Alte Handys für einen guten Zweck!

  • Zitat

    Und diese Entsorgung bezahlen Euch die Hersteller der Handys, die lt. WEEE dazu verpflichtet sind, sich um die Entsorgung zu kümmern, stimmts?



    Nein!

  • Gemäß der Elektroschrottverordnung müssen die Hersteller nur für die Entsorgung derjenigen Geräte aufkommen, die nach dem 13. Augugst 2005 verkauft wurden.

  • Sondern?
    Wer bezahlt den die Entsorgung, die sich ganz sicher nicht über den von Dir genannten Wiederverkaufswert der alten Handys in Ländern der sog. "Dritten Welt" finanzieren lässt?

  • Der Unterschied zwischen dem österreichischen Projekt und handy4smile.de
    sind nur wenige Wörter, die machen aber einen großen Unterschied:


    Pikko Bello + Rotes Kreuz Österreich:
    Für jedes eingeworfene Mobiltelefon - egal welchen Zustands -
    erhält das Rote Kreuz 1,50 Euro


    handy4smile.de:
    Jedes wieder verwendbare Handy unterstützt eine Organisation mit 1,50 Euro


    Sollte ein Handy also nicht mehr verwendbar sein, gibt´s auch keine Spende!
    Das wird meinem Geschmack nach etwas zu beiläufig erwähnt und
    der geneigte Spender wird diesen feinen Unterschied sicher gerne überlesen
    und glaubt, er würde mit jedem Schrott-Teil etwas Spenden.



    Also das Spenden ist bei dem Projekt wohl nicht das Wichtigste an der Sache
    und dient eher Marketing-Zwecken - da es der Umwelt aber etwas bringt,
    ist das Projekt aber trotzdem zu begrüßen!


    Also bei aller Kritik: Besser so, als wenn das Handy sinnlos im Müll landet!



    P.S:
    Funktionsunfähige Schrott-Handys könnt ihr ja bei TT-Treffen sammeln,
    sicher findet sich ein Kollege, der demnächst mal Urlaub
    in Österreich macht: http://www.roteskreuz.at/1699.html

  • Der Unterschied zwischen dem österreichischen Projekt und handy4smile.de
    sind nur wenige Wörter, die machen aber einen großen Unterschied:


    Pikko Bello + Rotes Kreuz Österreich:
    Für jedes eingeworfene Mobiltelefon - egal welchen Zustands -
    erhält das Rote Kreuz 1,50 Euro




    Hallo qscol,


    es leider nicht richtig das das Rote Kreuz in Östereich für jedes Alt Handy ein 1,50 € bekommt. Es steht da ist aber nicht so! Deshalb haben wir dafür entschieden die Wahrheit zusagen! Schauen Sie mal auf der Hompage der Firma Piko Bello nach!

  • Hallo hel53,
    meine Frage war zwar kurz und knapp, aber ich finde sie nicht ganz unwichtig:
    Wer bezahlt die Entsorgung der nicht mehr verwertbaren Geräte?

  • [QUOTE][Hallo hel53,
    meine Frage war zwar kurz und knapp, aber ich finde sie nicht ganz unwichtig:
    Wer bezahlt die Entsorgung der nicht mehr verwertbaren Geräte?/QUOTE]


    Unser Recyclingpartner entsorgt Sie kostenlos nach Deutsch Gesetztgebung wie oben beschrieben.

  • Nun, es scheint doch so zu sein: hinter einer Aktion die vorgibt Gutes zu tun stecken PR-Profis der großen Herstellerfirmen (Vodafon spendet z.B. 5 Euro pro Handy an den NABU http://www.nabu.de/m07/m07_02/04628.html).


    Das es deutsche Firmen gibt, die "kostenlos entsorgen" (wohlgemerkt nicht recyclen) gehört wohl eher ins Reich der Märchen und Mythen.


    Und das hier steckt womöglich wirklich dahinter:
    " Elektroschrott für die Dritte Welt


    Wenn es um Wohltätiges geht das nichts kostet und zusätzlich ein Beitrag zum Schutz der Umwelt geleistet wird, ist jeder bereit sein schlechtes Gewissen aktiv zu beruhigen. Eine ideale Nische für das „public relation“. Doch wenn die Marketingstrategen losschlagen ist Vorsicht geboten.


    Die Netzbetreiber des Mobilfunks und Tageszeitungen die das Geschehen widerspiegeln setzen auf „Grüne Lösungen“ in „Roten Tüten“. „Stecken Sie ihre alten Handys einfach in dieses Kuvert und geben es in die Post, ohne Porto zu bezahlen.“ Das ist der aktive Schritt, sich moralisch vom Druck des „wohin mit dem alten Ding“ zu befreien.


    Und dort wo das Tütchen ankommt blüht das Geschäft. Greener Solutions GmbH heißt die Firma in München, die zusammen mit T-Online, Vodafone und E-Plus am anderen Ende des Postweges steht.


