Vodafone hat Umsätze mit mobilen Internetdiensten aufgebläht

  • Bilanzskandal auch bei Vodafone?



    Zitat:


    Vodafone hat Umsätze aufgebläht Das britische Mobilfunkunternehmen Vodafone hat eingeräumt, bei der Berechnung des eigenen Umsatzes ein Verfahren anzuwenden, bei dem die Einnahmen im Vergleich zur Konkurrenz größer erscheinen. Das sei allerdings legal.
    Wie die Financial Times am Mittwoch berichtet, verbucht Vodafone die gesamten Einnahmen aus dem mobilen Internetgeschäft als Umsatz. Dabei werden diese Einnahmen an Dritte, die Anbieter bestimmter Inhalte, weitergereicht.


    Die Konkurrenten MMO2 (früher British Telecom) und Orange klammern hingegen Zahlungen, die an Dritte gehen, aus der eigenen Umsatzrechnung aus. Dem Bericht zufolge entspricht die Praxis von Vodafone voll den britischen Gesetzen, doch hätten sich einige Analysten "überrascht" gezeigt. Die Vodafone- Berechnung trage dazu bei, dass der durchschnittliche Umsatz pro Nutzer (ARPU), eine wesentliche Kennzahl der Branche, höher erscheine.


    Das Verfahren sei tatsächlich derzeit auch von geringer Bedeutung, weil nur ein kleiner Prozentsatz des Umsatzes auf mobiles Internet entfalle - nach Vodafone-Angaben ein Prozent. In Zukunft sei allerdings eine eindeutige Definition der Berechnung wichtig, weil der Internetbereich in der Telekommunikationsbranche potenziell an Bedeutung gewinne.


    Quelle: Financial Times Deutschland



    Pitter

  • Salut,


    wenn das Verfahren legal ist, warum spricht man dann von einem "Bilanzskandal"? Und wie erreicht man es, dass Bereiche, die weniger als 1% Einfluss haben, den Umsatz "aufblähen"?


    Für mich klingt das eher nach einem Sommerlochfüller, der gut in die Reihe passt: Enron, MobilCom, WorlCom und jetzt Vodafone. Irgend jemand wird schon daran glauben.


    Gruß, JL

  • Zitat

    Original geschrieben von JeanLuc7
    Salut,


    wenn das Verfahren legal ist, warum spricht man dann von einem "Bilanzskandal"? Und wie erreicht man es, dass Bereiche, die weniger als 1% Einfluss haben, den Umsatz "aufblähen"?


    Für mich klingt das eher nach einem Sommerlochfüller, der gut in die Reihe passt: Enron, MobilCom, WorlCom und jetzt Vodafone. Irgend jemand wird schon daran glauben.


    Na ja, für Aktionäre und auch die z.Z.t vielgescholtenen Analysten ist die Bilanz schon eine wichtige Informationsquelle. Kennst Du das Sprichwort "Wer einmal lügt dem glaubt man nicht"?
    Frag mal bei MLP (oder bei MLP-Aktionären) nach, wie das ist mit Gerüchten, in der Bilanz gebe es Unregelmässigkeiten.

  • die Aktie kommt an der Börse dafür heute aber glimplich davon.
    -1,5% bei 96,50 Pence ( Quelle n-tv 13:50 Uhr)
    Die nur "kleine" Abstrafung hängt damit zusammen, daß die Analysten der Meinung sind, daß es sich bei "diesen verbuchten Umsätzen" prozentual nur um eine kleine Summe handelt.
    Na ja, die Aktie hat immerhin seit Jahresbeginn ca. 50% verloren.
    Viel mehr Druck gibts wohl auf der heutigen Hauptversammlung für den Vorstand.
    Bezüglich Jahresgehalt. Mr.Gent fordert für sich:


    1,5 Mio Euro Jahresgehalt
    + 8 Mio Euro Bonus
    + 9 Mio Euro Aktienoptionen


    Per Anno: 18,5 Mio Euro.


    (Quelle n-tv)


  • Da ist er doch 'diesen Sommer' in guter Gesellschaft mit anderen :D


    Trotzdem muß unterschieden werden, ob deutsch oder britische Analysten überrascht sind, denn Vodafone erstellt seine Bilanzen nach britischem Handelsrecht.


    Grüße,


    Nio

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