Testbericht Wiko Highway 4G: Ein Leben auf der Überholspur?
Endlich ist es so weit! Das erste Smartphone aus dem Hause Wiko hat den Weg zu mir gefunden. Wiko dürfte vielleicht dem ein oder anderen Nutzer zwischenzeitlich kein gänzlich unbekannter Player mehr am Markt sein. Der französische Smartphone-Hersteller ist bereits seit einiger Zeit recht aktiv im deutschen Markt. Das erkennt man mittlerweile auch nicht mehr nur an der enormen Anzahl der vorgestellten und auf den Markt gebrachten Geräte, auch in Sachen Update-Politik tut sich langsam aber sicher etwas. Prinzipiell macht Wiko zwar keine Angaben zu kommenden Updates für die Geräte, jedoch hat erst kürzlich das Wiko Wax ein Update auf Android 4.4 KitKat erhalten.
An dieser Stelle soll es aber um das Highway 4G gehen: Dieses Gerät kommt bereits mit Android 4.4 KitKat ab Werk daher und hat auch sonst recht interessante technische Daten zu bieten. Ein Quad-Core aus dem Hause NVIDIA (Tegra 4I), ein Full-HD Display sowie der schnelle Netzstandard 4G sorgen für ein sehr gutes Allround-Paket. Ob diese Daten nur auf dem Papier bestand haben oder auch im alltäglichen Gebrauch überzeugen können, wird sich mit Hilfe des nachfolgenden Tests klären.
Viel Spaß beim Lesen und beim Stöbern in der Galerie. PS: Weitere Bilder und Videos, sowie aktualisierte Alben bekommt ihr auf meiner Facebook-Präsenz unter http://www.facebook.com/handyinsider .
Hauptfunktionen des Wiko Highway 4G:
- - NVIDIA Tegra 4I Quad-Core Prozessor, 2 GHz Taktung
- - Android 4.4 KitKat Betriebssystem
- - Netzstandards: GSM/GPRS/EDGE (850/900/1800/1900 MHz), H+/3G (900/1900/2100 MHz), 4G LTE (800/1800/2600 MHz) 150 Mbit/s Download, 50 Mbit/s Upload
- - Abmessungen: 144 x 70 x 7,9 mm bei einem Gewicht von 143 Gramm (inkl. Akku)
- - 2350 mAh Akku (fest verbaut – nicht wechselbar)
- - 16 GB interner Speicher (nicht erweiterbar)
- - 2 GB Arbeitsspeicher (RAM)
- - Sensoren: Displayhelligkeit / Gyroskop / Kompass / G-Sensor / Näherungssensor
- - 5“ kapazitiver TFT/IPS-Touchscreen mit Full-HD Auflösung (1920 x 1080 Pixel) bei 16,7 Mio. Farben
- - WLAN 802.11 a/b/g/n; WLAN Hotspot
- - Bluetooth 4.0
- - USB 2.0, USB OTG
- - 3,5 mm Klinkenbuchse
- - 16 Megapixel Kamera mit Autofokus und LED-Leuchte
- - 8 Megapixel Frontkamera
- - Full-HD (1920 x 1080 Pixel) Videoaufnahmen mit der Hauptkamera, HD-Aufnahmen (1080 x 720 Pixel) mit der Frontkamera
- - Musikplayer mit 3D-Sound Funktion
- - A-GPS
Lieferumfang:
Beim Lieferumfang gibt es keine wirklichen Überraschungen hinsichtlich des mitgelieferten Zubehörs. Positiv fällt hingegen auf, dass das Gerät in einem recht hochwertigen und ansehnlichen Verpackungsdesign daherkommt. Die Verpackung besteht aus Polycarbonat, wobei die Abdeckung transparent ist und man das Gerät somit direkt erblicken kann. Um diese Box herum befindet sich noch ein Papier-Überzieher, welcher die wichtigsten technischen Daten erläutert.
Der detaillierte Lieferumfang des Highway 4G:
- - 1 x Smartphone „Wiko Highway 4G“ inkl. Akku
- - Micro USB-Kabel
- - Netzteil-Adapter
- - Sim-Karten Adapter
- - Kurzanleitung
- - kabelgebundenes Stereo-Headset
Da das Gerät nicht über einen Speicherkartenslot verfügt, erübrigt sich natürlich eine Zugabe in dieser Form natürlich. Sonstiges Zubehör dürfte wohl für einen Großteil der Nutzer nicht wirklich sinnvoll bzw. nützlich sein, daher müssen individuelle Anforderungen an das Zubehör optional erworben werden.
Im Großen und Ganzen geht der Lieferumfang aber (vor allem in Anbetracht des derzeitigen Marktpreises) in Ordnung.
Gehäuse, Verarbeitung und Wertigkeit:
Ich möchte euch das Highway 4G an dieser Stelle etwas näher bringen. Betrachtet man sich die Front des Geräts, sticht wie bei den meisten Smartphones das 5“ Display sofort ins Auge. Oberhalb des Displays befindet sich klassisch die Hörermuschel sowie die Sensoren, die unter anderem zur Regulierung der Displayhelligkeit dienen. Links sitzt recht klein gehalten der Wiko-Schriftzug, rechts ist die Frontkamera untergebracht. Unterhalb des Display findet der Nutzer die für Android typischen Navigationstasten, wobei diese auf Sensor-Technologie basieren. Ganz links sitzt die Sensor-Taste für das erweiterte Menü bzw. bei langer Berührung für den Task Manager. Mittig findet man wie gewohnt den Home-Button. Ganz rechts befindet sich die Zurück-Taste, mit welcher der Nutzer jeweils um eine Ebene zurück gelangt. Ein Kritikpunkt gibt es an dieser Stelle direkt: Die Beleuchtungsdauer der Navigations-Buttons lässt sich vom Nutzer nicht individuell regeln. D. h. die Tasten schalten sich kurz nach der letzten Bedienung ab und gehen erst wieder an, sobald man in diesem Bereich auch tatsächlich eine Taste berührt. Nervig, vor allem weil ein solcher Menüpunkt ja recht fix umgesetzt wäre.
