Warum schaut die Welt hier tatenlos zu ??

  • Zitat

    Original geschrieben von Joe2
    Der Krieg an sich erscheint mir durchaus berechtigt, den falschen Gegner haben sich USA/GB bestimmt nicht herausgesucht - die hierzu vorgetragenen Begründungen dagegen waren fadenscheinig - meiner Meinung nach sowieso überflüssig. Warum kann man nicht zugeben, dass zu den humanitären Gründen auch klare wirtschaftliche Interessen hinzukommen.


    Meinst Du nicht, dass die Sachlage vielleicht umgekehrt ist? :rolleyes: Wobei natürlich geostrategische Gründe nicht zu vergessen sind.


    Wenn Du wirklich noch immer glauben solltest, humanitäre Gründe hätten bedeutenden Einfluß gehabt, dann verweise ich Dich einfach mal aktuell auf Liberia. :rolleyes:

    Zitat

    Original geschrieben von Joe2
    Und froh bin ich auch, dass es ein Land gibt, die militärisch in der Lage ist, auf andere Staaten ausreichend Druck ausüben zu können, dass dort wieder annähernd Ordnung einkehren kann.


    Gemeint ist hier doch nicht etwa der Irak, oder?


    Zitat

    Original geschrieben von BigBlue007
    Ich bin nach wie vor der Ansicht, daß die derzeitige politische Weltlage und derzeit insbes. das Problem des religiös-fanatischen Terrors massives, notfalls militärisches Eingreifen erforderlich macht.


    Da stimme ich absolut zu! Aber militärische Aktionen sind eben auch kein Allheilmittel; Terrorismus verlangt auch nach Gegenstrategien auf ganz anderen Ebenen.

    Zitat

    Original geschrieben von BigBlue007
    Ob die Art und Weise, wie die Amis das angehen, die Richtige ist, sei mal dahingestellt. Aber es macht halt nun mal kein anderer.


    Da muss ich Dir widersprechen! Zwar stimmt es, dass Europa wesentlich zurückhaltender in der Anwendung des Militärs ist (und das wahrscheinlich tatsächlich auch bedingt durch das vergleichsweise geringe Potential), dennoch wurde die NATO nach dem 11. September von den USA(!) links liegen gelassen - einzelne Länder, die in Afghanistan aktiv wurden, mussten sich regelrecht aufdrängen.


    Zitat

    Original geschrieben von autares
    Mit Bush faellt auch seine regierung - genauso wie in Deutschland! Was glaubst Du, wieso so ein rapider Wechsel zwischen Bushs und Clintons Beratern stattgefunden hat?


    Äh... Glaub mir, das ist mir schon klar ... ;)


    Was ich meine: Es gibt nicht nur Bush, der momentan die US-Politik bestimmt, sondern es ist eine politische Richtung, die von einer ganze Reihe amerikanischer Spitzenpolitiker derzeit vertreten wird.
    Natürlich würde eine demokratische Regierung eine andere Politik machen.


    Was ich bedenklich finde ist, dass die Politik, die die gegenwärtige Regierung macht, vergleichsweise wenig Widerstand innerhalb der USA hervorruft. Meine Befürchtung ist, dass - wenn die gegenwärtige Politik innerhalb der USA nicht bald mal gründlich hinterfragt wird - diese politische Richtung bestimmend bleiben könnte.

    Zitat

    Original geschrieben von autares
    Ein weiterer Krieg - ohne Anschlag - wird Bush nie durchkriegen koennen, da muessen naemlich ein paar Praemissen erfuellt werden:


    1. es muss eine beweisbare Grundlage geben (kein Amerikaner glaubt ihm diesmal dieses "die haben aber Waffen, ich sags euch!"


    Bzgl. dem Iran sieht da die Sachlage auch heute schon nicht so schlecht aus...

    Zitat

    Original geschrieben von autares
    2. solange im Irak nichts gefunden wird, nimmt ihm niemand eine wirkliche Bedrohung eines anderen Staates ab
    3. wenn der Ami zwischen Krieg im Ausland oder wirtschaftlicher Verbesserung seiner persoenlichen Situation entscheiden muss, was glaubst Du, was wird er waehlen?


    m.E. ist das alles eine Frage des Verkaufens. Natürlich (oder zumindest hoffentlich) ist die amerikanische Öffentlichkeit dann skeptischer, aber die Durchsetzung auch gegen Widerstände halte ich für möglich.

  • Zitat

    Original geschrieben von autares
    Naja, immerhin werde ich nicht persoenlich....


    Ach ja, hattest Du eigentlich noch etwas zum Topic zu sagen, oder wolltest Du Dich hier nur als Forumsheriff aufspielen?


    autares


    Der Wiederspruch in nur einem Artikel !:D

  • Zitat

    Original geschrieben von BigBlue007
      michback, autares:


    Verstehe auch nicht so richtig, woran Ihr Euch reibt, da Ihr ja in der Tat gar nicht so weit auseinanderliegt.