    Nach Informationen des Magazins „Der Spiegel“ bringt das aufpolierte Alt-Handy 25 bis 40 Euro das Stück. Dann die Gebühren für die Nutzung des Netzes, langfristige Marktsicherung in Afrika und Asien mit dem europäischen GSM-Standard und später UMTS.


    Soweit wäre das alles in Ordnung – eben freie Marktwirtschaft. Nur ob man darüber nachdenkt was mit den altgebrauchten Handys passiert, wenn sie nach einer Woche oder ein paar Monaten in der Dritten Welt entgültig kaputt gehen? Dieses Problem hat Greener Solutions GmbH in der Verantwortung der dort ansässigen gelassen.


    „Maximising sustainable business“ ist in ihrem „Corporate Sustainability Report - 2002“ zu lesen und dass die kaputten Handys nicht nach Afrika abgeschoben werden, das garantiert die Firma mit dem Hinweis auf das Baseler Abkommen. Doch in der Summe garantiert der Report nur viele Worte mit wenig Fakten.


    Wieweit die Maximierung des Geschäftes des europaweit agierenden Konzerns gehen würde, wenn sie nur kaputte Handys bekämen, die nicht in die Dritte Welt abgeschoben werden könnten – der Konformität zum Baseler Abkommen wegen?


    Das Elektronikschrott viele Wertstoffe enthält wissen wir alle. Wie Mobilfunkgeräte ordentlich entsorgt werden berichten wir in unserer nächsten Ausgabe. Und dieses Recycling hat zur Zeit noch nichts mit profitablem Geschäft zu tun."


    Quelle: http://www.umweltpanorama.de/s…n/03-hw-handyschrott.html


    Ein interessanter Artikel dazu auch in der Zeit: http://www.zeit.de/2003/52/Second_Handys


    Und wenn ich dann noch ZDNET zitieren darf "Immer mehr Bürger geben ihre ausrangierten TVs und PCs an Organisationen, um damit den Entwicklungsländern zu helfen. Doch das meiste davon ist reiner Elektronik-Schrott, der unkontrolliert auf wilden Müllhalden landet." (http://www.zdnet.de/itmanager/…tm?pid=39140227-11000006c) Handys sind zwar kleiner als PCs und TVs, aber enthalten auch genügend Schadstoffe wie Arsen, Cadmium, Kupfer, Blei, Quecksilber, Nickel und Zink.


    Ich würde mal sagen, da wird auf Kosten der armen Länder im Süden und der Umwelt versucht Geld zu machen.

  • Wenn es also darum geht dürfen wir gar nichts mehr in die Dritte Welt Länder expotieren! Wegen der Umwelt! Das Basler Abkommen besagt das der Elektroschrott aus Europa auch wieder in Europa reycelt werden muß!


    Was machen Sie eigentlich mit Ihren Altkleideren! Ich schmeiße Sie in einen Alt Kleidercontainer einer großen Hilfsorganisation! Was passiert mit den Kleidern! Genau! Sie werden in Afrika weiter verkauft und nicht gespendet! Was passiert eigenlich mit den Alten Autos die nach Afrika verkauft werden! Was passiert mit den anderen Sachen dort hin verkauft werden! So weit ich weiß gibt es dafür noch kein Abkommen oder?

  • 1. Ich gebe meine Altkleider nur an Organisationen, die sich dem Dachverband FairWertung angeschlossen haben. ("Der Dachverband FairWertung sieht sich in der Verantwortung für die gesamte Prozesskette beim Textilrecycling. Dies heißt auch, dass er die ökologischen und sozialen Folgen in den Importländern beachtet und seine Aktivitäten im Interesse der dort lebenden Menschen ausrichtet.") Siehe http://www.fairwertung.de
    Das zeigt, dass es durchaus eine Alternative zu Ihrem Schwarz-Weiß-Denken gibt.


    2. Die Tatsache, dass es in anderen Bereichen keine Abkommen gibt, ist kein hinreichendes Argument, um auf Kosten ärmerer Länder Geld zu verdienen.


    3. Es geht nicht darum, ob in ärmere Länder im Süden nichts mehr exportiert werden darf. Es geht darum, dass unser Wohlstandsmüll dort entsorgt wird, weil a.) die Hersteller aufgrund der neuen Abkommen verpflichtet sind, ihre zukünftigen Altgeräte zurückzunehmen und jetzt nicht wissen was sie damit machen sollen (siehe 4.), b.) sich damit ein paar Zwischenhändler noch gutes Geld verdienen können ("Handy4smile ist eine Geschäftssparte vom Marketingservice Lampe." http://www.handy4smile.de) c.) Die Mobilfunkbetreiber sich neue Absatzmärkte im Süden erhoffen.


    4. "Handyrecycling, im eigentlichen Wortsinne, gibt es bisher nicht, da Recycling die Wiedernutzbarmachung der ursprünglichen Materialeigenschaften voraussetzt. Dazu müsste man Handys entweder komplett zerlegen oder die Materialien anders voneinander separieren. Das bisher übliche „Recycling“ besteht im Schreddern, anschließender Edelmetallraffination und Kupferschmelze." http://www.umweltpanorama.de/s…04-cs-handyrecycling.html

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