Hat man denn an der Börse immer den gleichen Anfangs- und Endkurs garantiert?
Wo liegt die Praxisrelevanz Deiner Annahme?
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Hat man denn an der Börse immer den gleichen Anfangs- und Endkurs garantiert?
Wo liegt die Praxisrelevanz Deiner Annahme?
ZitatOriginal geschrieben von sparfux
Wo liegt die Praxisrelevanz Deiner Annahme?
Das hatte ich versucht deutlich zu machen. Guck dir die aktuelle Marktphase an.
Wenn Anfangs= Endkurs langfristig so wäre, sollte man gar nicht investieren sondern sein Geld woanders anlegen.
Statistisch haben die Märkte einen positiven Erwartungswert für die Rendite und eben eine gewisse Schwankungsbreite. Durch den positiven Erwartungswert kommt man, wenn man eine große Anzahl von möglichen Verläufen auswertet, darauf, dass eine Einmalanlage im Schnitt die höchste Rendite abwirft. Allerdings ergibt sich bei der Einmalanlage auch die größte Schwankungsbreite der Endergebnisse. Durch eine verteilte Anlage (CAE) senkt man das Risiko, auf dem falschen Fuß erwischt zu werden. Die Schwankungsbreite der Anlageergebnisse sinkt, genau so aber auch die durchschnittliche Rendite der vielen ausgewerteten Verläufe.
Du gehst davon aus, dass Anfangs- und Endkurs gleich sind und der Durchschnittskurs konstant ist. Sag mir mal bitte, was diese beiden Annahmen mit der Realität an der Börse zu tun haben. Meiner Ansicht nach gar nichts. Unabhängig davon, wie die Kurse nun verlaufen werden.
ZitatOriginal geschrieben von sparfux
Du gehst davon aus, dass Anfangs- und Endkurs gleich sind und der Durchschnittskurs konstant ist. Sag mir mal bitte, was diese beiden Annahmen mit der Realität an der Börse zu tun haben. Meiner Ansicht nach gar nichts. Unabhängig davon, wie die Kurse nun verlaufen werden.
Tja, wie man an der aktuellen Marktlage sieht, hat das aber teilweise sehr viel mit der Realität an der Börse zu tun.
Wir haben momentan in den Aktienmärkten Bewegungen, wo der Cost-Average-Effekt sich am stärksten positiv bemerkbar. "Eigentlich" sollte man als Langfristanleger in einer solchen Phase gar nicht investieren - der Cost-Average-Effekt führt aber dazu, dass das Ergebnis positiver ausfällt als man es bei Betrachtung der Charts erwarten könnte.
Noch mal zur Verdeutlichung: Man muss deshalb identische Anfangs-, End- und Durchschnittskurse voraussetzen, weil es ansonsten eine Vermischung(!) von Effekten gibt. Dass du bei einer frühen Einmalanlage mehr Gewinn hast, wenn der Kurs stetig steigt, ist doch völlig klar. Das kann man aber eben nicht immer. voraussetzen.
ZitatOriginal geschrieben von BartS1975
Das hatte ich versucht deutlich zu machen. Guck dir die aktuelle Marktphase an.
sorry, wenn ich mich in euren Disput einmische.
Ich denke es geht hier um unterschiedliche Erwartungen an den Cost-Average-Effekt.
Der Effekt wird in der "Bankberatung" gerne genutzt um den potentiellen Kunden ein Produkt zu verkaufen. Der Effekt wird mißbraucht um zu sagen "kaufe jetzt mein Produkt X, Du kannst durch den Effekt gar nichts falsch machen weil Du dadurch gar nicht zum falschen Zeitpunkt einsteigen kannst. Unterschwellig wird damit vermittelt dass der Kurs auch steigt.
Den verlinkten Artikel von puntigamer finde ich absolut prima und bringt es auf den Punkt
http://wirtschaftsthemen.net/f…verage-effekt/002261.html
Wenn das Anlageprodukt nichts taugt, hilft Dir der Cost-Average-Effekt auch nicht.
Der Cost-Average-Effekt ist eben kein Allheilmittel für garantierten Gewinn. Der Kurs des Anlageprodukt muss sich ob mit Einmalanlage oder mit Cost-Average-Effekt über Zeitraum x nach oben entwickeln. In Deinem Beispiel die Sache mit 5 Euro am Anfang und auch wieder am Ende.
Ist er am Ende unter 5 hast Du in beiden Fällen keinen Gewinn (ab einem bestimmten Kurs zumindest, wenn ein gefallener Kurs den positiven Effekt aufgefressen hat).
Der Cost-Average-Effekt reduziert nur Risiken und überbrückt "kleine Zeiträume".
D.h. bei einem gefalllenen Kurs reduziert er quasi nur Deinen Verlust. Aber Ziel einer Anlage soll ja primär der Gewinn sein.
