Beiträge von bernbayer

    Dein Beispiel ist halt nur zufällig gegriffen. Ich kann genauso nur 50 Euro Einkommensteuer sparen und 200 Euro mehr Grundsteuer im Jahr bezahlen. Außerdem läßt du die Krankenkassenbeiträge auf alle Einkommensarten völlig außen vor. Da kommen auf alle gesetzlich Versicherten welche außer Arbeitseinkommen noch irgendein weiteres Einkommen haben, wie z:B. Kapitaleinkünfte, Mieteinnahmen usw. höhere Abgaben zu. Freibeträge sind da nicht vorgesehen, dies trifft da mit Sicherheit mehr als 10 Prozent der Bürger. Höhere Steuern auf Kapitalerträge und höhere Erbschaftssteuer und Reduzierungen beim ermäßigten Mehrwertsteuersatz kommen bei den grünen Planungen noch hinzu. Insgesamt gesehen werden durch deren Gesamtrezept nur wenige Bürger entlastet werden. Das Hauptargument gegen deren Plänen ist aber nach wie vor die schädliche wirtschaftliche Wirkung.


    PS. Wenn du glaubst daß Ackerland heute weniger wert ist als in den 60er Jahren dann liegst du da völlig falsch. Die Ackerlandpreise sind seit dieser Zeit sogar sehr kräftig gestiegen, u.a. auch dadurch das dieses immer knapper wird.


    Die deutsche Einkommensteuer wird ihm jedenfalls zuhause angerechnet. Siehe hier:
    http://www.americandream.de/ne…steuern-in-den-usa-07-00/


    Das stimmt ja so nicht. So leben im Westen Deutschlands ca. 52 Prozent in den eigenen vier Wänden, (im Osten ca. 38 Prozent). Die sind schon mal von einer höheren Grundsteuer wie sie die Grünen planen alle betroffen. Wer Mieter ist wird auch indirekt betroffen sein, denn die höhere Grundsteuer wird sicher auf den Mietpreis durchschlagen. Bei der sogenannten Bürger-Krankenversicherung sehen die Pläne der Grünen jedenfalls keine Freibeträge für Kapitalerträge vor, es fallen also ab dem ersten Euro Krankenkassenbeiträge daraus an. Ob bei der Erhöhung der Steuer auf Kapitalerträge nach den Plänen der Grünen die Freibeträge bleiben ist völlig offen. Wie schon mehrmals erwähnt sind deren Pläne schon allein wegen ihrer schädlichen Wiirkung für Wirtschaft und Arbeitsplätze abzulehnen.

    Naja, einen Raubtierkapitalismus will doch kein vernünftiger Mensch hier. Mit der sozialen Marktwirtschaft eines Ludwig Erhard sind wir im Großen und ganzen gut gefahren in Deutschland. Dazu gehört auch daß jeder nach seiner Leistungsfähigkeit besteuert wird. Wer im Jahr x Millionen verdient muß mehr Steuern zahlen als ein Normalverdiener. Die Frage ist nur ab wann ist jemand reich bzw. wie defeniert man reich sein. Die Grünen überspannen da schon etwas den Bogen wenn man schon ab ca. 60000 Euro Jahreseinkommen als reich gilt und mehr Einkommenssteuer zahlen soll. Das trifft gerade den Mittelstand der immer noch die meisten Arbeitsplätze zur Verfügung stellt. Da sind halt 60000 Euro oder auch 300000 Euro nicht viel, wenn man davon auch noch investieren will bzw. soll. Wie heißt es so schön bei uns in Franken:"Man soll die Kirche im Dorf lassen".

    Ob sich die Landwirte über die grünen Steuerpläne freuen, das glaube ich eher nicht. Ich habe da kürzlich mit meinen Onkel gesprochen, der Landwirt ist. Der freut sich überhaupt nicht über das wa die im Steuerbereich planen. Der verdient zwar auch mit Solarzellen auf seinen großen Dachflächen gutes Geld, hält aber von den grünen Steuerplänen überhaupt nichts. Höhere Grundsteuern treffen einen Landwirt besonders massiv, weil er ja sehr viel Grundstücke besitzt. Die braucht er ja um Nahrungsmittel zu produzieren und sind da dann auch keine Geldanlage oder Spekulationsobjekt. Höhere Erbschaftssteuer schlägt bei Landwirten auch massiv durch, sofern nicht sehr hohe Freibeträge für Betriebsvermögen gemacht werden.


    7650w


    Du hast vollkommen recht, es ist eigentlich völlig egal vieviel Prozent da bei der isolierten Betrachtung der Einkommenssteuer entlastet werden. Deren Pläne sind schon alleine wegen der schädlichen Wirkung auf Wirtschaft und Arbeitsmarkt nicht akzeptabel.

    Diesen sogenannten Faktencheck kann man in die Tonne treten. Hier wird nur isoliert die Einkommenssteuerbelastung nach den grünen Steuerplänen betrachtet. Wenn man seriös vergleichen will, muß man das gesamte Programm der Grünen im Steuer- und Sozialbereich betrachten. Was nützt einen Normalverdiener eine Einkommenssteuer-Steuerentlastung von z.B. 50 oder 100 Euro im Jahr, wenn er auf der anderen Seite z.B. als Hausbesitzer eine höhere Grundsteuer zahlen muß, als Sparer höhere Steuern auf Kapitalerträge zahlen muß oder bzw. und auf seine gesamtes Einkommen, also auch Kapitalerträge, Mieteinnahmen usw. Krankenkasenbeiträge, (Bürgerversicherung) zahlen muß. Ein Großteil der Bürger ist eh nicht einkommenssteuerpflichtig wie z.B. die meisten Renter,(ca. 90 Prozent) und Geringverdiener, die können sowieso davon nicht profitieren. Auf denen kommen höchtens noch zusätzliche Belastungen bei der Grundsteuer oder Krankenkassenbeiträgen zu. Außerdem muß man den gesamtwirtschaftlichen Aspekt sehen. Diese Steuerpläne belasten den Mittelstand erheblich was zum Rückgang bei Investitionen führen wird. Das ganze ist ein Arbeitsplatz-Vernichtungs-Programm mit den entsprechenden Folgen für alle die dann Ihren Arbeitsplatz verlieren. Gut an dem Programm ist nur, daß es nie so umgesetzt werden wird und deshalb nur Papiier-Müll sein wird.


    PS. Siehe z.B.auch hier:
    http://www.zitelmanns-finanzko…der-grunen-fur-vermieter/

    Der von mir hier verlinkte "Stern"-Artikel zeigt doch eindeutig auf, daß das ZDF zur Zeit von der SPD domniniert wird. An den entsprechenden Schaltstellen der politischen Redaktion sitzen überwiegend der SPD nahestehende Leute. Das erklärt dann schon so manches, wie jetzt die kostenlose Live-Übertragung der SPD-Jubelveranstaltung. Früher war das beim ZDF etwas anders, da saßen "stramme Konservative" wie z.B. Gerhard Löwenthal oder Friedhelm Ost in den politischen Redaktionen. Dies war natürlich genauso wenig akzeptabel. Der Einfluß von Politikern und Parteien auf den öffentlich-rechtlichen Rundfunk ist ein unmöglicher Zustand. Politiker haben in den Aufsichtsräten von öffentlich-rechtlichen Rundfunk- und Fernsehanstaltungen nichts zu suchen, nur so kann eine unabhängige und ausgewogene Berichterstattung erfolgen.