Windows XP forever?

  • ne man könnte das schon so einrichten, dass der host keinen internetzugang hat (z.b. einfach das gateway falsch konfigurieren oder im router die ip des hosts blocken)
    die vm bekommt dann eine bridge zur netzwerkkarte und eine funktionierende gatewayeinstellung.


    das ist aber trotzdem alles ein rumgefrickel.

  • Ich dachte eher daran, dem virtuellen System eine eigene Netzwerkkarte (WLAN-Dongle) zu gönnen.


    Ich habe bisher nur wenig Erfahrung mit virtuellen Umgebungen - wenn ich das richtig verstanden habe, können die aktuellen Entwicklungen auch direkt auf Hardware zugreifen, was in Anfangszeiten nicht nöglich war. Dann müssten die Netzwerktreiber des virtuellen OS doch auch eine eigene Netzwerkverbindung aufbauen können. Windows könnte so über die Kindersicherung oder vergleichbare Restriktionen (per eigener MAC) vom Internetzugriff ausgeschlossen werden. Eigentlich ganz simpel ... wenn das so umsetzbar ist.


    Und weil beim Klick auf das Icon des Browsers das virtuelle OS (mit dem Browser im Autostart) gestartet würde, ergäbe sich in der Nutzung keinerlei Einschränkung. Nur, dass der Browser statt in einer Sandbox in einem virtuellen OS läuft. Also einfach "VM statt Sandbox".


    Es entstünde kein höherer Aufwand als bei einer gewöhnlichen Netzwerkkonfiguration.


    Frankie

  • Zitat

    Original geschrieben von frank_aus_wedau
    Ich dachte eher daran, dem virtuellen System eine eigene Netzwerkkarte (WLAN-Dongle) zu gönnen.

    Willkommen bei der naechsten Ausgabe von "Frank macht sich die Welt wie sie ihm gefaellt". Ich seh' schon den Thread dazu vor mir ;)

    Zitat

    Original geschrieben von frank_aus_wedau
    Ich habe bisher nur wenig Erfahrung mit virtuellen Umgebungen - wenn ich das richtig verstanden habe, können die aktuellen Entwicklungen auch direkt auf Hardware zugreifen, was in Anfangszeiten nicht nöglich war.

    Bei den fuer dich in Frage kommenden Virtualisierern tun sie aber auch nur um die Emulation zu beschleunigen. Was unterstuetzt wird ist das Durchreichen von USB-Geraten direkt in die VM, dort muessen dann die zum Geraet passenden Treiber installiert werden. Ist aber eher hakelig und funktioniert nicht jeder Art von Geraet gleich gut.

    Zitat

    Original geschrieben von frank_aus_wedau
    Und weil beim Klick auf das Icon des Browsers das virtuelle OS (mit dem Browser im Autostart) gestartet würde, ergäbe sich in der Nutzung keinerlei Einschränkung. Nur, dass der Browser statt in einer Sandbox in einem virtuellen OS läuft. Also einfach "VM statt Sandbox".

    Das funktioniert so nicht. Die VM ist ein kompletter, eigenstaendiger PC. Teilweise wird das ein wenig aufgeweicht (Seamless Mode bei VMware z.B.), gaengig ist aber ein einzelnes Fenster in dem dann der Bildschirm des virtualisierten Rechners dargestellt wird.


    Du solltest wirklich mal ein bisschen damit experimentieren, dann diskutiert's sich gleich viel besser ;)

  • Zitat

    Original geschrieben von harlekyn
    ...
    Das funktioniert so nicht. Die VM ist ein kompletter, eigenstaendiger PC. ...


    Gerade darum müsste das ja klappen. Dieser eigenständige PC wird durch den Klick auf das zugehörige Icon gestartet. So kenne ich das vom virtuellen Windows XP in Windows 7.


    Und im Autostart dieses so gestarteten eigenständigen PC/OS (VM) befindet sich der Browser, so dass er automatisch gestartet wird. Die Nutzung unterschiede sich nicht wesentliuch von der eines "gewöhnlichen" Browsers.


    Warum soll das so nicht laufen? Das in Windows 7 implementierte XP, das ich eine Zeit lang genutzt habe, ist letztlich nichts anderes als eine VM - nur mit dem Unterschied, dass diese Konstruktion recht schwerfällig ist ... schwerfälliger als als kleines Linux unter Windows XP.


    Frankie

  • du weisst, dass eine VM "booten" muss genauso wie ein richtiger pc? du wartest also nochmal 3-5 min. nur um im internet zu sein.


    du brauchst keinen wlan-dongle. wie ich bereits geschrieben habe, geht das ganz einfach. im bridged-mode sieht dein router deine VM wie einen eigenen rechner im netzwerk und vergibt ihm eine eigene ip (falls DHCP aktiviert). du müsstest nurnoch dafür sorgen, dass dein host (andere ip, andere mac-adresse) geblockt wird.

  • Zitat

    Original geschrieben von stanglwirt
    du weisst, dass eine VM "booten" muss genauso wie ein richtiger pc? du wartest also nochmal 3-5 min. nur um im internet zu sein.
    ...


    Deswegen ja ein schmales Linux - das ist in wenigen Sekunden oben.


    3 bis 5 Minuten gilt bei mir nur für Windows 7. Das integrierte Win XP war auch relativ zügig hochgefahren.


