Studium: Wie sich selbst zum Lernen motivieren??

  • Ich glaube, einer der größten Ablenker ist das Inet und Foren wie TT :D Ich selber müßte auch noch Therapieabschlußberichrte schreiben und bekomme jetzt erst kurz vor Schluss den Arsch hoch. Von den Prüfungen im März und Mai reden wir jetzt mal lieber nicht... :rolleyes:





    [small]Soviel dazu, dass "Experten" selbst auch Probleme haben...[/small]

  • Ich könnte Dir ein motivationales Coaching anbieten oder ein paar Tritte in den erwähnten Arsch :D


    Oder Du probierst es mal mit Trick 17! ;)

    Q: I've always tried to teach you two things. First, never let them see you bleed.
    Bond: And the second?
    Q: Always have an escape plan...

  • Die Ausführungen zum Thema Nachtwesen kann ich so nicht stehen lassen. Die Ärzteschaft ist sich zwar nicht einig und i.d.R. versucht jeder Arzt zuerst das Nachtleben auf Gewohnheits- oder Faulheits-Faktoren zu schieben - es gibt allerdings vereinzelt auch echte Nachtwesen wie z.B. mich.


    Für mich ist es z.B. ein Unterschied ob ich von 0-4 Uhr oder von 5-9 Uhr schlafe. Gleiche Dauer, aber im zweiten Zeitfenster ist der Schlaf wesentlich angenehmer und effektiver. Auch spielt es eine Rolle, wann Leistung angefordert wird. Schreibe ich die gleiche Prüfung mit gleicher Vorbereitung um 8 Uhr ist das Resultat 'ne 5 - 2 Stunden später wäre es eine glatte Eins geworden. Das war schon in der Grundschule so... :rolleyes:


    Fürs Lernen empfehle ich kleine, intensive Dosierungen (2 mal eine... eineinhalb Stunde am Tag) mit anschließender Belohnung - mehr kann das Gehirn ohnehin nicht speichern. Eventuell langsam steigern aber nicht übertreiben.


    Der Lernort sollte ruhig, angenehm und frei von Ablenkungen sein - also Handy und Telefon aus. Eine Küche (mit den ganzen Gerüchen und Versuchungen, dem ganzen Stress) wäre zumindest für mich denkbar ungeeignet - dann lieber auf die Couch oder den Liegestuhl im Garten. ;)

    Früher konnte man Drachen töten und durfte dann eine Jungfrau heiraten -
    heute gibt's keine mehr und man muss den Drachen heiraten :-(

  • Den Zeitpunkt wann geschlafen wird, halte ich für eine Gewohnheitssache, auch wenn es sicher Leute gibt, denen das eine oder andere mehr liegt.
    Ich bin jetzt seit dem vorletzten Jahr wieder im Beruf nachdem ich mein Studium abgeschlossen habe. In der Zeit habe ich mir angewöhnt um sechs Uhr aufzustehen. Nach ner Weile war ich dann abends auch um 22 Uhr reif fürs Bett. Vor allem wenn man die Lektion gelernt hat, daß man mit vier oder fünf Stunden Schlaf auf Dauer nicht zurecht kommt und am nächsten Tag Leistung bringen will.
    Aktuell habe ich drei Wochen Urlaub gehabt und prompt meinen Schlaf auf 2 Uhr-10 Uhr verschoben. Nach einer Woche Arbeit werde ich wieder im alten Trott sein.
    Aber besonders als Student wo einem oft der feste Tagesablauf fehlt passiert das schnell daß man immer später schlafen geht und sich hinterher wundert, daß man erst um neun Uhr ausm Bett kommt...

  • Zitat

    Original geschrieben von n3o
    also das mit dem Nachtmensch sein halte ich für Mumpitz. Prügelt euch mal 2 Wochen in Folge um 6 Uhr aus der Kiste, dann seht ihr, wie einfach es plötzlich ist um 22h müde zu sein.

    Glaub mir, das funktioniert bei mir nicht. Egal, wie müde ich bin und was ich Anstrengendes an dem Tag gemacht habe, ich gehe trotzdem nicht früher schlafen. Ich bin erst einmal in meinem Leben (seit ich Denken kann) früh eingeschlafen, und das war während des Frankreich-Austausches, nachdem wir den ganzen Tag durch die Stadt gelaufen waren - da bin ich um 21 Uhr vor dem Fernseher eingenickt.
    Irgendwann letztens habe ich es mal geschafft, um 23:30 Uhr ins Bett zu gehen (wollte ursprünglich schon um 22 Uhr ins Bett gehen), bin dann aber natürlich noch stundenlang wachgelegen und habe dann bis 11-12 Uhr gepennt.



