Eines der Probleme scheint aus Sicht der EU-Kommission zu sein, dass zwischen Mauteinführung und Kfz-Steuersenkung ein unmittelbarer Zusammenhang besteht. Dobrindt sagt zwar, dass beide Maßnahmen gar nichts miteinander zu tun haben, aber mit so einer Äußerung beleidigt er die Intelligenz jedes Zuhörers - wir wissen doch alle, wie und mit welchen Argumenten im Wahlkampf für die Maut geworben wurde.
Selbst wenn der EuGH die Maut für gemeinschaftsrechtskonform erklären sollte, ist die Einführung der Maut eine absolute Posse gewesen. Das Verkehrsministerium hat sich etliche Monate mit beinahe nichts anderem beschäftigt, die nördlichen Nachbarländer Deutschlands sind angepisst, die Einnahmen bestenfalls überschaubar - und alles nur, damit Seehofer aller Welt demonstrieren kann, dass er seinen Willen durchsetzen kann. Herr Seehofer ist ein Schildbürger.