Beiträge von bernbayer

    Wenn die Bundeskanzlerin an dieser Jubiläumsveranstaltung der SPD teilnimmt ist das allein deren Sache, genauso wenn Gabriel als Gast beim Grünen-Parteitag auftritt. Dies ist auch nicht kritikwürdig und kostet auch nicht unser Geld. Wenn hier angeführt wird, daß die SPD in ihrer Geschichte auch Verdienste erworben habe, ist das vollkommen richtig und dies bestreitet auch niemand ernsthaft.Verdienste haben sich aber auch andere Parteien erworben. Da gibt es bei allen halt Licht und auch Schatten. Eine Bevorzugung einer Partei durch so eine "kostenlose Live-Werbesendung" rechtfertigt das aber niemals und verletzt die Chanchen-Gleicheit aller anderen Parteien, mal ganz abgesehen von der Gebührenverschwendung. Es geht da auch nicht um die CDU und Frau Merkel sondern um alle anderen etablierten Parteien. Deshalb wird das ganze auch im Fernsehrat ein Nachspiel haben, zumindest hat dies die Linke angekündigt.


    Ps. Ich sehe mich nicht als "überzeugter Konservativer", sondern als unabhängig und an keine Partei gebunden.

    Zitat

    Original geschrieben von shelter
    Die Gelder sind doch (leider) eh da. Ist nur die Frage, wofür sie verwendet werden.
    Und wenn bei ARD, ZDF und Co. nicht auf Kosten der Allgemeinheit berichtet werden soll, dann brauchen wir über Neutralität erst gar nicht mehr zu diskutieren.


    Alles andere hat Jimmythebob gut auf den Punkt gebracht.


    So so weil die Gelder da sind, können sie sinnlos verplempert werden. Das Geld können sie einsparen und wenn der Bedarf sinkt kann man man die Gebühren senken. Für eine kostenlose Live-Werbesendung und Partei-Propaganda sind sie jedenfalls zu schade. Gegen normale Berichterstattung im Rahmen von Nachrichten oder auch einer (kritischen) Reportage hat sicher niemand was.

    Zitat

    Original geschrieben von Jimmythebob
    Die (Entstehungs-)Geschichte der SPD ist ja nunmal auch eine besondere und nicht mit der der CDU oder FDP zu vergleichen. Von einer Ungleichbehandlung kann also keine Rede sein. Daher finde ich es mehr als legitim, wenn über solch historische Ereignisse berichtet wird. Da jetzt einen Skandal draus stricken zu wollen, finde ich mehr als kleingeistig und in Anbetracht der unstreitigen historischen Errungenschaften der SPD und des hohen Preises, den viele Sozialdemokraten für Ihre Überzeugungen haben zahlen müssen, fast schon zynisch und ungebildet. :flop:


    Es geht doch nicht um die normale Berichterstattung darüber, z.b. In den Nachrichten, sondern um eine Live-Übertragung einer Partei-Jubelveranstaltung auf Kosten der Gebührenzahler, welche man den anderen Parteien nicht zukommen läßt. Da sehe ich die Neutralität erheblich verletzt.Hinzu kommt noch dieser ungewgewöhnliche Exklusivvertrag, was steht da denn eigentlich drin. Es gibt da ja noch weitere zweifelhafte Vorgänge, wie den bereits erwähnten SPD-Landesparteitag in Bayern oder z.B. dies hier;


    http://www.tagesspiegel.de/med…echerchiert-/8197110.html

    Man kann es sich auch sehr einfach machen um diesen ungewöhnlichen Vorgang herunterzuspielen und Berichte diverser Mediien als unglaubwürdig hinzustellen,obwohl darüber auch Medien wie das Handelsblatt, "Die Welt" und weitere berichtet haben. Es kann doch nicht angehen, daß wir als Gebührenzahler für die Live-Übertragung einer Partei-Jubelveranstaltung aufkommen müssen. Wo bleibt da die Neutralität eines öffentlich rechtlichen Senders. Ich kann mich nicht erinnern, daß es zu einem Jubiläum einer anderen Partei im ZDF schon mal eine Live-Übertagung gegeben hat. Ungewöhnlich und merkwürdig an dem Vorgang ist da meiner Meinung nach auch, daß man da auch noch einen Exklusiv-Vertrag mit einer Partei abschließt. Da soll das ZDF mal schön die Vertragsbestandteile offenlegen. DAs ZDF ist da ja schon mal aufgefallen, als es da einen Bericht vom SPD-Landespartei-Tag in Bayern gegeben hat, über Landesparteitage anderer Parteien aber nicht berichtet wird. Das ZDF ist ja schließlich ein bundesweiter Sender.Letzterer Vorgang führte ja zu den Anruf des CSU-Sprechers beim ZDF, was der aber trotzdem nicht hätte machen sollen.