Beiträge von bernbayer

    Liesmal Deinen Beitrag nochmal genau, du hattest doch geschrieben daß freiwillig versicherte auf alle Einkunftsarten den vollen Krankenkassenbeitrag leisten müßten. Da zählt ja dann die gesetzliche Rente auch dazu. Genau das ist aber so nicht richtig. Auf die gesetzliche Rente zahlen sie auch nur den halben Beitrag.Über die andere Hälfte bekommen sie einen Zuschuß von der Rentenversicherung. Sie müssen das halt nur beantragen. Richtig ist das sie auf weitere Einkünfte einen vollen Kassenbeitrag zahlen müssen. Ein Gerechtigkeitsproblem sehe ich was den halben Beitrag für gesetzlich Versicherte Rentner anbelangt nicht, anstelle des Arbeitgebers tritt da die Rentenversicherung die wie ein AG den andere Hälfte des Beitrags an die Krankenkassen zahlt. Die Krankenkasse bekommt also ihr Geld. Unterschiedliche Behandlung gibt es nur bei den sonstigen Einkommensarten mit Ausnahme der Betriebsrenten. Hier letzte Gerechtigkeit herzustellen kann man aber nicht damit, daß man bei Rentnern noch mehr abkassiert. Da ist es dann besser man erhebt bei allen Rentnern nur auf die Rente Krankenkassenbeiträge oder wenn man das will, müßte das dann doch kräftige Rentenzuschläge ausgeglichen werden. So sehe ich das zumindest. Ist jetzt aber ein anderes Thema und führt jetzt etwas weit vom Thread-Thema weg.

    So wie ich das sehe, forderst du daß pflichtversicherte Rentner auch den vollen Krankenkassenbeitrag zahlen sollen. Dafür habe ich nicht das geringste Verständniss. Rentner wurden in den letzten 10 Jahren schon genug geschröpft, sie haben rund eine Monatsrente in diesen Zeitraum verloren und sind inzwischen voll von der allgemeinen Einkommenentwicklung abgehängt. Im Westen gibt es diesesJahr z.B. nur 0,25 Prozent Rentenerhöhung. Viele Kleinrentner mit Renten von 300 oder 400 Euro Rente können schon jetzt ihren Lebensunterhalt nicht mehr bestreiten und müssen Grundsicherung beantragen. Müssen sie auch noch den vollen Kassenbeitrag zahlen verkürzt sich die Rente nochmal um rund 8 Prozent. Außerdem sind Deine Ausführungen zum Teil auch nicht richtig. So zahlen auch pflichtversicherte Rentner schon seit einiger Zeit auf Betriebsrenten den vollen Kassenbeitrag.Das haben sie der damaligen Rot-Grünen Bundesregierung zu verdanken. Außerdem sind deine Ausführungen was freiwillig Versicherte betrifft zum Teil nicht richtig. Schau mal hier:
    http://www.deutsche-rentenvers…12_47_kw_zuschuss_kv.html

    Zitat

    Original geschrieben von Jimmythebob

    Gibt es eigentlich irgendeine Steuer, die du für sinnvoll erachtest? Oder ist das im Grund alle ungerecht?


    Natürlich gibt es Steuern die sinnvoll sind. Der Staat muß ja schließlich irgendwoher das benötigte Geld nehmen. Die Einkommenssteuer bzw. Körperschaftssteuer bei Kapitalgesellschaften ist schon grundsätzlich eine sinnvolle Steuerart. Streiten kann man immer über deren Ausgestaltung, dies ist schon klar. Alkohol- und Tabaksteuer halte ich auch grundsätzlich für sinnvoll, es handelt sich da ja um die Besteuerung von gesundheitsschädlichen Produkten. Nicht ganz sicher bin ich mir bei der Mehrwertsteuer. Vieleicht sollte man diese auch auf die Einkommenssteuer umllegen, bei dann auch entsprechend höheren Steuersätzen. Dies wird allerdings nicht ganz so einfach umzusetzen sein und vermutlich auch nie kommen. Es gibt da noch viele weitere kleinere Bagatell-Steuerarten auf die ich jetzt nicht alle wegen der Fülle eingehen kann. Die sollte man sich auch im Einzelnen anschauen und überlegen ob die eine oder andre nicht abgeschafft werden und die Einkommenssteuer umgelegt werden kann. Erbschafts-Grund- und Vermögenssteuer halte ich als reine Substanz-Steuern nicht für sinnvoll.

