Das Sperrfeuer wird so lange anhalten, wie der Chef sich weigert, seinen Hut zu nehmen. Das wird sicher nicht mehr sehr lange dauern, vielleicht gab's da schon einen Anruf aus Wolfsburg.
Der ADAC Thread - Mitgliedschaft - Infos usw.
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Ich verstehe nicht, warum der ADAC nicht einfach Geschäftsbetrieb und Vereinsaktivitäten trennt. Sofern dadurch Preiserhöhungen entstehen, darf man den Mitgliedern entgegenhalten, dass auch auch ein großer Teil von ihnen (ausweislich empörter Äußerungen in den Medien) es genau so hatte haben wollen.
Nach Trennung der beiden Bereiche kann der Geschäftsbetrieb ADAC dem Vorstand des Vereins ADAC soviele Heli-Flüge spendieren, wie er will und sich die Ausgaben hierfür noch als soziales/gemeinnütziges Engagement auf die Fahne schreiben.
Es müsste sich de facto rein gar nichts ändern (wer will schon die Unterstützung gemeinnütziger Vereine durch Unternehmen kritisieren) und alle wären wieder höchst zufrieden.
Mein Fazit in Sachen ADAC: Viel Radau um (im Ergebnis) absolut gar nix!
Allerdings ist dieser vollkommen überflüssige Radau aus rechtlicher Sicht vollkommen berechtigt und sollte dazu führen, dass der ADAC seine rechtliche Konstruktion ändert, während er so weiter macht, wie zuvor. Und der Steuergerechtigkeit wäre auch genüge getan.
Will der ADAC die Leichensuchtrupps aus dem Keller bekommen, dürfte das nur so zu verwirklichen sein.
Weiterer Vorteil:
Dem bisherigen Vereinsvorstand (der von Gesetzes wegen ehrenamtlich tätig ist) könnte man endlich ein üppiges Gehalt zahlen, ohne ein schlechtes Gewissen haben zu müssen. Hier sehe ich nämlich den Stoff für das nächste Fiasko, wenn die Aufwandsentschädigungen der Funktionäre auf den Prüftisch kommen.Wäre ich Journalist, hätte ich mich dieses Themas zuerst angenommen - mit guten Aussichten für Schlagzeilen in der Revolverpresse. Oder die Funktionärsriege war wirklich clever ... was aufgrund der bisherigen Funde aber nicht anzunehmen sein dürfte. :p
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Zitat
Original geschrieben von frank_aus_wedau
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Dem bisherigen Vereinsvorstand (der von Gesetzes wegen ehrenamtlich tätig ist) könnte man endlich ein üppiges Gehalt zahlen, ohne ein schlechtes Gewissen haben zu müssen. Hier sehe ich nämlich den Stoff für das nächste Fiasko, wenn die Aufwandsentschädigungen der Funktionäre auf den Prüftisch kommen....p
Schon geschehen:
http://www.spiegel.de/auto/akt…tionaer-aus-a-950562.htmlÜberhaupt wurde praktisch jede Art von Tests oder Statistiken manipuliert, weil der ADAC selbst oder seine "Industriepartner" wirtschaftliche Interessen hatten.
http://www.sueddeutsche.de/aut…ac-im-crashtest-1.1877957
Ein durch und durch korrupter Verein, der hinter der ehrenwerten Fassade der Millionen von desinteressierten Mitgliedern wirkte.
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Re: ADAC und VARTA Batterien
ZitatOriginal geschrieben von a101
Jetzt wird dem ADAC vorgeworfen, dass die ach so lieben "Gelben Engel" liegengebliebenen Fahrern eigens für den ADAC seitens VARTA hergestellte und überteuerte Batterien quasi auf Boni - Basis angedreht hätten, obwohl dies teilweise gar nicht nötig gwesen sein sollte ...zufällig hat meine freundin am wochenende die dienste des ADAC benötigt. (batterie leer)
auch ihr wollte der fahrer eine neue batterie andrehen. muss man hald nein sagen...davon ab: nicht mal 10 minuten nach anruf war die pannenhilfe vor ort und hat starthilfe gegeben.
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Zitat
Original geschrieben von migolf
... springt mein Fahrzeug heute nicht an. Ich sitze jetzt hier und warte auf den Pannendienst. ...
Auch "mein" Pannendienst bot mir eine Batterie an. Da das Fahrzeug durch die Starthilfe aber wieder lief, sah ich keinen unmittelbaren Bedarf. Zumal ich ja zu Hause betroffen war.
Wäre ich allerdings unterwegs in den Urlaub, zur Arbeit gewesen, wäre das ggf. was anderes. Da die Batterien auch nicht zu Wucherpreisen feilgeboten wurden/werden, sehe ich da kein Problem! Letztlich bin ich in meiner Entscheidung doch frei. So, wie ich eben auch keine ADAC Member bin...migolf
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Die Ergebnisse bei den ADAC-Reifentests waren oft etwas merkwürdig, vor allem die Schwankungen bei den Zweitmarken überraschte mich oft. Dennoch war davon ausgegangen, dass hier nicht getrickst wird - unter anderem weil relativ viele Organisationen an diesen Tests beteiligt sind. Doch ich muss wohl umdenken:
http://www.sueddeutsche.de/aut…ests-eine-farce-1.1879929
'Nun gerät, wie an so vielen Stellen in diesen Wochen, die Glaubwürdigkeit des ADAC auch beim sensiblen Thema Reifen ins Wanken. Ein Insider dieser Branche behauptet, auch hier werde getrickst. Der Insider, es handelt sich um einen ehemaligen hochrangigen Mitarbeiter eines Reifenherstellers, offenbarte sich der WDR-Sendung Sendezeit. Auch der Süddeutschen Zeitung liegt seine Aussage an Eides Statt vor.