Wir machen auf der linken Geräteseite weiter: Wiko hat hier lediglich den Slot für die SIM-Karte untergebracht. Rechts am Gerät befinden sich hingegen der Power-Button sowie die Lautstärke-Wippe. Diese Buttons sind übrigens alle gleich groß gehalten und besitzen auch keinerlei Strukturierung, um sie unterscheiden zu können. Das bedeutet, dass man sich immer erst an die Tasten annähern und prüfen muss, ob man sich auch tatsächlich an der richtigen Stelle befindet. Etwas schade, denn diesen Umstand hätte man mit recht einfachen Mitteln beheben können.
Auf der Oberseite des Highway 4G befindet sich nur die 3,5 mm Klinkenbuchse. Unten hingegen wird es schon etwas enger, denn neben dem USB-Port und dem Lautsprecher muss auch das Mikrofon hier seine Position beweisen.
Die Rückseite wirkt hingegen wieder etwas aufgeräumter: Ganz unten befindet sich die CE-Kennzeichnung – diese lässt bereits erahnen, dass das Highway 4G über einen fest verbauten (und damit nicht wechselbaren) Akku verfügt. Oberhalb der Kennzeichnung befindet sich – etwas größer als auf der Front – der Wiko-Schriftzug. Ganz oben hat Wiko schließlich die 16 Megapixel Kamera samt LED-Leuchte untergebracht. Die Kamera macht das Gerät übrigens zu einem nahezu unverwechselbaren Gerät – doch dazu später mehr unter dem Punkt „Kamera“
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Wir kommen zur Verarbeitung des Smartphones: Ehrlich gesagt war ich hier etwas überrascht, als ich das Gerät zum ersten Mal aus der edlen Verpackung entnehmen konnte: Das Design erinnert ein wenig an frühere iPhone-Modelle (was positiv gemeint ist – das neue 6er Modell gefällt mir nicht^^) und setzt auch bei der Verarbeitung recht hohe Maßstäbe. Man könnte fast meinen, das Gerät bestünde aus einem Guss, denn egal wie man es dreht, wendet und anpackt: Es gibt weder seltsame Geräusche von sich, noch wackelt irgendein Teil – alles einwandfrei. Entsprechend fällt mein Fazit damit auch bei der Wertigkeit aus: Die Front und Rückseite des Highway 4G haben jeweils eine Oberfläche aus Glas, seitlich setzt Wiko zum Großteil auf Metall, welches allerdings an ein paar Stellen durch Kunststoff-Stege miteinander verbunden wird (einmal an der Klinkenbuchse sowie wahrscheinlich aufgrund der Gehäuse-Struktur und / oder der Sende- und Empfangsleistung. Die Kombination dieser Materialien ergibt eine sehr angenehme Handhabung des Highway 4G – angenehmer Nebeneffekt: Auch optisch wirkt das natürlich schick. Einen kleinen Nachteil hat die Wahl von Glas als Oberfläche der Rückseite allerdings: Dort sammeln sich extrem schnell Fingerabdrücke, was in der B-Note etwas negativ angerechnet werden muss. Dieses „Manko“ (sofern man es überhaupt als solches sieht) existiert allerdings bei vielen anderen Herstellern, wodurch sich das irgendwie wieder ausgleicht.
Touchscreen & Bedienelemente:
Ich habe oben bereits kurz erwähnt, dass Wiko beim Highway 4G ein 5“ großen TFT/IPS-Touchscreen zum Einsatz bringt. Dieser löst mit Full-HD Auflösung auf (1920x1080 Pixel) und bietet mit 16,7 Mio. Farben auch sonst Werte der Oberklasse. Besonders gut gefällt mir aber das gewählte Verhältnis zwischen Display und Gehäuse-Abmessungen. Mit 5“ gehört man heute schon fast zur „Liga der Kleinen“, auch wenn ich diesen Trend persönlich etwas bedauere. Wiko hat es bei diesem Gerät allerdings geschafft, beide Kategorien recht gut miteinander zu verschmelzen – dies merkt man vor allem bei der alltäglichen Bedienung des Geräts (dazu später mehr). Die Auflösung ist hochgerechnet auf die Größe des Displays mehr als ausreichend, auch bei genauer Betrachtung erkennt man keine wirklich störenden Pixel oder ähnliches. Bei normaler Nutzung fällt dies i. d. R. sowieso keinem Nutzer auf. Die Darstellung des Displays lässt sich übrigens zwischen zwei verschiedenen Modi definieren, auch wenn hier nicht wirklich ein nennenswerter Unterschied besteht.
Bezüglich der Bedienelemente möchte ich jetzt etwas näher auf die oben kurz angeschnittene Navigationstasten unterhalb des Displays eingehen: An den Tasten selbst bestehen zwar keinerlei Besonderheiten, merkwürdig hingegen ist die Tatsache, dass sich die Beleuchtungsdauer der Sensor-Tasten vom Nutzer nicht ändern lässt. Mag sein dass eine solche Einstellungsmöglichkeit von der Standard-Android Version nicht vorgesehen ist. Dennoch dürfte sich ein solcher Punkt recht einfach in der Software verankern lassen – immerhin schafft man dem Nutzer damit einen wirklich fassbaren Mehrwert. Eventuell bekommen wir ja in künftigen Updates eine positive Veränderung diesbezüglich präsentiert.