maximale Bandbreite einer UMTS/HSPA Zelle

  • Im Prinzip ist die Frage wie viele Frequenzen in einer 3G Zelle laufen können, gerade im Zusammenhang mit der
    Fusion von o2/eplus. o2 nutzt hier 10786 (10726 und 10728 nicht) und eplus 10663, 10687, 10712 (10639 nicht).
    Jedenfalls sollten beide zusammen doch nun 7 Blöcke benutzen können.


    Wie viele Blöcke können denn maximal in einer Zelle laufen oder ist da theoretisch das Ende offen ?


    Wie viele Blöcke kann ein Mobilgerät gleichzeitig erkennen und wie viele werden maximal genutzt ?



    Daher stellt sich die Frage wie telefonica nun mit den vorhandenen Frequenzbereichen umgeht. Belässt man es dabei
    auf den ehemaligen o2 und eplus Standorten, wird alles bunt gemischt, oder können die nun alle Blöcke auf allen
    Stationen (gleichzeitig) nutzen ?


    Man könnte ja entweder massiv die Kapazität pro Standort verbessern oder den SNR generell verbessern. Was werden
    sie tun, vor allem dann wenn das Netz endgültig eins ist ?

  • Also maximal nutzbar sind bei DC-HSPA+ fähigen Geräten 2 UMTS-Blöcke auf einmal. Ein Block hat unter der aktuellen Technologie eine Kapazität von 21.1 Mbit/s, mit DC-H+ erreicht man also maximal 42.2 Mbit/s. Die 7 Blöcke lassen sich also mit der aktuell verbreiteten UMTS Technologie nicht einfach auf einmal nutzen um dann über 150 Mbit zu erreichen, sondern bieten lediglich bei Nutzung aller 7 Blöcke jeden einzelnen Nutzer mehr Kapazität. Einfach so bei jeder NodeB volle 7 Frequenzen aufschalten ist aber auch nicht ohne weiteres möglich, da dazu ein paar Hardware-Ergänzungen (je Block 1 weiteres Element) notwendig sind.
    Eplus besitzt zur Zeit 10639, 10663, 10687 und 10712, O2 besitzt 10737, 10762 und 10786. Theoretisch kann ein Sender also mit der nötigen Hardware-Erweiterung problemlos 7 UMTS-Blöcke nutzen, aber jeder Block hat eine eigene Cell-ID, eine UHS wie der Rheinturm in Düsseldorf mit seinen 18 Sektoren hätte dann unglaubliche 126 Cell-IDs.

  • DualCell-HSDPA ist noch nicht das Ende! TripleCell-HSDPA, QuadCell-HSDPA und Hexa-Cell sind auch spezifiziert. Aber es gehen wohl nur maximal drei UMTS2100 Frequenzen und drei UMTS900 Frequenzen, nicht sechs UMTS2100 Frequenzen.


    Weis nicht ob o2+ dann alle sieben Frequenzen behalten darf. Aber sinnvoll einsetzen koennte man sie schon, auch wenn dann nicht jeder Standort alle sieben Frequenzen braucht.


    Man koennte die 10663 / 10687 / 10712 fuer UHS nehmen und die 10736 / 10762 / 10786 fuer normale Nodes - dann ist der Inferferrenzleven geringer.


    Oder man nimmt nur die 10736 / 10762 / 10786 fuer UMTS - und die E-Plus Frequenzen fuer LTE2100. Dann koennte man da LTE 1800/2100 Carrier Aggregation machen.

  • Klar ist das spezifiziert, aber die gesamte bisherige Technik unterstützt das nicht, weder die Anbieterseitige Technik, noch die nutzerseitige Technik. Man müsste das gesamte UMTS-Netz mit neuer Technik aufrüsten und jeder Kunde bräuchte für die Nutzung dieser Technik ein neues Gerät. Ich kenne kein gängiges Modell, dass bereits TripleCell, QuadCell oder HexaCell nutzt. Dann lieber die im Umlauf befindliche Technik behalten und alle Investitionen in LTE stecken. Das lohnt sich deutlich mehr.

