Ubuntu Installation, sinnvoll? ja? wie?

  • Zitat

    Original geschrieben von frank_aus_wedau
    Kann man einen Kernel, der die Stromsparfunktionen unterstützt, nicht in ein älteres Linux implementieren? Mit solchen Feinheiten hab ich mich noch nicht auseinandergesetzt.

    Klar, das geht. Der Kernel ist - wie so ziemlich jedes Stueck Software bei so einer Linux-Distribution - austauschbar. Du kannst problemlos einen aktuellen 2.6.34er auf einer 4 Jahre alten Distribution einsetzen.


    Allerdings wird dies nur von wenigen Distributionen unterstuetzt. Es gibt also nicht immer fertige Pakete dafuer, im Zweifelsfall musst du dir den Kernel direkt von kernel.org holen und selbst kompilieren. Von der Distribution vorgenommene Modifikationen (von zurueckportierten Treibern bis komplett eigenen Features) sind dann natuerlich nicht enthalten.


    Da es dir hier aber eher um ein Standard-System geht, spricht wenig gegen einen aktuellen Vanilla-Kernel. Hol' dir z.B. mal ne Xubuntu 8.04, fuer die gibt's zumindest noch 1 Jahr lang Sicherheitsupdates. Und dann packst du da einen aktuellen Kernel rein, Pakete dafuer gibt's hier: https://wiki.ubuntu.com/KernelTeam/MainlineBuilds

  • Harlekyn, vielen Dank für Deine Hilfe! Die Tipps waren goldrichtig:


    Zitat

    Original geschrieben von harlekyn
    Hm, auf meinem NC10 funktioniert Ubuntu wunderbar, incl. Helligkeitssteuerung des Displays. Der Luefter geht unter wenig Last auch aus. Ich nutze dort aber auch die Netbook-Version. Welche BIOS-Version hast du drauf, und welche Ubuntu-Version hast du installiert?


    Die Idee mit der BIOS-Version war entscheidend: Ich habe das NB im Oktober 2009 gekauft und seitdem das BIOS nicht aktualisiert. Offenbar hatte die installierte Version einen Bug, der beide Probleme verursacht hat. Nachdem ich die aktuelle Version von Samsung geladen und geflasht (unter Windows) hatte, funkioniert es prima. Ich habe die Netbook-Version des aktuellen Ubuntu installiert.


    Zitat

    Original geschrieben von harlekyn
    Flash kannst du ueber Synaptic nachinstallieren, oder ueber die Kommandozeile: sudo apt-get install flashplugin-installer (oder gleich ubuntu-restricted-extras, dann hast du auch Java, Codecs und Schriften mit dabei).


    Deutsche Sprache fuer OpenOffice gibt's ueber das Paket openoffice.org-l10n-de. Mit der Internationalisierung hab ich aber nicht allzu viel Erfahrung, die ist stellenweise doch eher noch holprig.


    Auch das hat funktioniert - jetzt muss ich mich nur noch an OO gewöhnen - ich mag das Ribbon von Office 2007 ;)


    Vielen Dank!

  • Um mal zu meinem ubuntu Experiment auf meinem alten Desktop zu berichten:
    Mittlerweile kann ich sagen, dass die Benutzung meine externen Festplatte mit ubuntu quasi nicht möglich ist.


    Wenn ubuntu mal abgestürzt ist, muss man erst mittels Windows chkdsk auf der externen Festplatte irgendwelche Fehler beheben. Ansonsten lässt sich die Platte nichtmehr mounten.
    Problem dabei: schließt man die Festplatte an ein Windows-System an, stürzt Windows mit einem Bluescreen ab (sowas hatte ich Jahre nichtmehr). Vielleicht löst ntfsfix das Problem, das muss ich mal testen.
    Was mich noch stört ist, dass es ubuntu nicht wirklich möglich ist ALLE Dateien auf die externe Festplatte zu kopieren (es werden beispielsweise beim kopieren von Ordnern mit Dateien und Unterordnern teilweise die Unterordner mit und teilweise ohne Inhalt kopiert).
    Ansonsten finde ich das Out-of-the-Box Angebot an Software einfach nur geil :D
    Auch die einfache Einbindung ins Netzwerk und an den Router ist Klasse. Geschwindigkeit mit meinem alten System ist noch in Ordnung -solange man nicht gimp öffnet- mehr RAM sollten es aber doch schon sein.

  • Was hast du fuer ein Filesystem auf der externen Platte? Warum stuertzt Ubuntu ab? Klingt fuer mich eher nach schrottiger Hardware, wenn auch Windows beim Anstoepseln der Platte rumzickt...

