Der niederländische Elektronikkonzern Philips entwickelt in seinen
englischen Forschungsstätten optische Datenträger für Handys und PDAs.
Die "Small Form Factor Optical" [SFFO] Technologie soll es ermöglichen,
vier Gigabyte Daten auf einem Datenträger mit drei Zentimetern
Durchmesser zu speichern.
Als Grundlage dient dabei eine DVD-Nachfolge-Technologie mit blauen
Lasern, die deutlich höhere Kapazitäten auf den Medien ermöglicht,
berichtet das Fachmagazin "New Scientist". Die zugehörigen Laufwerke
sollen etwa die Größe einer Kreditkarte haben und sind dabei einen
halben Zentimeter hoch.
Im Juni war bereits ein Prototyp gezeigt worden.
Laufwerk könnte 110 Euro kosten
Die Trägerschicht in dem Speichermedium ist nur 0,1 mm dick, im
Gegensatz zu 0,6 mm bei heutigen DVDs. Dadurch soll die Fehlerquote bei
Erschütterungen während des Lesevorgangs reduziert werden - ein Handy
könnte in diesem Fall als mobiler Player für Disks mit 48 Stunden
MP3-codierter Musik eingesetzt werden.
Die Technologie des Mini-DVD-Players soll in zwei Jahren auf den Markt
kommen. Die Datenträger selbst können nach Angaben des Herstellers für
einige Cent pro Stück produziert werden. Für die Laufwerke wird der
Preis anfangs bei etwa 110 Euro liegen.