  • Zitat

    Original geschrieben von flamesoldier
    Klar ist das spezifiziert, aber die gesamte bisherige Technik unterstützt das nicht, weder die Anbieterseitige Technik, noch die nutzerseitige Technik. Man müsste das gesamte UMTS-Netz mit neuer Technik aufrüsten und jeder Kunde bräuchte für die Nutzung dieser Technik ein neues Gerät. Ich kenne kein gängiges Modell, dass bereits TripleCell, QuadCell oder HexaCell nutzt. Dann lieber die im Umlauf befindliche Technik behalten und alle Investitionen in LTE stecken. Das lohnt sich deutlich mehr.

    Denke fuer die Netztechnik wird es Updates geben. Da muss nicht gleich getauscht werden.


    Und bei den Geraeten muessten nur die Kunden tauschen die wirklich unbedingt mehr Datenrate wollen. Alle andere Kunden koennen ja auch mit DC-HSDPA oder HSDPA weiter online gehen. Und von der Lastverteilung profitieren wie trotzdem.


    Anders als bei LTE das mit reinen UMTS Geraeten garnicht nutzbar ist.

  • Zitat

    Original geschrieben von Anja Terchova
    Denke fuer die Netztechnik wird es Updates geben. Da muss nicht gleich getauscht werden.


    Und bei den Geraeten muessten nur die Kunden tauschen die wirklich unbedingt mehr Datenrate wollen. Alle andere Kunden koennen ja auch mit DC-HSDPA oder HSDPA weiter online gehen. Und von der Lastverteilung profitieren wie trotzdem.


    Anders als bei LTE das mit reinen UMTS Geraeten garnicht nutzbar ist.


    Nein, da gibts keine einfachen Updates, da muss komplett neue Technik her. Und diese Technologien wie Triple, Quad oder Hexacell mögen vielleicht in der Theorie entwickelt worden sein, aber ich kenne kein Live-Netz, welches diese nutzt. Wenn sich also ein einzelner Anbieter wie Telefonica dafür entscheidet, sein deutsches UMTS-Netz aufzurüsten, müsste es extrem teuer diese Technik einkaufen, die LTE-Technik ist da wesentlich billiger. Und ganz ehrlich, wer kauft sich als Kunde dann ein neues Hexacell-UMTS-Handy, wenn es bereits wesentlich bessere LTE-Advanced Handys gibt? Zumal auch Hexacell-UMTS-Geräte noch überhaupt nicht entwickelt wurden. Meiner Meinung nach ist Hexacell-UMTS reine Bandbreitenverschwendung, wenn man die Frequenzen auch gut und gerne für LTE2100 nutzen kann. Dazu ist eine Aufrüstung mit LTE2100 auch nicht allzu schwer, schließlich kann man LTE1800, UMTS2100 und LTE2100 über eine Antenne schicken.

  • Bei der Aktivierung der einzelnen HSDPA Stufen und DC-HSDPA wurde auch nichts getauscht sondern nur per Software.


    Und UMTS auf moeglichst vielen Bloecken hat den Vorteil das man immer optimales Loadbalancing hat. Bei UMTS2100+LTE2100 kann es sein das erst UMTS ueberlastet ist und LTE leer. Spaeter wenn alle LTE Smartphone haben umgekehrt.

  • Zitat

    Original geschrieben von Anja Terchova
    Bei der Aktivierung der einzelnen HSDPA Stufen und DC-HSDPA wurde auch nichts getauscht sondern nur per Software.


    Und UMTS auf moeglichst vielen Bloecken hat den Vorteil das man immer optimales Loadbalancing hat. Bei UMTS2100+LTE2100 kann es sein das erst UMTS ueberlastet ist und LTE leer. Spaeter wenn alle LTE Smartphone haben umgekehrt.


    Wenn das alles nur per Software machbar wäre, wieso laufen dann immer noch Stationen mit HSDPA als Fallback und nicht mit HSPA? Natürlich muss da Technik getauscht werden, sonst würden die Betreiber doch längst auf die "bessere" Technik setzen!

  • Irgendwann ist natuerlich mal Schluss, aber doch nicht jedesmal.


    Rel. 99 -> HSDPA 3.6 -> HSDPA 7.2 -> HSDPA 14.4/21.1 -> DC-HSDPA 42.2 waren ja schon vier Updates. Da wurde nicht die jedesmal die Hardware getauscht sondern hoechstens einmal.

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