ZitatOriginal geschrieben von Robert Beloe
Es ist natürlich Unsinn, dass Heterosexuelle ihre Privatsphäre geheimhalten sollten/müssen wie Homosexuelle in einem homophoben Umfeld. Daher ist es auch Unsinn (um es höflich zu formulieren) zu verlangen, dass Homosexuelle ihre Neigung verschweigen oder geheimhalten. Schon wenn ein Fußballer über seine Familie oder seine Freundin berichtet, ist damit natürlich klar, dass er heterosexuell ist - wie die Mehrheit der Bevölkerung. Hitzlsperger hätte sich auch outen können, wenn er sich öffentlich mit einem Freund gezeigt hätte (wenn es einen gegeben hätte). Wäre das dann auch schon zu viel Zumutung für das Umfeld?
Ich würde es begrüßen, wenn man über Hitzspergers Coming Out nicht sprechen müsste. Leider ist es aber nun mal so, dass das so nicht geht - denn die Akzeptanz für Menschen mit homosexuellen Neigungen muss eben erst geschaffen werden. Und sie existiert ganz sicher dann nicht, wenn man verlangt, dass sie nur im Geheimen so sein dürfen, wie sie sind.
Ich werde sowieso nie begreifen, was für ein Problem homophobe Menschen mit Homosexuellen haben. Heterosexuelle werden dadurch nicht in irgendeiner Weise 'bedroht'. Und es ist auch nicht so, dass mehr Menschen schwul werden, wenn es weniger Homophobie gäbe. Es ist für so gut wie jeden Homosexuellen ein ziemlich schmerzhafter Prozess, erkennen zu müssen, dass er mit einem Menschen gleichen Geschlechts zusammenleben muss.
Jeder soll die Beziehung führen, die er will.
Die Akzeptanz wird aber nicht dadurch erhöht, dass er durch die Medien turn, um aller Welt mitzuteilen, dass er schwul ist. Wenn er sich einfach normal mit seinem Freund gezeigt hätte, hätte das viel mehr die "Normalität" dargestellt.