Der Mann schildert ein mit den Kriterien neutraler Tests schwer vereinbares Vorgehen. Sobald der ADAC entschieden habe, welches Reifenmodell er prüfen will (es werden immer nur ausgewählte Größen getestet), wo er diese Reifen testen möchte und unter welchen Bedingungen, erfahren nach Angaben des Insiders die großen Herstellerfirmen davon; zumindest die, mit denen der ADAC in gutem Einvernehmen stünde. Woraufhin die Hersteller ihre Techniker an genau an jenes Reifenmodell setzen.
Mit enormem Aufwand, so behauptet der Insider, würden die Pneus verbessert und speziell für die jeweiligen Testbedingungen präpariert. Mit dem eigentlichen Serienmodell hätten diese Reifen dann nur mehr wenig zu tun. Anschließend, so der Insider weiter, würden die Herstellerfirmen diese besonderen Reifen an jene Verkaufsstellen liefern, bei denen der ADAC seine Testreifen kauft.'
Absolut nicht sexy!
Mal sehen, was die offenbar nun auf Hochtouren arbeitenden 'Leichensuchtrupps' (Frankie) noch zu Tage fördern.
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Zitat
Original geschrieben von Robert Beloe
Anschließend, so der Insider weiter, würden die Herstellerfirmen diese besonderen Reifen an jene Verkaufsstellen liefern, bei denen der ADAC seine Testreifen kauft.'das macht das ganze etwas unglaubwürdig. es wären dabei drei parteien beteiligt. wieso den umweg über die verkaufsstelle? dann kann man sich die reifen ja gleich vom hersteller liefern lassen oder noch besser: den artikel gänzlich aus der phantasie ohne "test" erstellen.
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Zitat
Original geschrieben von stanglwirt
das macht das ganze etwas unglaubwürdig. es wären dabei drei parteien beteiligt. wieso den umweg über die verkaufsstelle? dann kann man sich die reifen ja gleich vom hersteller liefern lassen oder noch besser: den artikel gänzlich aus der phantasie ohne "test" erstellen.
Naja ich denke eher die Hersteller ändern generell nach den Tests die Rezeptur der Gummis. -
Nun ja, es erscheint dennoch ziemlich aufwändig und der wirkliche Gewinn für den ADAC oder einzelne Profiteure ist auch nicht ersichtlich.
Natürlich ist nicht auszuschließen, dass sich im ADAC eine Kultur des Herumtricksens eingestellt hatte. Andererseits kann jetzt jeder alles über den ADAC behaupten, jedwede Aussage des ADAC als falsch und manipuliert hinstellen, er wird Gehör finden und Viele werden es glauben, einfach weil der ADAC gerade als unglaubwürdig in der öffentlichen Kritik steht.
Die Gefahr, dass ein unzufriedener Mitarbeiter seinem Arbeitgeber eins auswischen will und dann eine entsprechende Meldung an die Presse gibt, ist jetzt natürlich auch nicht von der Hand zu weisen.
Bei einer ADAC-eigenen Umfrage und Auswertung, wie der zu den beliebtesten Fahrzeugen, kann man sehr einfach manipulieren. Bei Reifen, wo viele Dritte dabei sind und Messwerte stimmig sein müssen, ist der Aufwand weit höher und die Gefahr von Ungereimtheiten, dass da irgendwas nicht passt und es jemand merkt, wesentlich höher.
Womit ich nicht sagen will, dass es keine Manipulationen bei den Reifentests gab, aber man weiß es eben nicht, es ist erstmal eine Behauptung.
Schon bei der Meldung um die Luftrettung hatte ich gewisse Probleme, den Skandal zu sehen. Die Hubschrauber werden regelmäßig bei ALT in Hangelar bei Bonn gewartet, also sind regelmäßige Überführungs- und Abnahmeflüge dorthin und zurück an der Tagesordnung. Wenn dabei hin und wieder ein ADAC-Präsidiumsmitglied an Bord ist, kann ich das nicht als Skandal sehen.
Auch bei der Rasen-Fönaktion war der Heli einsatzbereit und wäre, da schon im Flug, im Zweifel schneller an einem Einsatzort gewesen als bei einem Start von seiner Basis aus. Auch hier war zu keinem Zeitpunkt ein potentieller Notfallpatient in Gefahr. Genau dieser Eindruck wurde in den Medien aber zwischen den Zeilen erweckt, dass die Helis zu privaten Spaßaktionen missbraucht wurden und währenddessen nicht für Patienten zur Verfügung gestanden hätten.
Hier mag nicht alles richtig gelaufen sein, aber eben auch nicht so, wie es medial verkauft wird.
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Sollten die Reifentests so manipuliert sein, wie es im Artikel beschrieben ist, würde ich darin schon ein großes Problem sehen. Diese Tests sind mehr oder weniger das Aushängeschild der ADAC-Testverfahren, und sehr viele Verbraucher richten ihre Kaufentscheidung nach den Bewertungen dieses Tests aus. Das ist, wenn das sich so abspielt, wie in dem Artikel der ja nun nicht eben über beleumundeten Süddeutschen Zeitung geschildert ist, nichts weniger als Betrug am Verbraucher.
Ich finde das Szenario auch gar nicht so unrealistisch, sondern eher ein relativ intelligentes und subtiles Täuschungssystem - und dass hier offenbar eine eidesstattliche Versicherung vorliegt, gibt dem Ganzen schon etwas mehr Gewicht als 'hier kann jeder mal Mist behaupten'.
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