    Anderes Beispiel: Ich musste vor einem Jahr bei meinem Subway-Job (und der war anstregend, da man die ganze Zeit rumstand, ohne mal zu sitzen) meist Spätschicht (am WE 17-1 Uhr) und manchmal Frühschicht (7-15) machen. Wenn ich Spätschicht hatte, kam ich also ca. 1 Uhr nach Hause. Jetzt würde der normale Mensch wahrscheinlich dann so spätestens 2 Uhr auch ins Bett gehen. Ich aber nicht. Wenn ich Abends/Nachts nach Hause komme, kann ich einfach nicht sofort ins Bett gehen, ich muss immer ein paar stunden etwas machen, meist am PC sitzen. Das ist einfach ein innerer Zwang, den ich nicht ändern kann. Das war schon in der Schulzeit so, wenn ich um 4 Uhr morgens total fertig von einer Party kam, blieb ich fast immer noch bis 6-7 Uhr wach (an Schultagen auch so bis 4).
    D.h. nach der Spätschicht ging ich erst früh morgens schlafen.
    Andersherum, wenn ich bspw. am Samstag Frühschicht hatte, ging ich Freitags noch weg und machte dann die Nacht durch, weil sich Schlafen nicht gelohnt hätte, bzw. das Risiko zu groß gewesen wäre, zu verschafen (ich musste alleine den Laden aufmachen). Wäre ich zuhause geblieben, hätte es auch nicht wirklich anders ausgesehen.



    Es kann ja gut sein, dass es bei den meisten Leuten klappt, aber das liegt keineswegs bloß an Gewohnheiten, es gibt eben immer Extremfälle. Ich kann wie gesagt schon seit meiner Kindheit nicht früh schlafen, egal was ich mache, egal wie müde ich bin.
    Dass es wirklich Eulentypen wie mich gibt, ist übrigens auch schon wissenschaftlich erwiesen, ich habe vor geraumer Zeit mal ein sehr interessantes Buch über Schlafprobleme gelesen (habe ich schonmal irgendwo in TT gepostet), dort stand das ebenfalls, genauso wie über Schlaffenster, was sehr entscheidend über das Einschlafen und das Müde-Sein beim Aufstehen aussagt. Bei Interesse kann ich gerne mehr dazu erzählen.


    Achja, um 6 Uhr aus der Kiste prügeln konnte ich mich bisher auch nicht, egal wieviele Wecker oder wohin ich den/die Wecker stellte.


    Damit möchte ich das Problem nicht so hinnehmen, ich denke, es muss irgendwie gehen, wenn ich es will, aber für manche wie mich ist es eben ein schwer lösbares Problem, bzw. genaugenommen eher eine Krankheit, andere kommen damit locker klar.

    Vertrauensliste


    Der Mensch erfand die Atombombe. Keine Maus würde auf die Idee kommen, eine Mausefalle zu bauen. (Albert Einstein)

  • Hi,


    du widersprichst mir im Prinzip gar nicht ;).


    Dein einziges Problem scheint einfach nur zu sein, dass du zwar müde bist, aber dich nicht hinlegst und schläfst. Das ist dann aber kein körperliches Problem, sondern ein psychisches. Wenn du z.B. mitten in der Nacht noch das Bedürfnis hast deine eMails abzurufen, würde ich dir mal empfehlen einen Monat komplett auf deinen Rechner zu verzichten. Wenn du dich mitten in der Nacht nicht vom Fernseher trennen kannst, dann schmeiss ihn einmal ein paar Monate raus. Ich komme jetzt seit Anfang November ohne TV aus und merke, wie gut es mir tut.


    Gegen diesen Kontrollverlust, den du empfindest, kannst du also auch aktiv etwas unternehmen.


    So ich mit meiner obigen Einschätzung falsch liegen sollte und du doch sagen wolltest, dass du nachts einfach nicht müde bist, dann antworte ich folgendes:


    Du sagst, dass du nie früh ins Bett gehen kannst. Gleichzeitig schreibst du unten aber auch, dass du nie früh aufstehst. Na dann rate mal womit dann ersteres zu tun hat :).


    Du bist einfach im falschen Rhythmus. Wenn du dich 2 Wochen (ich denke eine würde auch reichen) um 6 aus dem Bett haust und den Tag über arbeitest (in welcher Form auch immer), wirst du entsprechend früher müde. Ganz einfach. Dass es natürlich schwer ist am Anfang deinen jetzigen Rhythmus zu durchbrechen ist klar. Natürlich bist du auch um 1h Nachts noch nicht müde, wenn du bis 12 pennst. Und solange du keinen einheitlichen Rhythmus wählst wird sich daran auch nichts ändern. Natürlich kannst du dann 4 mal die Woche auch mit Schlaf von 2 nachts bis 8 morgens auskommen, wenn du am WE dafür wieder total spät aufstehst kommst du einfach nicht in den neuen Rhythmus.


