Was haltet Ihr von Hobbes' Staatsvertrag?

  • Einige von Euch haben bestimmt schon mal etwas vom Leviathan, dem Staatsvertrag aus der Ethik Thomas Hobbes' gehört.
    Nun würde mich mal interessieren, was Ihr von Hobbes' Definitionen und Auffassungen haltet.
    Ich selbst halte die ganze Sache für recht durchdacht und meistens auch sehr logisch, da imho das zwischenmenschliche
    Zusammenleben ohne staatliche Ordnung katastrophal wäre.


    PS: bitte nicht als "Hausaufgaben-Thread" schlie0en. Ich schreibe über dieses Thema (oder ein ähnliches) zwar morgen eine Klausur,
    aber nachdem ich mich mit der Angelegenheit nun zwangsweise auseinandersetzen musste, würde mich doch mal die Meinug anderer dazu interessieren
    (mein Kurs teilt sich größtenteils meine Meinung, aber vielleicht gibts hier ja Kritiker von Hobbes' Ethik?)

  • Hallo,


    Hobbes vertritt ja auch einen Teil von Rousseau ... ich habe gerade heute ein Klausur drüber geschrieben.


    1. Text von Rousseau wiedergeben


    2. Rousseau und Hobbes vergleichen


    3. Meinung zu Hobbes beziehen... "ist der Mensch von Natur aus schlecht?!"



    Ich würde mir auf jeden Fall nochmal bei google etwas zu Rousseau angucken, der geht nämlich davon aus, dass die Menschen, bevor sie zusammengelebt haben in einer Gesellschaft, noch in Ordnung waren und keine schlechten Eigenschaften hatten. Erst mit dem Gesellschaftlichen Leben bekommt der Mensch die schlechten Eigenschaften durch die Konkurrenz, wie z.B. Ruhmsucht, Habgier etc. ... Hobbes setzt dort an:
    Er sagt, dass in jedem Menschen von anfang an schlechte Eigenschaften sind und dass der Mensch so auf die Welt kommt.


    Ich denke, dass er damit Recht hat:
    Kritisieren könnte man allerdings, dass es ja immernoch Stämme in Afrika gibt, die in einer großen Gemeinschaft leben, und das Konkurrenzdenken, und damit die schlechten Eigenschaften, erst dadurch entstanden sind, dass es westliche Einflüsse gab.
    Das Gleiche gilt imho bei den Indianern. Diese lebten auch in einer funktionierenden Gemeinschaft, bis die Weißen kamen und Konkurrenzdenken auslösten.


    Aber eigentlich stimme ich mit Hobbes überein!


    Wenn Du spezielle Fragen hast, dann her damit!


    Gruß,
    Chris

  • rosseau haben wir schon letztes jahr durchgenommen...da hab ich mich gar nicht mehr dran erinnert! :gpaul: :D
    das mit dem stämmen in afrika hat mich ferade stutzig gemacht....sagen wir mal, beide haben recht. :rolleyes: das werde ich aber (wenn es die aufgabenstellung erlaubt) schreiben, kann nicht falsch sein :)


    irgendwie bin ich jetzt völlig verwirrt.
    also laut hobbes kann nur der staat den chaotischen naturzustand, in dem es keine regeln und gesetze (-> krieg aller gegen alle) gibt.
    nach rousseau kann der frieden jedoch auch im naturzustand bestehen, der staat hingegen (bzw. dessen einflüsse) lassen erst konkurrenzdenken zu. nach hobbes wiederum dürfte dies aber kein problem dastellen, da der staat wiederum streitigkeiten durch gesetze eliminieren kann...
    ich will weitere meinungen hören! :)

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