Beiträge von bernbayer

    Zitat

    Original geschrieben von Timba69


    Ein VPN steht und fällt ebenfalls mit dem Anbieter. Wenn der Anbieter loggt und speichert nützt der beste VPN nichts. Weder in Hinsicht auf Sicherheit, noch in Hinsicht auf Anonymität.


    Das stimmt so nicht. Idealerweise sollte ein VPN-Anbieter nichts loggen und speichern um eine größtmögliche Anonymität zu erreichen. Völlig nutzlos ist ein Anbieter der Daten loggt auch wieder nicht. Er bietet trotzdem z.B. einen gewissen Schutz vor dubiosen Abmahnern. Wie bereits von mir erwähnt ist es sehr unwahrscheinlich das er bei einer ausländischen IP-adresse versucht die eigentlich Identität zu ermitteln um dann abmahnen zu können. Der Aufwand wäre viel zu hoch und die Erfolgsausichten verschwindet gering das dies überhaupt gelingt. Zum anonymen Surfen gehört aber noch weitere Sicherheitsmaßnahmen als die IP zu verschleiern, ich habe es weiter oben schon erwähnt.. Leaks durch WEB-RTC hatte ich da vergessen und wäre deshalb noch anzufügen.

    Deutsche Anbieter werden wohl seit Wiedereinführung der Vorratsdatenspeicherung gezwungen sein Verbindungsdaten zu speichern, zumindest dann wenn Server in Deutschland stehen. Natürlich ist es nicht völlig sinnlos auf so einen Anbieter zurückzugreifen, insbesondere wenn er noch Server in vielen andern Ländern stehen hat. Denn wie bereits erwähnt ist es ziemlich unwahrscheinlich das z.B. ein dubioser Abmahner überhaupt versucht eine ukrainische, russische usw- IP-Adresse zu ermitteln, denn es wird dann viel schwerer und aufwendiger sein an die eigentliche deutsche IP-Adresse zukommen, sofern das überhaupt gelingt. Besser und sicherer ist meiner Ansicht nach wenn halt überhaupt nichts geloggt wird. Und eines sollte auch klare sein, anständige Bürger nutzen VPN und Tor nicht um kriminelle Straftaten zu begehen, sie wollen nur zum schutz ihrer Privatsphäre anonym sein, oder nutzen das um gewisse Sperren in nicht demokratischen Staaten zu umgehen.

    Der Anbieter sollte ausdrücklich zusichern das er nichts loggt und speichert. Die Bezahlung des VPN- Dienstes sollte ebenfalls anonym erfolgen können. In der Praxis ist es schon hilfreich wenn man mit keiner deutschen Ip surfst und keine kriminellen Handlungen im Netz begeht. Kein dubioser Abmahner wird z. B. versuchen eine ukrainische IP ermittelt zu bekommen eine deutsche aber durchaus schon.

    Das Tor keine Firewall ersetzt ist doch klar. Es diemt in erster Linie dazu die IP zu verschleiern. Der große Nachteil vom Tor ist die Geschwindigkeitsbremse. Ich setze da eher auf VPN zur Anonymisierung. Bietet mehr Sicherheit und hat kaum Geschwindigkeitseimbußen. Man muß halt bei der Auswahl des Anbieters achten das er nicht loggt und die Firma nicht in der USA oder Deutschland ihren Sitz hat. Anonymität hat immer dort seine Grenzen wo man persömliche Daten braucht wie z. B. beim Onlinekauf. Es empfiehlt sich deshalb getrennte Systeme für persönliches und anoymes Bewegen im Netz einzusetzem. Daneben gilt noch einiges bei Cookies, Flash und Java zu beachten um Anonymität zu gewährleisten.


    Nein, ich halte es durchaus für legitim und nicht für verwerflich wenn man als Bürger Wert auf dem Schutz seiner Privatsphäre legt und so weit wie möglich anonym kommunizieren möchte und deshalb Anonymisierungs-Möglichkeiten mit z.B. Tor, VPN-Diensten und anonymem Simkarten nutzt. Das man dies nicht zum Begehen von Straftaten nutzt sollte eigentlich selbstverständlich sein. Die ganzen beschlossenen Maßnahmen des Staates in dieser Hinsicht, wie Voratsdatenspeicherung und jetzt die Registrierungspflicht mit Identitäts-Nachweis bei Simkarten bringt zur Bekämpfung von Kriminalität rein garnichts und ist mehr oder weniger Symbolpolitik. Kriminelle finden nach wie vor problemlos Möglichkeiten ihre Identität zu verschleiern, daran ändern Voratsdatenspeicherung Identitätsnachweise bei Registrierung von Simkarten rein garnichts.



    Ps. Und wer es unbedingt haben möchte, bei Ebay werden immer (noch) anonym registrierte Simkarten angeboten, sogar packweise. So kann wer will sich bis zu seinen Lebensende damit eindecken. :D
    Siehe z.B. hier:
    http://www.ebay.de/itm/10-x-Or…acc317:g:acMAAOSwOVpXYY8F

    Im Mobilfunk mag das heute mit einer Allnetflat oder zumindest einen Minutenpaket fast Standard zu sein. Beim Festnetz ist das bei weiten nicht der Fall, da haben die allermeisten halt eine Internetflat und eine Festnetzflat. Da ist es dann schon von Vorteil wenn jemand auf dem Handy mit einer Festnetznummer erreichbar ist. Und die allermeisten haben ja wegen VDSL/DSL noch einen Festnetzanschluß oder ältere Herrschaften einen reinen Festnetzanschluss.

    Ich halte das nur für faule Ausreden. Man tut nichts und ruft die Fördermittel des Bundes und der Länder für den Breitbandausbau nicht einmal ab, nur weil man als Kommune auch noch was dazugeben muß. Einen weiteren Teil de Kosten übernimmt ja der Netzanbieter sowieso.Wobei dieser in einer Großstadt wie Halle mit dichter Bebauung ehehin schon sehr hoch sein dürfte. Aber wo kein Wille da kein Weg. Da hilft nur Druck der Bürger und die rote Karte bei der nächsten Wahl. Aber es gibt auch vorbildliche Kommunen. So baut z.B. eine Nachbargemeinde meines Wohnortes die nicht mal 2000 Einwohner hat ein Netz mit Glasfaseranschluß bis ins Haus und möglichen Geschwindigigkeiten von 100 bis 500 mbit/s. Obwohl bereits eine DSL- Versorgung von 25 - 50 mbit/s anliegt.

    Kann man sich kaum vorstellen das es noch Orte gibt wo überhaupt kein DSL zur Verfügung steht, nicht einmal mit einer niedrigen Bandbreite? Wenn das bei dir vor Ort so ist fragt man sich achon warum die Gemeinde da nichts unternimmt. Schließlich wird doch der Breitbandausbau durch den Bund und die Lànder staatlich gefördert. Schlafende Kommunen sollten die Bürger vor Ort Druck machen. Die Kommunalvertreter wollen doch auch wiedergewählt werden. Schlafmützen brauchen da halt dann die rote Karte.