    Frankie



    Edit:

    Zitat

    Original geschrieben von stanglwirt
    ...
    du brauchst keinen wlan-dongle. wie ich bereits geschrieben habe, geht das ganz einfach. im bridged-mode sieht dein router deine VM wie einen eigenen rechner im netzwerk und vergibt ihm eine eigene ip (falls DHCP aktiviert). du müsstest nur noch dafür sorgen, dass dein host (andere ip, andere mac-adresse) geblockt wird.


    Stimmt ... an die eigene IP der VM hatte ich gar nicht gedacht. So geht es natürlich noch viel einfacher.


    Ich arbeite zwar mit festen IPs ohne DHCP, aber das dürfte meiner Einschätzung nach auch kein Hindernis sein. Oder liege ich hier falsch?

  • Angesichts der immer noch sehr großen Zahl an XP-Usern halte ich es nicht für ausgeschlossen, dass MS notgedrungen eine Art Basis-Support noch über das Jahr 2014 hinaus fortsetzt - für ein, zwei Jahre vielleicht. Denn es wäre eigentlich nicht verantwortbar, wenn Abermillionen von Rechnern unsupported ins Netz gehen - wie es geschehen wird, wenn wirklich 2014 Schicht im Schacht ist.


    Das wäre eine Art GAU für die Internetsicherheit und würde nicht zu der offiziell proklamierten Sicherheitspolitik von MS passen. Aus dem gleichen Grund wurde ja auch der Support für Vista Home nun fortgesetzt, und der Marktanteil von Vista ist sicherlich sehr viel geringer als der Marktanteil von XP.


    P.S. Ich arbeite beruflich mit XP und privat/beruflich mit Vista, und mir gefällt Vista inzwischen deutlich besser, allein schon wegen der sehr umständlichen Benutzerkontensteuerung bei XP.

  • Zitat

    Original geschrieben von Robert Beloe
    Angesichts der immer noch sehr großen Zahl an XP-Usern halte ich es nicht für ausgeschlossen, dass MS notgedrungen eine Art Basis-Support noch über das Jahr 2014 hinaus fortsetzt - für ein, zwei Jahre vielleicht. ...


    Würde MS einen Support mit kostenpflichtiger Zusatzlizenz fortsetzen, wäre ich sogar bereit, jeweils eine neue Lizenzgebühr zu berappen. Das hielte ich durchaus für gerechtfertigt, weil MS dadurch Einbußen beim Absatz neuer Systeme ausgleichen könnte. Als Nebenprodukt fiele natürlich ein kostenfreier Basis-Support ab, wie er in der Vergangenheit schon illegalen Nutzern zugute kam.



    Zitat

    Original geschrieben von Robert Beloe
    ...
    Das wäre eine Art GAU für die Internetsicherheit ...


    ... was ich zu bezweifeln wage, solange XP von potenter Sicherheitssoftware (wie etwa AntiVir = Testsieger der Stiftung im kommenden Heft 04/12) unterstützt wird.


    Zitat

    Original geschrieben von Robert Beloe
    ...
    P.S. Ich arbeite beruflich mit XP und privat/beruflich mit Vista, und mir gefällt Vista inzwischen deutlich besser, allein schon wegen der sehr umständlichen Benutzerkontensteuerung bei XP.


    Bezogen auf die reine Nutzerkontenverwaltung gebe ich Dir sogar Recht. Mit dieser neuen Kontenverwaltung verbunden ist aber - zumindest in Win 7 - ein Wirrwarr an Nutzerrechten auf dem Systemlaufwerk, das Anwendersoftware von Drittanbietern (und tlw. sogar von MS selbst) gelegentlich an der Nase herumführt. Nutzerrechte, die sich im Rahmen von Updates auch noch verändern/zurücksetzen können, so dass nach jedem Update die bange Frage auftaucht, ob sämtliche installierte SW auch weiterhin problemlos arbeitet.


    Dieses Problem gab/gibt es unter Windows XP nicht. In Windows 7 mache ich es für den größten Teil meiner Schwierigkeiten verantwortlich. Verliere ich bei Problemlösungen die Geduld und setze die Rechte aller in Frage kommenden Verzeichnisse auf "Vollzugriff" und "Jeder" lösen sich die Probleme meist in Luft auf. Das kann aber kaum der Sinn eines solchen Rechtesystems sein.


    Frankie

  • Ob MS den Support wirklich komplett einstellt, wage ich jetzt mal zu bezweifeln. Irgendeinen "Plan B" hat man in Redmond ganz sicher in der Schublade, wenn ich mir anschaue, wieviele Firmen noch mit XP arbeiten.


    Die haben Vista und 7 ignoriert und ob die Kacheloptik Firmenkunden wirklich zum Umstieg bringen wird ?


    Ich würde ja fast vermuten, das es noch einen möglicherweise kostenpflichtigen Support für XP Professional geben wird, möglicherweise gegen Nachweis das das OS tatsächlich in einer Firmen IT Umgebung läuft.

  • Zitat

    Original geschrieben von uwm
    Ich würde ja fast vermuten, das es noch einen möglicherweise kostenpflichtigen Support für XP Professional geben wird, möglicherweise gegen Nachweis das das OS tatsächlich in einer Firmen IT Umgebung läuft.

    XP befindet sich ja schon in der Extended Support Phase.

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