    Das verstehe ich auch nicht so richtig - es gibt tatsächlich kaum Unterschiede in der Haltung.


    Aber wie autares das so rüber bringt -fast jeder Artikel liest sich mit dem Tenor:


    DU BIST EIN DUMMER JUNGE


    Oder hab ich nur das Gefühl - egal.....für mich war es das hier....das Wetter ist zu schön.

  • Joe2: Meine Behauptung wollte ich nicht durch irgendwelche urban-legends stützen, deshalb hab ich keinen bestimmten IQ-wert geschrieben. Ich wollte damit nur meinen Standpunkt zur Geltung bringen, daß ich die aktuelle Administration für fragwürdig halte. Auch glaube ich, daß Chaney, Rumsfeld und Wolfowitz schon intelligenter sind, als der Boss. Einen Abschluss zu erreichen mit angelerntem Wissen ist nicht schwer (Nein, ich mein nicht erkaufen!). Das hat nicht viel mit IQ-Punkten zu tun. Doch schwer ist es, ein Land zu regieren und auf außenpolitische Büne seine Intelligenz unter Beweis zu stellen. Da hat IMO die aktuelle Administration kläglich versagt.


    Wie gesagt, ich mein nicht, daß man Saddam an der Macht hätte belassen dürfen, doch was diese Administration mit der UN veranstaltet hat, ist unter aller Sau. Außerdem ist es sehr gefährlich, sich überall auf der Welt in Konflikte zu verrennen, denn so viele Fronten können selbst die USA nicht halten (Afghanistan arabischer Raum, Nord-Korea, Liberia (Jay Leno: "Eight soliders landed in Liberia today. You know what that means??? There's no oil!"), die Heimatfront)


    Ich bin auch froh, daß es eine Natin gibt, die Druck ausüber kann, doch dabei sollte man mit Bedacht vorgehen und darf auf keinen Fall das Völkerrecht brechen. Also: Nicht sofort die Brechstange rausholen und eine Präventivkrieg führen, sondern überlegen und vor allem den Security Council beachten. Denn sonst ist man nicht besser als die "Bösen"


    OK, 9/11 war übel und schlimm, doch vielleicht sollte man sich wirklich die frage stellen, warum das passiert ist. Warum hassen die arabischen Nationen und Völker die USA so sehr, daß sie solche Terroranschläge verüben? Auch da hat die aktuelle Administration versagt, genau wie Clinton (teilweise), Bush sen., Reagen. Carter hat nen guten Anfang gemacht, mit Camp David, Ford hat nicht zu viel gemacht und Nixon war noch zu sehr mit Vietnam und seinem eigenen Untergang beschäftigt. Da ist also nicht die aktuelle Administration allein schuld. Aber sie hat es versäumt, eine "Aussöhnung" zu betreiben.


    Und schließlich wäre da noch die Innenpolitik. Hauhaltsdefizit von 300 Mrd???? Clinton hatte in seinem letzten Jahr nen Überschuß von 230 Mrd. erwirtschaftet. OK, Wirtschaftskrise, aber trotzdem. Militäretat von 389 Mrd?????????? wovon soll das bezahlt werden, bei 6 Bio (6 000 000 000 000) Staatsschulden (nicht Bushs Schuld, alle Präsidenten nach dem Krieg)?
    Es gibt noch viel mehr Sachen, die belegen, daß dieses Land Jahrzehnte nicht Gut regiert wurde und mit dieser Regierung hat das seinen Höhepunkt bisher erreicht.


    Zum Abschluß noch 3 schöne Sprüche des aktuellen Präsidenten der USA:


    - "Mein Standpunkt für das Leben ist, dass ich glaube, es gibt Leben"
    - "Das ist eindeutig ein Haushaltsplan - da sind eine ganze Menge Zahlen drin"
    - "Gesunde Kinder brauchen keine Krankenversicherung"



    Disclaimer: Ich bin nicht Anit-Amerikanistisch eingestellt, finde auch, daß Saddam Hussein bäse war/ist und denke auch, daß wir den USA ne Menge zu verdanken haben (WW2/Wiedervereinigung), doch man wird doch wohl mal fundierte Kritik äußern dürfen. Wg. den Sprüchen: dreht mir da keinen Strich draus, ich weiß, daß die wahrscheinlich aus dem Zusammenhang gerissen wurden oder so. Fand die nur lustig.

    Voltaire hilf, sie sind verrückt geworden!


  • Zur Erinnerung:



    Du schreist nicht? Wozu dann Fettdruck?


    Die Verfassung der USA und das Grundgesetz als deutsche "Verfassung" (Deutschland hat nämlich keine in diesem Sinn) sind als Teil der Rechtssysteme ebenso schwierig zu vergleichen. Weiß man doch noch aus dem Englisch LK. ;)


    Zur Sache selbst:
    Unabhängig davon, wer wie gut oder wie schlecht die Medien in D oder USA als meinungsbildendes Werkzeug benutzt, ist Fakt, dass die USA einen Krieg gegen den Irak geführt haben mit der Rechtfertigung von angeblichen Tatsachen, die sich im Nachhinein als falsch herausgestellt haben. Dafür sieht sich die amerikanische Rgierung imho zu Recht der negativen Kritik ausgesetzt.


