Erfahrungsaustausch der (Ex-) Studenten - Diplomarbeit/ -semester


  • *LOL* kommt mir irgendwie bekannt vor!!!!! :D:D


    MIr ging es während meiner Diplomarbeit (BWL) genauso... Jetzt ist sie abgegeben und das warten ist ebenso nervig... :rolleyes:


    aber vorbei ist endlich der ganze stress :p

  • Zitat

    Original geschrieben von Jauk


    Mir hat es anfangs sehr geholfen ein Exposé zu schreiben. Vorher war es für mich total schwer zu formulieren, worum es eigentlich geht, wie meine Vorgehensweise ist und wie das Ziel aussehen soll. Mit so einem schriftlichen Dokument kann man dann auch viel besser verschiedene Aspekte mit dem Lehrstuhl wie auch dem Unternehmen abklären. Ist eben schon etwas Handfestes im Gegensatz zu mündlichen Absprachen.

    Dem kann ich zu 100% beifplichten! :top:


    Bei meinem Prof geht das Ganze sogar noch weiter: Er will bzw. wollte eine detaillierte und komplett durchdachte Disposition zur Diplomarbeit.


    Der "Nachteil" (welcher sich aber im Verlauf der DA in einen unermesslichen Vorteil verwandelt) ist, dass es von Anfang an mit 100% Aufwand losgeht. Man muss das ganze Thema von Anfang an schon voll durchdenken und stößt dabei auf zahlreiche logische Inkonsistenzen, Grenzen der Machbarkeit und Probleme - aber genau darin liegt der Sinn! Man ist gezwungen, aus dem Wust in seinem Kopf ein konkret(!) tragfähiges Konzept zu schnitzen.


    Ich habe insgesamt 18 Betaversionen meiner Disposition geschrieben, also 18 Weiterentwicklungen. Dabei bin ich drei mal wirklich zu einer massiven Änderung und zu einer massiven Neuordnung gezwungen gewesen, da mir plötzlich bewusst wurde, dass ich munter in eine Sackgasse hineinpaddle. Und genau das ist der Knackpunkt: Hätte ich keine detaillierte Dispo geschrieben, wäre ich mitten in der Diplomarbeit erst draufgekommen - und hätte alles neu machen müssen. :eek:


    Die "Release-Version" meiner Disposition ist 20 Seiten lang, enthält alle Hypothesen und alle Operationalisierungen und ist so ausgereift, dass ich sie aktuell als Drehbuch und Ablaufplan für die Ausarbeitungen bestens verwenden kann. :)


    Eben dieser "Release-Version" hat mein Prof zugestimmt; er sieht sie (auch von sich aus!) wie eine Art impliziten Vertrag, was Vorteile in zwei Richtungen hat:
    1. Er kann nachher nicht mehr sagen, ich hätte ein wichtiges Argument oder einen wesentlichen Aspekt vergessen.
    2. Ich kann mich drauf verlassen, dass mein Grundgerüst tragfähig ist.
    3. Er weiß im Groben, welche Arbeit er erhalten wird. Die wechselseitigen Unsicherheiten sind damit minimiert. Allerdings darf ich nun nicht mehr massiv umstellen oder alles umwerfen (was angesichts der bisher geleisteten Arbeit aber ohnehin keinen Sinn mehr machen würde).


    Fazit: So früh wie möglich konkret werden, weil sich nur dann die Inkonsistenzen frühzeitig sichtbar und man kann noch verhältnismäßig leicht gegensteuern. :top: Und ja, ich weiss aus eigener Erfahrung, wie schwer und ätzend das gleich zu Beginn ist. Aber es lohnt sich definitiv!




    BTW: Dass mein 5-Phasen-Modell auch bei Euch auf so viel Zustimmung stößt, bringt mich auf den Gedanken, es kommerziell zu nutzen. :D



    [small]EDIT: Rechtschreibung[/small]

    Hätte der Mensch nur halb so viel Vernunft wie Verstand, dann wäre alles viel einfacher in der Welt. Linus Pauling

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