ZitatOriginal geschrieben von Praemienhai
Happig wird allerdings dann die Examensvorbereitungszeit (ca. 1,5 Jahre). Beim Besuch eines privaten Repetitoriums und schreiben von Übungsklausuren im Examensklausurenkurs an der Uni merkt man erstmal, wieviele Lücken man hat!!! Da heisst es die Zähne zusammenbeissen und lernen bzw. Klausuren schreiben. Meistens 7 Tage die Woche, ca. 75 Wochen lang!! Schlimmer ist jedoch meist der psysische Druck, weil man ständig auf Sachen stößt, die man noch nicht kann. Auch direkt vorm Examen ist das noch der Fall! Da gilt es sich nicht verrückt machen zu lassen. Das ist eigentlich die größte Kunst an der Sache. Den "Rest" kann man verstehen, sollte für jeden einigermaßen begabten Abiturienten zu schaffen sein. Ist nur alles sehr umfangreich von der Stoffmenge her. Dann 1. Examen, bei mir in NRW mit 5-stündigen Klausuren (5 Stück), 1 Hausarbeit (4 Wo.) und mündliche Prüfung (diese zählt allein schon 40%!!).
Übrigens zu der Durchfallquote: 30% ist zwar nicht viel, aber versuche mal mit einem "ausreichend" irgendwas Gescheites zu finden (für Wahlstation im Referendariat etc.). Von daher ist man schon sehr notenabhängig. Und eine "gescheite Note" (mit Prädikat, "vollbefriedigend" aufwärts) haben nur ca. 10%!
Die Beschreibung der Examensvorbereitung trifft es sehr gut.
Man muß Freunden, etc. klarmachen, dass man für mindestens ein Jahr keine Zeit hat und auch beziehungstechnisch eine tödliche Zeit
Ich spreche da aus leidlicher Erfahrung.
Die beschriebene Examensvariante ist ja die Weichei-Version mit Hausarbeit
In Rheinland-Pfalz acht 5-stündige Klausuren in zwei Wochen und natürlich auch noch die 4-stündige mündliche Prüfung (übrigens fieseste Folter mit zwei oder drei weiteren Opfern und vier Tätern!
). Durchfallquote dürfte hier übrigens noch gute 40% betragen - da verlieren manche halt die Nerven bei nur zwei Versuchen.
Referendariat ist aber :cool: - wenn man die richtigen Ausbilder erwischt. Die Note aus dem 1. Staatsexamen ist hier aber, ausser für evt. Wartezeit, ziemlich egal. Die Note im 2. Examen ist für den späteren beruflichen Einstieg IMHO wichtiger!