    Weiter sieht sich die USA in der Pflicht, dem Unheil auf dieser Welt entegenzuwirken, weil es sonst keiner macht. Mag ja sein, dass dies ein lobenswerter Ansatz ist. Aber warum soll die USA oder ihr Militär in dieser Funktion nicht kontrolliert werden dürfen? Zum Beispiel über den Internationalen Strafgerichtshof, dem sich die USA jedoch verweigert? Unsere Exekutive in D hat doch auch Rechenschaft abzulegen. Auch dafür ist die USA zu Recht in der negativen Kritik.


    Natürlich ist Bush nicht die USA usw. und das amerikanische Volk ist so helle oder blöd wie das deutsche. In den Medien werden stets die Peinlichkeiten z.B. über Geographiekenntnisse gezeigt...


    Meines Erachtens ist die Kritik an der amerikanischen Außenpolitik berechtigt. Fakt ist, die amerikanische Regierung akzeptiert den Internationalen Gerichtshof nicht. Ist es dann so abwegig, dass, wie Dr Zuzelbach im ersten Post verlinkt hat, kritische Berichte laut werden über mögliche Dekrete ( "Executive Order 13303" )bezüglich des Verhaltensvon Öl-Firmen im Irak.


    Ob das nun Propaganda ist oder nicht. So geht es nicht. Und wenn die Öffentlichkeit dies anderes nicht erfährt und den Plänen der amerikanischen Regierung anders nicht entgegen getreten werden kann, ist Propaganda zum Nachteil der USA schlicht ein notwendiges Mittel.


    Zappi


    PS: Ich fliege im November in die Staaten und ich freu mich drauf!:)

    Mitglied Nr. 06 des S///-Rennfahrer-Clubs

  • Zitat

    Original geschrieben von Zappi
    PS: Ich fliege im November in die Staaten und ich freu mich drauf!:)


    :top: Richtige Einstellung.

    Voltaire hilf, sie sind verrückt geworden!

  • OT:

    Zitat

    Original geschrieben von Zappi
    Die Verfassung der USA und das Grundgesetz als deutsche "Verfassung" (Deutschland hat nämlich keine in diesem Sinn)


    Ist der provisorische Status des Grundgesetzes nicht durch die Wiedervereinigung beendet worden, es somit auch zur Verfassung (mit der Bezeichnung GG) geworden?

  • Zitat

    Original geschrieben von oecher
    OT:


    Ist der provisorische Status des Grundgesetzes nicht durch die Wiedervereinigung beendet worden, es somit auch zur Verfassung (mit der Bezeichnung GG) geworden?


    Ich hab grad selbst noch mal nachgeschaut:

    Zitat

    Grundgesetz
    Artikel 146
    Dieses Grundgesetz, das nach Vollendung der Einheit und Freiheit Deutschlands für das gesamte deutsche Volk gilt, verliert seine Gültigkeit an dem Tage, an dem eine Verfassung in Kraft tritt, die von dem deutschen Volke in freier Entscheidung beschlossen worden ist.


    Tja, hast also recht!

  • Das GG hat aber den Status einer Verfassung, deshalb braucht keine weitere Verfassung inkraft zu treten.
    Encarta sagt auch, daß das GG die "Verfassung der Bundesrepublik Deutschland" ist


    Eigentlich sollte nach der Wiedervereinigung ne neue Verfassung geschrieben werden, das wurde aber nicht gemacht, denn man dachte sich, das GG ist gut, wie es ist. Man hat ein paar Schönheitskorrekturen gemacht, und Schwups hat man sich ne Menge Arbeit erspart.


    Daß das GG den Status einer Verfassung hat, kann man such daran sehen, daß es ja "Bundesverfassungsgericht heißt.

    Voltaire hilf, sie sind verrückt geworden!

  • Zitat

    Original geschrieben von XIII
    Das GG hat aber den Status einer Verfassung, deshalb braucht keine weitere Verfassung inkraft zu treten.
    Encarta sagt auch, daß das GG die "Verfassung der Bundesrepublik Deutschland" ist


    Eigentlich sollte nach der Wiedervereinigung ne neue Verfassung geschrieben werden, das wurde aber nicht gemacht, denn man dachte sich, das GG ist gut, wie es ist. Man hat ein paar Schönheitskorrekturen gemacht, und Schwups hat man sich ne Menge Arbeit erspart.


    Daß das GG den Status einer Verfassung hat, kann man such daran sehen, daß es ja "Bundesverfassungsgericht heißt.


    Das ist alles eine Sache der Auslegung!
    Weiterer OT-Denkanstoss:
    Ist Art.1 ein Grundrecht? Nach Art.1 III ist er das naemlich nicht...


    autares

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