    Zitat

    Original geschrieben von Jimmythebob
    Jetzt kommen wieder die Spezialfälle...
    Ja, Bernbayer, dieser arme Mensch muss wohl mehr zahlen. Dafür werden aber viele andere eben entlastet.
    Beantwortest du noch die Frage zur Grundsteuer und Krankenversicherungsbeiträgen? Das interessiert mich wirklich.


    7650w: Was stimmt denn nicht und was siehst du anders?


    Meinst Du wohl im Ernst daß jemand bereit ist mehr Krankenkassenbeiträge zu zahlen weil dann ein anderer vieleicht etwas weniger zahlen muß? Das wegen der Gerechtigkeit alle Einkommensarten für die Berechnung herangezogen werden sollen halte ich für sehr fadenscheinig wenn es anderseits eine Beitragsbemessungsgrenze gibt. Warum soll dann jemand mit 15000 Euro Monatseinkommen auch nicht mehr Krankenkassenbeiträge zahlen als derjenige mit 5500 Monatseinkommen? Das Gerechtigkeitsargument zieht da nicht. Bei der Grundsteuer handelt es sich eh schon genauso wie bei der Erbschaftssteuer um eine Substanzsteuer, die meiner Meinung nach sowieso ganz abgeschafft gehören.

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    Original geschrieben von stanglwirt
    da muss ich dir zustimmen. eine "bürgerversicherung" heisst ja erstmal überhaupt nicht, dass es für jeden teurer wird.
    hier wird es ebenfalls wohl für den einen günstiger, für den anderen teurer. davon ab, wird es aber wohl auch weiterhin eine max. grenze geben und die ist ja zumindest aktuell nicht sehr hoch...


    von dieser regelung arg negativ betroffen, wären doch allenfalls die, die sich mit 500€ wo zum schein angestellt haben, eine billige krankenversicherung haben und daneben horrende mieteinnahmen haben. und die haben es imho auch verdient, dass da ein riegel vorgeschoben wird.


    grundsätzlich finde ich es richtig, dass sämtliche einkommensarten hierfür herangezogen werden.


    Das stimmt doch so pauschal nicht. Nimm doch mal einen Rentner mit 800 Euro Rente der Hausbesitzer ist und vieleicht noch 500 Euro Mieteinnahmen im Monat hat und vieleicht noch 600 Euro Zinseinnahmen im Jahr hat Überlege mal, was der mehr an Krankenkassenbeitragen zahlen muß, obwohl er kein reicher Mann ist. Meinst du wohl der schreit da hurrah und wählt die als Dank dafür?

    Zitat

    Original geschrieben von Jimmythebob
    Doch, genau darum geht es in Politik und Gesellschaft. Schade, dass du den Fragen ausweichst.


    Ich weiche den Fragen nicht aus. Ich halte es für falsch Krankenkassenbeiträge auf alle Einkommensarten zu erheben, genauso wie die Erhöhungen bei der Grundsteuer, bei Kapitalerträgen und bei der Einkommensteuer ab ca. 60000 Euro zu versteuernden Einkommen. Dies habe ich doch ziemlich klar zum Ausdruck gebracht. I

    Es geht nicht darum ob es man für richtig hält oder nicht, das muß jeder für sich entscheiden. Es stellt auf jedenfall für die Betroffenen eine Mehrbelastung dar, die man in die Gesamtrechnung aller geplanten Maßnahmen der Grünen einbeziehen muß. Wer das für gut findet kann sie ja wählen.Ich halte davon rein garnichts schon alleine nur wegen der negativen wirtschaftlichen Folgen.

    Wird halt durch ständige Wiederholungen nicht richtiger. Selbstverständlich haben die eine Bürgerversicherung unter Heranziehen aller Einkommensarten für die Beitragsbemessung geplant. Mußt dich halt mal richtig informieren. Die Schere zwischen arm und Reich ist doch deshalb nur etwas größer geworden,weil Rot-Grün in ihrer Regierungszeit durch die Agenda-Reformen prekäre Arrbeitsverhältnisse wie 1 Euro-Jobs, Leiharbeit usw. eingeführt haben und mit Harzt 4 eine Armutsfalle geschaffen haben. Dies läßt sich nicht mit steuerlichen Maßnahmen ausgleichen, man muß bei den Ursachen ansetzen.