  • is ne Wd MyBook 320 GB mit zwei Partitionen. Beide NTFS.
    Die Platte hatte vor dem Anschließen an das ubuntu-System nie Probleme gemacht.
    Beim ersten Versuch alte Daten vom Desktop (auf dem immer noch Windows installiert war und ubuntu als Live-CD lief) auf die ext. Festplatte zu speichern hat ubuntu nicht alle Daten aus Unterordnern abgespeichert. Man musste manuell nachprüfen, welche Daten fehlten und diese nochmals rüberkopieren.


    Absturz von ubuntu kam dann sicherlich aufgrund von Überlastung des Desktop. Der war einfach nicht auf Surfen+Datenbackup+gimp öffnen ausgelegt.
    Nach dem Neustart bekam ich dann den Mountfehler 13:
    Error mounting: mount exited with exit code 13, ein erneutes mounten der ext. Festplatte ging auch über Terminal-Befehle nicht.
    Als Lösung hierfür fand ich die Vorgehensweise:
    Platte an Windows->nach dem Laden chkdsk durchführen und sicher entfernen->wieder an ubuntu, dann sollte es gehen.
    Beim Anschließen an das Windows-System bekam ich dann aber einen Bluescreen.
    Nach dem Neu-Start ging die Platte aber ganz normal am Windows-System und nach chkdsk und sicherem entfernen trat kein Bluescreen mehr auf.
    Platte wieder an das ubuntu-System; Daten drauf gespielt; regulär unmounted; an Windows-System und wieder Bluescreen bekommen.
    Da die Probleme erst nach Benutzung mit ubuntu auftraten sehe ich den Konflikt hierin. Eine andere ext. Festplatte um dies zu überprüfen habe ich jedoch nicht.
    Nichtsdestotrotz bin ich von der einfachen Installation und der Programmvielfalt bei ubuntu begeistert. Auch wenn der alte Desktop wirklich nicht für Grafikbearbeitung oder andere Leistungszieher ausgelegt ist. Surfen und eventuelle Office-Anwendungen gehen recht gut, und dafür wollte ich es ja auch nutzen.

  • Zitat

    Original geschrieben von harlekyn

    Versuch' mal das Meta-Paket ubuntu-restricted-extras. Das sollte helfen.


    Dein Tipp hat geholfen, Videos laufen jetzt. Danke. Es ist ja fast alles vorhanden in der Paketverwaltung, man müßte immer nur wissen was man konkret für ein bestimmtes Problem braucht.

    Oberfranken ist meine Heimatliebe, die mir am Herzen liegt Bernhard

  • NTFS unter Linux ist nicht ganz unproblematisch. Der Support ist inzwischen ganz brauchbar, aber wohl immer noch nicht perfekt. Das duerfte groesstenteils daran liegen, dass die Spezifikation nicht offengelegt ist, also grosse Teile reverse engineered wurden.


    bernbayer: Unter Windows hast du das ja auch alles irgendwann mal gelernt, nur ist das wohl schon so lange her dass du vergessen hast wie das war :) Bei Linux bist du jetzt eben wieder am Anfang und musst dich intensiver mit dem System auseinandersetzen. Kommt alles mit der Zeit, nach Loesungen suchen und Lesen hilft.

  • Zitat

    Original geschrieben von harlekyn
    NTFS unter Linux ist nicht ganz unproblematisch. Der Support ist inzwischen ganz brauchbar, aber wohl immer noch nicht perfekt. Das duerfte groesstenteils daran liegen, dass die Spezifikation nicht offengelegt ist, also grosse Teile reverse engineered wurden.


    Dass es an NTFS liegen könnte habe ich ebenfalls gefunden und als Lösungsansatz bekommen, man solle ntfsfix installieren, dadurch würde der Umweg mit Windwos und chkdsk entfallen. Mal schauen, ob das Abhilfe schafft.


    OT: Was mich ein wenig stört ist, dass man beim cp Befehl via Terminal keine "("- oder ")"-Zeichen in Dateinamen verwenden kann.
    Ich habe Dateien (Fotos) bei denen in Klammern der Aufnahmeort angegeben ist. Zum kopieren mittels "cp" im Terminal musste ich diese umbenennen. Aber das ist hinnehmbar, wenn ich mich an alte DOS-Zeiten erinnere, bei denen die Nomenklatur ebenfalls sehr restriktiv war... da ging's ja auch irgendwie.

  • Geht alles - das einzige Zeichen, das nicht im Dateinamen vorkommen darf, ist ein "/". Sonderzeichen musst du entweder escapen (einen "\" voranstellen) oder den kompletten Dateinamen quoten (in "" einschliessen).

    Code
    $ mkdir -p /tmp/test; cd /tmp/test
    $ touch "(la)"
    $ ls
    (la)
    $ cp "(la)" \(lu\)
    $ ls
    (la) (lu)

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