    Ich bleibe also nach wie vor dabei, dass man richtig schlafen erlernen kann und das es niemanden gibt, der ohne Grund immer nur ab Punkt 4h nachts schlafen kann, egal wann er aufsteht. Denn im Prinzip ist die Zeit in der wir rechnen zwar physikalisch sinnvoll, aber biologisch (nach meinem Wissenstand) gar nicht zwingend so richtig.


    Denn zum Thema innere Uhr gibt es ja auch diese tollen Versuche, die zeigen, dass unsere Gangabweichung ganz enorm ist. Ein Probant wurde dazu ein paar Tage oder Wochen in eine fensterlose und aussengeräuschfreie Wohnung gepackt in der es keinerlei Uhren o.ä. gab. Er wurde gefilmt und musste schätzen wann jeweils 6 Stunden (o.ä.) vergangen waren. Irgendwann so am dritten oder vierten Tag wollte er dann um 3h Nachts erzählen, dass es 16h nachmittags sei. Es wäre also sehr unwahrscheinlich, dass du, wärst du Probant, dort jeden Tag um die gleiche Zeit (wohlgemerkt die aussen gemessene, objektive Zeit) müde wärst und schlafen würdest.


    Wäre vielleicht ganz interessant zu wissen, wie wir Menschen schlafen würden, wenn wir keine Zeit messen würden und im Prinzip auch indifferent wären ob wir Tags und Nachts auf bleiben.


    n3o.

  • Kann das Gesagte nur unterstreichen. Hab mich auch immer als "Nachtmensch" bezeichnet, weil es mir ähnlich geht wie Shani Ace. All das kenne ich nur zu gut, was geschildert wurde. Aber es ist einfach wirklich der falsche Rhythmus oder eben der innere Zwang, jetzt noch nicht schlafen zu gehen. Seit ich wieder angefangen habe mit Studium, hat sich das alles innerhalb von wenigen Wochen wieder extrem gebessert, da ich (das trifft ja auf die meisten nicht zu ;) ) jeden Tag früh raus muss, einmal die Woche sogar um 6 Uhr (für Studenten eigentlich undenkbar). Nach relativ kurzer Zeit bekam ich wieder einen humanen Rhythmus rein und hatte auch am Wochenende keine so großen Probleme mehr mit dem Schlafen.


    Aber wehe, wenn man dann mal 1-2 Wochen frei hat. Dann tritt eben sehr schnell wieder dieser "Ferien-Effekt" ein.

  • Yup, aus dem Grund habe ich dieses Semester drauf geachtet, dass ich jeden Tag unter der Woche entweder ab 8 Uhr Vorlesungen habe oder arbeiten gehe. Mir würde das früh aufstehen sonst auch viel schwerer fallen.

  • Ich hab schon verschiedenste Tagesabläufe in meinem Leben gehabt wie sie unterschiedlicher nicht sein können. Ich war Schüler, Arbeitsloser, Arbeiter, Wehrdienstleistender, Azubi, Facharbeiter, Student und mittlerweile ordentlicher, berufstätiger Ingenieur.
    Manchmal musste ich um halb fünf aufstehen, manchmal garnicht.
    Und _immer_ hab ich mich spätestens nach zwei Wochen dem jeweilgen Trott und Tagesablauf unterworfen den die Umwelt mit sich brachte. Es ist reine Gewohnheitssache.

  • also alle meine lehrer (ja bin noch aufm gymn.) meinen das ich überall 2 stehen könnte wenn ich nicht so faul wäre, was auch stimmt, habe mich kurzzeitig mal angestrengt und ahtte in jeder arbeit 2 oder 3 anstatt 4 5...


    jedoch kann ich das nur wenn eine mir nicht so bekannte person (z.b. nachhilfelehreri) mit mir übt, sodass ic wirklich kontrolliert werde.


    wenn ich allein zuhaus üben soll, dann nehm ich mir lieber mal die connect als die lektüre oder das französischbuch...


    klingt komisch, ist aber so...


    und deshalb will ich jetzt in die ausbildung und weg von der schule, dann werd ich wenigstens kontrolliert und der stress zuhause deswegen ist vorbei!!!


    mfg

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    Opa: Ne, Klassentreffen :D

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