Der geräuschlose Tod des Bankgeheimnisses

  • interessanter Spiegel-Artikel zu einem neuen Gesetz.


    Grundsätzlich finde ich das einen guten Ansatz, was ich allerdings krass finde, ist, dass man als Betroffener nichts davon erfährt, wenn auf den jeweiligen Datenbestand zugegriffen wird. Auch wenn ich nix zu verbergen hab, wenn man gegen mich ermittelt, wüsste ich das doch gerne...


    hier dann auch [URL=http://www.spiegel.de/wirtschaft/0,1518,328199,00.html]der Link[/URL]

    Auch ein Traumjob berechtigt nicht zum Schlaf am Arbeitsplatz.

  • Re: Der geräuschlose Tod des Bankgeheimnisses


    Zitat

    Original geschrieben von Erik Meijer
    Auch wenn ich nix zu verbergen hab, wenn man gegen mich ermittelt, wüsste ich das doch gerne...


    Dann macht das Gesetz aber wohl keinen Sinn. Wäre ja auch klasse. "Herr Binl-aden, wir müssen mal kurz ihr Bankverbindungen kontrollieren, nur so zur Info". Was meint ihr, wie schnell das Geld weg ist.


    So jetzt lese ich erstmal den Artikel...


    Ich hab den Eindruck, dass das Gesetz nur sinnvoll ist, wenn es darum geht zu schauen ob jemand Steuern hinterzieht, aber

    Zitat

    Einen konkreten Verdacht oder eine Begründung braucht der Fiskus nicht vorzuweisen


    das finde ich schon heftig! :eek:


    Zitat

    Arbeitsämter, Sozialbehörden, Familienkasse und BaföG-Amt können den Zugriff jederzeit nutzen


    Finde ich jedoch wieder ne sinnvolle Sache. Wieviel wird da geschummelt und beschissen, das ist nicht mehr feierlich! Mal sehen, wieviel Geld dann eingespart werden kann.


    Ich hab in letzer Zeit den Eindruck, dass man jeden noch so kleinen Grund nimmt um den Datenschutz in Deutschland aufzulösen oder weichzukochen.

  • Die Frage ist, ob das eingesparte Geld nicht wieder durch den zusätzlichen Verwaltungsaufwand aufgefressen wird und außerdem ist das ganze datenschutzrechtlich höchst bedenklich.


    Viel besser wäre doch, dass die Behörde im Falle eines Missbrauchsverdachts vom Empfänger eine Auskunft über die Vermögensverhältnisse angefordert (mit Kontoauszügen etc.) und wenn dieser sie nicht freiwillig beibringt, die Leistungen einstellt.


    Dann hat derjenige, der kontrolliert werden soll, wenigstens die Chance, eine Auskunft zu verweigern.

    23.05.2009, 17:18 Uhr...VfB Stuttgart nach 3:1 in München Deutscher Meister 2009, Diego beendet in seinem letzten Spiel für Werder Wolfsburger Titelträume...

  • Zitat

    Original geschrieben von D-Love
    Die Frage ist, ob das eingesparte Geld nicht wieder durch den zusätzlichen Verwaltungsaufwand aufgefressen wird und außerdem ist das ganze datenschutzrechtlich höchst bedenklich.


    Lt. ARtikel ist es eben kein Aufwand. Ich sag nur Web-Interface - ziemlich easy das ganze! Im übrigen arbeitet man schon an der ONline Auskunft von Bürgerdaten. Zwar sehr bedenklich, aber es ist keine Fiktion. Aber 2005 können Behörden über ein Web-Interface mit entsprechendem User + PW Meldedaten anzapfen.

    Zitat

    Original geschrieben von D-Love
    Viel besser wäre doch, dass die Behörde im Falle eines Missbrauchsverdachts vom Empfänger eine Auskunft über die Vermögensverhältnisse angefordert (mit Kontoauszügen etc.) und wenn dieser sie nicht freiwillig beibringt, die Leistungen einstellt.


    Wo fängt der Missbrauchsverdacht an? Ich hab mich schonmal mit einigen Mitarbeitern unterhalten die in dem Bereich tätig sind. Die müssen echt auf alles achten. Bei dem einen oder der anderen kommt dann raus, dass doch ein zweites Konto vorherrscht, aber du hast keine Handhabe, selbst wenn du es erahnst (beispiel: frau erwähnt, sie bekäme Kindergeld - reicht Kontoauszüge ein, wo das aber nicht verzeichnet wird. Schlussfolgerung zweites Konto, was nicht genannt wurde).

  • Re: Re: Der geräuschlose Tod des Bankgeheimnisses


    Zitat

    Original geschrieben von AdministratorDr
    Finde ich jedoch wieder ne sinnvolle Sache. Wieviel wird da geschummelt und beschissen, das ist nicht mehr feierlich! Mal sehen, wieviel Geld dann eingespart werden kann.


    Das sehe ich genauso. Ich bekomme es bei meiner Arbeit hautnah mit und werde sogar noch von den Kunden gefragt, wie sie denn am besten den Staat bescheissen können. Und damit meine ich nicht irgendwelche legalen Steuersparmodelle. Die wollen allen ernstes Tips von mir, wie sie den das Geld am besten vor dem Finanzamt / Sozialamt / Arbeitsamt usw. verbergen können... was das angeht, finde ich in der Tat die neue Geschichte gut.


    Allerdings wird der Datenschutz dadurch in der Tat sehr aufgeweicht.

    Auch ein Traumjob berechtigt nicht zum Schlaf am Arbeitsplatz.

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