittliche Monatsumsatz pro Kunde ging währungskurs-bedingt leicht zurück und lag bei 30 Euro.
T-Mobile Austria
T-Mobile Austria konnte seine Kundenzahl (2 Millionen) auf dem hart umkämpften österreichischen Markt knapp halten. Der Umsatz stieg leicht um 12 Millionen Euro auf jetzt 222 Millionen. Das EBITDA wuchs um 16 Millionen auf 66 Millionen Euro, der durchschnittliche Monatsumsatz pro Kunde stieg von 30 auf 31 Euro (jeweils gegenüber dem Vorquartal).
T-Mobile Czech Republic
Im dritten Quartal konnte T-Mobile Czech Republic 55.000 zusätzliche Kunden gewinnen und liegt jetzt bei einer Gesamtzahl von 4,1 Millionen. Der Umsatz stieg um 9 auf 213 Millionen Euro, das EBITDA um 16 auf 105 Millionen Euro. Die EBITDA-Marge konnte deutlich verbessert werden (43,6 auf 49,3 Prozent). Der durchschnittliche Monatsumsatz je Kunde blieb unverändert und lag bei 15 Euro (jeweils gegenüber dem Vorquartal).
T-Mobile Netherlands
29.000 Kunden mehr im dritten Quartal lautet die Bilanz von T-Mobile Netherlands. Insgesamt liegt die Kundenbasis jetzt bei fast 2,3 Millionen Kunden. Der Umsatz stieg leicht um 3 Millionen auf 270 Millionen Euro, der durchschnittliche Kundenumsatz pro Monat blieb unverändert bei 36 Euro. Dagegen konnte das EBITDA mit einem plus von 24 Millionen auf jetzt 55 Millionen deutlich gesteigert werden (jeweils gegenüber dem Vorquartal).