Also ich gehe langfristig weiterhin von einer positiven zu erwartenden Rendite aus.
Selbst wenn man aber annimmt, dass der Erwartungswert 0 ist. Auch in einer unendlichen Seitwärtsphase ist Anfangs-Kurs= Endkurs nicht gegeben. Auch in der "aktuellen Marktphase" kann keiner davon ausgehen, dass er wenn er bei 5€ eingestiegen ist, wieder bei 5€ verkauft.
Ich bleibe dabei: Deine Beispiele haben keinerlei praktische Relevanz. Auch wenn man von 0% Rendite ausgeht.
ZitatOriginal geschrieben von sparfux
Also ich gehe langfristig weiterhin von einer positiven zu erwartenden Rendite aus.
Selbst wenn man aber annimmt, dass der Erwartungswert 0 ist. Auch in einer unendlichen Seitwärtsphase ist Anfangs-Kurs= Endkurs nicht gegeben. Auch in der "aktuellen Marktphase" kann keiner davon ausgehen, dass er wenn er bei 5€ eingestiegen ist, wieder bei 5€ verkauft.
Muss er ja auch nicht - aber wenn der Kurs nach einem zwischenzeitlichen Sturz wieder bei 5 Euro angelangt ist, hat er eben einen Gewinn, und nicht +/-0. ![]()
ZitatOriginal geschrieben von sparfux
Ich bleibe dabei: Deine Beispiele haben keinerlei praktische Relevanz. Auch wenn man von 0% Rendite ausgeht.
Wie du meinst - ich sehe es anders.
Aber das ist ja kein Problem.
ZitatOriginal geschrieben von blacksun
Der Cost-Average-Effekt ist eben kein Allheilmittel für garantierten Gewinn. Der Kurs des Anlageprodukt muss sich ob mit Einmalanlage oder mit Cost-Average-Effekt über Zeitraum x nach oben entwickeln.
Natürlich, aber eben nicht dauerhaft.
Wie gesagt, bei einem Kursverlauf
5 5 5 5 5 5 5 5 5 5 5 5, usw. [dies entspricht einer Einmalanlage, bei der Kauf- und Verkaufkurs identisch sind],
hat man am Ende des Betrachtungszeitraums +/-0 (oder nach Transaktionsgebühren sogar eine negative Rendite), aber bei einem Kursverlauf
5 7,5 2,5 5 7,5 2,5 5, usw.
hat man Ende des Betrachtungszeitraums, wenn man zu 5 Euro verkauft, eine positve Rendite - und eben die wurde allein vom Cost-Average-Effekt verursacht.
Alle anderen Effekte (tendenziell steigende Kurse, tendenziell sinkende Kurse) muss man separat untersuchen.
ZitatAlles anzeigenOriginal geschrieben von BartS1975
Natürlich, aber eben nicht dauerhaft.
Wie gesagt, bei einem Kursverlauf
5 5 5 5 5 5 5 5 5 5 5 5, usw.
hat man am Ende des Betrachtungszeitraums +/-0 (oder nach Transaktionsgebühren sogar eine negative Rendite), aber bei einem Kursverlauf
5 7,5 2,5 5 7,5 2,5 5, usw.
hat man Ende des Betrachtungszeitraums eine positve Rendite (auch dann, wenn man zu 5 Euro verkauft!) - und eben die wurde allein vom Cost-Average-Effekt verursacht.
Alle anderen Effekte (tendenziell steigende Kurse, tendenziell sinkende Kurse) muss man separat untersuchen.
Jetzt hast Du Dein Beispiel noch schnell geändert, damit Anfangs und Endkurs wieder gleich sind ...
2,5 2,5 2,5 7,5 7,5 7,5 7,5 7,5 7,5 2,5 2,5 2,5
ist auch ein Seitwärtsmarkt mit durchschnittlich 5€ und ist schlechter als konstant 5€.
Wenn man jeden Monat etwas anzulegen hat ergibt's bei offener Zukunft keinen Sinn, daß man das erstmal irgendwo anzusammelt, um es dann einmalig oder in sehr großen Batzen anzulegen. Also macht man's monatlich und nimmt quasi automatisch den Cost-Average Vorteil mit.
Wenn man hingegen nicht regelmäßige Anlagebeträge hat, sondern lediglich eine einmalige, dann wüsste ich nicht, warum man einen Cost-Average Effekt erzwingen sollte, indem man nur nach und nach von sicheren, festverzinslichen Anlagen auf variable Anlagen umschichtet. Der Einmalbetrag kann ja nur entweder unerheblich oder erheblich sein. Im unerheblichen Fall verliert man nicht viel, im erheblichen Fall werden auch einzukalkulierende Einbußen einen immer noch erheblichen Betrag übriglassen. Man kann sich höchstens einen Zeitpunkt aussuchen, in dem man denkt, daß der Kurs einerseits unten ist und andererseits eher wieder steigen müsste.
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